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DE808466C - Kombinierte Loch- und Hefteinrichtung - Google Patents

Kombinierte Loch- und Hefteinrichtung

Info

Publication number
DE808466C
DE808466C DEB1818A DEB0001818A DE808466C DE 808466 C DE808466 C DE 808466C DE B1818 A DEB1818 A DE B1818A DE B0001818 A DEB0001818 A DE B0001818A DE 808466 C DE808466 C DE 808466C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
staple
punch
stapling
punching
staples
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEB1818A
Other languages
English (en)
Other versions
DE1610833U (de
Inventor
Elisabeth Beyer Geb Schulte
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ELISABETH BEYER GEB SCHULTE
Original Assignee
ELISABETH BEYER GEB SCHULTE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by ELISABETH BEYER GEB SCHULTE filed Critical ELISABETH BEYER GEB SCHULTE
Priority to DEB1818A priority Critical patent/DE808466C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE808466C publication Critical patent/DE808466C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B25HAND TOOLS; PORTABLE POWER-DRIVEN TOOLS; MANIPULATORS
    • B25CHAND-HELD NAILING OR STAPLING TOOLS; MANUALLY OPERATED PORTABLE STAPLING TOOLS
    • B25C5/00Manually operated portable stapling tools; Hand-held power-operated stapling tools; Staple feeding devices therefor
    • B25C5/02Manually operated portable stapling tools; Hand-held power-operated stapling tools; Staple feeding devices therefor with provision for bending the ends of the staples on to the work
    • B25C5/0214Combined stapling and punching tools

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Folding Of Thin Sheet-Like Materials, Special Discharging Devices, And Others (AREA)

Description

  • Kombinierte Loch- und Hefteinrichtung
    Die Erfindung bezieht sich auf ein Lochgerät mit
    einem oder mehrerenLochstempeln,wie es beispiels-
    wei#e in der Force eines sogenannten Aktenlochers
    in den Büros der Industrie, des Handels und Ge-
    w-erl@cs, hei Behörden und anderen Dienststellen zur
    Lochurig von Schriftgut aller Art in verschiedener
    I,'orni und Gestalt im Gebrauch ist.
    Derartiges Schriftgut (Briefe, Geschäftspapiere,
    l)clidrdliclie Akten, u. (1-l.), gelangt nach der mit
    den lrislier bekannten Aktenlochern erfolgten üb-
    lichen Lochung in die mit runden Stiften oder
    flachen Metallbändern versehenen Ordnermappen,
    um dort in bekannter Weise aufbewahrt zu werden.
    Bei der häufigen, sich über Jahre erstreckenden Be-
    nutzung dieser Ordnermappen zum Zwecke des
    Auflxwahrens von Schriftgut der verschiedensten
    \rt, die für bestimmte Geschäftsvorgänge wieder-
    holt benötigt und herausgesucht werden, ergibt sich
    darrrc, claß durch <las häufige Blättern in dem in
    scrlclreri Ordnern untergebrachten Schriftgut viele
    der darin enthaltenen Blätter an den gelochten Stellen ausgerissen sind und schließlich nicht mehr ohne besondere Hilfsmittel erneut eingeordnet werden können, während andere stark deformierte Löcher aufweisen, welche ebenfalls bald ausreißen können und daher der Gebrauch solcher Schriftgutablagen eine mühselige, zeitraubende und unerfreuliche Angelegenheit ist. Dieser Übelstand hat dazu geführt, daß man mit Hilfe von Papierringen oder ähnlichen dünnen Lochrandverstärkern oder Verstärkungsgeräten versucht, derart an den Löchern ausgerissene oder beschädigte Blätter so weit wieder herzurichten, daß eine ordnungsgemäße Ablage erneut erfolgen kann.
  • Es sind nun auch sogenannte Verstärkungslocher für die Lochung von Schriftgut aller Art, z. B. Akten od. dgl., bekanntgeworden, bei denen vor oder während des eigentlichen Lochvorganges an den zu lochenden Stellen des Schriftgutes geeignete, die Lochkanten verstärkende Mittel in Form von Streifen, Ringen oder Ösen. aus Papier, Textilien oder anderem nichtmetallischen oder metallischen Werkstoff in geeigneter Weise, z. B. durchLeimung, befestigt werden, welche dann beim Lochvorgang nachträglich gelocht werden oder schon vorher gelocht sind. Auch sind Locher bekannt, bei denen eine Lochrandverstärkung durch Falzen oder Riffeln des denLochrand umgebendenMaterials, durch Auftragen von schnellhärtenden, leimenden oder klebenden Mitteln um den Lochrand herum ermöglicht werden soll. Die mit solchen Lochern erzielte Loch randverstärkung hat jedoch verschiedene Nachteile, z. B. ungenügende Dauerlochrandverfestigung, besonders für das Schriftgut in solchen Ordnermappen, bei denen dünne, fast scharfkantige Metallbänder Verwendung finden, verhältnismäßig hoher Materialaufwand für die Lochrandverstärkung, zu starkes Auftragen der Lochrandverstärker bei geschichtetem Schriftgut, allmähliches Lösen oder Abplatzen der verstärkenden Schicht am Lochrand usw.
  • Die Erfindung vermeidet derartige Nachteile solcher zum Stande der Technik gehörenden Verstärkungslocher durch die Verwendung der gemäß der Erfindung besonders geformten, einfachen und billigen Drahtklammern, welche sich schnell und genau um den beanspruchten Teil des Lochrandes mit großer Sicherheit befestigen lassen, wobei ein sehr geringer Materialaufwand und ein niedriger Kostenanteil je Lochverstärkung ermöglicht wird. Ein Lösen, Abblättern oder Abfallen der Lochrandverstärkung ist beim Gegenstand der Erfindung nahezu unmöglich. Die Drahtklammer nimmt darüber hinaus jede mechanische unmittelbare oder mittelbare Beanspruchung durch die in die Lochung eintretenden Stifte oder Bänder ebenso auf wie eine solche auf den den Lochrand umgebenden Teil des Schriftgutes. Der auf diese Weise mit dem Gegenstand der Erfindung erzielte Fortschritt ist daher erheblich.
  • Mit dem Locher gemäß der Erfindung wird jedoch darüber hinaus noch ein weiterer Fortschritt von beachtenswerter Höhe erzielt, der dadurch gegeben ist, daß mittels der bei diesem Locher erfindungsgemäß zur Verwendung kommenden Drahtklammern zum Zwecke der Lochrandverstärkung auch gleichzeitig das Zusammenheften mehrerer gelochter Blätter bei dem Lochvorgang erfolgt, so daß also ein zusätzliches Zusammenheften von Einzelblättern eines Aktenstückes od. dgl. mittels eines besonderen Heftapparates ebenfalls überflüssig wird. Da diese erfindungsgemäßen Drahtklammern bei dem Ausführungsbeispiel der Erfindung an jedem der Aktenlöcher zur Lochrandverstärkung vorgesehen sind, ergibt sich somit gleichzeitig eine mehrfache Heftung mehrerer Schriftgutblätter beim Lochvorgang. Im Gegensatz zu dem Heftverfahren mittels der bekannten, im Handel und Verkehr in üblicher Weise benutzten Drahthefter, bei denen meistens eine Heftung am äußersten oberen Rand der Bogen besonders erfolgt, wird bei dem Gegenstand der Erfindung in vorteilhafter Weise eine Mehrfachheftung an denjenigen Stellen der Bogen erzeugt, an denen die meiste Beanspruchung beim Durchblättern und Umbiegen der Blätter erfolgt, so daß ein aus mehreren Blättern bestelendes Schriftstück, welches gewohnheitsgemäß, solange es sich im Geschäftsverkehr befindet, mit oder ohne sogenannte Büroklammern oder anderen Hilfsmitteln zusammengehalten. ist, erst auf diese Weise einen in sich geschlossenen sicheren Halt bekommt. Bei Akten, die auf Grund behördlicher Vorschriften jahrelang aufzubewahren sind, bietet diese kombinierte Loch-Heft-Vorrichtung ein betriebssicheres und vorteilhaftes organisationstechnisches Mittel für die ordnungsgemäße Aufbewahrung solcher Akten oder anderer Schriftgutsammlungen, und es ergibt sich somit durch die Erfindung ein zusätzlicher erheblicher Fortschritt.
  • Der Erfindungsgegenstand wird zwar an einem der üblichen, mit zwei Lochstempeln versehenen, durch Hand betätigten. Aktenlocher als Ausführungsbeispiel beschrieben und dargestellt, jedoch ist die Erfindung hierauf nicht beschränkt und kann daher auf Lochgeräte aller Art mit den verschiedensten Antriebsformen, für Schriftgut oder andere gegenständliche, stoffliche Verbrauchs- und Benutzungsformen mit einem oder einer Mehrzahl von Lochstempeln für die Herstellung von Löchern und deren Randverfestigung innerhalb des Fertigungsprozesses von Verbrauchsgütern der mannigfaltigsten Art, z. B. Papier-, Textil-, Leder-, Kunststoffwaren sowie zur Lochrandverfestigung für dünne Metallfolien, Filme für fotografische Aufnahmen und Reproduktionen, Papierbänder oder Blätter zur Registrierung und Übermittlung von Nachrichten oder graphischen Darstellungen oder Niederschriften von Größen, die z. B. in Druck- und Vervielfältigungs-, Registrier- oder Schreib-, Rechenmaschinen und Geräten zur Verwendung kommen, erfolgreich eingesetzt werden.
  • Im folgenden wird,das Wesen der Erfindung beispielsweise an Hand eines sogenann.ten Aktenlochers erläutert und in den nachstehend verzeichneten Abbildungen dargestellt, und zwar zeigt Abb. i eine schaubildliche Darstellung der Hauptbestandteile eines solchen Lochers, Abb. 2 eine schaubildliche Darstellung einer einzelnen erfindungsgemäß ausgebildeten Drahtklammer, wie sie vorzugsweise bei dem in der Beschreibung erläuterten Beispiel zur Verwendung kommt, Abb. 3 eine Teileinsicht von oben auf einen Heftklammerzuführer, Abb. 4 die Draufsicht auf den Abschnitt eines Papierbogens, der mit dem Gegenstand der Erfindung gelocht und mit den erfindungsgemäßen Drahtklammern versehen worden ist und die Lochungen mit den Heftklammern in anschaulicher Weise zeigt, Abb. 5 eine Teilansicht vom vorderen Ende eines Heftklammerzuführers, Abb.6 eine Seitenansicht eines Heftklammerzuführers gemäß der Erfindung, Abb. 7 einen Querschnitt desselben Gegenstandes mit der rückwärtigen Ansicht des Heftklammerzuführers gemäß Schnitt C-D.
    Auf einer Grundplatte i (s. Abb, 1) befinden sich
    im vorderen Teil zwei runde Lochstempel 2 von
    üblichem Durchmesser, die entsprechend dem für
    solche Zwecke vorgesehenen Lochabstand auf dieser
    Grundplatte mit der gleichen Entfernung von einem
    Papierrandanschlag funktionsbedingt angeordnet
    sind. Jeder dieser Lochstempel 2 ist senkrecht so-
    wohl im Lagerwinkel 3 (nur beim linken Loch-
    stempel 2 zu sehen) als auch in den Heftstempel-
    führungen ,4 verschiebbar und kann im herunter-
    bewegten Zustand in die runden Nfatrizenlöcher 5
    der Matrizenplatten 6 zentrisch eintreten und da-
    durcli den eigentlichen Schneidevorgang der
    Lochung im Papier bewirken. Die Matrizen-
    platten 6 weisen außer dieser Matrizenlochung 5
    noch je zwei Heftkerben 7 auf und sind in geeig-
    neter Weise auf der Grundplatte i unverrückbar
    befestigt. Jeder der Lochstempel 2 ist am oberen
    Ende mit einem Flachstück 8 versehen, aus dem
    sich seitwärts ein Stift 9 erstreckt, welcher bei
    jedem d-er beiden Lochstempel in einen Schlitz io
    des zugehörigen Winkelhebels ii eingreift und so-
    mit eine Abwärtsbewegung des korrespondierenden
    Lochstempels 2 veranlaßt, sobald die auf Achse 13
    schwenkbar gelagerten Winkelhebel iieine Drehung
    entgegen (.lern Uhrzeigersinn durchführen, wobei
    die Achse 13 in nicht dargestellter Weise auf der
    Grundplatte i fest angeordnet ist, Das Flachstück 8
    eines jeden Lochstempels 2 legt sich in Grund-
    stellung der I_oclisteml)el mit der Oberkante gegen
    die Unterseite des entsprechenden Lagerwinkels 3.
    Die Loclisteniliel 2 werden in dieser Grundstellung
    dadurch gehalten, daß an jedem der beiden Winkel-
    liebel i i das gespannte Ende 14 einer um die Achse
    13 angeordneten Verdrehungsfeder 15 angreift,
    deren Längenmitte in Form eines Drahtbügels 16
    unterhalb eines an der Grundplatte i fest angeord-
    lieten Lappens 17 gelegt ist und damit die Feder 15
    gespannt halt. Die nach unten zeigenden Arme 18
    der Winkelhebel i i stehen durch die Bolzen i9 in
    Wirkungsverbindung mit den nach oben zeigenden
    Armen 2o des bügelförmigen -doppelarmigen Hand-
    hebels 21, welcher auf der Grundplatte i um
    Achse 2 in geeigneter Weise schwenkbar gelagert
    ist und dadurch in Grundstellung gehalten wird,
    daß durch die Wirkung der beiden Verdrehungs-
    fed,ern 23 (eine davon im rechten Teil der Abb, i
    dargestellt) über Federende 2'4, Schlitz 25 ein Dreh-
    moment entgegen dein Uhrzeigersinn um Achse 22
    erzeugt wird, wodurch sich der Handhebel 21 mit
    :einer unteren Frontkante 26 gegen zwei Anschläge
    27 legt, die in geeigneter Weise auf der Grund-
    platte i unverrückbar befestigt sind. Das andere
    Ende 28 jeder der beiden Verdrehungsfedern 23
    legt sich jeweils unter einen nach rückwärts gerich-
    teten Lapheil 29 der Heftstempel 4, wodurch diese
    in ihrer obersten Lage in Grundstellung gehalten
    werden, wobei einer der beiden Führungslappen 30
    eines jeden Heftstempels 4 sich gemäß der Wir-
    kung der Verdrehungsfedern 23 gegen den An-
    schlagwinkel 31 legt und somit den korrespondie-
    renden Heftsteml)el in seiner Aufwärtsbewegung
    nach oben begrenzt. Jeder der Heftstempel 4 ist
    seinerseits durch die zwei seitlich rechts und links herausstehenden Führungslappen 30 in senkrecht stehenden Führungen 32 auf- und abwärts verschiebbar gelagert (je einmal links außen und rechts innen zu sehen). Die beiden inneren Führungen 32 sind in nicht dargestellter Weise durch einen Steg 33 mit der Grundplatte i starr verbunden, während die beiden äußeren Führungen 32 mit den Führungswinkeln 3 an je einem rechts und links an der Außenseite der Grundplatte i befindlichen Lappen 34 in nicht dargestellter Weise durch Schrauben od. dgl. befestigt sind. Unterhalb jedes Heftstempels 4 ist in einem entsprechenden funktionsmäßig bedingten senkrechten Abstand, jeweils den entsprechenden zugeordneten Lochstempel 2 mit der vordersten in Wirkstellung befindlichen Klammer umschließend, je ein Heftklammerzuführer 35 angeordnet, wobei in Abb. i zunächst nur die beiden Heftklammerblöcke 37 dargestellt sind. Der Heftklammerzuführer 35, der in Abb. 3, 5, 6 und 7 näher erläutert wird, befindet sich mit seinem dem jeweiligen Lochstempel 2 zugewandten Ende in funktionsbedingtem senkrechtem Abstand über der korrespondierenden Matrizenplatte 6, so daß, wenn alle Teile die oben beschriebene Grundstellung innehahen, das zu lochende Schriftgut einzeln oder in mehreren Lagen unter die Heftklammern 36 und damit unter die Lochstempel z gelangen kann und so weit in diesen Locher eingelegt wird, wie es der Anschlag 38 gestattet. Dieser Anschlag 38 bestimmt den seitlichen Abstand der Heftlochungen von der linken senkrechten Papierkante und ist in üblicher Weise mit einem Zeiger versehen (nicht näher dargestellt), der den Mitten-abstand zwischen beiden Lochstempeln 2 angibt und daher ein symmetrisches Lochen der jeweilig verschieden großen Schriftguthogenhöhen ermöglicht.
  • Die in Abb.2 dargestellte Heftklammer 36 gemäß der Erfindung, die aus rundem oder flachem, zum Heften geeigneten Material von entsprechender Biege- und Zugfestigkeit hergestellt werden kann, besteht gemäß der dargestellten Ausführungsform aus einem waagerecht liegenden, winklig geformten Hauptteil 39, dessen Enden 40 um 90° zu dieser Bezugsebene nach unten abgebogen sind. Diese nach unten abgebogenen Enden 40 werden beim Heruntergehen des senkrecht darüberstehenden, darauf einwirkenden Heftstempels 4 von entsprechendem Profil durch ,das zu lochende Material hindurchgedrückt und im weiteren Verlauf dieses Vorganges durch die in wirkungsmäßig bedingter Form auf .der Lochmatrize 6 angeordnete Heftkerben 7 derart umgebogen, daß die betreffende Heftklammer 36 ihre feste unverrückbare Lage am Rande der jeweiligen Lochung und deren nähere Umgebung erhält. Aus Abb.4 ist ersichtlich, in welcher Weise die Heftklammern sich um die Lochungen legen und dort mittels der um 9o° nach unten abgebogenen Enden 40 in dem betreffenden gelochten Material fest verankert werden. Die als Ausführungsbeispiel gewählte Form der Heftklammern umschließt das jeweilige Loch in Richtung der größten Zugbeanspruchung umfangmäßig etwa zur Hälfte, wobei der halbrunde, waagerecht liegende Teil 4i der Heftklammern 36, welcher sich der Rundung des zur Verwendung kommenden Lochstempels 2 genau anpaßt, schließlich tangential mit der Lochung zu beiden Seiten an der Lochung vorbei um ein Stück weiter verläuft und mittels der um 9o° nach unten umgebogenen Enden 4o in genügender Entfernung von der jeweiligen Lochung der betreffenden Klammer 36 einen festen Halt in dem gelochten Material gibt.
  • Es ist offensichtlich, daß durch die Benutzung solcher um den Lochrand in Richtung der größten Zugbeanspruchung in dem gelochten Material fest verankerten Klammern 36 der Lochrand des 11aterials selbst durch Stifte oder Bänder der Schriftgutablagen, z. B. Ordnungs- oder Einheftemappen, in keiner Weise beansprucht wird und die gesamte Belastung im Mittelteil der Klammer, z. B. Beanspruchung durch die unmittelbare mechanische Berührung mit der. mehr oder minder kantig profilierten Lochaufnehmern der Ordnungsmappen, durch Komponente derjenigen Zugkräfte, die sich auf die die einzelnen Lochungen umgebenden Materialpartien auswirken könnten usw., durch die Klammer 36 vollständig aufgenommen wird.
  • Vorliegende Ausführungsform der Heftklammer 36 hat den. Vorteil, daß die Klammern im gestanzten und gebogenen Zustand einzeln hintereinandergereiht und durch schnell härtende Haftsubstanzen, z. B. Kollodium, in üblicher Weise zu Heftklammerblöcken 37 zusammengefaßt werden können, wie es bei den üblichen, im U-Profil gebogenen, zum Stande der Technik gehörenden geraden Heftklammern der Fall ist, so daß man jene genau wie diese, je nach Bedarf, in den dafür vorgesehenen, weiter unten erläuterten Heftklammerzuführer 35 benutzungsfertig einsetzen kann.
  • Abb.3 zeigt nun einen von oben gesehenen vergrößerten Teilabschnitt des Heftklammerzuführers 35 mit einem darin befindlichen Heftklammerblock 37. In einem U-förmig gebogenen Teil 42 dieses Zuführers (s. auch Abb. 7), welcher unten geschlossen ist, wird) der Heftklammerblock 37 durch die Wirkung eines Druckstückes 43 mittels der Feder 44 in Richtung auf den Lochstempel 2 geschoben, der in Abb. 3 im Schnitt dargestellt ist. Die Begrenzung der vordersten dem Lochstempel 2 zunächstliegende und umschließende Klammer 36 geschieht durch die am Zuführer 35 vorgesehenen Begrenzungslappen 45, die die vorderste Klammer 36 in eine solche Lage gegenüber dem zugeordneten Lochstempel 2 halten, daß keine unerwünschte Reibung zwischen dem halbrunden Teil 41 der Klammer 36 und dem Lochstempel 2 beim Arbeitsvorgang entstehen kann. Sobald beim Abwärtsgang des jeweiligen Heftstempels 4 die vordere am Block 37 sitzende Heftklammer 36 aus ihrem Verband gelöst, in das betreffende Material gedrückt und der Heftvorgang beendet ist, wird durch die Wirkung der Feder 44 und des Druckstücks 43 der Heftklammerblock 37 um eine Klammerstärke weiter vorgeschoben, und die nächste nunmehr vordere Klammer gelangt in Wirkungsbereitschaft. Der wirksame untere Teil jedes der Heftstempel 4 ist entsprechend der Form cl"es waagerechten Teils 39 der Heftklammer 36 in bezug auf Stärke, Ausdehnungen und Gestalt entsprechend profiliert und bemessen, so daß von jedem der heruntergehenden Heftstemp-el4 immer nur eine, und zwar die vorderste Heftklammer 36, erfaßt und durch das zu lochende Material gedrückt wird. Die an dem Zuführer 35 sitzenden Lappen 45 dienen dabei auf der einen Seite des zugehörenden heruntergehenden Heftstempels 4 als Führung für diesen, während auf der Gegenseite ein entsprechend geformter Gegenhalter 46 vorgesehen ist, der am äußersten Ende eines in der Mitte des Zuführers 35 unterhalb des Heftklammerblocks 37 liegenden, sich in Längsrichtung des Zuführers erstreckenden Stabes 47 befestigt ist. Auf diesem Stab 47 ist die auf das Druckstück 43 wirkende Feder 44 lose angeordnet, die mit ihrem dem Druckstück 43 entgegengesetzten Ende gegen eine Querleiste 48 anliegt, mit welcher gleichzeitig der Stab 47 an seinem hinteren Ende fest verbunden ist (s. Abb. 3 und 5).
  • Der in Abt). 6 für einen Lochstempel 2 in der Seitenansicht dargestellte Heftklamnierblockzuführer 35 ist an seinem rückwärtigen Ende in senkrecht stehenden Haltern 49 durch Stifte 50 schwenkbar gelagert und wird durch eine Blattfeder 51, die bei 52 mit der Grundplatte 53 des Halters 49 fest verbunden ist, von unten her mit dem sich in der vordersten wirksamen Stellung befindlichen Heftklammerblockal>schnitt gegen den mit ihm zusammenwirkenden Heftstempel 4 ge-,drückt, so daß die vorderste in Wirkungsbereitschaft befindliche Heftklammer 36 eines jeden Blocks 37 genau unter dem zugehörenden Heftstempel 4 zu liegen kommt. Die Grundplatte 53 ist mit dem darauf schwenkbar gelagerten Heftklammerblockzuführer 35 nach hinten verschiebbar (nicht besonders dargestellt) in der Hauptgrundplatte i angeordnet, so daß jeweils nach vollständigem Verbrauch der eingesetzten Heftklaminerblöcke 37 neue eingesetzt werden können, indem man den Schieber 53 mit dein gesamten Heftklammerzuführer 35 aus dem Bereich der Loch- und Heftstempel (2 bzw. 4) zurückzieht, die Druckstücke 43 entgegen der Wirkung ihrer Federn 44 in den Zuführern 35 zurückdruckt und die neuen Heftklainnierblöcke 37 von ol:en einsetzt. Nachdem die Schieber 53 wieder in ihre alte Lage gebracht «-orden sind, ist der Locher erneut gebrauchsfertig. Unterhall> der Lochmatrizen 6 befindet sich in der Grundplatte i ein kleiner Kasten 54, der die Lochungsabfälle aufnimmt und in üblicher Weise entleert werden kann.
  • Die Wirkungsweise eines derartigen Lochers nach dem Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung ist nun folgende: -Man bringt das zu lochende Schriftgut (einzeln oder in mehreren Blättern geschichtet, je nachdem, o1> Lochen mit Randverstärkung allein oder einschließlich Heftung gewünscht wird) in die entsprechende Lage unterhalb der Heftklammern 36 und der Lochstempel 2. Durch Druck auf den Handhebel =i, der damit uni die Achse 22 ,in 1'lirz-eigersinn verscliwenkt wird, wird mittels der Arme 20 und der Bolzen t9 eine Schwenkbewegung auf die nach unten gerichteten Arme 18 der Winkelhebel i i übertragen, die damit entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht werden. Die Betätigung des Handhebels 21 geschieht dabei entgegen der Wirkung der Federn 23, deren Enden 24 einmal in die rechts und links liegenden Schlitze 25 des Handhebels 21 und mit deren anderen Enden 28 unter die nach hinten gerichteten Lappen 29 der Heftstempel4 mit einer entsprechenden Vorspannung greifen. Bei der durch die Bewegung des Handhebels 21 einsetzenden :11>wärtsbewegung der Lochstempel 2, deren Bewegung mittels ihrer Stifte 9 durch die Schlitze io der waagerecht stehenden Arme der Winkelhebel i i von den Armen 2o des Handhebels 21 übertragen wird, gelangen zunächst die Lochstempel 2 mit ihren am unteren Ende befindlichen Schnittkanten auf das Papier und durchlochen dieses (reim Eintritt in die zentrisch darunterliegenden l3olirutigen 5 der Lochmatrizen 6. Im Laufe der Al)w.irtsl)ewegung der Lochstempel 2 gelangen die hallenförmigen nach unten gerichteten Teile 12 der waagerechten Arme der Winkelhebel i i auf die obere Fläche der jeweiligen darunterliegenden Heftstempel .4, wodurch diese, in ihren Führungen 3o-32 abwärts gleitend, -die weitere Abwärtsbewegung zusammen mit den Lochstempeln 2 gleichzeitig durchführen. Sobald der den Heftklammern 36 zugewendete entsprechend profilierte untere Teil der Heftstempel .4 auf die jeweilige in vorderster Stellung des Heftklammerblocks 37 befindliche Klammer 36 auftrifft, wird diese Klammer nunmehr ebenfalls nach unten bewegt und durch das Papier gedrückt, wobei, wie bereits oben erwähnt, die senkrecht nach unten stehenden Enden 4o der Klammern 36 durch die Heftkerben 7 umgebogen werden, und, somit die gewünschte Verankerung der Heftklammern um den Lochrand herum in entsprechender Entfernung von diesem durchgeführt wird. lki diesem Vorgang ist der Handhebel 21 in der am weitesten ausschwenkbaren Stellung angekommen, und nach Aufhebung des Drucks auf diesen Handhebel 21 gehen unter Wirkung der Feder 15 sowie der leiden Federn 23 sämtliche bcwegten Teile in ihre Ausgangslage zurück, und sobald die nach oben zurückgehenden Heftstempel 4 die obere Kante des jeweiligen Heftklammerblocks 37 verlassen haben, werden unter Wirkung der Federn .4,4 neue Heftklammern 36 in die Wirklage am Lochstempel 2 geschoben, so daß der kombinierte Loch- und Heftvorgang nunmehr wiederholt werden kann, Eine Deckplatte 55 am vorderen dem jeweiligen Heftstempel 4 gegenüberliegenden Teil des Zuführers 35 verhindert, daß durch die an der vordersten Heftklammer 36 möglicherweise auftr.:ten@de Reibung durch :Metallgrat an den Heftklammern der Block 37 beim Zurückgehen des Heftstempels mit nach oben genommen werden kann.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Kombinierte Loch- und Hefteinrichtung für Papierblätter od. dgl., mit deren Hilfe die Blätter gelocht und gleichzeitig die Lochränder zur Entlastung von mechanischen Beanspruchungen und zum Zusammenheften aller Einzelblätter während des Lochvorganges durch Heftmittel eingeschlossen und verstärkt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Heftmittel aus Drahtklammern bestehen, die neben dem Loch in dem gelochten Material verankert werden.
  2. 2. Kombinierte Loch- und Hefteinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Verwendung kommenden fertig gestanzten und gebogenen Heftklammern (36) in Wirkstellung die Lochstempel (2) in der senkrecht zu diesen verlaufenden Ebene teilweise umschließen und ihre nach außen stehenden Schenkel (3'9) sich tangential zum Lochrand darüber hinaus weiter erstrecken und daß ferner diese Heftklammern durch geeignete Haftmittel, z. B. Kollodium, zusammengehalten und als Ganzes, z. B. als Heftklammerblock (37), klammerweise selbsttätig an den Heftstempel (4) herangeführt werden.
  3. 3. Kombinierte Loch- und Hefteinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Lochvorgang dem im gleichen Arbeitsgang erfolgenden Heftvorgang um einen solchen Zeitraum vorauseilt, daß der Lochstempel (2) den ihn zu einem Teil umschließenden Heftstempel (4) beim Heftvorgang derart unterstützt, daß ein Ausweichen der Heftklammer (36) oder/und des Heftstempels (4) während des Umbiegens der senkrecht nach unten ragenden Enden (4o) verhindert wird.
DEB1818A 1950-01-31 1950-01-31 Kombinierte Loch- und Hefteinrichtung Expired DE808466C (de)

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DEB1818A DE808466C (de) 1950-01-31 1950-01-31 Kombinierte Loch- und Hefteinrichtung

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DE808466C true DE808466C (de) 1953-06-25

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ID=6952450

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DEB1818A Expired DE808466C (de) 1950-01-31 1950-01-31 Kombinierte Loch- und Hefteinrichtung

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DE (1) DE808466C (de)

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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