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DE897098C - Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen Alkoholen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen Alkoholen

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Publication number
DE897098C
DE897098C DEP4942D DEP0004942D DE897098C DE 897098 C DE897098 C DE 897098C DE P4942 D DEP4942 D DE P4942D DE P0004942 D DEP0004942 D DE P0004942D DE 897098 C DE897098 C DE 897098C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
alcohol
molecular weight
ether
high molecular
alkali metal
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP4942D
Other languages
English (en)
Inventor
Virgil Leland Hansley
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
EIDP Inc
Original Assignee
EI Du Pont de Nemours and Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by EI Du Pont de Nemours and Co filed Critical EI Du Pont de Nemours and Co
Priority to DEP4942D priority Critical patent/DE897098C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE897098C publication Critical patent/DE897098C/de
Expired legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C29/00Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring
    • C07C29/68Preparation of metal alcoholates
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C29/00Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring
    • C07C29/132Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring by reduction of an oxygen containing functional group
    • C07C29/136Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring by reduction of an oxygen containing functional group of >C=O containing groups, e.g. —COOH
    • C07C29/147Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring by reduction of an oxygen containing functional group of >C=O containing groups, e.g. —COOH of carboxylic acids or derivatives thereof
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C2603/00Systems containing at least three condensed rings
    • C07C2603/02Ortho- or ortho- and peri-condensed systems
    • C07C2603/04Ortho- or ortho- and peri-condensed systems containing three rings
    • C07C2603/22Ortho- or ortho- and peri-condensed systems containing three rings containing only six-membered rings
    • C07C2603/26Phenanthrenes; Hydrogenated phenanthrenes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen Alkoholen Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von hochmolekularen Alkoholen durch Reduktion der entsprechenden Ester, insbesondere Fettsäureester, mit Hilfe von Alkalimetall und einem mit diesem den Wasserstoff für die Reduktion liefernden Alkohol.
  • Es ist bekannt, durch ein katalytisches Reduktionsverfahren gemäß französischer Patentschrift 689 713 Ester zu Alkoholen zu reduzieren. Dieses Verfahren kann aber dann nicht .angewendet werden, wenn ungesättigte Ester vorliegen, da man bei der Reduktion die Doppelbindungen gleichzeitig hydrierenwürde.
  • Es ist weiterhin bekannt gemäß der deutschen Patentschrift 591 057, Ricinusöl- mit Natrium in Butylalkohol zu hydrieren. In diesem Fall dient der Alkohol gleichzeitig als Lösungsmittel und als wasserstoffabgebendes Mittel. Bei Durchführung des Verfahrens gemäß der deutschen Patentschrift 591 057 ist es aber erforderlich, im Autoklav bei einer Temperatur von 1q.0° und 5o at zu arbeiten. Bei anderen Verfahren, bei denen zur Herstellung von hochmolekularen Alkoholen durch Umsetzung von hochmolekularen Fettsäureestern mit Alkalimetall und einem den Wasserstoff liefernden Alkohol gearbeitet wird, wird gewöhnlich ein Fettsäureester in einem geeigneten Lösungsmittel gelöst und ein den Wasserstoff für die Esterspaltung liefernder Alkohol und Alkalimetall zugegeben, oder Alkalimetall wird in dem Lösungsmittel suspendiert und ein Gemisch des Esters und des Alkohols hinzugegeben. Als Lösungsmittel wurden meistens Paraffinkohlenwasserstoffe oder aromatische Kohlenwasserstoffe, wie Toluol und Xylol und/oder ein Überschuß des Wasserstoff liefernden-Alkohols verwendet. Bei diesen Umsetzungen haben aber die Reaktionsprodukte, d. h. Alkalialkoholate, eine ausgesprochene Neigung zur Bildung viskoser oder gelatinöser kolloidaler Lösungen mit der Flüssigkeit. Dies verursacht häufig ernstliche Störungen bei der Umsetzung infolge der Erschwerung eines wirksamen Rührens und der Neigung zur Bildung von Überzügen aus der gelatinösen und viskosen Masse auf den Teilchen des Alkalimetalls. Diese Neigung ist besonders ausgeprägt bei der Reduktion von Estern aliphatischer Oxysäuren oder mehr basischer Säuren nach diesem Verfahren. In solchen Fällen sind die durch Reduktion der Oxysäuren oder mehrbasischen Säuren gebildeten Alkoholate Dialkalimetallverbindungen, von denen jedes Molekül -zwei Metallalkoholatgrnppen enthält.
  • Nach der vorliegenden Erfindung gelingt es, insbesondere auch bei der Reduktion der Ester hochmolekularer Oxysäuren und mehrbasischer Säuren der aliphatischen Reihe die Bildung von kolloidalen Lösungen von viskoser oder gelatinöser Beschaffenheit dadurch zu vermeiden, daß man aliphatische Äther von zweiwertigen Alkoholen, vorzugsweise Alkyläther des Äthylenglykols oder solche enthaltende Flüssigkeitsgemische als Lösungsmittel verwendet. Es wurde gefunden, daß die bei der obenerwähnten Reduktion der Ester gebildeten Alkalimetallalkoholate mehr oder weniger unlöslich in den aliphatischen Äthern zweiwertiger Alkohole sind und deshalb aus diesen in kristalliner Form ausfallen. Der so in der Reaktionsmischung gebildete Schlamm von kristallinen Alkoholaten hat keine schädliche Wirkung auf den Verlauf der Umsetzung, erhöht den zum Rühren der Mischung erforderlichen Kraftaufwand nicht wesentlich und bewirkt keine merkliche Herabsetzung der Reaktionsfähigkeit des Alkalimetalls. Auf diese Weise ist es erfindungsgemäß möglich, auch Ester hochmolekularer Oxysäuren und mehrbasischer Säuren ohne Schwierigkeiten mit guten Ausbeuten und unter vorzüglicher Ausnutzung des Alkalimetalls zu reduzieren.
  • Nach einer Ausführungsform der Erfindung kann man z. B. einen Ester einer hochmolekularen aliphatischen Säure in einem aliphatischen Äther eines zweiwertigen Alkohols mit einem oberhalb des Schmelzpunktes des verwendeten Alkalimetalls hegenden Siedepunkt lösen und in dieser Lösung weiterhin eine genügende Menge eines für die Lieferung des Reduktionswasserstoffs geeigneten Alkohols, z. B. 2 Mol Alkohol auf r Mol Ester, in Lösung bringen und in einer anderen Portion des aliphatischen Äthers eines zweiwertigen Alkohols feinverteiltes Alkalimetall, wie Natrium, suspendieren. Während man alsdann den das Alkalimetall enthaltenden Äther bis auf seinen Siedepunkt erhitzt, gibt man, vorzugsweise unter ständigem Rühren, die ätherische Lösung des Esters und des Wasserstoff liefernden Alkohols langsam hinzu. Im Verlauf der Umsetzung scheidet sich das Alkoholat in Form eines feinkristallinen Niederschlags ab. Nach Beendigung der Umsetzung wird das nicht umgesetzte Alkalimetall durch Zusatz eines geeigneten niedrigmolekularen Alkohols, z. B. Methylalkohol oder Äthylalkohol, oder durch Zusatz von Wasser zersetzt. Weiteres Wasser wird zugesetzt, um die vorhandenen Alkoholate zu hydrolysieren. Der nichtwäßrige Anteil der Lösung wird darauf abgetrennt und destilliert oder in sonstiger üblicher Weise zur Isolierung des hochmolekularen Alkohols aufgearbeitet.
  • Die Erfindung ist allgemein anwendbar auf die verschiedenen bisher vorgeschlagenen Verfahren zur Durchführung der Reduktion von Estern mit Hilfe von Alkalimetall und Alkohol, wobei der einzige wesentliche Unterschied in dem völligen oder teilweisen Ersatz des üblichen Alkohol- und/oder Kohlenwasserstofflösungsmittels durch einen aliphatischen Äther oder aliphatische Äther zweiwertiger Alkohole besteht.
  • Um Verluste an Alkalimetall durch Nebenreaktionen zu vermeiden, sollten erfindungsgemäß nur solche aliphatischen Äther zweiwertiger Alkohole verwendet werden, die im wesentlichen mit dem Alkalimetall nicht in Umsetzung treten. Vorzugsweise verwendet man solche Äther, deren Siedepunkt nicht unter dem Schmelzpunkt des verwendeten Alkahmetalls liegt, da die reduzierende Esterspaltung im allgemeinen am besten bei Temperaturen über dem Schmelzpunkt des Metalls durchgeführt wird. Indessen ist das -Verfahren nach der Erfindung nicht auf die Anwendung von Äthern zweiwertiger Alkohole mit hohem Siedepunkt beschränkt, da in manchen Fällen die Umsetzung, wenn auch im allgemeinen nur ; mit geringen Ausbeuten, auch unterhalb des Schmelzpunktes des Alkalimetalls durchgeführt werden kann. Auch ist zu beachten, daß erfindungsgemäß auch niedrigschmelzende Alkalimetallegierungen verwendet werden können, z. B. Natrium-Kalium-Legierungen mit dem niedrigen Schmelzpunkt von z. B. etwa rund 2o°, so daß man in solchen Fällen auch bei Anwendung von Äthern zweiwertiger Alkohole, deren Siedepunkt über dem Schmelzpunkt des Alkalimetalls bzw. der Alkalimetallegierung liegt, nicht auf die Anwendung von hochsiedenden Äthern im Sinn des üblichen Sprachgebrauchs beschränkt ist. Bei der Verwendung niedrigschmelzender Allkalimetalllegierungen als Reduktionsmittel können erfindungsgemäß also auch niedrigsiedende Äther, wie Diäthyläther, mit Vorteil verwendet werden. Die besten Ergebnisse wurden bei Verwendung von Dialkylglykoläthern, wie z_ B. Dimethyl- oder Diäthylglykoläther und Äthylbutylglykoläther,, erzielt.
  • Zum Stand der Technik gehört auch ein Verfahren zur Reduktion von Fettsäureestern gemäß der USA.-Patentschrift 2 org o22. Hier wird n-Butyläther als Lösungsmittel verwendet. n-Butyläther ist aber Dialkylglykoläthern unterlegen. Die technische Überlegenheit von Dialkylglykoläthem wird in folgendem Vergleichsbeispiel dargelegt: Vergleichsversuch Zu diesem Versuch wurde einerseits n-Butyläther und andererseits Diäthylglykoläther unter übereinstimmenden Versuchsbedingungen zur Anwendung gebracht. Das verwendete Natriummetall wurde bei ioo° in 750/, des Lösungsmittels dispergiert und eine Lösung von tert.-Amylalkohol und Dimethylsebacat in dem Rest des Lösungsmittels hinzugefügt. Nach Stehen des Reaktionsgemisches über Nacht wurde Äthylalkohol zur Beseitigung der vorhandenen Reste von metallischem Natrium zugegeben. -Sodann wurde io n-Schwefelsäure bei 4o bis 6o° zugefügt und schließlich Wasser zur Auflösung des hierbei gebildeten Natriumsulfats. Nach Abtrennung der gebildeten wäßrigen Lösung wurde diese mit Toluol ausgewaschen. Das Toluol wurde sodann zu der Ätherschicht hinzugegeben. Diese wurde nach Zugabe von Natriumbikarbonat und Filtration eingedampft. Aus dem Konzentrat wurde der gebildete Alkohol durch Kristallisation gewonnen.
    Ergebnisse
    Art des Lösungsmittels
    n-Butyläther Diglykoläther
    i
    Menge des Lösungsmittels . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 800 cm3 800 cm3
    Angewendet Na . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 73,6 g 3,2 Atome 73,6 g 3,2 Atome
    Angewendet Dimethylsebacat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 92,0 g 0,4 Mole 92,0 g 0,4 Mole
    Angewendet tert.-Amylalkohol . . . .. . . . . . . . . . . . . . . 141,0 g 1,6 Mole 14r,1 g 1,6 Mole
    Umsetzungsdauer ............................... 2 Stunden 1,5 Stunden
    Temperatur .................................... ioo bis 1o8° ioo bis 1o5°
    Dauer des Stehens nach erfolgter Umsetzung ..... 16 Stunden 16 Stunden
    Verlust an Wasserstoff während der Reduktion ... i8,5% 9,70/0
    Wasserstoff, gebildet beim Ansäuern . . . . . . . . . . . 2-3,5%
    4,0 °/o
    Gesamtgasverlust . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42,0% 13.7 °/o
    Verbrauch an Äthylalkohol . . . . . . . .. . . . . . . . . . . . . . 8o cm3 80 cm3
    Verbrauch an io n-H2 S 04 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 320 cm3 320 cm3
    Ausbeute . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32,8 g 47,2 0/0 519 73,3%
    Schmelzpunkt des Produktes .................... 7o bis 73° 69 bis 75°
    Bei dem mit n-Butyläther durchgeführten Versuch wurde noch ein zweites Produkt isoliert, wahrscheinlich unreine io-Oxycaprinsäure.
  • Aus den obigen Zahlen ergeben sich die durch Verwendung des Äthers eines mehrbasischen Alkohols gegenüber der Verwendung des Äthers eines einbasischen Alkohols erzielten Vorteile. Im letzteren Fall war der Wasserstoffverlust ein wesentlich höherer und die Ausnutzung des verwendeten Alkalimetalls eine entsprechend schlechtere. Abgesehen von der verringerten Ausbeute wurde dabei noch ein Nebenprodukt gebildet, während zur Reindarstellung des mit Glykoläther erzielten Produktes nur eine einzige Kristallisation erforderlich war.
  • Als besonders vorteilhaft hat sich die Anwendung des vorbeschriebenen Verfahrens beim Arbeiten nach dem Verfahren des Patentes 713 966 erwiesen, dessen wesentliches Merkmal in der Vermeidung eines Überschusses von Wasserstoff lieferndem Alkohol, d. h. in der Anwendung von nicht mehr als etwa der theoretischen Menge dieses Alkohols bei Durchführung der Reduktion besteht, wobei eine wirksame Reduktion ohne unnötigen Verbrauch an Alkalimetall erzielt wird. Während bei der Reduktion von Estern einbasischer Säuren, die keine Hydroxylgruppen enthalten, 2 Mole Alkohol auf i Mol der Estergruppe erforderlich sind, werden bei der Reduktion von Estern von Oxysäuren oder mehrbasischen Säuren weniger als 2 Mole des Wasserstoff liefernden Alkohols auf i Mol der zu reduzierenden Estergruppe gebracht, weil die Hydroxylgruppe an der Reduktion teilnimmt, so daß der Ester selbst zum Teil wie ein Wasserstoff liefernder Alkohol wirkt. Die Reduktion von Methylricinoleat verläuft nach diesem Verfahren z. B. nach der folgenden Gleichung:
    C" H32 (OH) C O O C H3 + 4 Na + C5 H1, O H -
    Methylricinoleat Tertiärer
    Amylalkohol
    C17H"(ONa) CH20Na
    Dinatriumderivat
    des Ricinoleylalkohols
    Das Verfahren gemäß der Erfindung kann in verschiedener Beziehung in anderer als der oben beschriebenen Weise ausgeführt werden, ohne von dem Sinn und dem Umfang der Erfindung abzuweichen. So ist z. B. die Erfindung nicht beschränkt auf die Anwendung nur von aliphatischen Äthern zweiwertiger Alkohole oder Gemischen von solchen als Lösungsmittel, sondern es können auch aliphatische Äther zweiwertiger Alkohole neben andere Stoffe enthaltenden anderen Flüssigkeitsgemischen verwendet werden. So bewirkt z. B. schon der Zusatz von erheblichen Mengen an aliphatischem Äther zweiwertiger Alkohole zu einem Kohlenwasserstoff und/ oder Alkohol als Lösungsmittel enthaltenden Reaktionsgemisch eine erhebliche Herabsetzung der Viskosität der Lösung, wodurch im wesentlichen Maße die Bildung störender gelatinöser Massen verhindert wird. Obgleich das Verfahren gemäß der Erfindung besondere Vorteile bei der Reduktion von Estern und von Oxysäuren und mehrbasischen Säuren mit hohem Molekulargewicht bietet, kann es in gleicher Weise angewendet werden bei der Reduktion der verschiedensten anderen hochmolekularen Säuren bzw. Säureestern zur Gewinnung des entsprechenden hochmolekularen Alkohols, wie beispielsweise bei der Reduktion von verschiedenen Estern und Glyceriden der Laurin-, Palmitin-, Olein-, Stearin-, Sebacin-, Abietin-, Ricinolsäure und von verschiedenen in der Natur vorkommenden Glyceriden oder solche enthaltenden Gemischen, wie Kakaonußöl, Fischöle, Leinsamöl und andere verseifbaren Fette und Öle sowie von Harzsäuren, wie Abietinsäure, Pimarsäure und verschiedene andere saure Harzprodukte natürlichen Ursprungs, z. B. Kolophonium, Terpentinöl. Beispiel 1. 3019 Methylricinolat (Siedepunkt 18o bis 2oo° bei 2 mm Druck) wurden mit 130 g Natrium in 1400 ccm Diäthylglykoläther bei iig° (dem Siedepunkt des Äthers) unter Verwendung von 176 g tertiärem Amylallkohol für die Lieferung des Wasserstoffs reduziert. Das Natrium wurde in goo ccm des Äthers suspendiert. Nachdem die Rückflußtemperatur erreicht war, wurde der Ester und der tertiäre Amylalkohol, gelöst in 500 ccm Lösungsmittel, unter Rühren zu der Natriumsuspension zugegeben. Für den Zusatz waren 2o Minuten erforderlich, worauf das Reaktionsgemisch weitere 2o Minuten gerührt wurde. Darauf wurde das nicht umgesetzte Natrium durch vorsichtigen Zusatz von Wasser zu der unter Rückfluß leicht siedenden Ätherlösung zersetzt. Das gebildete Natriumhydroxyd ,wurde in Form einer wäßrigen Schicht unter dem Äther abgeschieden und entfernt. Nach ein- oder zweimaligem Waschen mit Wasser wurde das restliche Alkali neutralisiert und die Seifen mit einer geringen Menge Mineralsäure zersetzt. Der Äther wurde durch Destillation wiedergewonnen und der Ricinoleylalkohol unter Vakuum bei i8o bis 2o5° und 2 mm Druck destilliert. Ausbeute 246 g, d. h. go,i 0/0.
  • 2. 1 Grammol (313 g) Castoröl, 5 Grammatome (115 g) Natrium, (i Grammatom ÜberSChuß) und 2 Grammol (228 g) Methylhexahydrophenol als Wasserstoff liefernder Alkohol wurden in Diäthylglykoläther in derselben Weise wie in Beispiel i umgesetzt, nur mit dem Unterschied, daß die Temperatur nicht auf iig°, sondern auf ioo° gehalten wurde. Die Ausbeute an gewonnenem Ricinoleylalkohol betrug 178 g, d. h. 62,5 0/0.
  • 3. 115 g Dimethylsebacat (Schmelzpunkt 38°) wurden in iooo ccm Diäthylglykoläther mit 92, g Natrium und 148 g tertiärem Butylalkohol bei ioo bis 1o5° gemäß Beispiel i reduziert. Es wurde praktisch sämtliches Natrium umgesetzt und nur eine o,18 Grammatom Natrium äquivalente Menge Wasserstoff entwickelt, entsprechend einer Ausnutzung von 95,5')/, des Natriums zur Reduktion. Das gewonnene Decamethylenglykol schmolz bei 72 bis 73°.
  • 4. o,io Grammol Dimethylsebacat wurden in 13o ccm Äthylbutylglykoläther bei 12o° mit o,8 g-Atomen Natrium und 0,4 Grammol tertiärem Amylalkohol reduziert. Die Ausbeute an durch Destillation bei 2 mm (Siedepunkt 18o bis igo°) gewonnenem Decamethylenglykol betrug 17, d. h. 97 0/0. Es hatte sich praktisch sämtliches Natrium umgesetzt und Wasserstoff wurde während der Reaktion nicht ermittelt.
  • 5. 23 g Dimethylsebacat wurden bei 65° in Dimethylglykoläther mit einem geringen Überschuß an Kalium und tertiärem Amylallcohol des Wasserstoffs reduziert. Die Ausbeute an isoliertem Decamethylenglykol betrug 42 %.
  • 6, 23 g Dimethylsebacat wurden bei 6o° in Glykolformal (Siedepunkt 77°) mit einem io%igen Überschuß an einer Natrium-Kalium-Legierung mit 6o 0/0 Kalium und tertiärem Amylalkohol für die Lieferung des Wasserstoffs reduziert. Die Ausbeute an rohem Decamethylenglykol betrug i5 g, d. h. 85 0/0.
  • 7. 553 g (1,75 g M01.) Methylabietat wurden mit 174,8 g (7,6g Mol) Natrium und 281,2 g (3,8 g Mol) tertiärem Butylalkohol in 1500 ccm Diäthylglykoläther etwa beim Siedepunkt des Äthers unter ständigem Rühren reduziert. Es wurden so 275 g Abietylalkohol erhalten, entsprechend einer Ausbeute von 54,60/0.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen Alkoholen durch Reduktion von Estern hochmolekularer Carbonsäuren mit aus Alkalimetallen und Alkohol entwickeltem, naszierendem Wasserstoff in Gegenwart eines Äthers als Lösungsmittel, vorzugsweise bei einer oberhalb des Schmelzpunktes des Alkalimetalls liegenden Temperatur, dadurch gekennzeichnet, daß man als Lösungsmittel aliphatische Äther von zweiwertigen Alkoholen, vorzugsweise Alkyläther des Äthylenglykols, gegebenenfalls in Verbindung mit anderen Lösungsmitteln, verwendet. Angezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr. 2 oig o22 ; französische Patentschrift Nr. 689 713; deutsche Patentschrift Nr. 591 o57.
DEP4942D 1936-10-21 1936-10-21 Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen Alkoholen Expired DE897098C (de)

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR689713A (fr) * 1930-02-11 1930-09-10 Ig Farbenindustrie Ag Procédé pour l'hydrogénation catalytique des esters d'acides carboniques organiques
DE591057C (de) * 1929-12-10 1934-01-16 H Th Boehme Akt Ges Verfahren zur Reduktion organischer Verbindungen durch Einwirkung von Alkalimetallen und niedermolekularen Alkoholen unter erhoehtem Druck
US2019022A (en) * 1934-06-09 1935-10-29 Du Pont Preparation of high molecular weight alcohols

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