DE721256C - Herstellung von Kopal- und OEllacken - Google Patents
Herstellung von Kopal- und OEllackenInfo
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- DE721256C DE721256C DEP76870D DEP0076870D DE721256C DE 721256 C DE721256 C DE 721256C DE P76870 D DEP76870 D DE P76870D DE P0076870 D DEP0076870 D DE P0076870D DE 721256 C DE721256 C DE 721256C
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- copal
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- paraldehyde
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-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- C09D—COATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
- C09D193/00—Coating compositions based on natural resins; Coating compositions based on derivatives thereof
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description
- Herstellung von Kopal- und: öllacken Für die Herstellung der öllacke läßt sich eine Schmelzung der Kopale bei höherer Temperatur nicht umgehen. Alle Versuche, auch ohne Schmelzung zum Ziel zu gelangen, haben sich in der Praxis nicht bewährt. So hat man -an der Schmelzung der Kopale weiter festgehalten, obwohl eine solche riecht erhebliche Nachteile und Verlust an Material und Arbeit mit sich bringt, ganz abgesehen von der Feuergefährlichkeit einer Kopalschmelzanlage.
- Die Angaben in der Chemiker-Zeitung, 1937, S. 2o9, lk. Spalte, Abs. z und 3, nach denen die Lösung der Popale in Amylalkohol unter bestimmten Bedingungen erfolgen soll, haben insofern wenig praktischen Wert, als die Lösung der Kopale mindestens i Monat betragen soll. Außerdem bildet Amylalkohol ein viel zu teures Lösungsmittel, wirkt gesundheitsschädlich und erfordert zum völligen Auftrocknen der mit ihm hergestellten Lacke, viel zu lange Zeit.
- Es hat sich nun gezeigt, daß der sog. Paraldehyd (Sdp. 12q.°) ein vorzügliches Lösungsmittel für Kopale darstellt, wie er bekanntlich auch Fette, Erdwachs, Harze, Kunstharze und viele schwer lösliche organische Substanzen leicht löst. Der in der Spritfabrikation als billiges Nebenprodukt anfallende Paraldehyd kann heute auch bequem als Polymerisationsprodukt aus der Acetaldehydfabrikation gewonnen werden. Zudem hat @er den Vorteil, weniger feuergefährlich zu sein als die Verdünnungsmittel, wie Terpentinöl und Terpentinölersatz. Bei Verwendung von Paraldehyd lassen sich die Kopale zweckmäßig unter Erwärmen :auf 5o° und unter Rühren leicht lösen. Nach Absitzenlassen und Klären werden dann Leinöl und die üblichen Züs.ätze hinzugefügt und der Lack in bekannter Weise fertiggestellt. Zur Verdünnung dient ein weiterer Zusatz von Paraldehyd. Der Lack trocknet unter Hinterlassung eines durchsichtigen Häutchens rasch auf. Der erhaltene Film ist Wasser- und wetterbeständig und besitzt ;alle Eigenschaften des aus der Kopalschmelze hergestellten Lackes. Kopallösungen mit Paraldehyd können auch als Ersatz für Spirituslacke dienen und weiteste Anwendung finden.
- Es folgen einige Beispiele für die Verarbeitung.
- i. io Teile Weichmanilakopal, pulverisiert, werden unter Rühren und Erwärmen auf 50° in 3o Teilen Paraldehyd gelöst. Nach Klärung und Filtration in üblicher Weise wird der Lack, gegebenenfalls nach Verdünnung mit Paraldehyd, weiterverarbeitet; 2. io Teile Weichmanilakopal und 6 Teile Kolophonium werden in ¢8 Teilen Paraldehyd gelöst und wie bei i behandelt; 3. i o Teile Weichmanilakopal und 8 Teile Leinöl oder .andere fette trocknende Öle werden mit 5o Teilen Paraldehyd wie in der obigen Weise behandelt; q.. i o Teile Sansibarkopal werden nach Zu-" Satz von 2% Rizinusöl in 3o Teilen Paraldehyd unter Rühren und Erwärmen auf 50° gelöst, in üblicher Weise dann filtriert und gegebenenfalls mit weiterem Paraldehyd verdünnt. Der Lack gibt glänzende elastische Filme; 5. wie unter q. .angegeben, wird Kaurikopal behandelt; 6. i o Teile Hartmanilakopal werden unter Rühren und Erwärmen auf 50° in. 35 Teilen Paraldehyd gelöst, dann mit o,2 bis o,3 Teilen eines Klärungsmittels, wie Amylaoetat, versetzt. Nach Absetzen und Filtrieren erhält man einen klar und glänzend auftrocknenden Lack.
- Den Lacken können Pigmente beigegeben werden; ein Eindicken mit basischen Piginenten findet nicht statt, da die Lösung der Kopale auf kaltem Wege die Säurezahl der Kopale nicht erhöht.
- Die Vorteile der neuen Lackdarstellung bestehen demnach in der bequemen und billigen Herstellung der verschiedenen Lacke, in der Vermeidung der mißlichen und verlustreichen Schmelzung der Kopale bei gleich gutem Auftrocknen der Lackschichten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Kopal-und öllacken durch Lösen der Kopale in organischen Lösungsmitteln ohne vorheriges Schmelzen, dadurch gekennzeichnet, daß, die Kopale in. Paraldehyd zweckmäßig unter Erwärmen auf 5o° gelöst und gegebenenfalls fette öle zugesetzt werden.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEP76870D DE721256C (de) | 1938-02-27 | 1938-02-27 | Herstellung von Kopal- und OEllacken |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEP76870D DE721256C (de) | 1938-02-27 | 1938-02-27 | Herstellung von Kopal- und OEllacken |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE721256C true DE721256C (de) | 1942-05-30 |
Family
ID=7393066
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DEP76870D Expired DE721256C (de) | 1938-02-27 | 1938-02-27 | Herstellung von Kopal- und OEllacken |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE721256C (de) |
-
1938
- 1938-02-27 DE DEP76870D patent/DE721256C/de not_active Expired
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