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DE748063C - Anlage zum ununterbrochenen Giessen von Metallen und Verfahren zum Betrieb der Anlage - Google Patents

Anlage zum ununterbrochenen Giessen von Metallen und Verfahren zum Betrieb der Anlage

Info

Publication number
DE748063C
DE748063C DEJ69789D DEJ0069789D DE748063C DE 748063 C DE748063 C DE 748063C DE J69789 D DEJ69789 D DE J69789D DE J0069789 D DEJ0069789 D DE J0069789D DE 748063 C DE748063 C DE 748063C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
metal
furnace
plant
plant according
cup
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEJ69789D
Other languages
English (en)
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed filed Critical
Priority to DEJ69789D priority Critical patent/DE748063C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE748063C publication Critical patent/DE748063C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D11/00Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths
    • B22D11/16Controlling or regulating processes or operations
    • B22D11/18Controlling or regulating processes or operations for pouring

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Continuous Casting (AREA)

Description

  • Anlage zum ununterbrochenen Gießen von Metallen und Verfahren zum Betrieb der Anlage
    nie rrfnidung bezieht sich auf eilte An-
    i;t,re '/.n111 unullterbrochem_^ll Gießen von 1Ie-
    tallen und auf ein Verfahren zuin Betrieb
    <Mieser Anlage. -
    Die meisten 1ü.talle und 1egieru ragen bit-
    den, sobald sie mit Luft in Beri.i.lirung konl-
    lnen. Ri.ichstJaide durch Oxydbildung, oder,
    wie beispielsweise stark. ililgilesiulllllaltine
    Legierungen, sie beginnen zu brennen. Hier-
    bei können Rückstiinae in so staAcetnhIaße
    auftreten, claß das Vergießen durch gesclllos-
    sehe Rohrleitungen, wie das llei einem ge-
    wissen Verfahren zum ununterbrochenen
    Stranggießen der Fall ist, durch Verstopfung
    fier Leitung unmöglich wird. Besonders leicht
    treten diese Nachteile auf, wenn heim un-
    unterbrochenen. Gießen ein Ofetlwechsel ver-
    genommen werden mnß, weil beine Wechsel
    di lblrlritmWcli zuni- «'arnhalteofen_ ker-
    laufen und erst wieder in Betrieb kommen,
    wenn eile :neuer Ofeit zuni 1#:utleeren zur 1`er-
    ffüguug steht und der inzwischen in Betrieb
    @`t#tunnmcuc Ofelt leergegossen ist. Ifierüher
    küuneii nachrege Stun:lcit ve r`ehen, und w:ill-
    read ilie>cr ,anzcli -zeit liiiissen 11:e leel't#11
    Steigrohre uni' hüseli auf Temperätnr ge-
    halten werden und neigen liierllei stark zti
    Verschmutzungen und Verstopfungen.
    Zweck der l?rtindang ist, eine Anlage zti
    schaffen, die ein ununterbrochenes Gieileit
    mit hOhNg oftnial:geni Ofenwechsel gestaltet
    und dabei mit @ieherüeit'@-crhin;lern läßt, daf)
    das 'Metall, wiihreild des. (jießelis 1(1c1- «':ili-
    rend des Ofenwechsels, ztiiitiiillrst in tlru
    7_uflußlcitttuen Init 1,u FL :11 Berührung
    kommt.
    Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde;
    zur Erreichung `dieses Zweckes die Rohr-
    leiturigen, die von den Ofen zur Gießdüse
    fuhren, ständig in niit 'Metall gefälltem Zu-
    stande zu halten., D:e @ös111tg dieser Auf #Talle
    bestellt grunds:itrlich darin, die Vllll den Öfen
    hominenden l@olirleitullgen \'t)rzttgs@@,eise an
    i'hreni Anfang cin-iein abschliel.lhar Cillzu-
    richten.
    I#a ist Bereits liekanüt. # zum Zwocke des
    Stmnggieiens ##-ei unter Druck setzbare
    (-)feit #mittels je einer I:eitung mit cler Ciel.l-
    liise zti verhindeu. l)i_se Altordnung, dient
    jedoch dein Zweck, iii die (@feli zwei \-rr-
    scllieder;ic Stoffe e:iizttfiillei1 und dann das
    \Iischcra-tlieser.Stutie in der Diese selbst vor-
    zunehmen. und es sind deshalb leide Öfen
    immer gleichzeitig auf die Gielkliise geschal-
    tet. Bei einem OfenwccIisel läuft clie zttge-
    höri-e Rohrleitung leer, und es treten die
    oben beschriebenen nachteiligen Erscheinun-
    gen auf, die bei einer Anlage gemäß der Er-
    findun- -iii1zlicli ausgeschaltet sind.
    Zweckmäßig sind die ltolirleitungen auf
    ihrer ganzen Lange mit eitler Beheizung ver-
    sehen. Die Abscdiließvorrichtungen für die
    Rohrleitungen werden vorztigsweis"e als selbst-
    tätige Ventile (RÜcl:scli.la,-#@-etitile) ausgeb:l-
    riet, welche die Leitungen nach außen ab-
    sperren, sobald in ihnen Überdruck herrscht.
    l'rn cdie Rohrleitungsanfänhe. die während des
    Betriebes in Schmelzbehälter eintauchen, wäh-
    rend des Behälterwechsels vor L:ifrieren zu
    schützen kann nach einem zusätzlichen Er-
    findungsmerkmal eine besondere, feste oder
    abnehmbare Heizvorrichtung vorgesehen sein,
    beispielsweise in Gestalt eines Bechers, wel-
    cher eine wärmeleiten_le Fliiss:-I:eit enthält.
    Der Becher kann auch druckdicht an den
    Rohrleitungsanfang anschließbar sein, urn
    durch Druckgabe die Leitung durchspülen zu
    können.
    Die Anlage gemäß der Erfindung wird nach
    einer bevorzugten Ausführungsform so einge-
    richtet, claß mehrere iif:n auf eine: Sanlmel-
    leitung arbeiten. Die Rohrleitungen von (den
    Schmelzöfen zu den Gießdüsen können außer-
    dein durch einen gemeinsamen \\'arinhalte-
    ofen geführt sein. Bei dein Betries> der erlin-
    dungsgemäßen Anlagen wird so verfahren.
    daß einer der Öfen derart unter Druck ge-
    setzt wird, daß das -Metall in die Form bzw.
    in den gemeinsamen Warinlialteofen Hießt
    und gleichzeitig die Leitungen zu den übrigen
    Schmelz- bzw. `Varmhalteöfen mit Metall ge-
    füllt und dann abgesperrt werden.
    Ausfiihrungsbeisp,iele der l'srfindung seien
    im folgenden an Hand der Zeichnungen er-
    läutert. In diesen zeigt
    Abb. i eine erste Ausführungsform einer
    Anlage zum tonunterbrochenen Gießen.
    Abb. a bis .I verschie._lene Ventilformen.
    A.bb. 3 eine Vorrichtung zum Warnildlten
    und Reinigen von Rohrleittin-sanfängell,
    Abb. 6 eine zweite Ausführungsform einer
    Anlage zum ununterbrochenen Gießen,
    Abb. 7 eine Abänderung der Anlage nach
    Abb. 6,
    Abb. 8 eine dritte Ausfi.ihrutigsforni einer
    Gieliatilage.
    Abli. o eine Einzelheit,
    .U'b. io eine frühere Art von .\nlaren finit
    auswechselbaren Warnilialtoüfen und
    Abb. i i eine Anlage nach dc#r Erlindwig
    finit auswechselbareil Warnihalteöfen.
    Gei der Ausführun-sforin nach .\1t1>. i ar-
    ltCitell zwei Warmhalteöfen auf eine Düse
    bzw. Form. In die Form r ragt eine Dii:e
    hinein, die sich in die beiden @citun:;cn 3
    und 4 gabelt. Letzere führen fast bis zum
    Boden je eines Tiegels 3 und h. wc#Iche in rlen
    Isolier- bzw. Heizrilänteln7,8 miter-ebracht
    sind und auf je einem ablenkbaren "fisch (), 1o
    stehen, so daß man die Tiere l nach Abs@#nken
    der Tische entfernen ninc1 durch andere. volle
    Tiegel ersetzen kann. Die -lälltcl;. 8 kötilleil
    druckdicht verschlossen werden und bilden
    mit den Tiegeln zusammen je einen \1'arin-
    halteofen, in welchem ilas Metall auf -leich-
    bleibender Temperatur gehalten wird.
    Die Steigrohre 3, 4. sind all ihren Anfiill"ttl
    mit Abschlußventilen 1i, 12 versehen. Diese
    können nach Art von @ücl;schlagventilen aus-
    gebilidet sein. In den Abb. 2 bis 4 sind drei
    verschiedene Ausfiilirun-sformen solcher Ven-
    tile in vergrößertem -Malistab dargestellt. Sie
    lassen die Schmelze nur in einer Richtung
    durch, während s,ie ein Zurückstrfinlen in der
    tinirel:elirteil Richtung verhindern. Nach der
    Erfindung kann die Schnielzc voni Ofen Bach
    der Düse fließen, umgekehrt aller nur bis zum
    Ventil, derart. daß die ganze Leitung mit
    flüssigem Metall gefüllt ist.
    Gemäß Ahb. z ist (las untere l:ncle der Lei-
    tullg 3 -durch eine Scheibe 13 mit ehier @reis-
    rtln(len Üttnung i+ abge,perrt. die als Sitz
    für den kugelförmigen Ventilkörper 1.5 rlient.
    Um ein -Mitnehmen des Ventilkürpc@rs beim
    \aclicil>enströnien der Schmelze zu verhin-
    dern, ist (die Ktigell)eivecrtni" durch einen
    Steg i3,; 1iegrenzt. Nach Abb. 3 ist (las l@ück-
    schlagvetitil ein Klappenventil finit sich nach
    innen öffnender Klappe ici, während nach
    Abb. 4 demselben Zweck ein Kegclvcitil finit
    Ventilkegel 17 dient.
    Die Steigrohre 3 und- .I :find mit fleiztul"en
    versehen, indem beispielsweise (las Ruhr selbst
    als Widerstandskörper in einen Str(nnkreis
    eingeschaltet ist ocker indem (las kolir mit
    Witlerstandsclralit umwickelt i_t. Dadurch
    kann (las Rohr bis- an seinen Anfang, vier in
    das geschmolzene Metall ini Tiegel taucht,
    auf Gießtemperatur gebracht und gehalten
    werden. Werden bei in -Mäntel ;, 8 einge-
    setzten Tiegeln die ini flüssigen -Metall ste@ell-
    den Rohrleitungen nicht ni:t einer eigenen Be-
    liei-r_tuig versehen, so kaiirr eine besmidere ab-
    nehmbare Heizuri" die d>eispielsiveise 'lach
    Abb. 3 ausgeführt sein kann, vorgesehen wer-
    den. Die dort dar-estollte lle#iztin#, hestclit
    aus einem Becher iS, (1r z. l3. elektrisch oder
    durch Glshrizuig auf (lcr @rfordcrl:chen
    Temperatur gehalten wer,leil kann. In dein
    Becher befindet ,ich als tviirtneleitencle d#lüs-
    si-keit entweder da3selbe Metall, das später
    vergoacn werden soll, oder eine andere
    Schinerze oder Flüssigkeit. wie gesclini(tlzeile,
    Salz, 01 o. dgl., welche :ich gerade für (las zii
    vel;@icßendc 'Metall besonders ei-net. Dieses
    13;1c1 bewirkt auch, daß ctw-a am Rolirlcitungs=
    :tllf;uig vorhandene. durch Hängenbleiben und
    I l\
    v<lieren voll -Metallreste'' gebildete Z.Tn-
    reini-keiten ab`rclöst werden.
    lall kann den Becher ib', auch so Cinrich-
    'lall er druckdicht an. Flanschen i9 des
    @tcigrohres an;esch#lossen und sohcictwxi#en
    St;il-un@eil eine Durchspülung des Steigohres
    furch Unterdrucksetzen des Bechers vorge-
    :it)nitnen werden kann.
    l)ie in den Abb. i 1a dargestellte Anlage
    @.vird wie folgt betrieben:
    Es sei angenonirnen, daß der Tiegel 5 in
    ICH Ofell 7 eingesetzt und niit Metall gefüllt
    ;:t. 1)ie Steinrohre 3, :4 lind die Düse 2 sind
    .Uli G:etitellllteratur geheizt. Der "l iegel ti ist
    :tus dem Ofen 8 entfccnt; über clen Anfang
    des Rohres d. ist ein Becher iS, der auf .Gieß-
    temperatur geheizt ist, gestülpt.
    [)er Ofen 7 wird zwecks Anfahrens der
    .\nlage unter Druck gesetzt, hierzu kann er-
    ioli-tIcrliclieiifalls ein neutrales Gas benutzt
    werden, worauf (las Metall durch Ventil i i
    Und Steigrohr- 3 nach der Düse 2 und von dort
    in die Form i fließt. Gleichzeitig fließt aber
    Metall auch weiter nach dein Steigrohr .4 und
    zur I:iiltrittsi,)tilliln,,- altt Anfang des Steig-
    rohres ... Der Leberdruck bewirkt clas Schlie-
    i.iell des \-eiltils 12: denn der I1-tick des zu-
    tließenden Metalls ist größer -als der Druck
    :in Becher iS. Da (las Stcigrolir d. -unter Druck
    :teilt und auf Gießtemperatur gehalten wird.
    bleibt es vollständig finit flüssigem 'letall ,l;e-
    i iil lt.
    Kurz bevor der Tiegel 5 leer ist, wird der
    % -alle Tiegel G in. den Ofen 8 eingeführt und
    unter Druck gesetzt, währen,' gleichzeitig der
    Druck ini Ofen 7 abgelassen wird. Das -Metall
    fließt nun aus dein Tiegel C durch Ventil 12,
    Steigrohr d. zur Düse ?, ferner durch: das
    Steigrohr 3 nach Ventil i i und schließt dieses.
    Daraufhin kann der Tiegel 5 ausgefahren und
    der Becher iS aufgesetzt werden, so daß das
    Steigroli,r 3 samt Ri:ickschlagventil ii, auf
    Gießtemperatur bleibt. Auf diese Weise wird
    erreicht. daß die Steinrohre und -die Düse
    dauernd finit flüssigem -Metall gefüllt sind und
    keinerlei Verstopfungen, Brände o. dgl. in den
    Ixitungen entstehen können. _
    Man kann 1elebenenfalls auf den Becher
    iS verzichten.. Das kann bei L#eson@cleter Batt-
    .art des Oiens oller bei manchen -Metallarten
    der Fall sein: wenn nämlich zum liellci7ell
    des Rohres die Ofenheizung selbst ausreicht.
    Bei manchen Metallarten wlrtt es auch mög-
    lich sein. (las -Metall ini unteren Ende des
    Stcigrolires, erstarren zu lassen: es wird (Mann
    wieder geschmolzen, sobald der untere Teil
    des Stei-rcillres in (teil finit -Metall frisch äe-
    fülltet) Tieäel ein-eführt wird.
    Die vorstehend beschriebenen Einric.htüngen gehen auch die -lö@li,:hlcc.it, unmittelbar vom Schmelzofen aus eine Verbindung mit einer ununterbrochen arlicitenden ;#tranggießiliäschine herzustellen, s0 daß ohne Zwischenpfanne und ohne Umgießen aus. Jedem Ofen lind ohne diesen von sein:-r Stelle zu entfernen, das fertige 'Metall in eine Gießmaschine geführt werden kann. Dies sei an Hand c:iies Ausführungsbeispiels beschrieben: Abb. f zeigt eine Gießanlage mit- vier Schmelzöfen 2o bis 23 und einer Form 25 für Strangguß. Zwischen den Schmelzöfen 2o bis 23 und der Form 2@ ist eine' Rohrleitung 28 angeordnet, die als eine für alle Schniclzöfen gemeinsame Sammelleitung ausgebildet ist. Von ihr führen einzelne Rohrstränge 29 bis 32 nach den einzelnen Schmelzöfen.
  • Die Rohrleitungsanfänge der Einzelstränge 29 bis 32 sind mit- Ventilen, beispielsweise mit in den Abis. 2 17.is a dargestellten ltiickschlagventilen, versehen. und diese sind so aligeol-dnet, daß das Metall zwar aus den Schmelzöfen 2o bis 23 in die Samnielleitting 28 strömen kann. die Riickströmun- jedoch verhindert ist.
  • Von der Sammelleitung führt ein Steigrohr 27 zur Düse 2<,. Die Schmelzöfen sind so eingerichtet, daß sie druckleicht abgeschlossen werden können. Die gesamte Rohrleitung 28 his 32 kann durch 'lassende Heizeinrichtungen, z. B. Heizwicklungen o. dgl., auf Giei3-te:mperatitr gehalten werden.
  • Die beschriei>ene Anlage arbeitet wie folgt: 13s sei angenommen. Ball die Rohrleitungen 29 bis 32, das Steigrohr 27 und. llie I)iiSe 26 auf Gießternperafur geheizt sind. [#:c Üfen?ct bis 23 sind jetzt drucklicht abgeschlossen.
  • Durch Aufgeben von Druck -auf einen Schmelzofen, z. B. 20, fließt. 'Metall (furch die Zweigleitung 29. in die Samnlelleittllt" ZS und von dort durch das Steinrohr 2; und.d:e Düse 26 in die Form 3.1, aullerdetn aus der Sarnmelleitung 28 in die Einzelstränge 2c) bis 32. Da diese Stränge jedoch an ihren - in die Schmelzöfen führenden Anfängen Rückschlagventile tragen, fließt das -Metall nur bis an diese und schließt sie dann. Die Leitungen 29 his 32 sind also null -mit 'Metall vollgefüllt. Dieses wird durch die Heizung- flüssig
    gehalten.
    Ist der Schnleizofen 20 entleert. so wird
    sofort Druck auf einen anderen. vt-llen ()feg.
    z. 13. 21, llegel>ell und (leg 1)i-udc voll Ofen 20
    weggenommen. Dadurch wird das \gentil an
    dieseln Ofen geschlossen, und (las -Metall fließt
    nun aus Ofen 21 in d:c'Forin. Die Ventile all
    den übrigen Ü feil 22 und. '3 werden gleich-
    .falls in der :Schließstc'llun- gehalten. und es
    sind alle Röhrlcituitg:n von Anfand bis Litde
    mit Metall gefüllt. Der Ofen 20 kann nun--
    mehr ohne weiteres mit einer neuen Charge
    gefüllt, diese geschmolzen und der Ofen dann
    in Betrieb genommen werden.
    Abb.7 zeigt eine .\tilage, die jener nach'
    Abb. ti ähnlich ist, mit dem Unterschied. (Maß
    zwischen Sammelleitung 28 und Steigleitung
    27 ein Warinhalteofen 24 zwischengeschaltet
    ist. Die Anlage wird lvie folgt betrieben:
    Durch Aufgeben von Druck auf den \@Ta@m-
    halteofen fließt Metall durch das Steigrohr 27
    und die Düse 2G in die Form 34., außerdem
    aber auch in die Sammelleitung 28, 33 und
    von dieser in die Einzelstränge 29 bis 32. Die
    Riickschlagventile an den Anfän ,gen der Ein-
    zelstränge werden durch das rückfließende
    Metall geschlossen, ;o daß ein Ausströmen
    nicht stattfindet. Alle Leitungen 28. 29.3 0,
    31, 32, 33 sind also mit Mietall gefüllt.
    Sobald die Schmelzöfen zur Entnahme vor-
    bereitet und der Warmhalteofen weitgehend
    entleert ist, wird der betreffende Schmelzofen
    druckdicht abgeschlossen und ein Druck auf-
    gegeben, der etwas höher ist als eler Druck
    im 1@#armhalteofen 24. Dadurch öffnet sich
    (las Ventil des betreffenden Schmelzofens. und
    das 'Metall wird in (leg Warinhalteofen über-
    geführt. Das Gießen wird dabei nicht unter-
    brochen.
    Durch die Zwischenschaltung des \\'arm-
    halteofens wird erreicht, claß die einzelnen
    Schmelzöfen schnell entleert werden können.
    Hierzu mu13 der Warnihalteofen nur so groß
    gewählt werden, daß n lehr als eine Schnielz-
    ofenfiillung in ihm Platz findet. Der Vorteil
    lies schnellen Elitleerens liegt (Marin, (Maß der
    Schmelzofen sofort' wieder für seine eigent-
    liche Bestimmung, nämlich das Schmelzen von
    -Metall, benutzt werden kann, wodurch die
    Wirtschaftlichkeit sehr gesteigert wird.
    Will man aus irgendwelchen Gründen, z. B.
    wegen häufigen Legierungswechsels oller
    wegen z).t großem Entfernung ,der einzelnen
    Schmelzöfen, voneinander, auf eine Sainniel-
    leitung verzichten, so besteht auch die -lör-
    lichkeit. jeden Ofen. unmittelbar mit dem
    \\Tarinlialteofen zu verbinden. Eine solche An-
    lage ist in Abb. S dargestellt. Hier sind für
    jeden Ofen 201)1s 23 besondere Rohrleitungen
    34, bis 37 vorgesehen, die alle für sich ge-
    heizt werden. Jede dieser Rohrleitungen ist
    an dem in den betreffenden Schmelzofen 2o
    bi: 23 hineinragenden Anfang 1111t einem
    Rückschlagventil, hcispirlsweise nach Abb. 2
    111s -., aus-estattet.
    Die Rolirleittitigeil 2() bis -,2 der Abl). C. ;
    un(t 3.4" his 3; der Abb. ,8 reichen 1111 linirrn
    (les t@-ari1111a@te(>tell; "-,111:11.i Ahl). () bis nahe
    alt liessen Boden. ll,ierclttrclt wird erreicht.
    dafi 11-,i111 l:itifilll('li lies -Metall, ein tnirtilliges
    (@:ei.icn, z. 1i. (lurch Iloch.pritzell. vermieden
    1@-ird. 1);1s Ilch(#1l (t11(1 @(#nl;cn lies Metall-
    Spiegels spielt sich vollkommen ruhig und
    ohne Durchhrechung der Oberfläche ab.
    Diese Einrichtung ist auch erforderlich, uni
    sicher zu sein. (ktß sämtliche Itohrlelttmgen
    stets mit (kill geschiliolzülleil -Metall gefiillt
    ncl.
    Um den Fall zu vermeiden, daß 'der -Me-
    tallspiegel im \\'arnilialteofen so weit absinkt,
    daß die ROhrleitungs^nl@n der nach den ein-
    zelnen Ofen führenden Leitungen nicht mehr
    unter den Metallspiegel tauchen, kann als
    Sonderausführung so vorgegangen werden,
    daß die Länge des Steigrohres 2;, das zur
    Düse 26 führt, etwas kürzer gehalten wird als
    ' die übrigen Rohrleitungsznden 34. bis 37. Da-
    durch wird erreicht, daß beim Entleeren fies
    Ofens erst das Steigrohr 27 zur Düse kein
    Metall mehr enthält. Der Bedienungsmann
    wird hierauf auf (las Leersein des Ofens 2s
    aufmerksam gemacht, und (#r kann dann die
    für die Nachfüllung erforderlichen Mallnah-
    ,men treffen.
    Das beschriebene Verfahren bringt den
    weiteren -Torteil, claß bei allen denjenigen
    ununterbrochenen Gießverfahren> bei denen
    es bisher nötig war, den U'armlialteofen unter
    Druckausgleich zu füllen (beispielsweise mit
    Hilfe von unter Druck setzbaren Pfannen), das
    \achfüllen nunmehr bei
    erfolgen kann. Außerdem zeit sich der Vor-
    teil. daß die bei verscliici<lenen Verfahren ein-
    geführten Hub- und Fahrwagen, auf welchen
    die \Varmhalteöfen stehen, in Fortfall koni-
    nlen können. Diese -Torteile seien an Band
    der Abb. ro näher erläutert.
    Bisher wurde bei dieseln Verfahren wie
    folgt gegossen: Die beiden \\'arnilralte.üten
    38, 39 mit den Steigrohren 41. .43 waren ge-
    meinsam auf einem Wagen 4.o angebracht,
    der sowohl gehoben als :catch nach <leg Seite
    gefahren werden konnte. An-enonnneli, es sei
    finit dein Ofen 38 durch das Steigrohr 4i in
    die Forn1 4.2 gegossen worden, (Main konnte
    tnan auf -zweierlei \\'eise beim Leerwerden
    des Ofens 38 lveitergießen:
    Entweder wurde mit Hilfe einer unter
    Druck gesetzten Pfanne (leg Ofen 38 unter
    Druck nachgefüllt. oller nian hat kurz vor
    dem Leerwerden des Ofens den \\"agen 4o ge-
    hoben und so weit ,;eitlicli verfahren. daß (lag
    Steigrohr 43 des inzwischen frisch gefüllten
    \\-arnlhalteofrns 39 ühcr die Form 42 zu
    stellen 1a111. httt-ch Senl;etl des \\-Aden> .o
    zum l:infiilii-eii der (iiel.i-lüse.@@. in (lie 1#orin
    43 l;ain (tann der ()fen ,;o in (lie(.istcllun@r,
    Durch (las Verfahren @rm;il.l der Erlindung
    kann nulnnehr der @f(#nt@-ech.rl auf einfachere
    Art erfolgen, wie dies iit AN). i t (largeaellt
    ist. ' Die Üfen ,;8, 3o ,t;h(#tt sticht nichr auf
    einem \Vagen, sondern iiiiiilitt(#Il):ir auf dein
    (liitt(:iil:oclrii find :intl durch ihre @leigruhrc
    41, 43 über der Düse 44 miteinander verhunden. Au den Anfängen der -Stei"grolii-e, die in den @Varnihalteofen liiiie.inragen, sind die beschriebenen - Rückschlagventile angeordnet. Wird nun beispielsweise mit dem Ofen 38 gegossen, dann kann der Druck vorn Ofen 39 ab-#classen und dieser Ofen auf Atmosphärendruck frisch aufgefüllt werden. Ist der Ofen ;8 leer geworden, so wird der Druck auf den Ofen 39 umgeleitet, wonach der Ofen 38 bei atmosphärericlruclc aufgefüllt werden kann.
  • Die Rohrleitungen werden aus dem Werkstoff hergestellt, der sich für das betreffende Metall bzw. die Legierung besonders gut eignet. Erforderlichenfalls «-erden diese Leitungen mit feuerfesten Stoffen ausgekleidet. Die Heizung der Leitungen erfolgt, wie erwähnt, durch Widerstandsheizung oder durch Umwicklung in:it Widerstandsdrüliten (vgl. Abb. i und q.)._ Selbstverständlich kann inan die Leitungen auch mit Heizkästen umbauen oder die Heizung mit Gas oder mitanderen Heizmitteln vornehmen.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Anlage zum ununterbrochenen - Gießen von i\fetal-len oder Metallegierungen, bei welcher mindestens zweigegebenenfalls unter Druck setzbare Schrne17- oder Warmhalteöfen mit einer gemeinsamen Gießdüse mittels geschlossener Rohrleitungen verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß die von den Üfen kommenden Rohrleitungen vorzugsweise all ihrem Anfang einzeln abschließbar sind.
  2. 2. Anlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Abschließvorrichtungen als Riicl:sclilaprentile ausgebildet sind und die Leitung absperren, sobald in ihnen Überdruck herrscht.
  3. 3. Anlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, d.aß die Rückschla-veatile als Kugel-, Klappen- oder Kegelventile ausgebildet sind. 4..
  4. Anlage nach den, Anslii-icclien i bis ,;; dadurch gelcentizeieliiiet, tlaß an den in die Ofen tatschenden Rohrlt#itungsanfangen Heizvorriclittin,#,-en fest oder abnehmbar angebracht sind.
  5. Anlage nach Anspi-trcli 4., dadurch gekennzeichnet, daß die Heizvorrichtung als Becher (r8) ausgebildet und mit einer wärmeleitenden und vorzugsweise zugleich reinigenden Flüssigkeit, z. l3. denn zu vergießenden Metall, einer Salzschmelze, Öl o. dgl., gefüllt ist.
  6. 6. Anlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß .der Becher dr udcdicht ' an einen Flansch (i9) des RohrIcitungsanfangs angeschlossen und der Inhalt des - Bechers unter Druck setzbar ist.
  7. 7. Anlage nach den Ansprüchen i bis 0, gekennzeichnet durch die Anordnung einer Sammelleitung (28). B.
  8. Anlage nach den Ansprüchen r bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrleitungen von den Schmelzöfen zu den Gießdüsen durch einen gemeirisanien Warmhalteofengeführt sind.
  9. 9. Anlage nach Anspruch 8, .dadurch gekennzeichnet, daß die zur Gießdüse führende Leitung im Warmhalteofen etwas kürzer ist als die übrigen Leitungen. io. Verfahren zum ununterbrochenen Gießen von 'Metallen oder -Metallegierungen unter Benutzung einer Anlage nach den Ansprüchen i bis 9, .dadurch gekennzeichnet, daß ein Ofen derart unter Druck. gesetzt wird. daß das Metall in die Forin bzw. in den gemeinsamen Warmhalteofen fließt und gleichzeitig die Leitungen .zu den übrigen --Schmelz- bzw. Warrnhalteöfen abgesperrt werden. -7ur Abgrenzung des AnnieldUngsgegenstarides vom Stand der Technik ist ini Erteilungsverfahren folgende Druckschrift in Betracht gezogen worden: französische Patentschrift . . \ r. 824. 54.9.
DEJ69789D 1941-06-07 1941-06-07 Anlage zum ununterbrochenen Giessen von Metallen und Verfahren zum Betrieb der Anlage Expired DE748063C (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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FR824549A (de) * 1938-02-10

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FR824549A (de) * 1938-02-10

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