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Tabakpfeife Die Erfindung betrifft eine Tabakpfeife, in deren Schaft
bzw. lZohr vier Dampf so geleitet wird, daß er möglichst sauber und trocken aus
dem Mundstuck austritt.
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Es sind Pfeifen verschiedener Ausführung bekannt, in deren Schaft
Räume zur Absonderung und Sammlung der Verunreinigungen des Dampfes angeordnet sind.
Bei anderen Ausführungen versucht man eine besonders gute Reinigung durch den Einbau
von Filtern zu erreichen. Es sind auch Pfeifen bekannt, in deren Rohr der Dampf
mehrfach hin und her geleitet wird. Bei diesen bisherigen Lösungen wird die Aufgabe
ausschließlich als ein Kühlungs- und Reinigungsproblem betrachtet. Man hat dabei
das Bestreben, den Dampf möglichst weitgehend abzukühlen; eine Temperaturerhöhung
in der letzten Stufe vor dem Austritt des Dampfes aus dem Rohr wird jedoch nicht
angestrebt und auch nicht erreicht, weil die verwendeten Materialien hierfür schon
ungeeignet sind. Die Erfindung geht nun von der Grunderkenntnis aus, daß es sich
bei der Aufgabe, dem Mund einen trockenen, sauberen Dampf zuzuführen, nicht nur
um ein Reinigungs-und Abscheidungsproblem handelt, sondern außerdem um eine wärmetechnische
Aufgabe, und daß es nicht entscheidend ist, daß der Dampf völlig abgekühlt ist.
Es ist zwar richtig, daß Tabakpfeifen mit langem Dampfweg gegenüber kurzen Pfeifen
den Vorteil haben, daß sie einen saubereren Dampf abgeben. Das Ziel, einen trocknen
Dampf zu erhalten, erreicht man nach der Erfindung aber auch dann, wenn der Dampf
zwar nicht völlig abgekühlt ist, wenn man ihn zunächst bis zu einem gewissen Grad
abkühlt, dann aber wieder so aufwärmt, daß seine relative Feuchtigkeit wesentlich
unter tooo/o absinkt. Diese Tatsache macht sich die Erfindung
zunutze.
Dabei werden im ersten Teil des Dampfweges im wesentlichen die Verunreinigungen
mit dem größeren Anteil der Feuchtigkeit niedergeschlagen. Im letzten Teil seines
Weges wird der Dampf jedoch so geführt, daß seine Temperatur gegenüber der vorhergehenden
Stufe wieder etwas erhöht wird, so daß in diesem Teil möglichst keine Feuchtigkeit
mehr ausgeschieden wird, weil hier keine Unterschreitung des sog. Taupunktes mehr
eintritt. Dieser Vorteil wird durch Anwendung des bekannten Gegenstromprinzips erzielt.
Die Führung des Dampfes im Pfeifenschaft geschieht erfindungsgemäß in drei Stufen
folgendermaßen: In der ersten Stufe findet eine Abkühlung und grobe Abscheidung
statt, in der zweiten Stufe wird die Abkühlung und Abscheidung fortgesetzt, in der
dritten Stufe findet eine geringe Wiederaufwärmung der Dampftemperatur vor dem Eintritt
in das möglichst kurze Mundstück statt, damit hier der Feuchtigkeitsausfall weitgehend
vermieden wird.
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Eine in dieser Weise gebaute Pfeife weist zunächst die bekannten Vorteile
der langen Pfeife auf bzw. einer der bekannten Pfeifen mit hin und her geführtem
Dampf, steigert diese aber noch dadurch, daß mit größerer Sicherheit eine Feuchtigkeitsabscheidung
im letzten Teil des Schaftes vor dem Eintritt des Dampfes in den Mund unterbunden
wird, so daß das unangenehme Eindringen des sog. Sabbers in das Mundstück vermieden
wird.
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Die erfindungsgemäß konstruierte Pfeife hat außerdem den Vorteil,
daß sie sehr leicht gereinigt werden kann, weil die Schafteinbauteile beim Herausziehen
des Mundstücks, an welchem sie befestigt sind, die abgeschiedenen Verunreinigungen
mit aus dem Schaft herausbringen und dann leicht mit einem Lappen abgeputzt werden
können.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Dabei ist in Abb. 1 ein Querschnitt durch eine Pfeife mit dem erfindungsgemäß aufgebauten
Schaft und Mundstück gezeigt, Abb. 2 zeigt die Schafteinbauten mit dem Anschluß
an das Mundstück in vergrößerter Darstellung, Abb. 3 zeigt einen Querschnitt durch
den Schaft nach der Linie A-B der Abb. 1.
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In das Anschlußende des Pfeifenkopfes 1 ist der Schaft 2 eingesteckt,
in welchen seinerseits das Mundstück 3 eingesteckt ist. Der Schafteinbau besteht
aus dem Trennblech 4 mit dem darauf befestigten und in engem, gut wärmeleitendem
Kontakt stehenden Rohr 5 und dem an dem einen Ende des Trennblechs befestigten Teller
6. Trennblech und Rohr sind aus besonders gut wärmeleitendem Material, z. B. Kupfer,
hergestellt und in dem Mundstück 3 befestigt. Der Dampf tritt aus dem Pfeifenkopf
1 in den Zwischenraum 7 ein und wird von diesem durch die Bohrung 8 des Schaftstutzens
in den Schaftvorraum 9 gesaugt. Von hier gelangt er durch die Bohrung io im Teller
6 in den unteren Schaftraum 11. Hier findet eine Abscheidung der gröberen Verunreinigungen
und eine Ausfällung eines größeren Teils der Feuchtigkeit infolge der Abkühlung
des Dampfes durch die Pfeifenrohrwandung statt. Durch die Bohrungen 12 im Trennblech
4 gelangt der Dampf in den oberen Schaftraum 13, in welchem eine weitere Abscheidung
von Verunreinigungen und Feuchtigkeit sowie eine weitere Wärmeabgabe stattfindet.
Der Dampf strömt hier wieder in der Richtung auf den Pfeifenkopf zu. Durch das Ende
14 gelangt der Dampf dann in das Rohr 5. Da dieses Rohr allseitig von Dampf umströmt
wird, der noch eine höhere Temperatur hat als der in das Ende 14 eintretende, findet
innerhalb des Rohres beim Strömen in der Richtung auf das Mundstück zu eine geringe
Wiederaufwärmung des Dampfes statt. Infolge dieser Wiederaufwärmung wird die relative
Feuchtigkeit des Dampfes innerhalb des Rohres so niedrig, daß hier praktisch keine
Feuchtigkeitsaus-Scheidung mehr stattfindet, so daß der Dampf trocken in das Mundstück
3 und durch dieses in den Mund eintritt. Damit innerhalb des Mundstücks 3 keine
unerwünschte Temperaturerniedrigung mehr möglich ist, wird dasselbe möglichst kurz
gehalten. Trennblech 4 und Rohr 5 werden aus dünnem Blech mit möglichst guter Wärmeleitfähigkeit
hergestellt, wobei man zweckmäßig die Oberseite des Trennblechs mit einem schlechten
Wärmeleiter verkleidet. Es ist ohne weiteres möglich, Trennblech und Rohr auch aus
einem Stück nach bekannten fertigungstechnischen Methoden herzustellen. Das Trennblech
und der Teller sind dem Innendurchmesser des Schaftes angepaßt. Sie können aber
leicht gleitend ausgeführt werden, da sich kleine Spalte zwischen Blech und Schaftinnenwand
nach kurzzeitigem Gebrauch von selbst zusetzen. Zieht man das Mundstück 3 aus dem
Schaftende heraus, so bringt es die Schafteinbauten mit heraus, wobei durch den
Teller 6 die Verunreinigungen aus dein Schaft ebenfalls mit herausgebracht werden.
Man kann dann das Trennblech leicht mit einem Lappen reinigen. In dem Rohr sammeln
sich fast gar keine Verunreinigungen an, weil hier keine Feuchtigkeitsausscheidung
mehr stattfindet.
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Die Anwendung der Erfindung ist nicht auf Pfeifen beschränkt, sondern
kann auch in entsprechender Weise auf Zigarren- und Zigarettenspitzen ausgedehnt
werden.
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Damit beim Zusammensetzen Pfeifenkopf, Schaft und Mundstück in die
richtige Stellung zueinander kommen, kann auf dem Umfang jeweils eine kleine Kennmarke
angebracht werden. Es ist aber für die Wirkungsweise der Erfindung nicht erheblich,
wenn auch das Blech nicht in der Waagerechten liegt. Die Öffnungen io, 12 und 14
müssen nur so angebracht sein, daß Verunreinigungen der vorhergehenden Stufe nicht
in die nächste Stufe fließen.