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Kombinierte Loch- und Hefteinrichtung
Die Erfindung bezieht sich auf ein Lochgerät mit |
einem oder mehrerenLochstempeln,wie es beispiels- |
wei#e in der Force eines sogenannten Aktenlochers |
in den Büros der Industrie, des Handels und Ge- |
w-erl@cs, hei Behörden und anderen Dienststellen zur |
Lochurig von Schriftgut aller Art in verschiedener |
I,'orni und Gestalt im Gebrauch ist. |
Derartiges Schriftgut (Briefe, Geschäftspapiere, |
l)clidrdliclie Akten, u. (1-l.), gelangt nach der mit |
den lrislier bekannten Aktenlochern erfolgten üb- |
lichen Lochung in die mit runden Stiften oder |
flachen Metallbändern versehenen Ordnermappen, |
um dort in bekannter Weise aufbewahrt zu werden. |
Bei der häufigen, sich über Jahre erstreckenden Be- |
nutzung dieser Ordnermappen zum Zwecke des |
Auflxwahrens von Schriftgut der verschiedensten |
\rt, die für bestimmte Geschäftsvorgänge wieder- |
holt benötigt und herausgesucht werden, ergibt sich |
darrrc, claß durch <las häufige Blättern in dem in |
scrlclreri Ordnern untergebrachten Schriftgut viele |
der darin enthaltenen Blätter an den gelochten Stellen ausgerissen sind und schließlich
nicht mehr ohne besondere Hilfsmittel erneut eingeordnet werden können, während
andere stark deformierte Löcher aufweisen, welche ebenfalls bald ausreißen können
und daher der Gebrauch solcher Schriftgutablagen eine mühselige, zeitraubende und
unerfreuliche Angelegenheit ist. Dieser Übelstand hat dazu geführt, daß man mit
Hilfe von Papierringen oder ähnlichen dünnen Lochrandverstärkern oder Verstärkungsgeräten
versucht, derart an den Löchern ausgerissene oder beschädigte Blätter so weit wieder
herzurichten, daß eine ordnungsgemäße Ablage erneut erfolgen kann.
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Es sind nun auch sogenannte Verstärkungslocher für die Lochung von
Schriftgut aller Art, z. B. Akten od. dgl., bekanntgeworden, bei denen vor oder
während des eigentlichen Lochvorganges an den zu lochenden Stellen des Schriftgutes
geeignete, die Lochkanten verstärkende Mittel in Form von
Streifen,
Ringen oder Ösen. aus Papier, Textilien oder anderem nichtmetallischen oder metallischen
Werkstoff in geeigneter Weise, z. B. durchLeimung, befestigt werden, welche dann
beim Lochvorgang nachträglich gelocht werden oder schon vorher gelocht sind. Auch
sind Locher bekannt, bei denen eine Lochrandverstärkung durch Falzen oder Riffeln
des denLochrand umgebendenMaterials, durch Auftragen von schnellhärtenden, leimenden
oder klebenden Mitteln um den Lochrand herum ermöglicht werden soll. Die mit solchen
Lochern erzielte Loch randverstärkung hat jedoch verschiedene Nachteile, z. B. ungenügende
Dauerlochrandverfestigung, besonders für das Schriftgut in solchen Ordnermappen,
bei denen dünne, fast scharfkantige Metallbänder Verwendung finden, verhältnismäßig
hoher Materialaufwand für die Lochrandverstärkung, zu starkes Auftragen der Lochrandverstärker
bei geschichtetem Schriftgut, allmähliches Lösen oder Abplatzen der verstärkenden
Schicht am Lochrand usw.
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Die Erfindung vermeidet derartige Nachteile solcher zum Stande der
Technik gehörenden Verstärkungslocher durch die Verwendung der gemäß der Erfindung
besonders geformten, einfachen und billigen Drahtklammern, welche sich schnell und
genau um den beanspruchten Teil des Lochrandes mit großer Sicherheit befestigen
lassen, wobei ein sehr geringer Materialaufwand und ein niedriger Kostenanteil je
Lochverstärkung ermöglicht wird. Ein Lösen, Abblättern oder Abfallen der Lochrandverstärkung
ist beim Gegenstand der Erfindung nahezu unmöglich. Die Drahtklammer nimmt darüber
hinaus jede mechanische unmittelbare oder mittelbare Beanspruchung durch die in
die Lochung eintretenden Stifte oder Bänder ebenso auf wie eine solche auf den den
Lochrand umgebenden Teil des Schriftgutes. Der auf diese Weise mit dem Gegenstand
der Erfindung erzielte Fortschritt ist daher erheblich.
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Mit dem Locher gemäß der Erfindung wird jedoch darüber hinaus noch
ein weiterer Fortschritt von beachtenswerter Höhe erzielt, der dadurch gegeben ist,
daß mittels der bei diesem Locher erfindungsgemäß zur Verwendung kommenden Drahtklammern
zum Zwecke der Lochrandverstärkung auch gleichzeitig das Zusammenheften mehrerer
gelochter Blätter bei dem Lochvorgang erfolgt, so daß also ein zusätzliches Zusammenheften
von Einzelblättern eines Aktenstückes od. dgl. mittels eines besonderen Heftapparates
ebenfalls überflüssig wird. Da diese erfindungsgemäßen Drahtklammern bei dem Ausführungsbeispiel
der Erfindung an jedem der Aktenlöcher zur Lochrandverstärkung vorgesehen sind,
ergibt sich somit gleichzeitig eine mehrfache Heftung mehrerer Schriftgutblätter
beim Lochvorgang. Im Gegensatz zu dem Heftverfahren mittels der bekannten, im Handel
und Verkehr in üblicher Weise benutzten Drahthefter, bei denen meistens eine Heftung
am äußersten oberen Rand der Bogen besonders erfolgt, wird bei dem Gegenstand der
Erfindung in vorteilhafter Weise eine Mehrfachheftung an denjenigen Stellen der
Bogen erzeugt, an denen die meiste Beanspruchung beim Durchblättern und Umbiegen
der Blätter erfolgt, so daß ein aus mehreren Blättern bestelendes Schriftstück,
welches gewohnheitsgemäß, solange es sich im Geschäftsverkehr befindet, mit oder
ohne sogenannte Büroklammern oder anderen Hilfsmitteln zusammengehalten. ist, erst
auf diese Weise einen in sich geschlossenen sicheren Halt bekommt. Bei Akten, die
auf Grund behördlicher Vorschriften jahrelang aufzubewahren sind, bietet diese kombinierte
Loch-Heft-Vorrichtung ein betriebssicheres und vorteilhaftes organisationstechnisches
Mittel für die ordnungsgemäße Aufbewahrung solcher Akten oder anderer Schriftgutsammlungen,
und es ergibt sich somit durch die Erfindung ein zusätzlicher erheblicher Fortschritt.
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Der Erfindungsgegenstand wird zwar an einem der üblichen, mit zwei
Lochstempeln versehenen, durch Hand betätigten. Aktenlocher als Ausführungsbeispiel
beschrieben und dargestellt, jedoch ist die Erfindung hierauf nicht beschränkt und
kann daher auf Lochgeräte aller Art mit den verschiedensten Antriebsformen, für
Schriftgut oder andere gegenständliche, stoffliche Verbrauchs- und Benutzungsformen
mit einem oder einer Mehrzahl von Lochstempeln für die Herstellung von Löchern und
deren Randverfestigung innerhalb des Fertigungsprozesses von Verbrauchsgütern der
mannigfaltigsten Art, z. B. Papier-, Textil-, Leder-, Kunststoffwaren sowie zur
Lochrandverfestigung für dünne Metallfolien, Filme für fotografische Aufnahmen und
Reproduktionen, Papierbänder oder Blätter zur Registrierung und Übermittlung von
Nachrichten oder graphischen Darstellungen oder Niederschriften von Größen, die
z. B. in Druck- und Vervielfältigungs-, Registrier- oder Schreib-, Rechenmaschinen
und Geräten zur Verwendung kommen, erfolgreich eingesetzt werden.
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Im folgenden wird,das Wesen der Erfindung beispielsweise an Hand eines
sogenann.ten Aktenlochers erläutert und in den nachstehend verzeichneten Abbildungen
dargestellt, und zwar zeigt Abb. i eine schaubildliche Darstellung der Hauptbestandteile
eines solchen Lochers, Abb. 2 eine schaubildliche Darstellung einer einzelnen erfindungsgemäß
ausgebildeten Drahtklammer, wie sie vorzugsweise bei dem in der Beschreibung erläuterten
Beispiel zur Verwendung kommt, Abb. 3 eine Teileinsicht von oben auf einen Heftklammerzuführer,
Abb. 4 die Draufsicht auf den Abschnitt eines Papierbogens, der mit dem Gegenstand
der Erfindung gelocht und mit den erfindungsgemäßen Drahtklammern versehen worden
ist und die Lochungen mit den Heftklammern in anschaulicher Weise zeigt, Abb. 5
eine Teilansicht vom vorderen Ende eines Heftklammerzuführers, Abb.6 eine Seitenansicht
eines Heftklammerzuführers gemäß der Erfindung, Abb. 7 einen Querschnitt desselben
Gegenstandes mit der rückwärtigen Ansicht des Heftklammerzuführers gemäß Schnitt
C-D.
Auf einer Grundplatte i (s. Abb, 1) befinden sich |
im vorderen Teil zwei runde Lochstempel 2 von |
üblichem Durchmesser, die entsprechend dem für |
solche Zwecke vorgesehenen Lochabstand auf dieser |
Grundplatte mit der gleichen Entfernung von einem |
Papierrandanschlag funktionsbedingt angeordnet |
sind. Jeder dieser Lochstempel 2 ist senkrecht so- |
wohl im Lagerwinkel 3 (nur beim linken Loch- |
stempel 2 zu sehen) als auch in den Heftstempel- |
führungen ,4 verschiebbar und kann im herunter- |
bewegten Zustand in die runden Nfatrizenlöcher 5 |
der Matrizenplatten 6 zentrisch eintreten und da- |
durcli den eigentlichen Schneidevorgang der |
Lochung im Papier bewirken. Die Matrizen- |
platten 6 weisen außer dieser Matrizenlochung 5 |
noch je zwei Heftkerben 7 auf und sind in geeig- |
neter Weise auf der Grundplatte i unverrückbar |
befestigt. Jeder der Lochstempel 2 ist am oberen |
Ende mit einem Flachstück 8 versehen, aus dem |
sich seitwärts ein Stift 9 erstreckt, welcher bei |
jedem d-er beiden Lochstempel in einen Schlitz io |
des zugehörigen Winkelhebels ii eingreift und so- |
mit eine Abwärtsbewegung des korrespondierenden |
Lochstempels 2 veranlaßt, sobald die auf Achse 13 |
schwenkbar gelagerten Winkelhebel iieine Drehung |
entgegen (.lern Uhrzeigersinn durchführen, wobei |
die Achse 13 in nicht dargestellter Weise auf der |
Grundplatte i fest angeordnet ist, Das Flachstück 8 |
eines jeden Lochstempels 2 legt sich in Grund- |
stellung der I_oclisteml)el mit der Oberkante gegen |
die Unterseite des entsprechenden Lagerwinkels 3. |
Die Loclisteniliel 2 werden in dieser Grundstellung |
dadurch gehalten, daß an jedem der beiden Winkel- |
liebel i i das gespannte Ende 14 einer um die Achse |
13 angeordneten Verdrehungsfeder 15 angreift, |
deren Längenmitte in Form eines Drahtbügels 16 |
unterhalb eines an der Grundplatte i fest angeord- |
lieten Lappens 17 gelegt ist und damit die Feder 15 |
gespannt halt. Die nach unten zeigenden Arme 18 |
der Winkelhebel i i stehen durch die Bolzen i9 in |
Wirkungsverbindung mit den nach oben zeigenden |
Armen 2o des bügelförmigen -doppelarmigen Hand- |
hebels 21, welcher auf der Grundplatte i um |
Achse 2 in geeigneter Weise schwenkbar gelagert |
ist und dadurch in Grundstellung gehalten wird, |
daß durch die Wirkung der beiden Verdrehungs- |
fed,ern 23 (eine davon im rechten Teil der Abb, i |
dargestellt) über Federende 2'4, Schlitz 25 ein Dreh- |
moment entgegen dein Uhrzeigersinn um Achse 22 |
erzeugt wird, wodurch sich der Handhebel 21 mit |
:einer unteren Frontkante 26 gegen zwei Anschläge |
27 legt, die in geeigneter Weise auf der Grund- |
platte i unverrückbar befestigt sind. Das andere |
Ende 28 jeder der beiden Verdrehungsfedern 23 |
legt sich jeweils unter einen nach rückwärts gerich- |
teten Lapheil 29 der Heftstempel 4, wodurch diese |
in ihrer obersten Lage in Grundstellung gehalten |
werden, wobei einer der beiden Führungslappen 30 |
eines jeden Heftstempels 4 sich gemäß der Wir- |
kung der Verdrehungsfedern 23 gegen den An- |
schlagwinkel 31 legt und somit den korrespondie- |
renden Heftsteml)el in seiner Aufwärtsbewegung |
nach oben begrenzt. Jeder der Heftstempel 4 ist |
seinerseits durch die zwei seitlich rechts und links herausstehenden Führungslappen
30 in senkrecht stehenden Führungen 32 auf- und abwärts verschiebbar gelagert
(je einmal links außen und rechts innen zu sehen). Die beiden inneren Führungen
32 sind in nicht dargestellter Weise durch einen Steg 33 mit der Grundplatte i starr
verbunden, während die beiden äußeren Führungen 32 mit den Führungswinkeln 3 an
je einem rechts und links an der Außenseite der Grundplatte i befindlichen Lappen
34 in nicht dargestellter Weise durch Schrauben od. dgl. befestigt sind. Unterhalb
jedes Heftstempels 4 ist in einem entsprechenden funktionsmäßig bedingten senkrechten
Abstand, jeweils den entsprechenden zugeordneten Lochstempel 2 mit der vordersten
in Wirkstellung befindlichen Klammer umschließend, je ein Heftklammerzuführer 35
angeordnet, wobei in Abb. i zunächst nur die beiden Heftklammerblöcke 37 dargestellt
sind. Der Heftklammerzuführer 35, der in Abb. 3, 5, 6 und 7 näher erläutert wird,
befindet sich mit seinem dem jeweiligen Lochstempel 2 zugewandten Ende in funktionsbedingtem
senkrechtem Abstand über der korrespondierenden Matrizenplatte 6, so daß, wenn alle
Teile die oben beschriebene Grundstellung innehahen, das zu lochende Schriftgut
einzeln oder in mehreren Lagen unter die Heftklammern 36 und damit unter die Lochstempel
z gelangen kann und so weit in diesen Locher eingelegt wird, wie es der Anschlag
38 gestattet. Dieser Anschlag 38 bestimmt den seitlichen Abstand der Heftlochungen
von der linken senkrechten Papierkante und ist in üblicher Weise mit einem Zeiger
versehen (nicht näher dargestellt), der den Mitten-abstand zwischen beiden Lochstempeln
2 angibt und daher ein symmetrisches Lochen der jeweilig verschieden großen Schriftguthogenhöhen
ermöglicht.
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Die in Abb.2 dargestellte Heftklammer 36 gemäß der Erfindung, die
aus rundem oder flachem, zum Heften geeigneten Material von entsprechender Biege-
und Zugfestigkeit hergestellt werden kann, besteht gemäß der dargestellten Ausführungsform
aus einem waagerecht liegenden, winklig geformten Hauptteil 39, dessen Enden 40
um 90° zu dieser Bezugsebene nach unten abgebogen sind. Diese nach unten abgebogenen
Enden 40 werden beim Heruntergehen des senkrecht darüberstehenden, darauf einwirkenden
Heftstempels 4 von entsprechendem Profil durch ,das zu lochende Material hindurchgedrückt
und im weiteren Verlauf dieses Vorganges durch die in wirkungsmäßig bedingter Form
auf .der Lochmatrize 6 angeordnete Heftkerben 7 derart umgebogen, daß die betreffende
Heftklammer 36 ihre feste unverrückbare Lage am Rande der jeweiligen Lochung und
deren nähere Umgebung erhält. Aus Abb.4 ist ersichtlich, in welcher Weise die Heftklammern
sich um die Lochungen legen und dort mittels der um 9o° nach unten abgebogenen Enden
40 in dem betreffenden gelochten Material fest verankert werden. Die als Ausführungsbeispiel
gewählte Form der Heftklammern umschließt das jeweilige Loch in Richtung der größten
Zugbeanspruchung umfangmäßig
etwa zur Hälfte, wobei der halbrunde,
waagerecht liegende Teil 4i der Heftklammern 36, welcher sich der Rundung des zur
Verwendung kommenden Lochstempels 2 genau anpaßt, schließlich tangential mit der
Lochung zu beiden Seiten an der Lochung vorbei um ein Stück weiter verläuft und
mittels der um 9o° nach unten umgebogenen Enden 4o in genügender Entfernung von
der jeweiligen Lochung der betreffenden Klammer 36 einen festen Halt in dem gelochten
Material gibt.
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Es ist offensichtlich, daß durch die Benutzung solcher um den Lochrand
in Richtung der größten Zugbeanspruchung in dem gelochten Material fest verankerten
Klammern 36 der Lochrand des 11aterials selbst durch Stifte oder Bänder der Schriftgutablagen,
z. B. Ordnungs- oder Einheftemappen, in keiner Weise beansprucht wird und die gesamte
Belastung im Mittelteil der Klammer, z. B. Beanspruchung durch die unmittelbare
mechanische Berührung mit der. mehr oder minder kantig profilierten Lochaufnehmern
der Ordnungsmappen, durch Komponente derjenigen Zugkräfte, die sich auf die die
einzelnen Lochungen umgebenden Materialpartien auswirken könnten usw., durch die
Klammer 36 vollständig aufgenommen wird.
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Vorliegende Ausführungsform der Heftklammer 36 hat den. Vorteil, daß
die Klammern im gestanzten und gebogenen Zustand einzeln hintereinandergereiht und
durch schnell härtende Haftsubstanzen, z. B. Kollodium, in üblicher Weise zu Heftklammerblöcken
37 zusammengefaßt werden können, wie es bei den üblichen, im U-Profil gebogenen,
zum Stande der Technik gehörenden geraden Heftklammern der Fall ist, so daß man
jene genau wie diese, je nach Bedarf, in den dafür vorgesehenen, weiter unten erläuterten
Heftklammerzuführer 35 benutzungsfertig einsetzen kann.
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Abb.3 zeigt nun einen von oben gesehenen vergrößerten Teilabschnitt
des Heftklammerzuführers 35 mit einem darin befindlichen Heftklammerblock 37. In
einem U-förmig gebogenen Teil 42 dieses Zuführers (s. auch Abb. 7), welcher unten
geschlossen ist, wird) der Heftklammerblock 37 durch die Wirkung eines Druckstückes
43 mittels der Feder 44 in Richtung auf den Lochstempel 2 geschoben, der in Abb.
3 im Schnitt dargestellt ist. Die Begrenzung der vordersten dem Lochstempel 2 zunächstliegende
und umschließende Klammer 36 geschieht durch die am Zuführer 35 vorgesehenen Begrenzungslappen
45, die die vorderste Klammer 36 in eine solche Lage gegenüber dem zugeordneten
Lochstempel 2 halten, daß keine unerwünschte Reibung zwischen dem halbrunden Teil
41 der Klammer 36 und dem Lochstempel 2 beim Arbeitsvorgang entstehen kann. Sobald
beim Abwärtsgang des jeweiligen Heftstempels 4 die vordere am Block 37 sitzende
Heftklammer 36 aus ihrem Verband gelöst, in das betreffende Material gedrückt und
der Heftvorgang beendet ist, wird durch die Wirkung der Feder 44 und des Druckstücks
43 der Heftklammerblock 37 um eine Klammerstärke weiter vorgeschoben, und die nächste
nunmehr vordere Klammer gelangt in Wirkungsbereitschaft. Der wirksame untere Teil
jedes der Heftstempel 4 ist entsprechend der Form cl"es waagerechten Teils 39 der
Heftklammer 36 in bezug auf Stärke, Ausdehnungen und Gestalt entsprechend profiliert
und bemessen, so daß von jedem der heruntergehenden Heftstemp-el4 immer nur eine,
und zwar die vorderste Heftklammer 36, erfaßt und durch das zu lochende Material
gedrückt wird. Die an dem Zuführer 35 sitzenden Lappen 45 dienen dabei auf der einen
Seite des zugehörenden heruntergehenden Heftstempels 4 als Führung für diesen, während
auf der Gegenseite ein entsprechend geformter Gegenhalter 46 vorgesehen ist, der
am äußersten Ende eines in der Mitte des Zuführers 35 unterhalb des Heftklammerblocks
37 liegenden, sich in Längsrichtung des Zuführers erstreckenden Stabes 47 befestigt
ist. Auf diesem Stab 47 ist die auf das Druckstück 43 wirkende Feder 44 lose angeordnet,
die mit ihrem dem Druckstück 43 entgegengesetzten Ende gegen eine Querleiste 48
anliegt, mit welcher gleichzeitig der Stab 47 an seinem hinteren Ende fest verbunden
ist (s. Abb. 3 und 5).
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Der in Abt). 6 für einen Lochstempel 2 in der Seitenansicht
dargestellte Heftklamnierblockzuführer 35 ist an seinem rückwärtigen Ende in senkrecht
stehenden Haltern 49 durch Stifte 50 schwenkbar gelagert und wird durch eine Blattfeder
51, die bei 52 mit der Grundplatte 53 des Halters 49 fest verbunden ist, von unten
her mit dem sich in der vordersten wirksamen Stellung befindlichen Heftklammerblockal>schnitt
gegen den mit ihm zusammenwirkenden Heftstempel 4 ge-,drückt, so daß die vorderste
in Wirkungsbereitschaft befindliche Heftklammer 36 eines jeden Blocks 37 genau unter
dem zugehörenden Heftstempel 4 zu liegen kommt. Die Grundplatte 53 ist mit dem darauf
schwenkbar gelagerten Heftklammerblockzuführer 35 nach hinten verschiebbar (nicht
besonders dargestellt) in der Hauptgrundplatte i angeordnet, so daß jeweils nach
vollständigem Verbrauch der eingesetzten Heftklaminerblöcke 37 neue eingesetzt werden
können, indem man den Schieber 53 mit dein gesamten Heftklammerzuführer 35 aus dem
Bereich der Loch- und Heftstempel (2 bzw. 4) zurückzieht, die Druckstücke 43 entgegen
der Wirkung ihrer Federn 44 in den Zuführern 35 zurückdruckt und die neuen Heftklainnierblöcke
37 von ol:en einsetzt. Nachdem die Schieber 53 wieder in ihre alte Lage gebracht
«-orden sind, ist der Locher erneut gebrauchsfertig. Unterhall> der Lochmatrizen
6 befindet sich in der Grundplatte i ein kleiner Kasten 54, der die Lochungsabfälle
aufnimmt und in üblicher Weise entleert werden kann.
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Die Wirkungsweise eines derartigen Lochers nach dem Ausführungsbeispiel
gemäß der Erfindung ist nun folgende: -Man bringt das zu lochende Schriftgut (einzeln
oder in mehreren Blättern geschichtet, je nachdem, o1> Lochen mit Randverstärkung
allein oder einschließlich Heftung gewünscht wird) in die entsprechende Lage unterhalb
der Heftklammern 36 und der Lochstempel 2. Durch Druck auf den Handhebel =i, der
damit uni die Achse 22
,in 1'lirz-eigersinn verscliwenkt wird, wird
mittels der Arme 20 und der Bolzen t9 eine Schwenkbewegung auf die nach unten gerichteten
Arme 18 der Winkelhebel i i übertragen, die damit entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht
werden. Die Betätigung des Handhebels 21 geschieht dabei entgegen der Wirkung der
Federn 23, deren Enden 24 einmal in die rechts und links liegenden Schlitze 25 des
Handhebels 21 und mit deren anderen Enden 28 unter die nach hinten gerichteten Lappen
29 der Heftstempel4 mit einer entsprechenden Vorspannung greifen. Bei der durch
die Bewegung des Handhebels 21 einsetzenden :11>wärtsbewegung der Lochstempel 2,
deren Bewegung mittels ihrer Stifte 9 durch die Schlitze io der waagerecht stehenden
Arme der Winkelhebel i i von den Armen 2o des Handhebels 21 übertragen wird, gelangen
zunächst die Lochstempel 2 mit ihren am unteren Ende befindlichen Schnittkanten
auf das Papier und durchlochen dieses (reim Eintritt in die zentrisch darunterliegenden
l3olirutigen 5 der Lochmatrizen 6. Im Laufe der Al)w.irtsl)ewegung der Lochstempel
2 gelangen die hallenförmigen nach unten gerichteten Teile 12 der waagerechten Arme
der Winkelhebel i i auf die obere Fläche der jeweiligen darunterliegenden Heftstempel
.4, wodurch diese, in ihren Führungen 3o-32 abwärts gleitend, -die weitere Abwärtsbewegung
zusammen mit den Lochstempeln 2 gleichzeitig durchführen. Sobald der den Heftklammern
36 zugewendete entsprechend profilierte untere Teil der Heftstempel .4 auf die jeweilige
in vorderster Stellung des Heftklammerblocks 37 befindliche Klammer 36 auftrifft,
wird diese Klammer nunmehr ebenfalls nach unten bewegt und durch das Papier gedrückt,
wobei, wie bereits oben erwähnt, die senkrecht nach unten stehenden Enden 4o der
Klammern 36 durch die Heftkerben 7 umgebogen werden, und, somit die gewünschte Verankerung
der Heftklammern um den Lochrand herum in entsprechender Entfernung von diesem durchgeführt
wird. lki diesem Vorgang ist der Handhebel 21 in der am weitesten ausschwenkbaren
Stellung angekommen, und nach Aufhebung des Drucks auf diesen Handhebel 21 gehen
unter Wirkung der Feder 15 sowie der leiden Federn 23 sämtliche bcwegten Teile in
ihre Ausgangslage zurück, und sobald die nach oben zurückgehenden Heftstempel 4
die obere Kante des jeweiligen Heftklammerblocks 37 verlassen haben, werden unter
Wirkung der Federn .4,4 neue Heftklammern 36 in die Wirklage am Lochstempel 2 geschoben,
so daß der kombinierte Loch- und Heftvorgang nunmehr wiederholt werden kann, Eine
Deckplatte 55 am vorderen dem jeweiligen Heftstempel 4 gegenüberliegenden Teil des
Zuführers 35 verhindert, daß durch die an der vordersten Heftklammer 36 möglicherweise
auftr.:ten@de Reibung durch :Metallgrat an den Heftklammern der Block 37 beim Zurückgehen
des Heftstempels mit nach oben genommen werden kann.