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DE713115C - Schusssichere und splitterfreie Panzerplattensicherung fuer Fenster und Tueren von Gebaeuden - Google Patents

Schusssichere und splitterfreie Panzerplattensicherung fuer Fenster und Tueren von Gebaeuden

Info

Publication number
DE713115C
DE713115C DEL94375D DEL0094375D DE713115C DE 713115 C DE713115 C DE 713115C DE L94375 D DEL94375 D DE L94375D DE L0094375 D DEL0094375 D DE L0094375D DE 713115 C DE713115 C DE 713115C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rail
armor plate
ball
plate
armored
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEL94375D
Other languages
English (en)
Inventor
Franz Kitzka
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEL94375D priority Critical patent/DE713115C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE713115C publication Critical patent/DE713115C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41HARMOUR; ARMOURED TURRETS; ARMOURED OR ARMED VEHICLES; MEANS OF ATTACK OR DEFENCE, e.g. CAMOUFLAGE, IN GENERAL
    • F41H5/00Armour; Armour plates
    • F41H5/02Plate construction

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wing Frames And Configurations (AREA)

Description

  • Schußsichere und splitterfreie Panzerplattensichdrung für Fenster und Türen von Gebäuden Zweck und Ziel der Erfindung ist eine Panzerplattensicher.ung für die Fenster und Eingangstüren von für Verteidigungszwecke geeigneten Gebäuden, besonders in Grenzgebieten, wie Zollhäusern, Polizeiunterkünften, Grenzwachen .usw., gegen unmittelbare Beschießung oder- Bombenabwurf. Soweit für die Anbringung dieser Sicherung Gebäude in Betracht kommen, die dem öffentlichen Verkehr dienen, besteht das Bedürfnis, dieselben so anzubringen, daß sie in ihrer Ruhestellung vollkommen unsichtbar sind und somit weder das Vorhandensein überhaupt, noch die Art dieser Sicherung äußerlich erkennbar ist. Die bisher bekanntgewordenen, meist für Luftschutzzwecke verwendeten und aus Stahlplatten bestehenden Sicherungen ähnlicher Art bieten geben unmittelbare Beschießung gewöhnlich keinen ausreichenden Schutz und sind daher für die Zwecke der Erfindung nicht geeignet. Sie bestehen beispielsweise aus gepanzerten Verschlußklappen oder -läden, die an den Fenstern oder Türen in Scharnieren oder Türangeln senkrecht oder waagerecht dreh- bzw. schwenkbar angebracht sind und im Bedarfsfalle vor die betreffende Maueröffnung geschwenkt und in ihrer Verschlußl.äge befestigt werden. Sie können, nur schwer so verkleidet werden, daß säe in ihrer Ruhestellung ,unsichtbar sind, weil sie zum Schließen oder Öffnen einen gewissen freien Raum vor und seitlich der betreffenden Maueröffnung beanspruchen, so daß das Vorhandensein dieser Sicherung einem Kundigen nicht verborgen sein kann. Tun erfordert aber die große Durchschlagskraft der modernen Geschosse verhältnismäßig dicke Panzerplatten aus besonderen Stahllegierungen, deren hohes Gewicht noch dadurch vergrößert wird, daß sie nicht wie bei Luftschutzräumen verkleinerte Fenster- und Türöffnungen verdecken müssen, sondern solche in der übliehen Größe, weil einerseits schon aus dem Vorhandensein ungewöhnlich verkleinerter Fenster und Türen auf das Vorhandensein solcher Sicherungen geschlossen werden könnte und andererseits diese Räume amtlichen Zwecken dienen. und daher hell und geräumig sein müssen. Das Gewicht derartiger Panzerplatten beträgt daher auch dann viele Zentner, wenn man darauf verzichtet, mit ihnen die ganze Fenster- und Türöffnung zu verschließen, sondern sich nur auf das Verschließen des unteren Teiles derb.,'; selben beschränkt. Bei der Anbringung defK= artiger schwerer Panzerplatten in der von Verschlußklappeii oder -läden an der Ge=` bäudewand würde die Verwendung sehr schwerer Scharniere oder Türangeln erforderlich sein. Dabei würde eine geringe Lockerung dieser Halteteile bereits eine Lageänderung dieser Panzerplatten verursachen, die dazu führen könnte, daß sie sich im Bedarfsfalle nicht schließen lassen. Man war daher bisher genötigt, derartige Schwenkläden durch Rollen zu unterstützen oder aber trotz ihrer Unzulänglichlzeit dünnere Panzerplatten als notwendig zu verwenden.
  • An Stelle dieser gepanzerten Verschlußklappen oder -läden hat man auch bereits Luftschutzsic.herungen verwendet, die aus einem Stapel. jederzeit wegnehmbarer schwerer Stahlplatten oder einzelner Bohlen bestehen, die außen eine Blechbewehrung besitzen und die in ihrer Lage gegeneinander durch innere und äußere Halterungen gesichert sind. Zum Schutz gegen die Splitterwirkung hat man diese Sicherungen auch jalousieartig gestaltet, um dadurch gleichzeitig zu erreichen, daß diese licht- und luftdurchlässig sind. Aber auch diese Sicherungen eignen sich wenig zum Schutz gegen unmittelbare Beschießung, da auch sie nicht stark genug hergestellt werden können, weil sonst das Gewicht der Panzerplattenteile zu groß werden würde, so daß sie von einer einzelnen Person nicht eingesetzt «-erden könnten. Auch würde die Anbringung dieser Sicherung zu viel Zeit in Anspruch nehmen. Es besteht daher auch weiterhin das Bedürfnis nach einer leicht herstellbaren und in der Ruhestellung vollkommen unsichtbaren Panzerplattensicherung für die normalen Fenster- und Türöffnungen derartiger Gebäude, die auch bei unmittelbarer Beschießung mit modernen Geschossen unbedingten Schutz bieten und ohne besondere Hilfsmittel von einer einzigen Person in kürzester Frist in ihre Verschlußstellung gebracht werden können.
  • Die den Gegenstand der Erfindung bildendv neue Panzerplattensicherung vermeidet alle bisherigen Nachteile und ist geeignet, dieses Bedürfnis restlos und in einfacher und vollkommener Weise zta befriedigen. Das Neue der Erfindung besteht darin, eine senkrecht stehende, ebene und ausreichend starke Panzerplatte sich in ihrer Ruhestellung seitlich verschiebbar in einer nach der Innenseite gegen - Sicht verkleideten Maueraussparung lieben der zu verschließenden Fenster- oder Türöffnung befindet und im Bedarfsfalle seitlach in dieselbe geschoben wird. Dabei ist die Panzerplatte oben und unten in im -Mauerwerk verankerten Schienen von U-förmigem Querschnitt mit einander zugekehrten Üffnun-Er* geführt, die sie in ihrer senkrechten Steliig halten. Sie steht dabei frei auf einer in der unteren Schienenführung hefindlichen, längs verschiebbaren, mit reibungsvermindernden Mitteln, beispielsweise Kugeln, ausgestatteten Unterlage, die aus zwei waagerecht übereinander angeordneten Flacheisenschienen besteht, die durch Abstandsbolzen in gewissem Abstand voneinander gehalten «-erden und einen Kugelkäfig bilden, aus welchem die eingesetzten Kugeln noch oben und unten uni ein gewisses, geringes Maß herausragen. Diese Kugeln wälzen sich beim Verschieben der Panzerplatte einerseits an deren Unterkante und andererseits auf der Oberfläche der unteren Führungsschiene ab. Dabei entsteht nur eine rollende Reibung, die viel geringer ist als eine gleitende Reibung. Auch behindert der Kugelkäfig dieses Abrollen der Kugeln in keiner Weise, da er bei der Verschiebung nur mitgenommen wird, selbst aber keinen Einfluß auf deren Bewegung ausübt. Da die Panzerplatte frei auf dieser Kugelschiene steht und diese wiederum frei in die untere Führungsschiene eingelegt ist, legt die Kugelffhrungsschiene bei der Verschiebung der Panzerplatte nur die Hälfte von deren Verschiebungsweg zurück. Sie muh also um soviel. länger sein als die Panzerplatte. Die Länge der letzteren ist derart zu wählen, dalr sie in ihrer Verschlußstellung beiderseitig die zu verschließende Maueröffnung um ein gewisses Maß überragt und dadurch sicher verdeckt. Die Länge der unteren Führungsschiene wiederum. ist um das volle Maß der Verschiebung der Panzerplatte größer als diese. Es ist zweckmäßig, an beiden oberen Enden der Kugelschiene aufgebogene Allschläge anzubringen, damit die Panzerplatte bei etwaigem-ungenauem Aufsetzen auf die Kugelschiene sich bei einmaligem Hinundherschieben von selbst in die richtige Lage auf derselben und der Führungsschiene verschieben kann.
  • Will man die Schienenführung in der Maueröffnung nicht besonders abdecken, so daß sie sichtbar bleibt, dann ist es zweckmäßig, die Kugelschiene in demjenigen Teil hochklappbar zu machen, der sonst in der Ruhestellung der Panzerplatte in der Maueröffnung sichtbar bleiben würde. Dieser hochgeklappte Teil der Kegelschiene wird dann von der in jedem Falle anzubringenden seitlichen Schlitzverkleidung in der :@laueröttnung mitverdeckt.
  • Die Höhe der Panzerplatte ist dem Bedarf entsprechend beliebig. Die kann so gewählt werden, daß sie die ganze Maueröffnung verschließt, aber auch niedriger sein und nur den unteren Teil derselben verdecken.
  • Auf diese Weise können selbst die schwersten in Betracht kommenden Panzerplatten von einer Person ohne weitere Hilfsmittt-l von Hand, und zwar mühelos leicht bewegt werden. Das Gewicht der Panzerplatte wird dabei ii1 der ganzen Plattenlänge von festem Mauerwerk aufgenommen, und sicher getragen, so daß ein Kachgeben oder Lockern dieser Lagerung und damit auch eine die Benutzbarkeit der Einrichtung in Frage stellende Lageänderung derselben nicht möglich ist. In der Ruhestellung ist die Panzerplatte durch eine von; der übrigen Gebäudewand nicht zu unterscheidende Verkleidung der erwähnten Maueraussparung dauernd verdeckt. Auch kann diese Wandstelle innen beispielsweise durch Vorstellen von Möbeln. noch «-eiter unkenntlich gemacht werden, da zur Verschiebung der Panzerplatte die Verkleidung der Maueraussparung nicht entfernt und der Innenraum vor und seitlich der zu verschließenden Maueröffnung - nicht benutzt wird. In der Maueröffnung selbst ist nur der seitliche Schlitz sichtbar, in welchem sich die Panzerplatte in ihrer Ruhestellung befindet und ein Teil der Führungsschienen derselben, die aber durch entsprechende Einschieb- oder Klappbretter gleichfalls vollkommen verkleidet werden können.
  • Die neue Art der Lagerung der Panzerplatte hat den weiteren Vorteil, daß sie ohne jede weitere Bearbeitung und auch ohne jedes Zupassen, so wie sie geliefert wird, in die fertig eingebraute und verankerte Führung Ongesetzt werden kann. Das kann im Interesse der Geheimhaltung auch bei Dunkelheit in einfachster Weise un=d ohne Zeitverlust geschehen. Bei einer Bearbeitung an Ort und Stelle könnten nämlich anfallende Metallspäne entwendet und zur Ermittelung der verwendeten Metallegierung verwendet werden. Auch muß das Einsetzen der Panzerplatte rasch erfolgen können, da sie gewöhnlich mit Sehschlitzen, Schießscharten usw. versehen ist, die geheimgehalten werden müssen und in der Ruhestellung der Panzerplatte auch unsichtbar sind.
  • Auf weitere Merkmale und Einzelheiten der Erfindung wird bei der folgenden Beschreibung eines in. der Zeichnung veranschaulichten Ausführungsbeispiels des Erfindungsgegenstandes hingewiesen werden. Als Ausführungsbeispiel ist die erfindungsgemäße Anbringung der Panzerplattensicherung im Inneren eines Gebäudes vor dem unteren Teil eines Fensters gewählt. Es zeigen Abb. i eine Vorderansicht der Panzerplattensicherung in ihrer Ruhestellung nach Entfernung der innerem Wandverkleidung, gesehen vom Inneren des Raumes aus, Abb. 2 eine Seitenansicht der Kugelschiene, Abb. 3 eine Draufsicht auf dieselbe, =Abb. + einen senkrechten Ou°rschnitt durch die Panzerplatte und ihre Lagerung in vergrößertem --Nlaßstabe, Abb.5 eine gebrochene Seitenansicht der Kugelschiene mit ihrer Klappvorrichtung in vergrößertem Maßstabe, Abb. 6 eineDraufsicht auf dieKu.gelschiene nach Abb. 5.
  • Wie ersichtlich, ist a die zu verschließende Fensteröffnung des Ausführungsbeispiels und b die Panzerplatte, die hier nur den unteren Teil des Fensters verdecken soll. Wie besonders deutlich Abb.4 zeigt, ist an der Unterseite der Fensteröffnung a eine waagerechte Eisenschiene c von U-förmigem Querschnitt so mit der Offnung nach oben in das Mauerwerk eingelassen und durch mehrere Maueranker verankert, daß die Flan.schoberkanten in der Ebene des Mauerwerks liegen. Der Hohlraum zwischen den beiden Flanschen der Schiene c ist so breit, daß die Panzerplatte b in diesem beiderseitig mit geringem Spiel geführt wird. Die Länge der Schiene c ist gleich der Länge der Panzerplatte zuzüglich deren vollen Verschiebungsweges. Sie reicht daher, wie Abb. i zeigt, seitwärts bis zur vollen Tiefe der neben der Fensteröffnung angebrachten Aussparung im Mauerwerk für die Panzerplatte in ihrer verdeckten Ruhestellung. Zur oberen Führung der Panzerplatte b ist in dieser Aussparung des Mauerwerks eine weitere waagerechte Schiene c', aber mit ihrer Öffnung nach unten angebracht, wie Abb. q, zeigt, und ferner sind zur seitlichen Begrenzung des Verschiebungsweges der Panzerplatte b die senkrechten Schienen, c" einerseits am linken Ende der Aussparung des Mauerwerks und andererseits an der rechten Seitenwand der Fensteröffnungen a angebracht, wie Abb. i zeigt. Die Querschnitte sämtlicher Schienen c' und c" sind gleichfalls U-förmig gestaltet, und ihre Öffnungen können j e für sich im Mauerwerk verankert sein, aber auch mit der unteren Schiene c zusammen einen durch Verschweißen verbundenen Führungsrahmen bilden, der im ganzen in das Mauerwerk eingesetzt und verankert ist. Damit sich die Panzerplatte b bei ihrer leichten Beweglichkeit durch Erschütterungen nicht von selbst aus ihrer Verschlußstellung verschieben kann, kann sie an ihrem vorderen senkrechten Rande mit einigen Löchern versehen. sein, die in der Verschlußstellung mit ebensolchen Löchern übereinstimmen, die sich an den Flanschen oder an diesen angeschweißten Augen der an der rechten Fensterwand angebrachten Schiene c" befinden. Das Feststellen der Panzerplatte bzw. ihre Sicherung gegen Verschieben erfolgt dann durch einfache Vorsteckbolz.en, die durch die Löcher der senkrechten: Schiene c" und gleichzeitig auch durch die entsprechenden Randlöcher der Panzerplatte b geschoben werden. Zum Schutz gegen das Herausfallen können diese Vorsteckbolzen auch mit Gewinde versehen sein und die hinteren Flanschlöcher der Schiene c" entsprechendes Innengewinde haben. In diesem Falle haben die Schraubbolzen handradähnliche Bolzenköpfe, um ein festes Einschrauben ohne besondere Hilfsmittel zu ermöglichen. Es ist natürlich auch möglich, den linken Rand der Panzerplatte gleichfalls mit Löchern zu versehen, jedoch sind in diesem Falle in das rückwärtige Mauerwerk der Aussparung entsprechende mit Innengewinde versehene Rohrstücke einzulassen, die in der Verschlußstellun:g der Panzerplatte diesen Randlöchern gegenüberstehen, so daß auf diese Weise beide Enden der Panzerplatte b festgestellt und diese gegen jede Verschiebung gesichert ist.
  • Wie besonders aus Abb..I ersichtlich, befindet sich im Hohlraum :der unteren Fii'hrungssch.iene c eine' Kugelschiene, die aus zwei mit Löchern versehenen Flacheisenschienen d und d' besteht, die in gewissem Abstande waagerecht übereinanderliegen und durch in gewissen Abständen über deren ganze Länge gleichmäßig verteilte Abstandbolzen e in ihrer gegenseitigen Lage erhalten werden. Diese Abstandsbolzen e bestehen im Ausführungsbeispiel aus Flaehgewindeschrauben mit versenkten, geschlitzten Köpfen und kurzen, sie zwischen den Flacheisensch.ienen d und d' als eigentliche Abstands:halter umgebenden Rohrstutzen, was den Vorteil bietet, daß man im Bedarfsfalle, beispielsweise zum Auswechseln etwaiger schadhaft gewordener Kugeln, jeden Abstandshalter e für sich aus dem Kugelkäfig herausnehmen kann, ohne die Flacheisenschienen in ganzer Länge auseinanderschrauben zu müssen. Wie aus Abb. 5 und 6 ersichtlich, befinden sich die erwähnten Löcher für die Kugeln f jeweils dicht neben diesen Abstandsbolzen e in den Flacheisen d und d' und sind nach dein Inneren des Kugelkäfigs der Kugelform entsprechend konisch erweitert. Die Anbringung der Kugellöcher an diesen besonders durch die dicht daneben befindlichen Abstandsbolzen e versteiften. Stellen des Kugelkäfigs hat den Torteil, daß man dünnere Flacheisen d und d' für diesen verwenden kann, die sich zum Auswechseln einer schadhaft 'gewordenen Kugel f leicht derart auseinanderspreizen lassen, um das Aus-«-echseln vorzunehmen, wenn man nur die dieser Kugel unmittelbar benachbarten Abstandsbolzen e löst. Der Durchmesser der Kugeln f ist so gewählt, daß sie, wie die gleichen Abbildungen zeigen, oben und unten um ein gewisses Maß aus dem Kugelkäfig herausragen. Die auf diese Weise gebildete Kugelschiene ist frei und längs verschiebbar in den Hohlraum der unteren Führungsschiene c gelegt und hat eine Gesamtlänge, die der ganzen Länge der Panzerplatte b zuzüglich der Hälfte von deren ganzem Verschiebungsweg entspricht. An beiden Enden des oberen Flacheisens d des Kugelkäfigs befinden sich nach oben aufgebogene Anschläge, deren Aufgabe und Wirkung bereits erwähnt worden sind. Da der Kugelkäfig auf den Kugeln f um seine Längsachse schwanken kann, was den guten Lauf der Kugeln beeinflussen könnte, sind an der Oberfläche des oberer. Flacheisens d einige kleine Platten 1a angebracht und auf deren ganze Länge verteilt, deren Dicke so gewählt ist, daß sie bei der Verschiebung der auf der Kugelschiene nach Abb. ¢ frei stehenden Panzerplatte b bis dicht unter deren Unterkante reichen und auf diese Weise ein seitliches Kippen des Kugelkäfigs verhindern bzw. in sehr engen Grenzen halten.
  • Damit die Panzerplatte b in ihre Führung eingesetzt werden kann, ist ein Teil i des vorderen Flansches der oberen waagerechten Führungsschiene c' abnehmbar durch Verschraubuilg mit dieser verbunden, wie Abb. i zeigt. Nach dem Entfernen dieses Teiles i wird die Panzerplatte b nach dem Verschieben der Kugelschiene in ihre rechte Endlage einfach mit ihrer Unterfläche in die untere Führungsschiene c eingesetzt und in ihre senkrechte Lage aufgerichtet. Dann wird der Teil i. wieder an der oberen Schiene c' festgeschraubt, und das Einsetzen ist beendet.
  • Nach dem Einsetzen der Panzerplatte b in ihre Führung wird die im Ausführungsbeispiel links der Fensteröffnung a befindliche Aussparung des :Mauerwerks zweckmäßig durch eine Holzwand 1z abgedeckt, wie in Abb. .l. angedeutet. Diese Holzwand k ist zweckmäßig so in das Mauerwerk eingelassen, daß ihre Oberfläche mit diesem in gleicher Ebene liegt und beispielsweise durch gleichen Farbanstrich wie der übrige Teil der Wand des Raumes vollkommen. unsichtbar gemacht werden kann. Ein öffnen dieser Wandverkleidung k kommt kaum jemals in Betracht, wenn nicht etwa eine schadhafte Kugel oder aber die Panzerplatte selbst infolge von durch Beschießung verursachter ernsterer Beschädigung ausgewechselt werden muß. Daher kann diese Wandstelle auch, beispielsweise durch 2Töbel, verstellt und dadurch gänzlich verdeckt werden.
  • An derjenigen senkrechten Kante der Holzverkleidung k, die mit der linken Seitenwand des Fensters a abschließt, ist durch Scharniere ein in der Zeichnung nicht dargestelltes senkrechtes Klappbrett angebracht, welches in die Fen.gteröffnung a. häneingeplappt wird und den seitlichen Schlitz im Mauerwerk vollkommen verdeckt, wenn sich die Panzerplatte b in diesem in ihrer Ruhestellung befindet. Selbstverständlich kann auch der an der rechten Fensterseite angebrachte Teil der Schienenführung, nämlich die senkrechte Schiene c", durch ein hier angebrachtes ähnliches Klappbrett verdeckt werden.
  • Damit auch der letzte ,sichtbare Teil der Schienenführung, nämlich die an der unteren Seite der Fensteröffnung eingelassene Führungsschiene c, die hier teilweise frei liegt, verkleidet und damit unsichtbar gemacht werden kann, sind, wie Abb. q. zeigt, unten an beiden Seiten der ° Fensteröffnung a kurze -Eisenschienen iz angebracht, deren Öffnung einander zugekehrt ist, so daß hier ein die ganze Unterseite der Fensteröffnung verdecken-des, gleichzeitig als Fensterbrett dienendes: Deckbrett eingeschoben werden kann. Wenn. `man dagegen keinen besonderen Wert auf ein solches Deckbrett legt, bleibt die Schiene c sichtbar. Da jedoch in diesem Falle, 'wie Abb. i" zeigt, bei in, Ruhestellung befindlicher Panzerplatte b auch ein Teil der in der Führungsschiene c befindlichen Kugelschiene sichtbar sein würde, ist es zweckmäßig, diesen sichtbaren Teil derselben durch ein Scharnier an hochklappbar mit den übrigen Teil der Kugelschiene zu verbinden, wie Abb. 5 und 6 zeigen. Wird dieser Teil der Kugelschiene dann in der aus Abb. i ersichtlichen Weise hochgeklappt, dann wird er gleichfalls durch das erwähnte Klappbrett der Wandverkleidung k abgedeckt und dadurch unsichtbar. Man bringt aber zweckmäßig dieses Scharnier so an, d.aß der hochgeklappte Teil der Kugelschiene sich über seine senkrechte Stellung hinaus etwas schräg gegen die Värderkante der Panzerplatte anlehnt, so daß er nach dem Hochklappen in dieser Lage verbleibt und nicht von selbst wieder in die Führungsschiene e zurückfallen kann. Da, wie bereits erwähnt, der Kugelkäfig keinerlei mechanischer Beanspruchung ausgesetzt ist, hat die Anbringüng des Scharniers na auch keine nachteiligen Folgen.
  • Es ist schließlich noch zu erwähnen, daß man die sämtlichen der Verkleidung dienenden Klappbretter in ihrer Verschlußlage auch plombieren kann, wobei man diese Verschlußplomben möglichst unsichtbar anbringt, um bei Verletztung dieser Plomben leicht feststellen zu können, ob ein Unbefugter sie gelöst und sich Kenntnis von dieser geheimzuhaltend-en Sicherung verschafft hat.
  • Es wurde bereits darauf hingewiesen, daß sich auch die schwersten, in Betracht kominenden Panzerplatten. in ihrer neuen Führung von einer einzigen Person von Hand ohne weitere Hilfsmittel spielend leicht verschieben lassen. Es ist also einleuchtend, daß die neue Sicherungseinrichtung t.atsächlicli sämtlichen an sie zu stellenden Anforderungen restlos in hervorragendster Weise genügt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Schußsichere und splitterfreie Panzerplattensicherun:g für die Fenster und Türen von Gebäuden, dadurch gekennzeichnet, daß sich die senkrecht stehende, ebene Panzerplatte (b) herausnehmbar in einem Führungsrahmen befindet, der sich nach einer Seite hin in eine im, Mauerwerk neben der-bei Bedarf zu verschließenden Öffnung vorgesehene, nach. der Innenseite gegen Sicht verkleidete Aussparung erstreckt und aus Führungsschienen (c, c', c") von U-förmigem Ouerschnitt mit einander zugekehrten Öffnungen. besteht, wobei diese Panzerplatte seitlich im ganzen verschiebbar auf einer in die untere Führungsschiene (c) eingelegten Unterlage steht, die aus einem Kugelkäfig mit eingesetzten Stahlkugeln (f) besteht, dessen. waagerechte, mit Löchern für den Durchtritt der Kugeln versehene Flacheisenschienen (d, d') durch in gewissen Abständen über ihre ganze Länge verteilte Abstandsbolzen (e) übereinander in-- ihrer gegenseitigen Lage erhalten werden.
  2. 2. Panzerplattensicherung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der Kügelschiene gleich der Länge der Panzerplatte zuzüglich von deren halbem Verschiebungswege ist.
  3. 3. Panzerplattensicherung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der in der Ruhestellung der Panzerplatte (b) in der unteren Führungsschiene (c) der Maueröffnung sichtbare Teil des Kugelkäfigs der Kugelschiene mittels eines Scharniers (in) aufklappbar mit dem übrigen Teil des Kugelkäfigs verbunden ist Lind beim Hochklappen im seitlichen Mauerschlitz gegen Sicht verdeckt ist.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3729048A1 (de) * 1987-08-31 1989-03-09 Siemens Ag Objektschutz fuer einen transformator mit grosser nennleistung
DE102017218624A1 (de) * 2017-10-18 2019-04-18 Siemens Aktiengesellschaft Beschussbeständiges elektrisches Gerät

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE3729048A1 (de) * 1987-08-31 1989-03-09 Siemens Ag Objektschutz fuer einen transformator mit grosser nennleistung
DE102017218624A1 (de) * 2017-10-18 2019-04-18 Siemens Aktiengesellschaft Beschussbeständiges elektrisches Gerät
EP3669387A1 (de) * 2017-10-18 2020-06-24 Siemens Aktiengesellschaft Beschussbeständiges elektrisches gerät

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