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Schußsichere und splitterfreie Panzerplattensichdrung für Fenster
und Türen von Gebäuden Zweck und Ziel der Erfindung ist eine Panzerplattensicher.ung
für die Fenster und Eingangstüren von für Verteidigungszwecke geeigneten Gebäuden,
besonders in Grenzgebieten, wie Zollhäusern, Polizeiunterkünften, Grenzwachen .usw.,
gegen unmittelbare Beschießung oder- Bombenabwurf. Soweit für die Anbringung dieser
Sicherung Gebäude in Betracht kommen, die dem öffentlichen Verkehr dienen, besteht
das Bedürfnis, dieselben so anzubringen, daß sie in ihrer Ruhestellung vollkommen
unsichtbar sind und somit weder das Vorhandensein überhaupt, noch die Art dieser
Sicherung äußerlich erkennbar ist. Die bisher bekanntgewordenen, meist für Luftschutzzwecke
verwendeten und aus Stahlplatten bestehenden Sicherungen ähnlicher Art bieten geben
unmittelbare Beschießung gewöhnlich keinen ausreichenden Schutz und sind daher für
die Zwecke der Erfindung nicht geeignet. Sie bestehen beispielsweise aus gepanzerten
Verschlußklappen oder -läden, die an den Fenstern oder Türen in Scharnieren oder
Türangeln senkrecht oder waagerecht dreh- bzw. schwenkbar angebracht sind und im
Bedarfsfalle vor die betreffende Maueröffnung geschwenkt und in ihrer Verschlußl.äge
befestigt werden. Sie können, nur schwer so verkleidet werden, daß säe in ihrer
Ruhestellung ,unsichtbar sind, weil sie zum Schließen oder Öffnen einen gewissen
freien Raum vor und seitlich der betreffenden Maueröffnung beanspruchen, so daß
das Vorhandensein dieser Sicherung einem Kundigen nicht verborgen sein kann. Tun
erfordert aber die große Durchschlagskraft der modernen Geschosse verhältnismäßig
dicke Panzerplatten aus besonderen Stahllegierungen, deren hohes Gewicht noch dadurch
vergrößert wird, daß sie nicht wie bei Luftschutzräumen verkleinerte Fenster- und
Türöffnungen verdecken müssen, sondern solche in der übliehen Größe, weil einerseits
schon aus dem Vorhandensein ungewöhnlich verkleinerter Fenster und Türen auf das
Vorhandensein solcher Sicherungen geschlossen werden könnte und andererseits diese
Räume amtlichen Zwecken dienen. und daher hell und geräumig sein müssen. Das Gewicht
derartiger Panzerplatten beträgt daher auch
dann viele Zentner,
wenn man darauf verzichtet, mit ihnen die ganze Fenster- und Türöffnung zu verschließen,
sondern sich nur auf das Verschließen des unteren Teiles derb.,'; selben beschränkt.
Bei der Anbringung defK= artiger schwerer Panzerplatten in der von Verschlußklappeii
oder -läden an der Ge=` bäudewand würde die Verwendung sehr schwerer Scharniere
oder Türangeln erforderlich sein. Dabei würde eine geringe Lockerung dieser Halteteile
bereits eine Lageänderung dieser Panzerplatten verursachen, die dazu führen könnte,
daß sie sich im Bedarfsfalle nicht schließen lassen. Man war daher bisher genötigt,
derartige Schwenkläden durch Rollen zu unterstützen oder aber trotz ihrer Unzulänglichlzeit
dünnere Panzerplatten als notwendig zu verwenden.
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An Stelle dieser gepanzerten Verschlußklappen oder -läden hat man
auch bereits Luftschutzsic.herungen verwendet, die aus einem Stapel. jederzeit wegnehmbarer
schwerer Stahlplatten oder einzelner Bohlen bestehen, die außen eine Blechbewehrung
besitzen und die in ihrer Lage gegeneinander durch innere und äußere Halterungen
gesichert sind. Zum Schutz gegen die Splitterwirkung hat man diese Sicherungen auch
jalousieartig gestaltet, um dadurch gleichzeitig zu erreichen, daß diese licht-
und luftdurchlässig sind. Aber auch diese Sicherungen eignen sich wenig zum Schutz
gegen unmittelbare Beschießung, da auch sie nicht stark genug hergestellt werden
können, weil sonst das Gewicht der Panzerplattenteile zu groß werden würde, so daß
sie von einer einzelnen Person nicht eingesetzt «-erden könnten. Auch würde die
Anbringung dieser Sicherung zu viel Zeit in Anspruch nehmen. Es besteht daher auch
weiterhin das Bedürfnis nach einer leicht herstellbaren und in der Ruhestellung
vollkommen unsichtbaren Panzerplattensicherung für die normalen Fenster- und Türöffnungen
derartiger Gebäude, die auch bei unmittelbarer Beschießung mit modernen Geschossen
unbedingten Schutz bieten und ohne besondere Hilfsmittel von einer einzigen Person
in kürzester Frist in ihre Verschlußstellung gebracht werden können.
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Die den Gegenstand der Erfindung bildendv neue Panzerplattensicherung
vermeidet alle bisherigen Nachteile und ist geeignet, dieses Bedürfnis restlos und
in einfacher und vollkommener Weise zta befriedigen. Das Neue der Erfindung besteht
darin, eine senkrecht stehende, ebene und ausreichend starke Panzerplatte sich in
ihrer Ruhestellung seitlich verschiebbar in einer nach der Innenseite gegen - Sicht
verkleideten Maueraussparung lieben der zu verschließenden Fenster- oder Türöffnung
befindet und im Bedarfsfalle seitlach in dieselbe geschoben wird. Dabei ist die
Panzerplatte oben und unten in im -Mauerwerk verankerten Schienen von U-förmigem
Querschnitt mit einander zugekehrten Üffnun-Er* geführt, die sie in ihrer senkrechten
Steliig halten. Sie steht dabei frei auf einer in der unteren Schienenführung hefindlichen,
längs verschiebbaren, mit reibungsvermindernden Mitteln, beispielsweise Kugeln,
ausgestatteten Unterlage, die aus zwei waagerecht übereinander angeordneten Flacheisenschienen
besteht, die durch Abstandsbolzen in gewissem Abstand voneinander gehalten «-erden
und einen Kugelkäfig bilden, aus welchem die eingesetzten Kugeln noch oben und unten
uni ein gewisses, geringes Maß herausragen. Diese Kugeln wälzen sich beim Verschieben
der Panzerplatte einerseits an deren Unterkante und andererseits auf der Oberfläche
der unteren Führungsschiene ab. Dabei entsteht nur eine rollende Reibung, die viel
geringer ist als eine gleitende Reibung. Auch behindert der Kugelkäfig dieses Abrollen
der Kugeln in keiner Weise, da er bei der Verschiebung nur mitgenommen wird, selbst
aber keinen Einfluß auf deren Bewegung ausübt. Da die Panzerplatte frei auf dieser
Kugelschiene steht und diese wiederum frei in die untere Führungsschiene eingelegt
ist, legt die Kugelffhrungsschiene bei der Verschiebung der Panzerplatte nur die
Hälfte von deren Verschiebungsweg zurück. Sie muh also um soviel. länger sein als
die Panzerplatte. Die Länge der letzteren ist derart zu wählen, dalr sie in ihrer
Verschlußstellung beiderseitig die zu verschließende Maueröffnung um ein gewisses
Maß überragt und dadurch sicher verdeckt. Die Länge der unteren Führungsschiene
wiederum. ist um das volle Maß der Verschiebung der Panzerplatte größer als diese.
Es ist zweckmäßig, an beiden oberen Enden der Kugelschiene aufgebogene Allschläge
anzubringen, damit die Panzerplatte bei etwaigem-ungenauem Aufsetzen auf die Kugelschiene
sich bei einmaligem Hinundherschieben von selbst in die richtige Lage auf derselben
und der Führungsschiene verschieben kann.
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Will man die Schienenführung in der Maueröffnung nicht besonders abdecken,
so daß sie sichtbar bleibt, dann ist es zweckmäßig, die Kugelschiene in demjenigen
Teil hochklappbar zu machen, der sonst in der Ruhestellung der Panzerplatte in der
Maueröffnung sichtbar bleiben würde. Dieser hochgeklappte Teil der Kegelschiene
wird dann von der in jedem Falle anzubringenden seitlichen Schlitzverkleidung in
der :@laueröttnung mitverdeckt.
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Die Höhe der Panzerplatte ist dem Bedarf entsprechend beliebig. Die
kann so gewählt
werden, daß sie die ganze Maueröffnung verschließt,
aber auch niedriger sein und nur den unteren Teil derselben verdecken.
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Auf diese Weise können selbst die schwersten in Betracht kommenden
Panzerplatten von einer Person ohne weitere Hilfsmittt-l von Hand, und zwar mühelos
leicht bewegt werden. Das Gewicht der Panzerplatte wird dabei ii1 der ganzen Plattenlänge
von festem Mauerwerk aufgenommen, und sicher getragen, so daß ein Kachgeben oder
Lockern dieser Lagerung und damit auch eine die Benutzbarkeit der Einrichtung in
Frage stellende Lageänderung derselben nicht möglich ist. In der Ruhestellung ist
die Panzerplatte durch eine von; der übrigen Gebäudewand nicht zu unterscheidende
Verkleidung der erwähnten Maueraussparung dauernd verdeckt. Auch kann diese Wandstelle
innen beispielsweise durch Vorstellen von Möbeln. noch «-eiter unkenntlich gemacht
werden, da zur Verschiebung der Panzerplatte die Verkleidung der Maueraussparung
nicht entfernt und der Innenraum vor und seitlich der zu verschließenden Maueröffnung
- nicht benutzt wird. In der Maueröffnung selbst ist nur der seitliche Schlitz sichtbar,
in welchem sich die Panzerplatte in ihrer Ruhestellung befindet und ein Teil der
Führungsschienen derselben, die aber durch entsprechende Einschieb- oder Klappbretter
gleichfalls vollkommen verkleidet werden können.
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Die neue Art der Lagerung der Panzerplatte hat den weiteren Vorteil,
daß sie ohne jede weitere Bearbeitung und auch ohne jedes Zupassen, so wie sie geliefert
wird, in die fertig eingebraute und verankerte Führung Ongesetzt werden kann. Das
kann im Interesse der Geheimhaltung auch bei Dunkelheit in einfachster Weise un=d
ohne Zeitverlust geschehen. Bei einer Bearbeitung an Ort und Stelle könnten nämlich
anfallende Metallspäne entwendet und zur Ermittelung der verwendeten Metallegierung
verwendet werden. Auch muß das Einsetzen der Panzerplatte rasch erfolgen können,
da sie gewöhnlich mit Sehschlitzen, Schießscharten usw. versehen ist, die geheimgehalten
werden müssen und in der Ruhestellung der Panzerplatte auch unsichtbar sind.
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Auf weitere Merkmale und Einzelheiten der Erfindung wird bei der folgenden
Beschreibung eines in. der Zeichnung veranschaulichten Ausführungsbeispiels des
Erfindungsgegenstandes hingewiesen werden. Als Ausführungsbeispiel ist die erfindungsgemäße
Anbringung der Panzerplattensicherung im Inneren eines Gebäudes vor dem unteren
Teil eines Fensters gewählt. Es zeigen Abb. i eine Vorderansicht der Panzerplattensicherung
in ihrer Ruhestellung nach Entfernung der innerem Wandverkleidung, gesehen vom Inneren
des Raumes aus, Abb. 2 eine Seitenansicht der Kugelschiene, Abb. 3 eine Draufsicht
auf dieselbe, =Abb. + einen senkrechten Ou°rschnitt durch die Panzerplatte und ihre
Lagerung in vergrößertem --Nlaßstabe, Abb.5 eine gebrochene Seitenansicht der Kugelschiene
mit ihrer Klappvorrichtung in vergrößertem Maßstabe, Abb. 6 eineDraufsicht auf dieKu.gelschiene
nach Abb. 5.
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Wie ersichtlich, ist a die zu verschließende Fensteröffnung des Ausführungsbeispiels
und b die Panzerplatte, die hier nur den unteren Teil des Fensters verdecken soll.
Wie besonders deutlich Abb.4 zeigt, ist an der Unterseite der Fensteröffnung a eine
waagerechte Eisenschiene c von U-förmigem Querschnitt so mit der Offnung nach oben
in das Mauerwerk eingelassen und durch mehrere Maueranker verankert, daß die Flan.schoberkanten
in der Ebene des Mauerwerks liegen. Der Hohlraum zwischen den beiden Flanschen der
Schiene c ist so breit, daß die Panzerplatte b in diesem beiderseitig mit geringem
Spiel geführt wird. Die Länge der Schiene c ist gleich der Länge der Panzerplatte
zuzüglich deren vollen Verschiebungsweges. Sie reicht daher, wie Abb. i zeigt, seitwärts
bis zur vollen Tiefe der neben der Fensteröffnung angebrachten Aussparung im Mauerwerk
für die Panzerplatte in ihrer verdeckten Ruhestellung. Zur oberen Führung der Panzerplatte
b ist in dieser Aussparung des Mauerwerks eine weitere waagerechte Schiene c', aber
mit ihrer Öffnung nach unten angebracht, wie Abb. q, zeigt, und ferner sind zur
seitlichen Begrenzung des Verschiebungsweges der Panzerplatte b die senkrechten
Schienen, c" einerseits am linken Ende der Aussparung des Mauerwerks und andererseits
an der rechten Seitenwand der Fensteröffnungen a angebracht, wie Abb. i zeigt. Die
Querschnitte sämtlicher Schienen c' und c" sind gleichfalls U-förmig gestaltet,
und ihre Öffnungen können j e für sich im Mauerwerk verankert sein, aber auch mit
der unteren Schiene c zusammen einen durch Verschweißen verbundenen Führungsrahmen
bilden, der im ganzen in das Mauerwerk eingesetzt und verankert ist. Damit sich
die Panzerplatte b bei ihrer leichten Beweglichkeit durch Erschütterungen nicht
von selbst aus ihrer Verschlußstellung verschieben kann, kann sie an ihrem vorderen
senkrechten Rande mit einigen Löchern versehen. sein, die in der Verschlußstellung
mit ebensolchen Löchern übereinstimmen, die sich an den Flanschen oder an diesen
angeschweißten Augen der an der rechten Fensterwand angebrachten Schiene c" befinden.
Das Feststellen
der Panzerplatte bzw. ihre Sicherung gegen Verschieben
erfolgt dann durch einfache Vorsteckbolz.en, die durch die Löcher der senkrechten:
Schiene c" und gleichzeitig auch durch die entsprechenden Randlöcher der Panzerplatte
b geschoben werden. Zum Schutz gegen das Herausfallen können diese Vorsteckbolzen
auch mit Gewinde versehen sein und die hinteren Flanschlöcher der Schiene c" entsprechendes
Innengewinde haben. In diesem Falle haben die Schraubbolzen handradähnliche Bolzenköpfe,
um ein festes Einschrauben ohne besondere Hilfsmittel zu ermöglichen. Es ist natürlich
auch möglich, den linken Rand der Panzerplatte gleichfalls mit Löchern zu versehen,
jedoch sind in diesem Falle in das rückwärtige Mauerwerk der Aussparung entsprechende
mit Innengewinde versehene Rohrstücke einzulassen, die in der Verschlußstellun:g
der Panzerplatte diesen Randlöchern gegenüberstehen, so daß auf diese Weise beide
Enden der Panzerplatte b festgestellt und diese gegen jede Verschiebung gesichert
ist.
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Wie besonders aus Abb..I ersichtlich, befindet sich im Hohlraum :der
unteren Fii'hrungssch.iene c eine' Kugelschiene, die aus zwei mit Löchern versehenen
Flacheisenschienen d und d' besteht, die in gewissem Abstande waagerecht
übereinanderliegen und durch in gewissen Abständen über deren ganze Länge gleichmäßig
verteilte Abstandbolzen e in ihrer gegenseitigen Lage erhalten werden. Diese Abstandsbolzen
e bestehen im Ausführungsbeispiel aus Flaehgewindeschrauben mit versenkten, geschlitzten
Köpfen und kurzen, sie zwischen den Flacheisensch.ienen d und d' als eigentliche
Abstands:halter umgebenden Rohrstutzen, was den Vorteil bietet, daß man im Bedarfsfalle,
beispielsweise zum Auswechseln etwaiger schadhaft gewordener Kugeln, jeden Abstandshalter
e für sich aus dem Kugelkäfig herausnehmen kann, ohne die Flacheisenschienen in
ganzer Länge auseinanderschrauben zu müssen. Wie aus Abb. 5 und 6 ersichtlich, befinden
sich die erwähnten Löcher für die Kugeln f jeweils dicht neben diesen Abstandsbolzen
e in den Flacheisen d
und d' und sind nach dein Inneren des Kugelkäfigs
der Kugelform entsprechend konisch erweitert. Die Anbringung der Kugellöcher an
diesen besonders durch die dicht daneben befindlichen Abstandsbolzen e versteiften.
Stellen des Kugelkäfigs hat den Torteil, daß man dünnere Flacheisen d und
d' für diesen verwenden kann, die sich zum Auswechseln einer schadhaft 'gewordenen
Kugel f leicht derart auseinanderspreizen lassen, um das Aus-«-echseln vorzunehmen,
wenn man nur die dieser Kugel unmittelbar benachbarten Abstandsbolzen e löst. Der
Durchmesser der Kugeln f ist so gewählt, daß sie, wie die gleichen Abbildungen zeigen,
oben und unten um ein gewisses Maß aus dem Kugelkäfig herausragen. Die auf diese
Weise gebildete Kugelschiene ist frei und längs verschiebbar in den Hohlraum der
unteren Führungsschiene c gelegt und hat eine Gesamtlänge, die der ganzen Länge
der Panzerplatte b zuzüglich der Hälfte von deren ganzem Verschiebungsweg entspricht.
An beiden Enden des oberen Flacheisens d des Kugelkäfigs befinden sich nach oben
aufgebogene Anschläge, deren Aufgabe und Wirkung bereits erwähnt worden sind. Da
der Kugelkäfig auf den Kugeln f um seine Längsachse schwanken kann, was den guten
Lauf der Kugeln beeinflussen könnte, sind an der Oberfläche des oberer. Flacheisens
d einige kleine Platten 1a angebracht und auf deren ganze Länge verteilt,
deren Dicke so gewählt ist, daß sie bei der Verschiebung der auf der Kugelschiene
nach Abb. ¢ frei stehenden Panzerplatte b bis dicht unter deren Unterkante reichen
und auf diese Weise ein seitliches Kippen des Kugelkäfigs verhindern bzw. in sehr
engen Grenzen halten.
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Damit die Panzerplatte b in ihre Führung eingesetzt werden kann, ist
ein Teil i des vorderen Flansches der oberen waagerechten Führungsschiene c' abnehmbar
durch Verschraubuilg mit dieser verbunden, wie Abb. i zeigt. Nach dem Entfernen
dieses Teiles i wird die Panzerplatte b nach dem Verschieben der Kugelschiene in
ihre rechte Endlage einfach mit ihrer Unterfläche in die untere Führungsschiene
c eingesetzt und in ihre senkrechte Lage aufgerichtet. Dann wird der Teil i. wieder
an der oberen Schiene c' festgeschraubt, und das Einsetzen ist beendet.
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Nach dem Einsetzen der Panzerplatte b in ihre Führung wird die im
Ausführungsbeispiel links der Fensteröffnung a befindliche Aussparung des :Mauerwerks
zweckmäßig durch eine Holzwand 1z abgedeckt, wie in Abb. .l. angedeutet. Diese Holzwand
k ist zweckmäßig so in das Mauerwerk eingelassen, daß ihre Oberfläche mit diesem
in gleicher Ebene liegt und beispielsweise durch gleichen Farbanstrich wie der übrige
Teil der Wand des Raumes vollkommen. unsichtbar gemacht werden kann. Ein öffnen
dieser Wandverkleidung k kommt kaum jemals in Betracht, wenn nicht etwa eine schadhafte
Kugel oder aber die Panzerplatte selbst infolge von durch Beschießung verursachter
ernsterer Beschädigung ausgewechselt werden muß. Daher kann diese Wandstelle auch,
beispielsweise durch 2Töbel, verstellt und dadurch gänzlich verdeckt werden.
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An derjenigen senkrechten Kante der Holzverkleidung k, die mit der
linken Seitenwand des Fensters a abschließt, ist durch
Scharniere
ein in der Zeichnung nicht dargestelltes senkrechtes Klappbrett angebracht, welches
in die Fen.gteröffnung a. häneingeplappt wird und den seitlichen Schlitz im Mauerwerk
vollkommen verdeckt, wenn sich die Panzerplatte b in diesem in ihrer Ruhestellung
befindet. Selbstverständlich kann auch der an der rechten Fensterseite angebrachte
Teil der Schienenführung, nämlich die senkrechte Schiene c", durch ein hier angebrachtes
ähnliches Klappbrett verdeckt werden.
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Damit auch der letzte ,sichtbare Teil der Schienenführung, nämlich
die an der unteren Seite der Fensteröffnung eingelassene Führungsschiene c, die
hier teilweise frei liegt, verkleidet und damit unsichtbar gemacht werden kann,
sind, wie Abb. q. zeigt, unten an beiden Seiten der ° Fensteröffnung a kurze -Eisenschienen
iz angebracht, deren Öffnung einander zugekehrt ist, so daß hier ein die ganze Unterseite
der Fensteröffnung verdecken-des, gleichzeitig als Fensterbrett dienendes: Deckbrett
eingeschoben werden kann. Wenn. `man dagegen keinen besonderen Wert auf ein solches
Deckbrett legt, bleibt die Schiene c sichtbar. Da jedoch in diesem Falle, 'wie Abb.
i" zeigt, bei in, Ruhestellung befindlicher Panzerplatte b auch ein Teil der in
der Führungsschiene c befindlichen Kugelschiene sichtbar sein würde, ist es zweckmäßig,
diesen sichtbaren Teil derselben durch ein Scharnier an hochklappbar mit den übrigen
Teil der Kugelschiene zu verbinden, wie Abb. 5 und 6 zeigen. Wird dieser Teil der
Kugelschiene dann in der aus Abb. i ersichtlichen Weise hochgeklappt, dann wird
er gleichfalls durch das erwähnte Klappbrett der Wandverkleidung k abgedeckt und
dadurch unsichtbar. Man bringt aber zweckmäßig dieses Scharnier so an, d.aß der
hochgeklappte Teil der Kugelschiene sich über seine senkrechte Stellung hinaus etwas
schräg gegen die Värderkante der Panzerplatte anlehnt, so daß er nach dem Hochklappen
in dieser Lage verbleibt und nicht von selbst wieder in die Führungsschiene e zurückfallen
kann. Da, wie bereits erwähnt, der Kugelkäfig keinerlei mechanischer Beanspruchung
ausgesetzt ist, hat die Anbringüng des Scharniers na auch keine nachteiligen Folgen.
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Es ist schließlich noch zu erwähnen, daß man die sämtlichen der Verkleidung
dienenden Klappbretter in ihrer Verschlußlage auch plombieren kann, wobei man diese
Verschlußplomben möglichst unsichtbar anbringt, um bei Verletztung dieser Plomben
leicht feststellen zu können, ob ein Unbefugter sie gelöst und sich Kenntnis von
dieser geheimzuhaltend-en Sicherung verschafft hat.
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Es wurde bereits darauf hingewiesen, daß sich auch die schwersten,
in Betracht kominenden Panzerplatten. in ihrer neuen Führung von einer einzigen
Person von Hand ohne weitere Hilfsmittel spielend leicht verschieben lassen. Es
ist also einleuchtend, daß die neue Sicherungseinrichtung t.atsächlicli sämtlichen
an sie zu stellenden Anforderungen restlos in hervorragendster Weise genügt.