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DE739150C - Verfahren zur Gewinnung niedrigmolekularer organischer sauerstoffhaltiger Produkte bei der Oxydation von nichtaromatischen Kohlenwasserstoffen - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung niedrigmolekularer organischer sauerstoffhaltiger Produkte bei der Oxydation von nichtaromatischen Kohlenwasserstoffen

Info

Publication number
DE739150C
DE739150C DEI68657D DEI0068657D DE739150C DE 739150 C DE739150 C DE 739150C DE I68657 D DEI68657 D DE I68657D DE I0068657 D DEI0068657 D DE I0068657D DE 739150 C DE739150 C DE 739150C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
oxidation
molecular weight
low molecular
water
aromatic hydrocarbons
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEI68657D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Hans Juergen Nienburg
Dr Robert Schnegg
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by IG Farbenindustrie AG filed Critical IG Farbenindustrie AG
Priority to DEI68657D priority Critical patent/DE739150C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE739150C publication Critical patent/DE739150C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/42Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives
    • C07C51/48Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives by liquid-liquid treatment

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Gewinnung niedrigmolekularer organischer sauerstoffhaltiger Produkte bei der Oxydation von nichtaromatischen Kohlenwasserstoffen Bei der Oxydation von höhermolekularen nichtaromatischen Kohlemvasserstoffen mit Sauerstoff oder Sauerstoff enthaltenden Gasen entstehen neben höhermolekularen Carbnnsauren, Oaysäuren, Estern, Aldehyden und Ketonen in beträchtlicher Menge niedrigmolekulare sauerstoffhaltige Verbindungen,. und zwar'hauptsächlich niedere Fettsäuren, die bis zu .etwa iö'C-Atome im Molekül- enthalten, neben Oxy Säuren und Laktonen von- der gleichen -Mölekulargröße. Sie. fallen in Form eines wäßrigen Kondensats an, das bis zu o an diesen Verbindungen enthält. -Es wurde nun gefunden, daß man die niedrigmolekularen Oxydationserzeugnisse rein und wasserfrei gewinnen kann, wenn man den wäßrigen Anteil mit einem Lösungsmittelgemisch extrahiert,- das, aus- Methyläthylketon und einem unter ioo` siedenden, mit Wässer ein Azeotrop mit Minimumsiedepunkt bildenden Äther .oder Kohlenwass-erstolf besteht.
  • Das Extraktionsvermögen des Methyläthylketons ist aul3erordentlich hoch, und es. bildet mit,Wasser ein Azeotröp, das t i,4o,'e Wasser enthält und schon bei verhältnismäßig niedriger Temperatur (73,6°) siedet. Die hohe Wasserlöslichkeit und Wasseraufnahmefähigkeit des Methyläthylketons macht es erforderlich, es zusammen mit einem 'Wasserverdränger zu verwenden. Als solche haben' sich' Äther oder Kohlen-,vassexstoffe als brauchbar erwiesen, die niedriger als ioo° sieden und mit Wasser ebenfalls ein Azeotrop mit niedrigem Minimumsiedepunkt bilden. Geeignete Verdrängerflüssigkeiten sind z. B. Benzol, Cyclohexan und Diisopropyläther. Das Mengenverhältnis zwischen Methyläthylketon . und Vexdrängerflüssigkeit hängt von der Natur des letzteren sowie, vom Gehalt der wäßrigen Ausgangslösung an organischen Verbindungen ab. Die zuzusetzende Menge Kohlenwasserstoff oder _\ther ist nach oben dadurch begrenzt: daß das Extraktionsvermögen nicht zu stark herabgesetzt werden darf; nach unten dadurch, daß das im Extrakt mitgelöste Wasser mit dem Lösungsmittelgemisch vollständn= azeotrop abdestilliert werden mut. Das jeweils günstigste Mengenverhältnis läßt sich durch Vorversuche leicht ermitteln. Es beträgt z. B. bei dem System Methyläthylketon-Benzol etwa 7o :30, indessen können auch andere Mischtyngsverhältnisse angewandt werden.
  • Die Extraktion wird zweckmäßig _kontinuierlich in einer Gegenstromkolonne vorgenommen, der das die, Oxydationsprodukte enthaltende wäßrvge Gemisch von oben und das Lösungsmittelgemisch von unten zugeführt wird. Ebenso wird der erhaltene Extrakt, gegebenenfalls unter Zugabe von frischem Lösungsmittel, zur Entfernung von mit aufgenommenem Wasser, zweckmäßig kontinuierlich, in einer Kolonne abge.dasnpft; aus dem Abwasser der Extraktionskolonne wird das in Lösung gegangene Lösungsmittel zur Zikrückgewinnung, zweckmäßig gleichfalls kontinuierlich, ausgetrieben..
  • Das auf diese Weise gewonnene wasserfreie oder nahezu wasserfreie, hauptsächlich niedr bgmolekuulare Säuren enthaltende Gemisch kann wegen der gleichzeitig-en Gegenwart von Ameisensäure und Essigsäure nicht direkt fraktioniert werden, da diese beiden Säuren bekanntlich durch einfache Destillation nicht zerlegt werden können. Es ist vielmehr notwendig, i. B. nach den Angaben der Patentschrift 513 02q., mit einer Hilfsflüssigkeit die Ameisensäure ,azeotrop aus dem wasserfreien oder weitgehend entwässerten Gemisch ,abzutrenneri und danach erst den Rückstand einer fraktionierten-Destillation zu unterwerfen.
  • Auf diese Weise kann man die in den wäßrigen Gemischen vorhandenen niedrigmolektilaren Fettsäuren in reiner wasserfreier Form und in nahezu quantitativer Ausbeute gewinner@.
  • Als Ausgangsmaterial für das beschriebene Extraktionsverfahren kommen sämtliche bei der Oxydation nichtaromatischer höhermolekularer Kohlenwasserstoffe entstehenden wäßrigen Gemische in Frage. Beispielsweise ist das bei der Oxydation anfallende wäßrige Kondensat dafür geeignet, ferner die wäßrigen Lösungen, die beim Waschen der rohen Oxydationsprodukte mit Wasser, wäßrigen Säuren oder Salzlösungen, z. B. verdünnter Essigsäure oder Schwefelsäure, oder auch mit solchen wäßrigen alkalischen Lösungen erhalten werden, die Alkali in geringerer Menge enthalten, als der Säurezahl des Oxydationsproduktes entspricht. Auch das zum Waschen der ausgeschiedenen hochmolekularen Fettsäuren benutzte Wasser enthält erhebliche Mengen niedrigmolekularer Oxydationsprodukte und kann daher ebenfalls dem beschriebenen Verfahren unterworfen werden. Zweckmäßig erfolgt die Aufarbeitung der Oxydationsprodukte in der Weise, daß man an organischen Verbindungen möglichst angereicherte wäßrige Lösungen erhält. Das Waschen der Oxydationsprodukte wird daher zweckmäßig im fortlaufenden Betrieb und im Kreislauf durchgeführt. Zweckmäßig werden sämtliche erhaltenen sauren wäßrigen Lösungen vereinigt und Gemische von annähernd gleicher Zusammensetzung der Extraktion unterworfen.
  • Die im folgenden Beispiel angegebenen Teile sind Gewichtsteile Beispiel i oo Teile eines bei der Oxydation von höhermolekularen, nichtaromatischen Kohlenwasserstoffen erhaltenen sauren, wäßrigen Gemisches mit einer Säurezahl von. etwa 300, das etwa 35 Teile niedrigmolekulare Fett säugen enthält, werden in einer Extraktionskolonne mit einem Lösungsmittelgemisch,das aus 7o Teilen Methyläthylketon und 3o Teilen Benzol besteht, behandelt. Das ablaufende Wasser enthält nur noch 0,2010 saure Bestandteile (berechnet als Essigsäure) und wird zur Wiedergewinnung des in Lösung gegangenen Lö.sungsmittelgemisches einer Abstreiferkolonne zugeführt.
  • Alts dem Extrakt wird das Lösungsmittelgemisch kontinuierlich mit dem aufgenommenen Wasser, gegebenenfalls unter Zusatz weiterer Mengen Lösungsmittel, abgedampft, wobei das Lösungsmittelgemisch im azeotropen Gemisch mit Wasser zwischen 69 und 71° frei von Ameisensäure und anderen Säuren übergeht. Es bleiben etwa 35 Teile eines Gemisches niederer Fettsäuren zurück, das frei von Lösungsmittel und frei oder nahezu frei von Wasser ist.
  • Die darin enthaltene Ameisensäure wird nach den Angaben der Patentschrift 513 024 mit Hilfe eines Kohlenwasserstöffes oder eines Halogenkohlenwasserstoffes azeotrop abgetrennt; man erhält etwa i i Teile einer 8oo'oigen Ameisensäure, die frei von Essigsäure ist. Durch Fraktionieren des von der Ameisensäure befreiten Säuregemisches erhält man .etwa 7 Teile Essigsäure, 3 Teile Propionsäure, 3 Teile Buttersäure, 2 Teile Valeriansäure und etwa g Teile- eines Rückstandes, aus dem man nicht saure Bestandteile, wie niedere Lactone, gewinnen kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Gewinnung von niedrimolekularen sauerstoffhaltigen organischen Erzeugnissen, insbesondere von entsprechenden Carbonsäuren, aus wäßrigen Liisttngen, die bei der Oxydation nichtaromatischer Kohlenwasserstofte oder bei der Aufarbeitung entsprechender Oxvdationserzeugnisse anfallen, dadurch gekennzeichnet, daß man diese wäßrigen Lösungen mit Gemischen von Methyläthylketon und ;solchen Äthem oder Kohlenwasserstoffen, die unterhalb ioo° sieden und mit Wasser @einAzeo@trop mit Minimumsiedepunkt bilden, extrahiert und den erhaltenen Extrakt ,sowie den Extraktionsrückstand in üblicher Weise aufarbeitet, wobei man das Mengenverhältnis von Methyläthylketon zu Äther bzw. Kohlenwasserstoff so wählt, daß das Extraktionsvermögen des Gemisches hinreichend groß ist und daß das im Extrakt mitgelöste Wasser mit dem Gemisch bei der Destillation vollständig azeoVop "entfernt wird..
DEI68657D 1941-01-16 1941-01-16 Verfahren zur Gewinnung niedrigmolekularer organischer sauerstoffhaltiger Produkte bei der Oxydation von nichtaromatischen Kohlenwasserstoffen Expired DE739150C (de)

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