DE748936C - Schaedlingsbekaempfungsmittel - Google Patents
SchaedlingsbekaempfungsmittelInfo
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- DE748936C DE748936C DEM151154D DEM0151154D DE748936C DE 748936 C DE748936 C DE 748936C DE M151154 D DEM151154 D DE M151154D DE M0151154 D DEM0151154 D DE M0151154D DE 748936 C DE748936 C DE 748936C
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Classifications
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01N—PRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
- A01N59/00—Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing elements or inorganic compounds
- A01N59/02—Sulfur; Selenium; Tellurium; Compounds thereof
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B27—WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
- B27K—PROCESSES, APPARATUS OR SELECTION OF SUBSTANCES FOR IMPREGNATING, STAINING, DYEING, BLEACHING OF WOOD OR SIMILAR MATERIALS, OR TREATING OF WOOD OR SIMILAR MATERIALS WITH PERMEANT LIQUIDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CHEMICAL OR PHYSICAL TREATMENT OF CORK, CANE, REED, STRAW OR SIMILAR MATERIALS
- B27K3/00—Impregnating wood, e.g. impregnation pretreatment, for example puncturing; Wood impregnation aids not directly involved in the impregnation process
- B27K3/52—Impregnating agents containing mixtures of inorganic and organic compounds
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Description
- Schädlingsbekämpfungsmittel Die Erfindung besteht darin, daß zum Schutz von Holz,.Papier, Faserstoffen u. dgl. gegen Schädlinge diese mit Lösungen folgender Mischungen bzw. Verbindungen behandelt werden, .die bestehen aus a) den schwer- oder unlöslichen Stoffen, die durch Einwirkung von starken Säuren auf Rhodansalze, besonders Rhodanammonium, entstehen, in der Hauptsache Xanthanwasserstoff, vgl. z. B. Meyer-Jakobsen, Lehrbuchder organischen Chemie (18g3) 1. Band, Seite 101q.. Der Xanthanwasserstoff hat die hruttoformel C2 H2 N2 S3; b) solchen Basen oder basisch reagierenden Stoffen, die mit :den unter a beschriebenen Stoffen lösliche, salzartige Verbindungen bilden und entweder flüchtig sind, vorzugsweise Ammoniak und Amine, oder unter der Einwirkung des Luft in schwer- oder unlösliche Verbindungen übergehen, vorzugsweise Calciumhydroxyd, Bariumhydroxyd; c) solchen wasserlöslichen Schwefelverbindungen, die imstande sind, Schwefel zu lösen, z. B. Ammoniumsulfid, Calciumsulfid, Strontiumsulfid. Von den Stoffen der Gruppe b und c braucht nur einer, es können aber aus einer oder beiden Gruppen auch mehrere zugegen sein. Vorteilhaft ist es, wenigstens je einen Stoff der Gruppe b und c zusammen anzuwenden.
- Um. nach der Behandlung des Holzes, der Faserstoffe u. dgl. ein rasches Unlöslichwerden der Mittel zu erzielen sowie Geruchsbelästigung tunlichst zu vermeiden, empfiehlt es sich, von den Stoffen der Gruppe c wesentlich weniger, meist nur 1/1o bis 1/" der Menge der Stoffe der Gruppe b anzuwenden.
- Die erfindungsgemäßen Mittel sind hauptsächlich gegen tierische Schädlinge, z. B. Nager und Insekten, weniger gegen Pilze wirksam. Es können deshalb noch andere geeignete, z. B. neutral oder alkalisch reagierende bekannte, gegen Pilzbefall wirksame Mittel hinzugefügt oder neben den erfindungsgemäßen Mitteln angewandt werden.
- Besonders vorteilhaft ist es, das Unlöslichmachen der erfindungsgemäßen Mittel dadurch hervorzurufen, daß man die zu schützenden Gegenstände oder Massen in einem zweiten Arbeitsgang mit solchen Säuren oder sauer reagierenden Salzen behandelt, die selbst eine Pilz- oder schädlingswidrige Wirkung besitzen.
- Schließlich können die Lösungen der -erfindungsgemäßen 'Mittel auch mit Phenol-Formaldehyd- oder Harnstoff-Formaldehvd-Kondensationsprodukten oder Gemischen dieser, die in Wasser oder überwiegend Wasser enthaltenden Lösungsmittelgemischen löslich sind, gemischt angewandt oder mit bekannten filmbildenden Anstrichmitteln emulgiert werden. Man erzielt auf diese Weise einen Schutz des Holzes, der Faserstoffe u. dgl. gegen Schädlings- und Pilzbefall und eine wisch-. Wasser- oder wetterfeste Schutzschicht.
- Die erfindungsgemäßen Mittel können nach bekannten Verfahren auf bzw. in die zu schützenden Gegenstände oder 'Tassen eingebracht «-erden, z. B. durch Anstrich, Bespritzen oder Tränken. bei Holz auch nach dem Vakuumdruck-, Impf- oder Schutzbindenverfahren.
- Wie bei anderen Schutzmitteln empfiehlt sich auch bei den erfindungsgemäßen Mitteln die Zugabe von Netzmitteln. wie Seife, Sulfitzellstoffablauge, Fettallcoholsulfonaten u. dgl. Der Vorteil der erfindungsgemäßen Mittel gegenüber den bekannten Mitteln besteht darin, daß sie wasserlöslich sind, nach dem Trocknen und unter der Einwirkung der Luft un- oder schwerlöslich werden, was durch Nachbehandlung mit Säuren oder sauer reagierenden Salzen noch unterstützt werden kann, infolge ihrer alkalischen Reaktion leicht in die zu schützenden Gegenstände oder Massen eindringen, sich mit filmbildenden Anstrichmitteln mischen oder emulgieren lassen und einer vielseitigen Anwendbarkeit fähig sind. Beispiele i. Zu i 7o cm3 wäßriger Ammoniaklösung, enthaltend 25 g NH3, werden io cm! einer Aminoniumsulfidlösung, die man durch Sättigen von Zoo joigem Ammoniak mit Schwefelwasserstoff erhält, hinzugefügt und dann unter schwachem Erwärmen d.o g Xanthanwasserstoff darin gelöst. Gegebenenfalls nach Abtrennen von den geringfügigen Mengen von Ungelöstem wird die Lösung zum Anstreichen oder Bespritzen von Holz mit der zwei- bis fünffachen, zum Tränken von Holz und Faserstoffen mit der vier- bis zehnfachen Menge Wasser verdünnt. Vor oder nach dem Verdünnen kann ein geeignetes Netzmittel, z. B. Sulfitzellstoffablauge, Seife, Fettalloholsulfonat, zugegeben werden.
- 2. Zu ioo cm3 einer 15o%igen Ammoniaklösung werden io em3 einer ebenfalls 15%igen Ammoniuinsulfi dlösung zugegeben, darin 25 g (berechnet auf Trockensubstanz) der gut ausgewaschenen Paste gelöst, die man durch Zusammenbringen von Schwefelsäure 6o° Be mit Rhodanammoniumlösung 4o"/oig unter guter Kühlung und Abfiltrieren des dadurch entstandenen Niederschlages erhält. Die Lösung der Paste in der Ainmoniali-Animonsulfid-Lösung wird mit Wasser auf 1 1 verdünnt, darin d.o g flußsaures Natrium und 5 g kieselflußsaures Natrium gelöst, gegebenenfalls von den geringfügigen Ausscheidungen abfiltriert und mit dieser Lösung Holz getränkt.
- 3. In .loo ein' einer io"f"igen Kalkmilch werden io g technisches Schwefelcalcium und dann .'o g (berechnet auf Trockensubstanz) der unter 2 beschriebenen Paste eingetrag:n; dann fügt man ioo em3 Sulfitzellstoftablauge hinzu und emulgiert mit einer Lösung aus 400 cm3 Lösungsbenzin, 150 g Harz und 42 g Wachs, gegebenenfalls nach Einrühren von geeigneter Farbe, z. B. Lithopone, Kasseler Braun, Eisenoxvdrot, Chromgrün. Das'Mittel wird zum Anstrich von Holz benutzt.
- .M. 2o g Bariumhydroxyd krist., 5 g Schwefelbarium und 15 g Yanthanwasserstoff werden gemischt, dann in einem geschlossenen Rührwerk mit 25o em3 Wasser 8 Stunden gerührt und vom Ungelösten abfiltriert. Mit dieser Lösung wird Holz gespritzt und am nächsten Tag mit einer 25oloigen Lösung von kieselflußsaurem Blei nachbehandelt.
- 5. 5o cm' einer unverdünnten Lösung nach Beispiel i werden zu einer Harzlösung, die man durch Kondensation von 6o g Harnstoff, io cm3 25"/"igem Ammoniak und ?oo cm-" handelsüblicher 3oo(oiger Formaldehydlösung erhält, zugegeben, Wollstoff damit getränkt, der Überschuß abgepreßt und nach dem Trocknen mit einer 5 "/" kieselflußsattres Kupfer und 3 °/" Kieselflußsäure enthaltenden wäßrigen Lösung gespritzt. Gegebenenfalls wird der Flüssigkeitsüberschuß abgepreßt und getrocknet. Damit ist der Wollstoff gegen Schädlings- und Pilzbefall geschützt.
Claims (6)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Schädlingsbekämpfungsmittel zum Schutz von Hölz, Faserstoffen, Papier u. dgl., bestehend aus a) den schwer- oder unlöslichen Stoffen, die durch Einwirkung von starken Säuren auf Rhodansalze entstehen, b) solchen Basen oder basisch reagierenden Verbindungen, die mit den Stoffen unter a lösliche Verbindungen bilden und entweder flüchtig sind oder unter der Einwirkung der Luft in un- oder schwerlösliche Verbindungen übergeben, und c) solchen wasserlöslichen Schwefelverbindungen, die imstande sind, Schwefel zu lösen.
- 2. Mittel nach Anspruch r, in dem die Menge der Stoffe der Gruppe b wesentlich größer ist als die der Gruppe c.
- 3. Mittel nach Anspruch z und 2, gekennzeichnet durch die Mitverwendung bekannter Schutzmittel, besonders solcher gegen Pilzbefall.
- Verfahren nach Anspruch i bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß eine Nachbehandlung der zu schützenden Gegenstände oder Massen mit solchen Säuren oder sauer reagierenden Salzen, die selbst eine schädlingswidrige Wirkung besitzen, vorgenommen wird.
- 5. Mittel nach Anspruch z bis 3, gekennzeichnet durch den Zusatz einer Emulsion mit filmbildenden Anstrichmitteln.
- 6. Mittel nach Anspruch r bis 4., gekennzeichnet durch die Mischung mit Phenol-Formaldehyd- oder Harnstoff-Formaldehyd-Kondensationsprodukten, die in Wasser oder überwiegend Wasser enthaltenden Lösungsmittelgemischen löslich sind. Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren keine Druckschriften in Betracht gezogen worden.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEM151154D DE748936C (de) | 1941-06-17 | 1941-06-17 | Schaedlingsbekaempfungsmittel |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEM151154D DE748936C (de) | 1941-06-17 | 1941-06-17 | Schaedlingsbekaempfungsmittel |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE748936C true DE748936C (de) | 1944-11-23 |
Family
ID=7336949
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DEM151154D Expired DE748936C (de) | 1941-06-17 | 1941-06-17 | Schaedlingsbekaempfungsmittel |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE748936C (de) |
-
1941
- 1941-06-17 DE DEM151154D patent/DE748936C/de not_active Expired
Non-Patent Citations (1)
Title |
---|
None * |
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