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DE270875C - - Google Patents

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Publication number
DE270875C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
glue
sheet
bar
sheets
feed table
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT270875D
Other languages
English (en)
Publication of DE270875C publication Critical patent/DE270875C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B42BOOKBINDING; ALBUMS; FILES; SPECIAL PRINTED MATTER
    • B42CBOOKBINDING
    • B42C9/00Applying glue or adhesive peculiar to bookbinding
    • B42C9/0081Applying glue or adhesive peculiar to bookbinding applying adhesive to individual sheets for binding them together

Landscapes

  • Folding Of Thin Sheet-Like Materials, Special Discharging Devices, And Others (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 270875 KLASSE 11 c. GRUPPE
WILHELM VERBÜNT in DÜLMEN und WILHELM OSTERMANN in SCHWERTE.
Klebvorrichtung für Buchbinderzwecke. Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. November 1912 ab.
Die Erfindung ist eine Klebvorrichtung, die den Zweck hat, ein schnelles Ankleben von Einzel blättern1 an gefalzte Druckbogen zu ermöglichen, mittels deren man aber auch bei geeigneter Ausführung aufgeschlagene Bogen im Innern mit einem / schmalen Leimstreifen versehen kann.
Es sind zwar schon Apparate und Maschinen bekannt geworden, welche das angelegte
ίο Arbeitsstück durch schwenkbare Leisten mit einem Leimstreifen versehen sollen. Doch haben diese bekannten Einrichtungen alle den Nachteil, daß die leimspendende Leiste sich von oben her auf das Werkstück setzt. Infolgedessen kann nur dicker, zähflüssiger Leim zur Verwendung kommen, der eine starke, harte Kruste bildet und, da er in das Papier nicht eindringt, es zuläßt, daß man die zusammengeklebten Stücke leicht wieder trennen kann.
' Demgegenüber besteht das Wesentliche der Erfindung darin, daß die auf einem geschlitzten Tisch von beliebiger Form angelegten Bogen oder Blätter durch eine an sich bekannte, in Klebstoff getauchte, schwenkbare Leiste von unten her mit einem Leimstreifen versehen werden.
Durch dieses Arbeiten von unten her ist ein Abtropfen des Leims auf das Arbeitsstück ausgeschlossen. Es kann deshalb ein scharf begrenzter, schmaler Streifen von dünnflüssigster, in das Papier eindringender, nicht krustender Klebmasse angetragen werden, was mit den bekannten Vorrichtungen nicht möglich war.
Auf der Zeichnung ist· die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt, und zwar ist Fig. 1 ein Querschnitt durch die Leimauftragevorrichtung, während Fig. 2 einen Querschnitt durch die Anklebevorrichtung zeigt. Fig. 3 ist eine Draufsicht.
Die Vorrichtung besteht gewöhnlich aus zwei Teilen, der Leimauftrage- und der Klebmechanik, wovon letztere in je einer Ausführung zu beiden Seiten der Leimmechanik angeordnet sein kann. Auf einem Gestell α befindet sich ein Anlegetisch b, der durch den Leimbehälter c oder in beliebiger anderer Weise unterstützt und getragen sein kann, in seiner Fortsetzung beim Klebmechanismus jedoch frei überhängt. Der Anlegetisch b wird nach hinten durch einen Anschlag d begrenzt, doch findet sich zwischen diesem Anschlag und der Anlegetischkante s ein Spalt e. Der Leimbehälter ist mit einer Leimauftrageleiste f ausgestattet, die mittels des Hebels g so zu bewegen ist, daß sie einerseits in den Leim getaucht und anderseits innerhalb des Spalts e (zwischen Anlegetisch b und Anschlag d) unter den angelegten Bogen h gedrückt werden kann, wobei der Anschlag i als Widerlager dient. Das Anziehen des Hebels und der Leimauftrageleiste kann mittels des Gestänges k durch Fußtritt o. dgl. bewirkt werden. Das Zurückziehen des Hebels und der Leimauftrageleiste in die Ruhestellung kann durch beliebig an-
geordnete Federn geschehen. Zum Entfernen des überflüssigen Leims dienen die Abstreicher t.
Neben der Leimvorrichtung, unter dem Seiienflügel des Anlegetisches, dessen Platte b hier zweckmäßig freischwebt, befindet sich ein Blätterstapelträger m, der aus einer federnden, und durch eine Schraube η in der Höhe verstellbaren kleinen Tischplatte besteht. Über diesem Blätterstapelträger ist eine Leiste ο angeordnet, die durch das Gestänge p oder in anderer Weise mit dem Fußtritt verbunden ist, welcher den Hebel für die Leimvorrichtung bewegt. Diese Leiste wird durch die Schraubenfeder q in die Ruhelage zurückgezogen. Diese Feder kann gleichzeitig zum Zurückziehen des Hebels g dienen.
Das Arbeiten · mit der Vorrichtung geschieht in folgender Weise: Der Arbeiter legt den Bogen h, den er einem Stapel entnimmt, auf den Anlegetisch b und richtet ihn über der Leimauftrageleiste f nach Punkturen, Anschlägen o. dgl. aus, indem er das Blatt unter das Widerlager i gegen den Anschlag d stößt.
Durch einen Fußtritt, wird vermittels des Gestänges k der Hebel g bewegt und die Leimauftrageleiste f an den Bogen h gedrückt. Damit der durch den Bogen nicht bedeckte Raum des Widerlagers nicht mit Leim beschmutzt werden kann, kann dieses Widerlager in jedesmaliger Bogenbreite durch ein Stückchen Pappdeckel oder sonstwie aufgepolstert werden. Ist der Bogen h auf diese Weise mit einem Leimstreifen versehen, so wird er an dem Anschlag d entlang nach links unter die Anklebleiste und über den Blätterstapel r geschoben und dort ausgerichtet. Wenn nun der Arbeiter den zweiten Bogen leimt, bekommt der erste Bogen einen Druck mit der Leiste 0, der ihn auf das zu oberst liegende Blatt des Stapels drückt. Wird dann der geleimte zweite Bogen auf den Blätterstapel und unter die Leiste 0 gelegt, so wird dadurch der erste Bogen, der schon mit dem ersten Blatt verklebt ist, beiseite geschoben und abgelegt. Das Ablegen kann auch durch besondere Vorrichtungen besorgt werden. Soll der Bogen nicht, wie es in der Zeichnung dargestellt ist, flach auf das Blatt geklebt, sondem das Blatt umgeklebt werden, so ist der Anschlag für den Blattstapel zweckmäßig mit der Hinterkante des Anlegetisches b abschneidend anzuordnen, so daß die Blätter mit dem Rücken nach rechts gelegt werden können.
Entweder ist dieser Anschlag sowie die in Frage kommenden übrigen Teile (wie Stapel- und Druckleistenträger) zum Auswechseln oder Umsetzen einzurichten; oder aber es ist an jeder Seite der Leimauf tragvorrichtung eine Anklebvorrichtung anzubringen, wovon die eine zum Aufkleben und die andere zum Umkleben (Aushängen) der Blätter eingerichtet ist.
Es ist im Grunde genommen gleich, ob die Blätter oder die Bogen unten liegen, doch wird man zweckmäßig die Blätter unten stapein und die Bogen oben leimen, weil sich die stärkeren Bogen leichter mit den folgenden abschieben lassen.
Man kann mit der Leimauftragevorrichtung auch einen schmalen Streifen Leim in Bücher oder Bogen bringen, und dadurch z. B. die Heftfäden mit Leim tränken. In diesem Falle bekommt der Anlegetisch über' der Leimauftrageleiste zweckmäßig Sattelform und im Scheitel einen Schlitz, durch den die Leiste f durchtreten und in den Bogen gelangen kann.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Klebvorrichtung für Buchbinderzwecke, dadurch gekennzeichnet, daß die auf einem geschlitzten Tisch von beliebiger Form angelegten Bogen oder Blätter durch eine an sich bekannte, in Klebstoff getauchte, schwenkbare Leiste von unten mit einem Leimstreifen versehen werden. '
2. Klebvo!richtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie die Anbringung des Klebstoffstreifens auf den über die Kante eines Anlegetisches (b) weg gegen einen Anschlag (d) geschobenen und von oben durch ein Widerlager (i) gesicherten Bogen von unten her vermittels der schwenkbaren Leiste durch einen Spalt
(e) zwischen Tischplatte und Anschlag hindurch gestattet, und den auf dem Anlegetisch weiter verschobenen Bogen mit dem Hinterteil durch eine Leiste (0), die durch Fußtritt o. dgl. zugleich mit dem Leimleistenhebel niedergedrückt werden kann, auf das oberste Blatt eines mit dem Vorderteil unter dem Seitenflügel der Tischplatte (b) gelagerten Stapels preßt.
3. Kleb vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Anlegetisch die Form eines im First geschlitzten Sattels hat, um aufgeschlagene Bogen im Innern mit einem Leimstreifen versehen zu können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT270875D Active DE270875C (de)

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