DE823988C - Vorrichtung zum voreilenden Verschwenken der Scheinwerfer von Fahr- und Motorraedern - Google Patents
Vorrichtung zum voreilenden Verschwenken der Scheinwerfer von Fahr- und MotorraedernInfo
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- DE823988C DE823988C DEZ1516A DEZ0001516A DE823988C DE 823988 C DE823988 C DE 823988C DE Z1516 A DEZ1516 A DE Z1516A DE Z0001516 A DEZ0001516 A DE Z0001516A DE 823988 C DE823988 C DE 823988C
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- B60Q1/02—Arrangement of optical signalling or lighting devices, the mounting or supporting thereof or circuits therefor the devices being primarily intended to illuminate the way ahead or to illuminate other areas of way or environments
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Description
- Vorrichtung zum voreilenden Verschwenken der Scheinwerfer von Fahr- und Motorrädern Bei Fahr- und Motorrädern sind die Scheinwerfer im allgemeinen starr mit dem Lenker oder der Vorderradgabel verbunden, so daß beim Befahren von Kurven diese nur mangelhaft beleuchtet werden, da der Lichtkegel der Fahrtrichtung nachei Man Man hat deshalb bereits den Scheinwerfer schwenkbar ausgebildet und mit einem Bowdenzug versehen, mit dessen Hilfe er willkürlich in die ge-,vüiischte Richtung gedreht werden kann. 'Um den Fahrer von der Bedienung der Schwenkvorrichtung zu entlasten, sind auch schon Schwenkvorrichtungen entwickelt worden, die den Scheinwerfer in Abhängigkeit von der Lenkerdrehung selbsttätig voreilend verschwenken. Hierbei ist zwischen dem Rahmen und dem Lenker ein Übersetzungsgetriebe angeordnet, das einen bei kleinen Einschlägen relativ großen, bei wachsenden Ausschlägen immer kleiner werdenden Voreilungswinkel des Scheinwerfers hervorruft. Dieses Übersetzungsgetriebe war jedoch recht kompliziert, störanfällig, teuer und schwierig anzubringen. Es bestand aus einem in einem besonderen Gehäuse untergebrachten Doppelhebelgetriebe mit einer aus dem Gehäuse herausragenden Drehwelle für die Befestigung des Scheinwerfers. Bei dieser Vorrichtung konnte der Scheinwerfer nicht beliebig vertikal geneigt werden, so daß eine willkürliche Einstellung auf den näheren oder weiteren Fahrweg nicht mehr möglich war. Außerdem wurde dabei infolge der durch das Getriebe bedingten vorgeschobenen Stellung des Scheinwerfers der unmittelbar vor dem Fahrrad liegende Teil des Weges nicht oder nur ungenügend ausgeleuchtet.
- Die Erfindung verfolgt das Ziel, unter Ausschaltung all dieser Nachteile eine einfache Vorrichtung zum voreilenden Verschwenken der Scheinwerfer von Fahr- und Motorrädern zu schaffen, die leicht und billig herzustellen und ohne schwierige Umbauten an Stelle der vorhandenen Scheinwerferhalterungen anzubringen ist. Sie besteht darin, <iaß das die Voreilung des Scheinwerfers bewirkende Hebelübersetzungsgetriebe aus einem einfachen, zur üblichen Befestigung des Scheinwerfers geeigneten und um einen festen Drehpunkt am Steuerrohr des Rahmens schwenkbaren Hebel und einem an diesem gleitenden, mit einem Festpunkt des Lenkerrohres oder der Gabel verbundenen Antriebsglied besteht. Dieses Antriebsglied kann z. B. ein den Hebel ganz oder teilweise umfassender Schieber sein, der mit einem aufgesetzten Bolzen an einem starren, einstellbaren oder wählbaren Festpunkt des Lenkers fest oder lösbar angebracht ist. Der Hebel kann als einfache geschlitzte Lasche ausgebildet sein, die um einen Bolzen oder Stift einer am Steuerrohr mittels der üblichen Verschraubung befestigten Scheibe drehbar ist und in deren Schlitz als Antriebsglied ein fester oder einstellbarer Bolzen oder Stift einer starren, am Lenkerrohr mit der vorhandenen Verschraubung befestigten Lasche eingreift.
- Eine andere vorteilhafte Ausbildung der Erfindung besteht darin, daß der den Scheinwerfer haltende Hebel in der bei den Lampenhaltern üblichen Weise als Doppellasche gestaltet ist, die nicht wie sonst am Lenkerrohr festgescheut, sondern mittels einer vertikalen Bohrung am rohrseitigen Ende auf einen Stift eines besonderen, am Steuerrohr festgeschellten Tragteils drehbar aufgesetzt ist. Als .Antriebsglied zur voreilenden Verschwenkung dient in diesem Falle die zwischen den beiden Flacheisen der Doppellasche hindurchtretende Handbremsstange.
- Nachstehend werden zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung an Hand der Zeichnungen beschrieben. Hierbei zeigt Fig. i eine Scheinwerferschwenkvorrichtung mit einem einfachen geschlitzten Hebel und Fig..2 eine ähnliche Vorrichtung mit einem als Doppellasche ausgebildeten Hebel.
- Am Steuerrohr i des Fahrrades ist in üblicher Weise das mit der Vorderradgabel zu verbindende Lenkerrohr 2 einsteckbar befestigt. Der Scheinwerfer 3 ist am umgekröpften Ende eines mit einem Längsschlitz 4 versehenen einfachen Hebels 5 angeschraubt, der an einer mit dem Steuerrohr i mittels der Steuerschale 6 festgeklemmten Scheibe um den Schraubbolzen 8 drehbar angeordnet ist. Am Lenkerrohr 2 ist mittels der Überwurfmutter 9 eine starre, geschlitzte Lasche io angeschraubt, in deren Schlitz i i ein in den Schlitz 4 des drehbaren Hebels 5 eingreifender, als Antriebsglied dienender Schraubstift 12 einstellbar festgeschraubt werden kann. Die Drehung des Lenkerrohres 2 bewirkt im Anfang ein verhältnismäßig rasches Schwenken und damit Voreilen des Scheinwerferhebels 5, das um so rascher ist, je näher der Schraubstift 12 am Lenkerrohr 2 sitzt. Beim Weiterdrehen des Lenkerrohres 2 nimmt die Voreilung des Scheinwerfers 3 stetig ab.
- Die gleiche Wirkung tritt bei der Ausführungsform nach Fig. 2 ein. Hier ist der Scheinwerfer 3 mit der Doppellasche 13 verschraubt, deren beide Laschen einen Schlitz i4 für das Hindurchtreten der Handbremse 15 bilden. Die Doppellasche 13 besitzt an ihrem rohrseitigen Ende eine Bohrung, mit der sie auf einen Stift 16 eines Halteteils 17 drehbar aufgesetzt ist. Dieser Halteteil ist ein in beliebiger Weise, z. B. durch Pressen, (=ließen. Tiefziehen o. dgl., herstellbarer, sich an die Verschraubungen 6 und 9 anschmiegender Formteil, der oben in den z. B. durch Einnieten, -schweißen oder -löten befestigten Stift 16 ausläuft und unten mittels eines z. B. aus Rundstahl bestehenden Zugbügels 18 unterhalb der Steuerschale f> am Steuerrohr i festgeschellt ist.
- Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern kann vielfach konstruktiv abgeändert werden. So kann z. B. der Schlitz 14 der Doppellasche 13 einen Gleitschieber mit einer Bohrung für die Handbretnsstange 15 erhalten. Ist an Stelle der dargestellten Stangenbremse eine durch Bowdenzug o. dgl. betätigte Handbremse vorhanden, dann kann am Lenkerrohr 2 ein dem Tragteil 17 ähnlicher Tragteil angebracht werden, der einen nach unten gerichteten, als Antriebsglied dienenden Stift aufweist. Die Einzelteile der Vorrichtung können zum Schutz gegen Verrosten, besonders an den Gleitflächen, in üblicher Weise oberflächenvergütet werden.
- Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist, wie aus dem Vorstehenden hervorgeht, einfach und billig herzustellen und mit geringer :Mühe anzubringen. Während die Ausführungsform nach Fig. i gegebenenfalls bei der Neuanfertigung von Rädern vorzuziehen ist, eignet sich die Ausführungsform nach Fig.2 besonders für die nachträgliche Anbringung an fertigen Rädern.
Claims (6)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum voreilenden Verschwenken der Scheinwerfer von Fahr- und Motorrädern mit einem zwischen Rahmen und Lenker angeordneten, bei wachsendem Radeinschlag eine abnehmende Voreilung des Scheinwerfers bewirkenden Hebelübersetzungsgetriebe, dadurch gekennzeichnet, daß das Hebelgetriebe aus einem einfachen, zur üblichen Befestigung des Scheinwerfers (3) geeigneten und um einen festen Drehpunkt (8, 16) am Steuerrohr (i) des Rahmens schwenkbaren Hebel (5, 13) und einem an diesem gleitenden, mit einem Festpunkt am Lenker oder an der Gabel verbundenen Antriebsglied (12, 15) besteht.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Hebel als einfache geschlitzte Lasche (5) ausgebildet ist, die um einen Bolzen oder Stift (8) einer am Steuerrohr (i) mittels der üblichen Verschraubung (Steuerschale 6) befestigten Scheibe (7) drehbar ist und i» deren Schlitz (-4) als Antriebsglied ein fester oder einstellbarer Bolzen oder Stift (1a) einer starren. am Lenkerrohr (a) mittels der vorhandenen Verschraubung (Überwurfmutter 9) befestigten Lasche (io) eingreift.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Hebel als Doppellasche (13) ausgebildet ist, die mittels einer vertikalen Bohrung am rohrseitigen Ende auf einen Stift (16) eines besonderen, am Steuerrohr (i) festgeschellten Halteteils (17) drehbar aufgesetzt ist und durch deren zwischen den beiden Teillaschen befindlichen Schlitz (14) die als Antriebsglied dienende Handbremsstange (15) hindurchtritt. .
- 4. Vorrichtung nach den Ansprüchen i und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Halteteil (17) ein durch Pressen, Gießen, Tiefziehen o. dgl. herstellbarer, sich an die Verschraubungen (6, 9) anschmiegender Formteil ist, der oben in den durch Einnieten, -schweißen oder -löten befestigten Stift (16) ausläuft und unten mittels eines z. B. aus Rundstahl bestehenden Zugbügels (18) unterhalb der Steuerschale (6) am Steuerrohr (i) festgeschellt ist.
- Vorrichtung nach den Ansprüchen 1, 3 und :4, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitz (14) der Doppellasche (13) einen Gleitschieber mit einer Bohrung für die Handbremsstange (15) besitzt.
- 6. Vorrichtung nach den Ansprüchen i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Teile der Vorrichtung, insbesondere die 'gleitenden Teile, oberflächenvergütet sind.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEZ1516A DE823988C (de) | 1950-11-12 | 1950-11-12 | Vorrichtung zum voreilenden Verschwenken der Scheinwerfer von Fahr- und Motorraedern |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEZ1516A DE823988C (de) | 1950-11-12 | 1950-11-12 | Vorrichtung zum voreilenden Verschwenken der Scheinwerfer von Fahr- und Motorraedern |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE823988C true DE823988C (de) | 1951-12-06 |
Family
ID=7618152
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DEZ1516A Expired DE823988C (de) | 1950-11-12 | 1950-11-12 | Vorrichtung zum voreilenden Verschwenken der Scheinwerfer von Fahr- und Motorraedern |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE823988C (de) |
Cited By (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
US6502478B2 (en) * | 1995-02-17 | 2003-01-07 | Stephen S. Jenkins | Mount system |
EP3251924A1 (de) | 2016-06-02 | 2017-12-06 | Benchmark Drives GmbH&Co. KG | Beleuchtungsvorrichtung für zweiräder |
-
1950
- 1950-11-12 DE DEZ1516A patent/DE823988C/de not_active Expired
Cited By (3)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
US6502478B2 (en) * | 1995-02-17 | 2003-01-07 | Stephen S. Jenkins | Mount system |
EP3251924A1 (de) | 2016-06-02 | 2017-12-06 | Benchmark Drives GmbH&Co. KG | Beleuchtungsvorrichtung für zweiräder |
DE102016209660A1 (de) | 2016-06-02 | 2017-12-07 | Benchmark Drives GmbH & Co. KG | Beleuchtungsvorrichtung für Zweiräder |
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