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DE860146C - Sauerstoffatemschutzgeraet mit Kreislauf der Atemluft und lungengesteuerter Sauerstoffzufuhr - Google Patents

Sauerstoffatemschutzgeraet mit Kreislauf der Atemluft und lungengesteuerter Sauerstoffzufuhr

Info

Publication number
DE860146C
DE860146C DEA845A DEA0000845A DE860146C DE 860146 C DE860146 C DE 860146C DE A845 A DEA845 A DE A845A DE A0000845 A DEA0000845 A DE A0000845A DE 860146 C DE860146 C DE 860146C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
breathing
oxygen
air
valve
bellows
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEA845A
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Auergesellschaft GmbH
Original Assignee
Auergesellschaft GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Auergesellschaft GmbH filed Critical Auergesellschaft GmbH
Priority to DEA845A priority Critical patent/DE860146C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE860146C publication Critical patent/DE860146C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A62LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
    • A62BDEVICES, APPARATUS OR METHODS FOR LIFE-SAVING
    • A62B7/00Respiratory apparatus
    • A62B7/10Respiratory apparatus with filter elements

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Pulmonology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Respiratory Apparatuses And Protective Means (AREA)

Description

  • Sauerstoffatemschutzgerät mit Kreislauf der Atemluft und lungengesteuerter Sauerstoffzufuhr Die Erfindung betrifft ein Sauerstoffatemschutägerät mit Kreislauf der Atemluft und lungengesteuerter Sauerstoffzufuhr durch einen innerhalb des Atembereichs angeordneten und mit dessen Bewegung gekoppelten Hilfsbalg, der beim Einströmen der Ausatemluft in den Atembeutel aus einem membrangesteuerten Sauerstoffzuführungsventil Sauerstoff in stets gleichbleibendem Verhältnis zum Füllungsgrad des Atembeutels ansaugt. Die Erfindung bezweckt, ein solches Atemschutzgerät so auszubilden, daß eine gefährliche Ansammlung von Stickstoff im Atemluftkreislauf, die sogenannte Stickstoffgefahr, mit Sicherheit vermieden wird. Für das Vorhandensein von Stickstoff im Kreislauf eines solchen Gerätes gibt es zwei Ursachen. Die eine besteht darin, daß der als Nährgas zur Verfügung stehende Sauerstoff nach bestehenden Vorschriften bis zu 2 °/o Stickstoff enthalten darf. Mit der lungengesteuerten Entnahme des Sauerstoffes aus dem Hochdruckvorratsbehälter geht dieser Stickstoff nach und nach in den Kreislauf des Gerätes über. Die zweite Ursache beruht darauf, daß der gesamte Kreislauf von etwa 7 bis 91 Inhalt am Anfang des Gebrauches mit atmösphärischer Luft, d: h. mit 79 % `Stickstoff, angefüllt sein kann. Dieses Vorhandensein' und die weitere Ansammlung immer größerer Mengen von Stickstoff, der ini Atemprozeß nicht verbraucht wird; kann unter besonders ungünstigen Umständen schön in kurzer Zeit die lungengesteuerte Sauerstoffzufuhr unterbinden und den Sauerstoffgehalt der im Gerät kreisenden Luft so weit herabdrücken, daB der Gerätträger@ unter den physiologischen Erscheinungen des ,Sauerstoffmangels zusammenbricht.
  • Zur Bekämpfung dieser sogenannten Stickstoffgefähr hat man unter anderem. vorgeschlagen, ein von Hand zu betätigendes Spülventil am Mundstrick bzw: Maskenanschltiß des Gerätes anzuordnen, das der Träger von Zeit zu Zeit aufdrücken muß, damit für die Dauer einiger Atemzüge ein Teil der Ausatemluft durch ein Rückschlagventii ins Freie abbläst. Da die Auswirkung dieser Art der .Spülung von der Befolgung einer Bedienungsvorschrift abhängig ist, besteht eine sichere Gewähr weder gegen das Auftreten der Stickstoffgefahr beim Unterlassen der Betätigung noch gegen übermäßige Verschwendung von Sauerstoff bei zu häufiger Bedienung des Spülventils.
  • Bekannt ist ferner die Anordnung eines selbsttätigen Spülventils in der Ausatemleitung; das bei jeder Ausatmung durch die Wirkung des an der Einbaustelle entstehenden Überdruckes. einen -Teil: der Ausatemluft nach außen abblasen läßt. Die Beschränkung auf die unbedingt notwendige Spülmenge ergibt hierbei für die nach außen führende Spülöffnung einen sehr geringen Querschnitt, der durch unvermeidliches Kondenswasser oder Speicheltropfen so stark blockiert werden kann, daß der geringe- Ausatemwiderstand die Kapillarkräfte in der Spülöffnung nicht überwinden kann: Die :Spül-Wirkung ist daher unzuverlässig. - - -Die am meisten verbreitete Methode zur Verhinderung von Stickstoffansammlung im Atemluftkreislauf verwendet neben der lungengesteuerten Sauerstoffzufuhr eine gleichbleibende Sauerstoffzufuhr, .die dem -Bedarf des Gerätträgers- bei einer mittelschweren Arbeitsleistung entspricht. Da erfahrungsgemäß diese Arbeitsleistung während des größeren Teiles der Gebrauchsdauer nicht erreicht wird> entsteht im Kreislauf ein Luftüberschuß, der durch ein Überdruckentlüftungsventil selbsttätig abgeblasen wird. Obgleich bei dieser Art der Stickstoffausspülung auch beträchtliche Mengen Sauerstoff verlorengehen, so daß die Gebrauchsdauer des Gerätes bei gegebenem Sauerstoffvorrat stark beschränkt wird, ist eine volle Sicherheit gegen die Stickstoffgefahr nur für den Teil des Stickstoffes gegeben, der aus der Verunreinigung des Sauerstoffvorrates stammt. Übungs- und Gebrauchsanweisungen verlangen daher ausdrücklich, daß der Atembeutel beim Anlegen der Geräte leetgrsaugt wird und die Atemleitungen, soweit es möglich ist, mit Sauerstoff aus der' Vorratsflasche durchspült werden, damit möglichst viel des am Anfang im Kreislauf enthaltenen Stickstoffes entfernt wird.
  • Einen anderen Lösungsversuch der Aufgabe, eine ausreichende Spülwirkung -mit geringeren Sauerstoffverlusten zu erreichen, stellt eine weitere bekannte Anordnung dar. Hierbei ist innerhalb eines- Atembeutels, de'r nach Art eines Blasebalges aus- zwei sich im wesentlichen parallel zueinander bewegenden Wänden besteht, ein Hilfsbalg angeordnet,- der mit der Bewegung des Atembeutels gekoppelt ist und während der Ausatmung in den Atembeutel Sauerstoff in stets -gleichbleibendem, Verhältnis zum Füllungsgrad des Atembeutels ansaugt. -Der mit dem- Atembeutel .über -ein Rückschlagventil verbundene' Hilfsbalg entleert seinen Inhalt. dann während: der -Einatniung=in degKreislauf: Die Sauerstoffzufuhr ist hierbei nur insofern als lungengesteuert anzusehen, als sie der Größe und Zeitdauer der einzelnen Atemzüge entspricht. In bezug auf den prozentualen Sauerstoffverbrauch des Gerätträgers ist sie an das unveränderlich eingestellte Verhältnis der Inhalte von Hilfsbalg und Atembeutel gebunden. Da der Sauerstoffverbrauch des Gerätträgers je nach seiner Arbeitsleistung und Konstitution zwischen 3,5 °/o und 7 % des Luftumsatzes schwanken kann, muß dieses Verhältnis so festgelegt werden, daß von dem Hilfsbalg stets ein Überschuß an Sauerstoff aus dem Sauerstoffzuführungsventil angesaugt wird. Dann kann sich der Atembeutel füllen und der Überschuß als Stickstoffspülung. durch das normale Überdruckentlüftungsventil abgeblasen werden. Bei geringerer Einstellung des Inhaltsverhältnisses von Hilfsbalg und Atembeutel und längerer Dauer eines höheren ' Sauerstoffverbrauches wird der Atembeutel immer mehr entleert, bis entweder sein Inhalt für die Einatmung nicht mehr ausreicht und das immer vorhandene Zuschußventil von Hand bedient- werden- muß, oder aber bis der absinkende Sauerstoffgehalt im Kreislauf das weitere Tragen `des Gerätes unmöglich macht. Wenn auch diese Anordnung eine sparsamere und dem Atemvorgang besser angepaßte Stickstoffspülung zuläßt, so genügt sie doch ebenfalls nur für den Teil des Stickstoffes, der aus der Sauerstoffvorrätsflasche in den Kreislauf übergeht. Sie versagt, wenn das Gerät am Anfang mit- atmosphärischer Luft angefüllt war, und unterliegt daher ebenfalls der Vorschrift des Leersaugens und Durchspülens mit Sauerstoff am Anfang des Gebrauches..
  • Die - Erfindung -weist -demgegenüber bei einem Sauerstoffatemschutzgerät der zuletzt genannten Art den Weg zu einer -völlig selbsttätigen Beherrschung der Stickstoffgefahr. '-Sie vermeidet die Stickstoffgefahr, soweit sie dadurch verursacht wird, daß der Atemluftkreislauf unter Umständen- zu Beginn "der Gerätbenutzung bereits ganz oder - teilweise mit atmosphärischer Luft angefüllt ist; -in.-folgender Weise: Die Gegendruckkammer des Membrangehäuses des Sauerstoffzuführüngsventils -i'st mit der Außezzlüft durch zwei Rückschlagventile verbunden; von denen -das eine leicht zü öffnende Ventil Außenluft in die Gegendrückkämmer. einströmen - läßt, 'sobald -die Membran beire Auseinahderziehen des Hilfsbalges infolge -des - in der Steuerkammer des -Membrangehäuses eintretenden Unterdruckes das Sauerstoffzuführungsventil öffnet, -während das andere Ventil das Ausströmen von Luft aus der "Gegendruckkaminer -und damit- das Schließen- des Säuerstöffzuführungsventils- -erst - dann .-zuläßt,- sobald -der Atembeutel nach vollständiger Füllung unmittelbar mit seinem versteiften Wandteil -öder mittelbar; z. B. durch einen Hebel; das- Ventil zwangsläufig öffnet.
  • Soweit' die Stickstoffgefahr - dadurch verursacht wird, daß mit - deni - aus der Sauerstoffflasche zugeführten Sauerstoff 2 % Stickstoff `in den Atemluftkreislauf $einstömen;-wird;de-.ficktffgefax -gemäß der- Erfindung' dadurch` beseitigt, däß' der Atenmbeutel vor dem Öffnen des Entlüftungsventils 'der Gegendruckkammer unmittelbar mit seinem versteiften Wandteil-öder mittelbar, z. B. durch den Hebel, eine Spülluftpumpe betätigt, welche Atemlüft aus dem Atemluftkreisla:uf ins Freie befördert.
  • Vorzugsweise ' besteht die Spülluftpumpe aus einem an -die Ausatemleitung vor der Luftreinigungspatrone übel- ein Rückschlagventil angeschloss enen ' kleinen e Spülbalg, der vor de' in ögnen d- es "Entlüftnigsvenfils der: Gegendruckkammer vom Aternbeütel unmittelbar - durch seinen- versteiften Wandteil * oder -mittelbar, Z'.13. durch den Hebel, zusammengedrückt und über ein Rückschlagventil nach' außen entleert wird und -bei Beginn der Einatmung' durch eine -Feder"über das Rückschlägventil üit Luft äus° dem Atemlüftkreisläuf wieder gefüllt wird.
  • Das` Hubvolumen des Spülbalges ist zweckmäßig einstellbar. Vorzugsweise wird ferner die Steuerung -sdwolil- des --Entlüftungsventils *der Gegeridruckkämnrier als auch der Spülluftpumpe durch den Atembeutel so ausgebildet, däß die Zeiffolge der Betätigung des Entlüftungsventils und der z. B. aus einem Spülbalg bestehenden Spülluftpumpe durch den Atembeutel einstellbar ist. -' Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in 'schematischer Darstellung.
  • Mit--der Öffnung i wird das Atemschutzgerät mit dein Mundstilcl<' oder der Maske des -Gerätträgers verbünden: Die Äusatemluft strömt -durch den Atemschlauch 2, das Ausaiemventil 3 und« die Ausäteinleituimg 4 in die Luftreinigungspatrone, 5 und \\-ird von liier aus 'durch ein Rohr 6 in den Atembeutel 7 geleitet. Dieser 'besteht aus einer festgelegten Grundplatte 8; der versteiften beweglichen 'Wand. j und-'bälgartig beweglichen Seitenwänden 1°c. Durch das Verbindungsrohr i i, das 'Einatemventil t'2 und den Einatemschlaüch 13 wird die-Einäternluft der Öffnung i zugeführt. In 'dem Atembeutel @ .ist der Hilfsbalg 14 angeordnet; der mit*--seinen.Enden an der Grundplatte 8' bzw.' der beweglichen Wand 9 des .Atembeutels 7 befestigt ist--und dessen Inneres durch ein_ än "der' Wand 9 -behridliches RückschIägventil ,t'5 mit *dein Atembe6tel -7' in 'Verbindung -steht: Eine Rohrleitung 16 führt vom Hilfsbalg 14 zum Saüerstoffzuführungsveritil 17, dessen Verschlußkörper unter dem Druck :der. Schließfeder i$ steht. Über ein Druckminderventil t'9 wird dem Sauerstoffzufülirungsventil 17 'ads der »Sauerstoffflasche 2o nach Öffnen des Abaperr`ventils 21. Säuerstof zügefülirt.: Das Sauerstoffzüführungsventil 17 wird .durch eine Membran 22 betätigt,' über der sich'eine Gegendruckkä,mmer z3 befindet. Eine Rohrleitung ,24, führt von- def: Kamnier "23 zu- dem Ventilpäär 25, 26, von- dem'-. das _ eine 25 als leicht zu öffnendes Rückscblagventil ausgebildet ist und das andere 26, durch eine kräftige Feder 27 belastet, - durch einen Druckknopf 28 von außen her bedient werden kann.
  • An die Ausatemleitung:-4 ist über ein-RÜckschlagventil 29 ein kleiner Spülbalg 3o angeschlossen, der durch eine Feder 31 auseinandergedrückt wird. Er' ist einstellbar verbunden initeinem Aüslaßventil 32, das durch Zusammendrücken des Spülbalges 30 entgegen dem Druck der Feder 31 geöffnet werden kann. Ein -Rück schlagventil 33 ist dem Ventil 32 nach außen hin vorgeschaltet: " Eiri Hebel 34, der um eine fest gelagerte Achse 35 drehbar ist, *kann Bewegungen der beweglichen Wand 9 des Atembeutels 7 auf den Spülbalg 3o Ürid das .Druckknopfventil 26 übertragen.
  • Die Wirkungsweise des in der Zeichnung schematisch- dargestellten Aternschutzgerätes ist folgende: Die'Ausatemluft strömt durch die Öffnung i, den Äusatenmschlauch ä; das Ausatexnventil 3 .und "die Ausatemleitüng 4 in- die tuffreinigungspatrone -5, in -der sie von ihreiü Gehalt an Kohlensäure befreit wird, und gelangt durch 'die Leitung 6 in den Atembeutel 7. Dieser ist im allgemeinen am Anfang des Gebrauches nur zum Teil gefüllt. Durch die bewegliche Wand j des Atembeutels 7 wird auch der Hilfsbalg t'4 'auseinandergezögen. Da das Rückschlagventil 15' die Verliinding * zwischen *dem Hilfsbalg 14 und- dem 'Atembeutel 7 absperrt, entsteht in dem Hilfsbalg 14 beider Ausatmung ein Unterdrück, der *durch * 'die Leitung- -1'6 in die Steuerkammer 36 des'Membrängeliäüses übertragen wird und auf 'die Membran -22 des Sauerstofffzuführüngsventils t'7 einwirkt. Da die Gegendruckkanimer z3 über der Metribrän' ä2 durch *die Leitung 24 und das"lecht eingestellte l@ückschlagvenfil 25 mit der das Gerät umgebenden Außenluft in VerbindÜng steht, kann die-Membran 22 der Unterdruckwirkurig nächgebet-und entgegen der Schließfeder t'8 das Säuerstöffzuführüngsventil 17 öffnen. " - Der seht' geringe Druck der in den Aterimbeütel 7 einströmenden Aüsätemlufi' wird' durch die großfe Fläche-der beweglichen Wand 9 des- Atembeutels 7 'auf 'den 1@leinen Querschnitt - . deä - Hilfsbalges 14 übertragen, so daß der auf die @ Merribran 22- zur Wirkung - kömtnenge ' Unterdruck etwa auf das .Zwatizigfäche des auslösenden Druckes ' im @ Atembeutel @ verstärkt wird: Die Fläche der Membran 22 kann. "daher selr klein gehalten werden.
  • . ',Mt "der *.Beendigüng der A_ usatrriung hört die Dfu'ckwirkühg iin: Atenibeü tel 7 und somit auch die Sau pvrkurig im Innern-'_des_ -Hilfsliälges 14 auf. Das Zurückgehen der Membräri 22 in die Ausgangsstellung' wird jedoch durch das nückschlagventil '25 verhindert, das infolge der Du- rchbiegung der Membran 22 in die Gegendrückkatnmer 23 eingesaugte Äüßenluft nicht entweichen *läßt, so daß das Sauerstöffzüführüngsventil 17 weiter geöffnet bleibt: Der Weiter' aüssitömende " Sa;uerstofff füllt durch dgs Rüekschlagventil' i 5 den Atembeutel 7 weiter auf, bis die bewegliche Beutelwand 9 beim Vollwerden des Atembeutels 7 den um die feste Achse 35 drehbaren Hebel 34 mitnimmt. Das Ende des Hebels 34 stößt dann gegen den Druckknopf 28 des Entlüftungsventils 26;- so däB -die"n der Kammer 23 ube-r det' Membran eingeschlossene Luft durch die Leitung ä4 entwe'ichen'känn ufid die. Membran 22 - i ihr ii e Ausgangsstellung: .zuriickkehrt.. .Erst dann ist das Sauerstoffzuführungsventil geschlossen. Erfindungsgemäß bewirkt diese Anordnung also, daß -urmittelbar im Anschluß an @ den ersten Atemzug der Atembeutel mit Sauerstoff aus dem Vorratsbehälter selbsttätig aufgefüllt und dieser Zustand auch bei der weiteren Atmung selbsttätig aufrechterhalten wird. Durch die zwangsläufige Zufuhr von hochprozentigem Sauerstoff sofort am Anfang des Gebrauches wird der Sauerstoffgehalt der Kreislaufluft mit Beginn der Atmung so stark erhöht, daß die weitere Stickstoffspülung auf das geringstmögliche Maß beschränkt werden kann.
  • Bevor der sich füllende Atembeutel 7 durch den Hebel 34 das Entlüftungsventil 26 öffnet, drückt das Ende des Hebels 34 gegen den Spülbalg 30 und entleert dessen Inhalt durch die Ventile 32 und 33 nach außen. Bei Beginn der folgenden Einatmung veranlaßt die Feder 31 die Wiederauffüllung des Spülbalges 3o aus der Ausatemleitung q, über das Rückschlagventil 29. Die ganze Anordnung dient zugleich als normales Überdruckentlüftungsventil. Spülluft und Überschußluft werden in vorteilhafter Weise der kohlensäurehaltigen Ausatemluft vor ihrem Eintritt in die Luftreinigungspatrone entnömmen, wodurch diese entlastet wird.
  • Durch das Zusammenwirken des Ventilpaares 25, 26 mit dem Spülbalg 3o ist nach der Erfindung dafür gesorgt, daß am Ende einer jeden Ausatmung der Atembeutel 7 voll -aufgefüllt wird und dadurch zwangsläufig bei jedem Atemzug eine bestimmte, durch die Einstellbarkeit der Bauteile gegeneinander gegebene Ausspülung von-Kreislaufluft erfolgt. Je nach Anordnung der Bauteile im Rahmen des ganzen Gerätes kann der Hebel 34 auch fehlen und die Betätigung des Ventilpaares 25, 26 und des Spülbalges 30 von der versteiften Wand 9 des Atembeutels 7 unmittelbar übernommen werden.
  • Die an sich bekannte Anordnung des Hilfsbalges 14 im Atembeutel 7, durch welche die für die Einatmung benötigte Sauerstoffmenge schon während er vorhergehenden Ausatmung bereitgestellt wird; bedingt für sich allein, wie oben erwähnt wurde, mit Rücksicht auf die Schwankungsbreite des menschlichen Sauerstoffverbrauches von 3,5 bis 7 % einen verhältnismäßig großen Inhalt des Hilfshälges 1q.. Da nach der Erfindung bei jedem Atemzug zwangsläufig eine bestimmte Spülung durch den Spülbalg 3o erfolgt und ebenso zwangsläufig mit einem hohen Sauerstoffgehalt im Kreislauf am Anfang des Gebrauches gerechnet werden kann, genügt für das Inhaltsverhältnis des Hilfsbalges 1q. zum Atembeutel 7 ein Wert von q. bis 5 °/o, so daß bei völlig selbsttätiger Sicherung gegen Stickstoffansammlungen 'im Kreislauf der Sauerstoffvorrat für den Atembedarf wesentlich besser ausgenutzt werden kann.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCH.E:. i. Sauerstoffatemschutzgerät mit Kreislauf der Atemluft und lungengesteuerter Sauerstoffzufuhr durch einen innerhalb des. Atembeutels angeordneten und mit dessen Bewegung gekoppelten Hilfsbalg, der beim Einströmen dei Ausatemluft in den Atembeutel aus einem membrangesteuerten Sauerstoffzuführungsventil Sauerstoff in stets gleichbleibendem VerhältniE zum Füllungsgrad des Atembeutels ansaugt, dadurch gekennzeichnet, daß die GegendrtWkkammer (23) des Membrangehäuses des Sauerstoffzuführungsventils (i7) mit der Außenluft durch zwei Rückschlagventile (25, 26) verbünden ist, von denen das eine leicht zu öffnende Ventil (25) Außenluft in die Gegendruckkammer (23) einströmen läßt, sobald die Membran (22) beim Auseinanderziehen des Hilfsbalges (i4) infolge des in der Steuerkammer (36) des Membrangehäuses eintretenden Unterdrucks das Sauerstoffzuführungsventil (i7) öffnet, während das andere Ventil (26) das Ausströmen von Luft aus der Gegendruckkammer (23) und damit das Schließen des Sauerstoffzuführungsventils (i7) erst dann zuläßt, sobald der Atembeutel (7) nach vollständiger Füllung unmittelbar mit seinem versteiften Wandteil (9) oder mittelbar; z. B. durch einen Hebel (3q.), das Ventil (26) zwangsläufig öffnet.
  2. 2. Sauerstoffatemschutzgerätnach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Atembeutel (7) vor dem Öffnen des Entlüftungsventils (26) der Gegendruckkammer (23) unmittelbar mit seinem versteiften Wandteil (9) oder mittelbar, z. B. durch den Hebel (3q.), eine Spülluftpumpe betätigt, welche Atemluft aus dem Atemluftkreislauf ins Freie befördert.
  3. 3. Sauerstoffatemschutzgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Spülluftpumpe aus einem an die Ausatemleitung (q.) vor der Luftreinigungspatrone (5) über ein Rückschlagventil (29) angeschlossenen kleinen Spülbalg (3o) besteht, der vor dem Öffnen des Entlüftungsventils (26) der Gegendruckkammer (23) vom Atembeutel (7) unmittelbar durch seinen versteiften Wandteil (9) oder mittelbar, z. B. durch den Hebel (3q.), zusammengedrückt und über ein R,ückschlagventil (33) nach außen entleert wird und bei Beginn der Einatmung durch eine Feder (3i) über das Rückschlagventil (29) mit Luft aus dem Atemluftkreislauf wieder gefüllt wird. q..
  4. Sauerstoffatemschutzgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Hubvolumen des Spülbalges (3o) einstellbar ist.
  5. 5. Saüerstoffatemschutzgerät nach einem der Ansprüche 2 bis q., dadurch gekennzeichnet, daß die Zeitfolge der Betätigung des Entlüftungsventils (26) der Gegendruckkammer (23) und der Spülluftpumpe, vorzugsweise des Spülbalges (30), durch den Atembeutel (7) einstellbar ist. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 727 796; österreichische Patentschrift Nr. 153 :286.
DEA845A 1950-02-16 1950-02-16 Sauerstoffatemschutzgeraet mit Kreislauf der Atemluft und lungengesteuerter Sauerstoffzufuhr Expired DE860146C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1164831B (de) * 1961-05-05 1964-03-05 Draegerwerk Ag Atemschutzgeraet mit Kreislauf der Atemluft
DE1247868B (de) * 1964-06-09 1967-08-17 Medizintechnik Leipzig Veb Sauerstoffatemschutzgeraet mit Kreislauf der Atemluft, insbesondere Selbstretter

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT153286B (de) * 1935-08-03 1938-04-25 Carl Von Hoff Atmungsgerät mit einer von der Menge der durchgeatmeten Luft abhängigen lungenautomatischen Sauerstoffzuführung.
DE727796C (de) * 1935-08-04 1942-11-12 Draegerwerk Heinr U Bernh Drae Sauerstoffatemgeraet mit lungengesteuerter Sauerstoffzufuhr

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