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Kiste für Glasballons
Es sind schon Kisten oder ähnliche Verpackungsgüter
für Glasgefäße, Glasballons oder andere große Glasbehälter bekannt, welche nicht
nur in wirksamer Weise einen Glasballon oder sonstigen Behälter gegen Beschädigung
während der Lagerung oder des Transports schützen, sondern außerdem noch so ausgebildet
sind, daß der Glasballon in einer Stellung gehalten werden kann, in welcher er ganz
oder teilweise zu entleeren ist, ohne daß die Gefahr des Verschüttens besteht.
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- Solc'heKisten weisen einen kastenartigen Körper, in welchem der
Glasballon festgehalten ist, und einen beweglichen Deckel auf; der Deckel ist an
entgegengesetzten Seiten des Kastenkörpers in solcher Weise angelenkt, daß er in
eine Stellung unterhalb des Körpers zu bewegen ist und als Fuß für den Kastenkörper
dient. Die Gelenkverbindung läßt Idann eine Schwenkbewegung des Kastenkörpers zum
Ausleeren zu.
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Bei dieser Kastenausführung wird die Begrenzung der Deckelbewegung
durch Zusammenwirken geneigter Teile der Seitenwände des Deckels und des Körpers
begrenzt, was Nachteile in bezug auf den erwünschten genauen Deckelverschluß und
auf die Lebensdauer des Deckels sowie der gesamten Kiste zur Folge hat.
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Erfindungsgemäß werden -diese Nachteile dadurch vermieden, daß der
Kastenkörper lotrechte Eckpfosten aufweist, welche über den Kastenkörper hinaus
in den Bereich des Deckels verlängert sind, um eine Bewegung des Deckels über die
Verschlußstellung hinaus zu verhindern.
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Ein Schnellv'erschluß wird zweckmäßig an der einen Seite der Lattenkiste
vorgesehen, um den Deckel in seiner normalen Verschluß stellung zu halten. Im Deckel
können Handlöcher vorgesehen werden, um das Anheben der Lattenkiste zu erleichtern.
Die Lattenkiste wird zweckmäßig innen mit Füllwerkstoff, wie Gummistreifen, ausgestattet,
welche so auf die Seiten- und unteren Wandungen des Glasballons einwirken, daß der
letztere fest in der Lattenkiste gehalten wird.
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Die Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt, welche ein besonders
vorteilhaftes Ausführungsbeispiel wiedergibt, und zwar zeigt Fig. I in schaubildlicher
und räumlicher Darstellung die Lattenkiste in geschlossenem Zustand, Fig. 2 eine
Seitenansicht, wobei der Deckel sich in der Mittelstellung zwischen der Verschlußstellung
und der Schwenkstellung befindet, Fig. 3 eine Seitenansicht, bei welcher der Deckel
als Fuß dient und Fig. 4 eine Seitenansicht nach Fig. 3 mit dem Kistenkörper in
der Entleerungestellung. -Die in der Zeichnung dargestellte Lattenkiste besteht
aus einem Körper 10 mit vier lotrechten EckpfostenlII aus Holz, welche zusammen
über waagerechte, hölzerne Latten 12 in solcher Weise verbunden sind, daß sie einen
Kastenkörper von Rechtkantform ergeben Die Latten können, wie gezeigt, mit Abstand
voneinander vorgesehen sein, damit nicht das Gewicht der Lattenkigte in unangemessener
Weise vergrößert wird, wobei im gewählen Aus führungsbei spiel drei derartige Latten
an jeder Seite vorhanden sind, die mit einem Abstand voneinander vorgesehen sind,
der etwa der Lattenbreite entspricht. Der Lattenkistenkörper ist am unteren Ende
durch einen festen hölzernen Boden 13 verschlossen, der starr mit den Pfosten III
verbunden ist, während am oberen Ende ein beweglicher hölzerner ,Deckel Iq vorgesehen
ist, welcher den Zugang zum Innern es Körpers zu dem Zwecke ermöglicht, den - geleerten
Glasballon auszuwechseln. Der Glasballon wird fest innerhalb des Verpackungskörpers
über Streifen von glatten oder gerippten Gummiröthren 15 gehalten, die an den Innenflächen
der Eckpfosten befestigt sind und sich diagonal entlang dem Boden I3 erstrecken.
Die Pfosten I I, welche im Ausführungsheispiel von viereckigem Querschnitt sind,
weisen zweckmäßig an denjenigen Stellen, an denen die Gummiröhren befestigt sind,
Abrundungen oder Abfasungen auf, so daß Flächen entstehen, welche im wesentlichen
tangential zur Seitenwandung eines zylindrischen Glasbehälters oder Glasballons
verlaufen.
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Der Deckel 14 kann auch in gleicher Weise wie derLattenkistenkörper
aus Latten, jedoch ohneEckpfosten bestehen. Er weist drei Seitenwände auf, von welchen
jede Seite aus einer einzigen Latte I6 besteht, während die Deckeloberseite aus
drei mit Abstand voneinander vorgesehenen parallelen Querlatten I7 besteht. An den
zwei gegenüberliegenden Seiten weist der Deckel je eine V-förmige Stütze auf, die
aus zwei nach unten zusammenlaufenden Latten Iß besteht, welche miteinander an ihren
unteren Enden über eine Metallplatte 19 verbunden sind. Die Platten 19 sitzen schwenkbar
auf an Lagern 20 befestigten Zapfen, welche an entgegengesetzten Seiten des Kistenkörpers
befestigt sind, so daß der Deckel aus der geschlossenen Stellung nach Fig. s in
die durch Fig. 2 wiedergegebene Offenstellung geschwenkt werden kann, um Zugang
zum Innern des Lattenkistenkörpers zwecks Auswechselns des geleerten Glasballons
zu erhalten.
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Die vordere Seite 21 des Deckels ist offen, um den erforderlichen
Durchlaß für Iden Flaschenhals des Glasballons zu erhalten, wenn der Deckel in die
Verschlußstellung oder aus ihr herausgeschwenkt wird. Die Öffnung wird durch eine
Latte 22 ähnlich den Latten I6 verschlossen, welche jedoch nicht am Deckel, sondern
an den oberen Enden der hinteren Eckpfosten befestigt ist. Wie aus wider Zeichnung
hervorgeht, erstrecken sich die Eckpfosteu nach oben über die obersten Kistenkörperseitenlatten
12 hinaus, wobei in der Verschlußstellung die Deckellatten I6 einen Abstand von
den besagten obersten Kistenkörperlatten aufweisen. Die vordere Latte 22 trägt einen
Verschluß 23, welcher mit einem zugeord,neten Teil am Deckel zusammenwirkt, um den
letzteren in der Verschlußstellung zu halten. Die hinteren Eckpfosten sind etwas
kürzer als die vorderen Eckpfosten und an ihren oberen Enden 24 etwas a:bgerundet,
und Iwar entsprechend der Schwenkbewegungsbahn des Deckels. Die erwähnten hinteren
Eckpfosten dienen außerdem zur Verhinderung einer Bewegung des Deckels über die
Verschluß stellung hinaus, und zwar rdadurch, daß die hintere Leiste I6 des Deckels
anschlägt.
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Der Deckel 14 kann außerdem als Grundplatte oder Fuß für den Lattenkistenkörper
während der Entleerung des Glasballons dienen. Zu diesem Zwecke ist die Schwenkachse
des Deckels etwas näher Idem Boden des Lattenkistenkörpers vorgesehen, so daß der
Deckel unter den Kistenkörper geschwenkt werden kann und mit seiner Oberseite auf
dem Boden aufliegt. Beim gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Lager 20 für die
Zapfen in der Mitte der Seitenlatten 12 befestigt, so daß Idann, wenn der Deckel
als Fuß, wie in Fig. 3 gezeigt, benutzt werden soll, ein genügend großer Zwischenraum
zwischen ihm und dem Boden des Lattenkistenkörpers vorhanden ist, daß dieser in
die gewünschte- Schwenkstellung bewegt werden kann. Bei einer solchen Halterung
durch den Deckel kann Ider Lattenkistenkörper, wie in Fig. 4 gezeigt, um sein Schwenklager
am Deckel in solcher Weise geschwenkt werden, daß der Inhalt des Glasballons in
jeder gewünschten Weise und Menge ausgeleert werden kann. Die Anordnung der Schwenkachse
des Deckels relativ zum Lattenkistenkörper ist, wenn auch näher zum Boden des Körpers
hin gelegen, doch so, Idaß in der durch Fig. 3 wiedergegebenen Stellung der Lattenkis
tenkörper nicht die Neigung hat, plötzlich überzukippen, und zwar auch nicht bei
völlig gefülltem Glasballon. Handlöcher 25 sind in den beiden gegenüberliegenden
Seitenlatten I6 des Deckels zwecks Erleichterung des Anhebens der Lattenkiste vorgesehen.
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Das in der Zeichnung Idargestellte Ausführungsbei spiel der Erfindung
kann in verschiedener Hinsicht abgeändert werden, ohne daß der Ernndungsbereich
verlassen wird. Beispielsweise können der Lattenkistenkörper und der Deckel aus
anderem Werkstoff als Holz, nämlich aus Stahl oder Aluminium, hergestellt werden.
Körper und Deckel können außerdem aus Flachmaterial oder Schichtwerkstoff in solcher
Weise hergestellt sein, daß in der Verschlußstellung des Deckels der Glasballon
oder sonstige Behälter völlig vom Verpackungskörper umhüllt ist. Auch kann ein anderer
Werkstoff als Gummi zur Herstellung rdes Streifenmaterials 15 dienen.