DE708460C - Verfahren zur Durchfuehrung thermischer Zersetzungen von Salzen oder von Calcinierprozessen - Google Patents
Verfahren zur Durchfuehrung thermischer Zersetzungen von Salzen oder von CalcinierprozessenInfo
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Description
- Verfahren zur Durchführung thermischer Zersetzungen von Salzen oder von Calcinierprozessen Die Durchführung thermischer Zersetzungen von Salzen oder auch von Calcinierprozessen im Gleichstrom bedeutet gegenüber dem Gegenstromverfahren einen erheblichen technischen Fortschritt durch die Möglichkeit einfacherer Apparatur und niedrigerer Anlagekosten.
- Der Nachteil des Gleichstromverfahrens besteht darin, daß ein Teil des in flüssiger Form in den Keaktionsraum eingebrachten Gutes durch den schnell bewegten Gasstrom an die MTandungen des Reaktionsraumìes getragen wird und dort Anbackungen bildet, die zu Betriebsstörungen führen.
- Erfindungsgemäß wird zur Beseitigung dieses Nachteils für Calcinierprozesse und thermische Zersetzungen von Salzen, bei denen das flüssige, geschmolzene oder schmelzende Gut parallel zur Längsachse in einen Keaktionsraum eingestäubt und mit im Gleichstrom geführten Heizgasen behandelt wird, zur Vermeidung von Anbackungen erstmalig vorgeschlagen, die Abmessungren des Reakzionsraumes derart zu wählen, daß im erweiterten Eintrittsteil des Reakwionsraumes die Gasgeschwindigkeit etwa 0,5 m/Sek. gegenüber 2 bis 3 m/Sek. im Austrittsteil des Reaktionsraumes beträgt. Bei der Wahl der Abmessungen des Reaktionsraumes ist natürlich zu beachten, daß die Gasgeschwindigkeit nicht nur durch Änderung des Turmdurchmessers geändert wird, sondern auch durch im Laufe des Verfahrens eintretende Änderungen des Gasvolumens, z. B. infolge von Temperaturabfall oder von der Abspaltung gasförmiger Stoffe.
- Aus der beigefügten Zeichnung ist der Aufbau eines für die Durchführung des Verfahrens der vorliegenden Erfindung anwendbaren Reaktionsturmes ersichtlich.
- I bezeichnet den oberen Teil des Reaktionsturmes, 2 den unteren Teil - des Reaktionsturmes, der entsprechend der gewünschten Gasgeschwindigkeit ringförmig aufgeweitet ist und durch ein konisches Zwischenstück in den Oberteil übergeht. 3 bezeichnet den um den unteren Teil ringförmig liegenden Kanal für die Heiz- bzxv. Reaktionsgase, welche von diesem durch die Öffnungen 4 in den Reaktionsraum eintreten. Das zu zerstäubendy Material wird durch die Rohrleitung 5 mi der Düse 6 eingetragen. Das FertigprodWt verläßt mitsamt den Gasen den Reaktions raum bei 7, beide werden im StaubabscheiderS voneinander getrennt. Der Reaktionsraum kann auch liegend angeordnet sein.
- An sich sind Reaktionstürme tnit verschieden weiten Teilen schon bekannt; man hat aber in ihnen andere Verfahren durchgeführt und insbesondere eine andere Führung von Gut und Heizmittel gewählt.
- Beispielsweise hat man schon bei der Trocknung von Blutpulver das Gut winklig zur Richtung des Heizgasstromes in einen solchen Turm eingeblasen. Das getrocknete Gut fällt dann auf einen Boden und wird von diesem abgeführt. Das ist nur bei diesem besonders gearteten Gut möglich. Bei thermischen Zersetzungen von Salzen oder bei Calcinierpro zessen würde das Gut sintern und zusammenbacken.
- Alaun hat auch schon Lauge zur Gewinnung des in der Lauge gelösten Stoffes durch Düsen in einen oben erweiterten erhitzten Raum entgegen dem aufsteigenden Strom der Verbrennungsgase und der Destillationsprodukte eingespritzt, und zwar bei einer Temperatur von etwa I400°, wobei die Düsen nach einem gerneinsamen Mittelpunkt gerichtet und mit vorgewärmter Luft vorgewärmt wurden. Es handelt sich hier in ÄÄ'irklichkeit um ein Gepenstromverfahren und auch nicht um eine thermische Zersetzung von Salzen oder um eine Calcinierung.
- Endlich hat man schon in einem oben erweiteren Turm die Zerstäubung einerFlüssigkeit etwa quer durch den Strom der Arbeitsgase vorgenommen: es liegen also auch hier die Yerhältnisse des Gegenstromverfahrens vor. Es wird ausdnidlich hierbei die Erzeugung eines \Virbelstroms etwa spiralförmiger Art bezweckt und in diese Spirale das zu verarbeitende Gut eingeblasen. Bei Calcinierprozessen oder thermischen Zersetzungen von Salzen würde das mit Sicherheit zu Ansätzen an den Seitenwandungen und damit gerade zu den gefürchteten Betriebsstörungen führen.
- Gegenüber den mit einer Anfangsgeschwindigkeit von etwa 0,5 m/Sek. in einem Turm mit gleichbleibendem Durchmesser durchgeführten Gleichstromverfahren ist geltend zu machen, daß, abgesehen vom geringeren Raum-und Materialbedarf des sich verengenden Turmes infolge der großen Gasgeschwindigkeit, das fertige Gut unbedingt mit dem Gas aus dem Turm herausgetragen wird. Bei einer geringeren Gasgeschwindigkeit tritt eine Sichtung des Materials ein; auch kann das Gut bei zu langer Verweilzeit im Turm unerwünschte Veränderungen, z. B. Farbänderungen, erleiden. Endlich ist als weiterer Vorteil der Anwendung eines sich verengenden Turmes zu erwähnen, daß dieser Turm infolge geringerer Oberfläche geringere Strahlungsverluste aufweist und dementsprechend unter Wärmeersparnis betrieben werden kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Durchführung thermischer Zersetzungen von Salzen oder von Calcinierprozessen, bei denen flüssiges, geschmolzenes oder unmittelbar nach dem Einstäuben schmelzendes Gut parallel zur Längsachse in einen Reaktionsraum eingestäubt und mit im Gleichstrom geführten Heizgasen behandelt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Abmessungen des Reaktionsraumes derart gewählt sind, daß im erweiterten Eintrittsteil des Reakionsraumes die Gasgeschwindigkeit etwa 0,5 m/Sek. gegenüber 2 bis 3 m/Sek. im Austrittsteil des Reaktionsraumes beträgt, wobei die beiden Teile des Reaktions raumes durch einen konischen Teil verbunden werden.
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