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DE744496C - Verfahren zur kontinuierlichen Oxydation aliphatischer Kohlenwasserstoffe - Google Patents

Verfahren zur kontinuierlichen Oxydation aliphatischer Kohlenwasserstoffe

Info

Publication number
DE744496C
DE744496C DEN44616D DEN0044616D DE744496C DE 744496 C DE744496 C DE 744496C DE N44616 D DEN44616 D DE N44616D DE N0044616 D DEN0044616 D DE N0044616D DE 744496 C DE744496 C DE 744496C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
oxidation
vessel
unsaponifiable
aliphatic hydrocarbons
catalyst
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEN44616D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Hermann Pardun
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Noblee and Thoerl GmbH
Original Assignee
Noblee and Thoerl GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Noblee and Thoerl GmbH filed Critical Noblee and Thoerl GmbH
Priority to DEN44616D priority Critical patent/DE744496C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE744496C publication Critical patent/DE744496C/de
Expired legal-status Critical Current

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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Catalysts (AREA)

Description

  • Verfahren zur kontinuierlichen Oxydation aliphatischer Kohlenwasserstoffe Bei der kontinuierlichen Oxydation alipliatischer Kohlenwasserstoffe werden bekanntlich :die Ausgangsstoffe in einem geeigneten Behälter bei erhöhter Temperatur unter Einblasen - von Sauerstoff, Luft oder anderen Sauerstoff enthaltenden Gasen und gege#benenfall:s unter Zusatz von Katalysatoren zunächst bis zur Erreichung eines bestimmten Säuregrades oxydiert. Darauf entnimmt man nun durch geeignete Vorrichtungen fortlaufend einen Teil des Oxydats, den man durch Zugabe von frischen Ausgangsstoffen derart ergänzt, :daß ,der Säuregrad - des ablaufenden Produkts konstant bleibt. Dem Oxydat werden nun vorzugsweise durch chemische Behandlungen, z. B. mit Alkalien, die Fettsäuren entzogen, während man die nicht verseiften Anteile, gegebenenfalls in Mischung zeit frischen Ausgangskohlenwasserstoffen, dem Oxvdationsg.efäß wieder zuführt.
  • Die Geschwindigkeit ,der Reaktion, d. h. die stündlich gebildete Fettsäuremenge, hängt neben anderen Faktoren in hohem Maße von der Anwesenheit von Katalysatoren ab. Die für die üblicb.e diskontinuierliche Oxydation empfohlenen Stoffe, wie leicht lösliche oder leicht reagierende Verbindungen der 5. bis &. Gruppe des periodischen Systems, insbesondere solche des Mangans, sind auch für':dd.e kontinui:eTliche Oxydation geeignet. Bei der üblichen Art der Zugabe zu dem in Oxydation befindlichen Ansatz zeigen sich jedoch erhebliche Mißstände. Infolge des ständigen Kreislaufs verringert sich die wirksame Katalysatormenge bald erheblich. Damit ist ein Nachlassen derReaktionsgeschwin:digl::eitvrbun:den. Es bedarf also :eines ständigen Regelns, um den Oxydationsgrad auf der gewünschten Höhe zu halten. Nun ist es wohl möglich, .durch geeignete Dosiervorrichtungen stets neuen Katalysator in der bisher üblichen Form hinzuzufügen, doch ist dieses Verfahren umständlich und keineswegs immer durchführbar.
  • Es wurde gefunden, daß :es. auf einfache Weise möglich ist, eine gleichbleibende katalytische Beschleunigung in einem kontinuierlichen Oxydationsprozeß unter Rückführung des von den verseifbaren Anteilen befreiten Oxydationserzeugnisses in das Oxydationsgefäß zu erzielen, wenn man die im Kreislauf geführten unverseifbaren Anteile vor ihrer Rückführung in das Oxydationsgefäß auf an sich bekannte, in den Kreislauf vor das Oxvdationsgefäß eingeschaltete Katalysatoren, die durch an sich bekannte physikalische und bzw. oder chemische Behandlungen in eine im Unv ers:eifbaren schwer lösliche bzw. dispergierbare stückige Form gebracht wurden, bei erhöhten Temperaturen und so lange einwirken läßt, daß für die Oxydation genügende Mengen des Katalysators trotz seiner herabgesetzten Löslichkeit vom Unverseifbaren gelöst werden.
  • Bislang war Irrar im Gegensatz hierzu offenbar im Hinblick auf die Erfahrungen des dis- kontinuierlich ausgeübten Verfahrens bestrebt, die Katalysatoren gerade in einer feiiipulvrrigen, leiht löslichen oder leicht in Reaktion tretenden Form zu verwenden.
  • In Ausübung der Erfindung kann man.' z. B. durch Erhitzen, Schmelzen, Komprimieren. Sintern den katalytischen Stoffen die Form von Bändern, Platten, Kugeln, Ringen u. dgl. geben. Zur Unterstützung dieser Formgebung können geeignete chemische Einwirkungen, z. B. Reduktionen, Oxydationen oder doppelte Einsetzungen, dienen. Man kann z. B. bei als besonders katalytisch wirksam bekannten Verbindungen, z. B. denen des Mangans oder Ko-'oaIts, das wirksame Metall mit solchen Sä ur:--resten verbinden, die eine Herabsetzung seiner Löslichkeit zur Folge haben.
  • Aber auch durch Zusatz von bekannen anorganischen oder organischen Binde- bzw. V erfestigungsmitteln kann der ge,wünst'hte Zustand erreicht werden. Es eignen sich hierzu insbesondere Alkalisilicate oder wäßrige SuspensiQnen kolloider Kieselsäure. Mit Hilfe dieser Bindemittel läßt sich sogar das sehr aktive Kaliumperip_anganat in die Form eines sehr beständigen stationären Katalysators bringen.
  • Die auf dies; Weise gewonnenen Formlinge werden nun in einem heizbaren Durchflußbehälter angeordnet, der in den Kreislauf vor das Oxydationsgefäß eingeschaltet wird und in -dem sie ständig vom riickströme Iden Ui-iverseifbare.n berieselt werden. Das Unverseifbare löst einen durch die Zusammensetzung des Katalysators und die Temperatur des Durchflußbehälters festgelegten konstanten Betrag des Beschleunigers auf, der mit ihm in das Oxydationsgefäß gelangt und dort das Absinken der Reaktionsgeschwindigkeit verhindert.
  • Als Ausgangsstoffe eignen sich z. B. die Formiate, Acetate, Stearate, Nitrate, Oxyde oder Peroxyde der als Beschleuniger trelcatinten Metalle, wie des Mangans, Kobalts, Bleis, Lalciums oder Xatriums bzw. deren -Mischungen oder Verbindungen miteinander.
  • Die Anwendbarkeit des Verfahrens ist :eiabhängig von den sonstigen Reaktionsbedingütigen, wie Temperatur und Luftgeschwindigkeit, sowie von .der Art des ursprünglichen Ausgangsstoffes. Es eignen sich also sowohl natürliche Paraffine, wie Braunkohlen- oder Erdölparaffin, als auch synthetische, z. B. nach Fischer-Tropsc-h gewonnene Kohlenw-asserstoffe.
  • Der Oxydationsgrad ist ebenfalls ohne Einfluß, da die geformten Katalysatoren nicht mit dem gesamten Oxydationserzeugnis, sondern nur mit dein von den Fettsäuren abgetrennten L'nv erseifbaren in Berührung kommen. Beispiele i. In .269 Teile Wasserglas von 4.o= Be w,#rden unter stetem Rühren 97 Teile fein-st gepulvertes haliumpermanganateingetragen. Es bildet sich eine plastische Masse, die nach lä.ngerein Trocknen auf einem Blech in Form harter Schalen abgehoben werden kann. Die Stückigkeit des Katalysators läßt sich durch Zugabe von Tonerdesilicaten zur Wasserglaslösung noch erheblich verbessern.
  • Die so erhaltenen Formlinge werden nun in einem beheizten, vor das Oxydationsgefäß eingeschalteten Durchflußbehälter in eine mit Fischer-Tropsch-Gatsch beschickte, bei i2o@ und bis zum Oxydationsgrad entsprechend einer SZ = io kontinuierlich arbeitend Oxydationsanlage in der beschriebenen Weise eingeschaltet. Die Temperatur des Katalysators beträgt ioo°, die Verweilzeit des Un -verseif baren im Katalysatorbehälter'/' Stunde. Gegenüber dem Normalversuch, bei dein fier Katalysator in üblicher Weise dein Reaktionsgefäß zugeführt wurde, ergab sich eine Beschleunigung um das 3'/",fache.
  • g Teile Mangandioxyd, 15 Teile Natriumhydroxyd, 2o Teile Natriumnitrat und ,o Teile Kaliumnitrat werden bei beginnender Rotglut his zur Homogenität geschmolzen.' Durch Ausgießen in Formen werden blaugrüne Würfel erhalten, die bei Einschaltung vor das Oxydationsgefäß in eine kontinuierlich arbeitende Anlage zur Oxydation von Braunkohlenparaffin his ztini Öt_ydationsgrad entsprechend einer SZ - 2o die Reaktionsgeschwindigkeit um das i.; fache bes s chleunig 0 ii.

Claims (1)

  1. ' PATENTANSPRUCH: Verfahren zur ununterbrochenen Oxydation aliphatischer Kohlenwasserstoffe in Gegenwart an sich bekannter Oxydationsbeschleuniger unter Rüzkführung des voll den verseifbaren Anteilen befreiten Oxydationserzeugnisses in das Oxydationsgefäß, .dadurch gekennzeichnet, daß man :die unverseifbarenAnteile vor ihrerRückfüh.rung in das Oxydationsgefäß auf bekannte, in den Kreislauf vor das Oxydationsgefäß eingeschaltete Katalysatoren, die durch an sich bekannte physikalische Behandlungen, wie Erhitzen, Schmelzen, Komprimieren, Sintern, und bzw. oder chemische Behandlungen, wie Reduktion, Oxvdattion oder .doppelte Umsetzung, gegebenenfalls unter Zusatz von anorganischen Bindemitteln, wie Aluminiumsilicate oder wäßrige Suspensionen kolloidaler Kieselsäure; oder organischen Bindemitteln in eine im Unverseifbaren schwer lösliche bzw. schwer dispergierbar.e stiikkige Form gebracht wurden, bei erhöhten Temperaturen und so lange einwirken läßt, daß für die Oxydation genügende Mengen des Katalysators trotz seiner h.erabgesetzbenLöslichkeit vom Unverseifhareri gelöst werden.
DEN44616D 1941-03-26 1941-03-26 Verfahren zur kontinuierlichen Oxydation aliphatischer Kohlenwasserstoffe Expired DE744496C (de)

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