DE839816B - Drahtloses System zum Verkehr zwischen (festen) Bezirksstationen, die je einen zum Verkehr auf einem von verschiedenen Trägerfrequenzpaaren eingerichteten Sender-Empfänger enthalten und (beweglichen) Stationen - Google Patents
Drahtloses System zum Verkehr zwischen (festen) Bezirksstationen, die je einen zum Verkehr auf einem von verschiedenen Trägerfrequenzpaaren eingerichteten Sender-Empfänger enthalten und (beweglichen) StationenInfo
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Description
(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 26. MAI 1952
N3024 Villa/21a*
(beweglichen) Stationen
Die Erfindung bezieht sich auf ein System zum drahtlosen Verkehr zwischen festen Bezirksstationen,
die je eine zum gegenseitigen Verkehr, z. B. Duplexverkehr, auf einem von verschiedenen Trägerfrequenzpaaren
eingerichtete Sende-Empfangsvorric'htung enthalten, und beweglichen Stationen,
die je eine zum gegenseitigen Verkehr auf den verschiedenen Trägerfrequenzpaaren eingerichtete
Sendc-Empfangsvorrichtung enthalten.
Die Erfindung l>ezweckt Vereinfachungen von Systemen der vorerwähnten Art bzw. der bei diesen
zu verwendenden Sende-Empfangsvorrichtungen zu schaffen.
Gemäß der Erfindung umfaßt ein System der vorerwähnten Art eine Bezirksstation mit einem
Sender, der im unbesetzten Zustand ein für diesen Zustand charakteristisches Freizeichen als Modulation
seiner Sendeträgerfrequenz aussendet, und eine bewegliche Station, die so eingerichtet ist, daß
bei unwirksamem Sender durch Änderung der Ab- ao Stimmung eine durch ein Freizeichen gekennzeichnete
Trägerfrequenz eines Trägerfrequenzpaares
gesucht und die darauffolgende Einschaltung des Senders bewirkt wird, wobei der Empfänger der
Bezirksstation Mittel zum Unterdrücken des Senderfreizeichens beim Empfang eines vom bewegliehen
Sender stammenden Signals enthält.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert.
Fig. ι ist ein Schaltbild einer Bezirksstation, und
Fig. 2 ist ein Schaltbild einer zum Zusammenarbeiten mit einer Bezirksstation nach Fig. ι eingerichteten
beweglichen Station;
Fig. 3 zeigt eine praktische Aufstellung verschiedener
Bezirksstationen in einem bestimmten Gebiet. Die dargestellten Stationen eignen sich für
den Duplexverkehr.
Die in Fig. 1 dargestellte Bezirksstation, die, wie im folgenden beschrieben wird, an eine Telephonzentrale
C angeschlossen sein kann, besteht aus einer für Duplexverkehr eingerichteten Sende-Empfangsvorrichtung.
Der mit A bezeichnete Sender, der in diesem Fall für Frequenzmodulation eingerichtet
ist, enthält eine kristallgesteuerte Oszillatormodulatorstufe i, an die ein in der Telephonzentrale
C angeordnetes Mikrophon 2 angeschlossen ist. Die erzeugten frequenzmodulierten Schwingungen
werden nach Frequenzvervielfachung 3 einer letzten VervielfachuTigsstuf e (Gesamtvervielfachung
z. B. das oofache zur Erzielung einer Trägerwellenfrequenz
von etwa 170 MHz) zugeführt, die aus zwei in Gegentakt geschalteten, gittergesteuerten
Verstärkerröhren 4 und 5 besteht, deren Ausgangskreis mit einer Endverstärkerstufe 6 mit in Gegentakt
geschalteten Verstärkersystemen gekoppelt ist. Die verstärkte Hochfrequenzenergie wird über eine
mit dem Ausgangskreis des Endverstärkers gekoppelte Antenne 7 ausgestrahlt. Der bisher beschriebene
Sender ist von einer an sich bekannten Art, so daß sich eine Einzelbeschreibung erübrigt. Es
sei noch bemerkt, daß es bei Verwendung sehr kurzer Wellen vorteilhaft ist, die Abstimmkreise
der letzten Stufen als Lechersysteme auszubilden. Die Bezirksstation enthält weiter einen Empfänger
B mit einer Antenne 8, die gegebenenfalls mit der Sendeantenne 7 zu einer gemeinsamen Sende-Empfangsantenne
kombiniert sein kann. Die Antenne ist mit einer Empfangsvorrichtung 9 verbunden,
deren empfangenes Signal auf übliche Weise verstärkt und zur Erzielung von Zwischenfrequenzschwingungen
umgewandelt wird, die über eine Begrenzerröhre 10 einem darauffolgenden Detektor
Ii zur Gleichrichtung zugeführt werden. Das gleichgerichtete Signal wird dem Steuergitter eines
Niederfrequenzverstärkers 12 zugeführt, in dessen Ausgangskreis ein Lautsprecher 13 (in der TeIephonzentrale
C angeordnet) und ein Relais 14 aufgenommen sind.
Der Detektor 11 bekannter Art besteht aus einem in den Ausgangskreis der Begrenzerröhre 10 aufgenommenen
und nahezu auf die zentrale Zwischenfrequenz abgestimmten, Bandfilter, an dessen Sekundärkreis
zwei Gegentaktgleichrichter mit Ausgangswiderständen angeschlossen sind. Der Ausgangskreis
des Detektors ist über ein aus einem Kondensator 15 und einem Ableitungswidsrstand
16 bestehendes Filter mit dem Steuergitter einer Verstärkerröhre 17 verbunden. Das Filter
hat eine derartige Grenzfrequenz, daß der als GeräuschverstärkerrcVhre
wirksamen Röhre 17 nur höhere Frequenzen des detektieren Störgeräuschspektrums
zugeführt werden.
Die über den Ausgangskreis des Geräuschverstärkers 17 auftretende Geräuschspannung wird zwei
entgegengesetzt geschalteten Gleichrichtern 18 und 19 zugeführt, mit deren Ausgangskreisen ein
Widerstand 20 verbunden ist, dessen Enden über Kondensatoren geerdet sind. Die über den Widerstand
20 auftretende Spannung wird den mit den Enden dieses Widerstandes verbundenen Steuergittern
der Begrenzerröhre 10 bzw. einer als Gleichspannungsverstärker geschalteten Röhre 21
zugeführt.
Die Anode der Röhre 21 ist über einen Widerstand 22 mit einem als Spannungsteiler ausgebildeten
Ableitungswiderstand 23 mit dem Steuergitter der Niederfrequenzverstärkerröhre 12 ver-Bünden.
Die Anode ist über einen Widerstand 24 mit einem Anzapfungspunkt eines von einem Kondensator
überbrückten Kathodenwiderstandes 25 der Niederfrequenzverstärkerröhre 12 verbunden;
dieser Anzapfungspunkt ist außerdem mit dem Pluspol der Anodenspannungsquelle über einen Widerstand
26 verbunden, wodurch die Kathode eine bestimmte, feste, positive Vorspannung führt. Die
Schirmgitterspannung für die Gleichspannungsverstärkerröhre 21 wird über einen Widerstand 27
ebenfalls dem Anzapfungspunkt des Kathodenwiderstandes 25 entnommen.
Wenn kein Signal empfangen wird, wird das dann ankommende Störgeräusch über den Detektor
11 dem Geräuschverstärker 17 zugeführt und
das im Anodenkreis der Röhre 17 auftretende Rauschen tritt nach Gleichrichtung über den Widerstand
20 mit der in der Figur angedeuteten Polarität auf. Die negative Vorspannung des Steuergitters
des Begrenzers 10 ist im Empfänger infolge der Wirkung selbsttätiger Lautstärkeregelung oder
eines vorangehenden ersten Begrenzers praktisch konstant, unabhängig von den empfangenen Signalen
oder Störungen. Die Spannung auf dem Steuergitter der Röhre 21 wird beim Empfang von
Geräusch mehr positiv und der Niederfrequenzverstärker 12 infolgedessen derart eingestellt, daß der
Anodenstrom nahezu Null ist, wodurch das Relais 14 im Ausgangskreis der letztgenannten
Röhre abfällt. Die Wirkungsweise dieses Relais wird im folgenden erläutert.
Fig. 2 stellt schematisch eine bewegliche Station dar, die sich zum drahtlosen Verkehr mit einer
Bezirksstation nach Fig. 1 eignet.
Die bewegliche Station hat einen mit D bezeichneten Sender und einen Empfänger E und ist für
Duplexverkehr auf die verschiedenen, einer Bezirksstation zugeordneten Trägerfrequenzpaare eingerichtet.
Der Sender ist dem in der Bezirksstation ver wendeten oben beschriebenen Sender ähnlich und
enthält eine kristallgesteuerte Oszillatorstufe, eine
Modulatorstufe und Frequenzvervielfachungsstufen, die gemeinsam mit 28 bezeichnet sind, eine
mit 29 bezeichnete, weitere Vervielfachungsstufe und eine Endverstärkerstufe 30, an die eine Sendeantenne
31 angeschlossen ist.
Auch der Empfänger stimmt im wesentlichen mit dem in der Bezirksstation verwendeten und im
Zusammenhang damit bereits beschriebenen Empfänger überein und enthält eine Antenne 32, einen
mit einem örtlichen Kristalloszillator versehenen Hoch- und Zwischenfrequenzempfangsteü 33, ge
gebenenfalls mit Geräusc'hunterdrückung, einen Detektor 34 und einen an diesen angeschlossenen
>5 Niederfrequenzverstärker 35. In den Ausgangskreis
des Niederfrequenzverstärkers 35 ist ein Lautsprecher 36, das Telephon eines Telemikrophons 37
und ein auf eine bestimmte Frequenz abgestimmtes Filter 38 aufgenommen, das über einen Gleichriditer
39 mit einem Relais 40 verbunden ist, dessen Zweck näher beschrieben wird.
Der Sender und der Empfänger der beweglichen Station enthalten weiter verschiedene Kristalle, die
mit A-Z1, KZ2, KZ3 bzw. KO1, KO2 und KO3 bezeichnet
sind, deren Eigenfrequenzen derart gewählt sind, daß die durch diese bedingten Sende-
und Empfangsfrequenzpaare den Trägerfrequenzpaaren entsprechen, auf die die beim System nach
der Erfindung verwendeten Empfänger und Sender von Bezirksstationen abgestimmt sind. Jeder Kristall
ist mittels eines Einschaltrelais einschaltbar, und die Erregerspule eines Empfangskristallrelais
ist stets in Reihe mit der Erregerspule eines Sendekristallrelais geschaltet, so daß der Sender und der
Empfänger einer beweglichen Station stets zugleich auf ein bestimmtes Trägerfrequenzpaar abgestimmt
werden. Die Umschaltung auf die verschiedenen Trägerfrequenzpaare erfolgt mittels eines Schrittschaltwerkes
41 mit zugehörigem Relais 42, das mittels von einer Vorrichtung 43 stammender
Schrittimpulse betätigt wird.
Fig. 3 stellt eine Landkarte des westlichen Teiles der Niederlande dar, der ein Wasserwegsystem
mit lebhaftem Verkehr hat. Im betreffenden Bereich sind mehrere feste Bezirksstationen, die je einen
für Duplexverkehr auf wenigstens eines von verschiedenen Trägerfrequenzpaaren eingerichteten
Sender-Empfänger haben, räumlich verbreitet angeordnet, z. B. in gegenseitigen Abständen von
60 km. Die angegebenen Kreise deuten die Wirkungsradien der in den Mittelpunkten angeordneten
Bezirkssender an.
Wie aus der Figur ersichtlich ist, entsteht auf diese Weise ein Verkehrsnetz, das den gewünschten
Bereich bestreicht. Es ist nicht erforderlich, daß einer jeden Bezirksstation ein verschiedenes
Trägerfrequenzpaar zugeordnet wird, d. h. daß die Anzahl der Trägerfrequenzpaare der der Bezirksstationen im betreffenden Bereich entsprechen muß.
Bei geringer Gesprächsdichte kommt man mit wenigstens drei bis vier voneinander verschiedenen
Trägerfrequenzpaaren aus, die derart über die verschiedenen Bezirksstationen verteilt sind, daß sich
die Wirkungsradien von Bezirksstationen mit gleichen Trägerfrequenzpaaren nicht überlappen. Eine
derartige Verteilung der Sendefrequenzen ist in Fig. 3 dargestellt, in der die einer jeden Bezirksstation zugeordneten Frequenzpaare mit einer
römischen Ziffer I, II, III bzw. IV bezeichnet sind.
Der Verkehr zwischen einem sich im betreffenden Bereich bewegenden Fahrzeug mit einer der in diesem
Bereich errichteten Bezirksstationen, deren Sendereingangskreis und Empfängerausgangskreis
durch ein Leiterpaar eines normalen Telephonkabels mit einer Telephonzentrale verbunden sein
können, ist auf folgende Weise durchführbar.
Nach der Erfindung ist jeder Bezirkssender auf das im unbesetzten Zustand erfolgende Aussenden
eines für diesen Zustand charakteristischen Freizeichens als Modulation seiner Sendeträgerfrequenz
eingestellt. Zu diesem Zweck enthält der Bezirkssender A (Fig. 1) eine Vorrichtung 44, der das
Modulationsfreizeichen entnommen wird. Die Vorrichtung 44, die einen Impulsgenerator, z. B. einen
Multivibrator bekannter Art, enthält, kann als ein in Niederfrequenzrhythmus (ζ. B. 400 bis 500 Hz)
wirksamer Schalter gedacht werden, der die an eine Klemme 45 angelegte Quelle negativer Spannung,
die als Gittervorspannung den Steuergittern 46 und 47 der Gegentaktröhre 6 und außerdem den
Steuergittern 48 und 49 der letzten Vervielfachungsstufe 4, 5 zugeführt wird, absatzweise ausschaltet.
Infolge der jeweiligen ganz oder teilweisen Sperrung der Verstärker 4 bis 6 wird der Bezirkssender im Rhythmus der vom Impulsgenerator er-
zeugten Impulse betätigt. Es ist also in einfacher Weise eine Ersparnis der vom Sender dem Speisenetz
entnommenen Energie möglich. Es ist selbstverständlich auch möglich, die Senderträgerwelle
kontinuierlich mit einem (niederfrequenten) sinus- oder impulsförmigen Freizeichen zu modulieren.
Wünscht eine bewegliche Station (Fig. 2) eine Verbindung mit einem der im Bereich nach Fig. 3
aufgestellten Bezirkssender, so wird in der beweglichen Station das Telemikrophon 37 vom Haken 50
abgehoben und ein vom Fernsprechhaken betätigter Mehrfachschalter nimmt die dargestellte Lage ein.
Das Telephon wird über einen Schalter 51 an den Ausgangskreis der Empfängerendstufe 35 angeschlossen,
und ein Schalter 52 verbindet das Mikrophon mit dem Sendermodulator 28. Außerdem wird
über einen Schalter 53 eine Spannung einer Spannungsquelle 54 über einen vom Relais 40 betätigten
Schalter 55 einem Relais .56 zugeführt. Infolge des Anhebens dieses Relais nimmt der Schalter 57
die dargestellte Lage ein; der Schrittimpulsgenerator 43 wird wirksam und die von diesem Generator erzeugten Schrittimpulse werden dem Relais
42 zugeführt, das den Schrittschalter 41 betätigt. Der Schrittschalter passiert nunmehr z. B. mit einer
Geschwindigkeit von etwa 30 Stufen je Minute nacheinander verschiedene Kontakte, mit denen je
ein Relaispaar verbunden ist, das die Kristallpaare KO1-KZ1, KO2-KZ2, KOy-KZ3 usw. einschaltet.
Durch Schließen eines Kreises: Erde, Spannungsquelle 54, Schalter 53, Schrittschalter 41, eines der
Relaispaare und Erde werden diese Kristallpaare nacheinander eingeschaltet.
Wie bereits bemerkt, entsprechen die durch diese Kristallpaare bedingten Frequenzpaare des bewegliehen
Sender-Empfängers den Trägerfrequenzpaaren, auf welche die beim System nach der Erfindung
verwendeten Empfänger und Sender der Bezirksstationen abgestimmt sind. Durch Drehung
des Schrittschalters wird die bewegliche Station
ίο also nacheinander auf die verschiedenen Trägerfrequenzpaare
abgestimmt, die den im unbesetzten Zustand ein kennzeichnendes Freizeichen aussendenden
Bezirksstationen zugeordnet sind. Wenn das von einem unbelegten Bezirkssender ausgesandte
Freizeichen beim Empfang im beweglichen Empfänger eine bestimmte Minimalamplitude aufweist,
wodurch die gegebenenfalls im beweglichen Empfänger vorhandene Geräuschunterdrückungsschaltung
betätigt wird, wird das dann im Ausgangskreis des Niederfrequenzendverstärkers 35
auftretende Freisignal dem Filter 38 zugeführt, das auf das Freizeichen abgestimmt ist. Das über dieses
Filter auftretende Signal wird gleichgerichtet, 39, und hebt den Anker des Relais 40 an; der
Schalter 55 wird ausgeschaltet und das Relais 56 fällt ab. Der Schalter 57 wird geöffnet, der Schritt'
impulsgenerator 43 ausgeschaltet, der Schrittschalter hält sich, und die bewegliche Station bleibt auf
das dann eingeschaltete Trägerfrequenzpaar abgestimmt. Durch Umlegen des Schalters 57 wird ein
Relais 58 über den Kreis: Erde, Spannungsquelle 54, Schalter 53, Schalter 57, Relais 58, Erde
erregt, und der im unbesetzten Zustand zur Energieersparnis ganz oder teilweise unwirksame Sender
wird eingeschaltet und die Trägerwelle durch die Antenne 31 ausgesandt.
Die Bezirksstationen (Fig. 1) sind nach der Erfindung
derart eingerichtet, daß beim Empfang einer von einem beweglichen Sender ausgesandten
Trägerwelle das im unbelegten Zustand des Bezirkssenders ausgesandte Freizeichen ausgeschaltet
wird, wodurch das Anrufen der Bezirksstation von finer anderen beweglichen Station vermieden wird.
Zu diesem Zweck ist der Bezirksempfänger B ,mit der bereits beschriebenen Geräuschunterdrückungsschaltung
versehen, die wie nachstehend beschriel> en arbeitet.
Beim Empfang einer Trägerwelle im Empfänger B (Fig. 1) ist das im Empfänger auftretende
Geräusch gering, und es wird die infolge des normal empfangenen Geräusches über den Widerstand 20
auftretende Gleichspannung, die die Endverstärkerröhre 12 sperrt, verschwinden. Die Endverstärkerröhre
12 wird wieder normal eingestellt, und der Anodenstrom der Röhre 12 nimmt zu; wodurch das
Relais 14 erregt wird und sich die Schalter 59 und 60 schließen. Infolge des Schließens des Schalters
59, der parallel zum Impulsgenerator 44 geschaltet ist, wird letzterer kurzgeschlossen, d. h.
das Freizeichen wird ausgeschaltet und die Trägerwelle
kontinuierlich ausgesandt.
Der Schalter 60 schließt den Stromkreis einer l'atterie 61 für eine Signalvorrichtung 62, die in
der Telephonzentrale C angeordnet ist, um anzuzeigen, daß der Bezirkssender von einer beweglichen
Station angerufen wird. Das Bedienungspersonal der beweglichen Station hört kein Freizeichen mehr
im Telephon, was bedeutet, daß ihr Anruf empfangen worden ist. Die Telephonistin stellt darauf,
wie bei einer üblichen Zentrale, mit der anrufenden beweglichen Station eine Verbindung her, indem
sie das Gerät 13 an die Leitung zum Empfänger der betreffenden Bezirksstation und das Mikrophon
2 an die Leitung zum Sender dieser Bezirksstation anschließt. Die bewegliche Station meldet
ihre Nummer und die Nummer der Bezirksstation oder aber des an das örtliche Fernsprechnetz
angeschlossenen Teilnehmers, mit dem er zu sprechen wünscht und die Telephonistin stellt die gewünschte
direkte Verbindung her. Am Ende des Gesprächs wird das Telemikrophon (Fig. 2) auf
den Haken 50 gelegt; die Schalter 51 und 52 schalten das Fernsprechgerät und das Mikrophon des
beweglichen Sender-Empfängers aus, der Schalter. 53 wird auf einen Kontakt 63 umgelegt, wodurch
das Relais 58 abfällt, das die Senderendstufe oder gegebenenfalls den ganzen Sender ausschaltet.
In der Telephonzentrale C wird das Ende des Gesprächs dadurch angegeben, daß die Geräuschunterdrückungsschaltung
15-27 in der Bezirksstation durch das Wegfallen der Trägerwelle der
beweglichen Station die Gittervorspannung der · Niederfrequenzendröhre 12 wieder so stark negativ
macht, daß das Relais 14 abfällt. Das Lichtsignal 62 in der Zentrale C erlischt, der Impulsgenerator
44 wird wieder eingeschaltet, und der Sender sendet wieder das Freizeichen aus.
Aus obigem ist ersichtlich, daß durch Verwendung des Systems nach der Erfindung, bei dem
sämtliche Bezirksstationen im unbesetzten Zustand ein Freizeichen aussenden, es im Arbeitsbereich
der Bezirksstationen für ein mit einer beweglichen Station ausgerüstetes bewegliches Fahrzeug auf
einfache Weise möglich ist, eine Verbindung mit einer benachbarten Bezirksstation herzustellen.
Das verwickelte System, bei dem z. B. Landkarten verwendet werden, auf denen die Bezirksstation
angedeutet ist, mit der die bewegliche Station entsprechend ihrer Stelle zusammenarbeiten soll, erübrigt
sich auf diese Weise.
Um von einer Bezirksstation eine Verbindung mit einer bestimmten beweglichen Station herzustellen,
ist nach der Erfindung jeder Bezirksstation nach Fig. 1 ein gesonderter Anruf sender zugeordnet,
die alle auf eine gleiche von den für Duplexverkehr verwendeten Trägerfrequenzpaaren abweichende
Frequenz (die Anrufträgerfrequenz) abgestimmt sind und von einer zentralen Bedienungsstelle aus gleichzeitig betätigt werden können zum
Aussenden eines der den beweglichen Stationen zugeordneten Anrufsignale. Gegebenenfalls kann die
zentrale Bedienungsstelle mit der Telephonzentrale C kombiniert werden. Alle Anrufsender können
z. B. an ein Leiterpaar eines Telephonkabels angeschlossen sein, das in einer zentralen Bedie-
nungsstelle oder Anrufzentrale endet, aus der angerufen wird.
Die Anrufe können z. B. als eine Kombination von Tönen im Niederfrequenzbereich z. B. unterhalb
300 Hz ausgesandt werden, die auf der Empfangsseite, unter Verwendung z. B. von Resonanzrelais,
ausgewählt werden. Bei Verwendung einer Kombination von vier Tönen aus einer insgesamt
zur Verfügung stehenden Anzahl von elf ist die Anzahl möglicher Kombinationen bereits sehr groß,
d. h. 7920. Die Töne können weiter nacheinander ausgesandt und entsprechend der Gesprächsdichte
mehrmals nacheinander wiederholt werden.
Die Schaltung und der Aufbau von Anrufsendern kann aus praktischen Gründen etwa mit denjenigen
der beweglichen und der Bezirkssender übereinstimmen.
Zum Empfang des Anrufsignals soll der Empfänger der beweglichen Station, außer auf die bereits
erwähnte Empfangsträgerfrequenz, auf eine zusätzliche Empfangsträgerfrequenz abstimmbar
sein, d. h. auf die Anrufträgerfrequenz. Zu diesem Zweck ist ein zusätzlicher Kristall KO im Empfänger
angeordnet, der durch ein Relais 64 eingeschaltet wird, das beim Auflegen des Telemikrophons
auf den Haken durch das Schließen eines Kreises: Erde, Spannungsquelle 54, Schalter 53, Kontakt 63,
Relais 64, Erde erregt wird.
Damit die l>eweglichen Stationen je nur auf das ihnen zugeordnete Anrufsignal ansprechen, ist
beim Empfänger E (Fig. 2) ein Anrufselektor 65 z. B. mit einem Resonanzrelais an den Ausgangskreis
des Niederfrequenzverstärkers angeschlossen. Es sei noch bemerkt, daß die Wahl einer Maximalfrequenz
der Anruftöne von 300 Hz es ermöglicht, die Anruftöne über ein belegtes Leiterpaar der Telephonzentrale
den verschiedenen Anrufsendern zuzuführen.
Der Anrufselcktor 65 mit der an ihn angeschlossenen Rufsignalvorrichtung, die in der Figur als
ein Lautsprecher 36 dargestellt ist. jedoch auch aus einer Klingel, einer Hupe oder einer Signallampe
bestehen kann, ist nur mit dem Empfängerausgang verbunden, wenn das Telemikrophon 37 auf dem
Haken liegt. Es ist dann der Anrufselektor 65 über einen Schalter 66 durch Anheben eines Relais 67
ülMir einen Kreis: Erde, Spannungsquelle 68, Kontakt
69, Schalter 70, Relaiswicklung 67, Erde mit der Empfängerendstufe 35 verbunden.
Wünscht eine Bezirksstation oder ein Teilnehmer des (selbsttätigen) Fernsprechnetzes mit einer
beweglichen Station zu sprechen, so muß der betreffende Teilnehmer sich mit der zentralen Bedienungsstelle
in Verbindung stellen, von der aus die Anrufsender betätigt werden, unter Angabe der
Nummer der Ixnveglichen Station, mit der er zu sprechen wünscht. Die zentrale Bedienungsstelle
sendet das der gewünschten beweglichen Station zugeordnete Anrufsignal aus. Wenn die betreffende
bewegliche Station dieses Signal empfängt (angenommen, daß diese nicht belegt ist), spricht der
Anrufselektor 65 an, und die Rufsignalvorrichtung 46 wird betätigt. Dann nimmt der bewegliche
Teilnehmer das Telemikrophon vom Haken, und der Schrittschalter 411 sucht eine ein Freizeichen aussendende
Bezirksstation auf die vorerwähnte Weise. Durch das Verschwinden des Freizeichens
im Telemikrophon stellt der bewegliche Teilnehmer fest, daß sein Anruf von einer Bezirksstation empfangen
worden ist. Die Telephonistin wird durch das Aufleuchten des durch die Geräuschunterdrükkungsschaltung
in der Bezirksstation eingeschalteten Lichtsignals 62 aufmerksam gemacht, daß ein
beweglicher Teilnehmer anruft. Indem sie ihr Mikrophon und Telephon 13 an die Leitungen zum
Sender bzw. des Empfängers der von der beweglichen Station gewählten Bezirksstation anschließt,
stellt sie eine Verbindung mit der beweglichen Station her. Der bewegliche Teilnehmer teilt der
Telephonistin mit, daß er angerufen worden ist. Er bleibt am Hörer und die Telephonistin verbindet,
nach Erkundigung bei der zentralen Bedienungsstelle, welche Bezirksstation die betreffende bewegliche
Station hat anrufen lassen, die anrufende Bezirksstation direkt mit der beweglichen Station,
wonach das Gespräch beginnen kann.
Oben ist bereits gesagt worden, daß, man bei einer geringen zu erwartenden Gesprächsdichte mit
einem Minimum von drei bis vier verschiedenen Trägerfrequenzpaaren der Bezirksstationen in
einem bestimmten Bereich auskommen kann. In diesem Fall wird, wie in Fig. 3 dargestellt ist, bei geeigneter
Anordnung der Bezirksstationen, keine Überlappung der Arbeitsbereiche von Bezirksstationen mit gleicher Trägerfrequenz auftreten.
Einer solchen geringen Gesprächsdichte kann im allgemeinen nicht im ganzen Verkehrsnetz Rechnung
getragen werden, da sich der Verkehr um und in großen Bevölkerungszentren konzentriert
und die Gesprächsdichte dort normal verhältnis-· mäßig groß sein wird. Eine solche größere Dichte
kann verarbeitet werden, wenn in diesen Zentren mehrere Bezirksstationen, z. B. zwei oder drei, aufgestellt
werden, die naturgemäß verschiedene Trägerfrequenzpaare haben sollen. Die Anzahl verschiedener,
zu verwendender Trägerfrequenzpaare soll dann, wie ohne weiteres einleuchtet, z. B. bis
zu einer Anzähl von neun bis zwölf Trägerfrequenzpaaren in einem bestimmten Bereich vergrößert
werden. Die Anzahl Kristalle des Senders und des n0
Empfängers der beweglithen Station soll in diesem Fall ebenfalls vergrößert werden.
Claims (6)
- Patentansprüche:i. Drahtloses System zum Verkehr zwischen (festen) Bezirksstationen, die je einen zum Verkehr auf einem von verschiedenen Trägerfrequemzpaaren eingerichteten Sender-Empfänger enthalten und (beweglichen) Stationen, die iao je einen zum Verkehr auf den verschiedenen Trägerfrequenzpaaren eingerichteten Sender-Empfänger enthalten, gekennzeichnet durch eine Bezirksstation mit einem Sender, der im unbesetzten Zustand ein für diesen Zustand charakteristisches Freizeichen als Modulation seinerTrägerfrequenz aussendet, und eine bewegliche Station, die so eingerichtet ist, daß bei unwirksamem eigenem Sender durch Änderung der Abstimmung eine durch ein Freizeichen gekennzeichnete Trägerfrequenz eines Trägerfrequenzpaares gesucht und darauf das Einschalten des Senders bewirkt wird, wobei der Empfänger der Bezirksstation Mittel zum Unterdrücken des Senderfreizeichens beim Empfang eines vom beweglichen Sender stammenden Signals enthält.
- 2. System nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Bezirksstationen je einen gesonderten Anrufsender enthalten, die alle auf eine gleiche von den zum Duplexverkehr verwendeten Trägerfrequenzpaaren abweichende Anruftragerfrequenz abgestimmt sind und von einer zentralen Bediemingsstelle aus gleichzeitig betätigt werden können zum Aussenden einesao einer anzurufenden beweglichen Station zugeordneten Anrufsignals, wobei die beweglichen Stationen je derart eingerichtet sind, daß im unbesetzten Zustand der Empfänger auf die Anruftragerfrequenz abgestimmt ist und beimas Empfang des zugewiesenen Anrufsignals ein anden Empfänger angeschlossener Anrufselektor eine Rufsignalvorrichtung, betätigt.
- 3. System nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Sender der Bezirksstation auf das im unbesetzten Zustand erfolgende Aussenden eines für diesen Zustand charakteristischen Freizeichens als Modulation seiner Sendeträgerfrequenz eingerichtet ist und der Bezirksempfänger Mittel zum Unterdrücken des Senderfreizeichens beim Signalempfang enthält.
- • 4. System nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Bezirkssender im unbesetzten Zustand im Rhythmus der das Freizeichen bildenden Impulse betätigt wird.
- 5. System nach Anspruch 1 oder 2 mit einer beweglichen Station mit einem zum Verkehr auf verschiedenen Trägerfrequenzpaaren eingerichteten Sender-Empfänger, wobei der Empfänger im unbesetzten Zustand auf eine Anruftragerfrequenz abgestimmt ist, dadurch gekennzeichnet, daß eine Schalteinrichtung vorhanden ist, um beim unwirksamen Sender durch Änderung der Abstimmung einer durch ein Freizeichen gekennzeichneten Trägerfrequenz eines einem der Bezirkssender zugeordneten Trägerfrequenizpaares zu suchen und um alsdann den beweglichen Sender einzuschalten, wobei im unbesetzten Zustand beim Empfang des der beweglichen Station zugeordneten Anrufsignals ein Anrufselektor im beweglichen Empfänger anspricht, der eine Rufsignalvorrichtung betätigt.
- 6. System nach Anspruch 5 mit einer beweglichen Station mit einem zum Verkehr auf verschiedenen Trägerfrequenzpaaren eingerichteten Sender-Empfänger, wobei sowohl der Sender als auch der Empfänger mit mehreren, gesonderten, mit einem Schrittschalter einschaltbaren Kristallen versehen sind und der Empfänger außerdem einen Kristall enthält zur Abstimmung auf die Anrufträgerfrequenz, welcher Kristall beim Einlegen des Telemikrophons über einen Hakenkontakt eingeschaltet wird und beim Abheben des Telemikrophons der Stufenschalter wirksam wird, der durch das nacheinander erfolgende Einschalten der verschiedenen Sender- und Empfängerkristalle eine durch ein Freizeichen gekennzeichnete Trägerfrequenz eines Bezirkssenders sucht und beim Empfang eines Freizeichens abstoppt unter Steuerung der' Ausgangsspannung eines an den Empfänger angeschlossenen und auf das Freizeichen abgestimmten Filters, wonach der bewegliche Sender eingeschaltet werden kann, und beim Einlegen des Telemikrophons der bewegliche Sender wieder ausgeschaltet und der Anrufkristall im Empfänger eingeschaltet wird und der Empfänger im unbesetzten Zustand beim Empfang eines der beweglichen Station zugeordneten Anrufsignals einen Anrufselektor ansprechen läßt, der eine Rufsignalvorrichtung betätigt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 5038 5.
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