DE7035243U - Gewebeschalung. - Google Patents
Gewebeschalung.Info
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- E02B3/12—Revetment of banks, dams, watercourses, or the like, e.g. the sea-floor
- E02B3/122—Flexible prefabricated covering elements, e.g. mats, strips
- E02B3/127—Flexible prefabricated covering elements, e.g. mats, strips bags filled at the side
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Description
Dr.-Ing. Holzhäuser
Dipl. - Met. Goldbach
Dipl.-'m. ι chieferdecker Dr.H.
Dipl. - Met. Goldbach
Dipl.-'m. ι chieferdecker Dr.H.
Patentanwälte
-FtND CHAMMAIN
Herrnstraße 37 · Telefon 38 83 84
Herrnstraße 37 · Telefon 38 83 84
ARO-VA Nie der lenz- AG= } Nieaerienz - Schweiz und
LOEINGER & Co. AG., Bern - Schweiz
Gewebeschalung
Die Erfindung Detrifft eine Gewebeschalumg; für erhärtende
Massen mit zvrei Gewebelagen, die durch zahlreiche über ihre
Fläche verteilte Stegfäden in begrenztem Abstand voneinander gehalten werden.
Gewebeschalungen werden beispielsweise zur Befestigung von
Ufern und Böschungen oder zur Auskleidung von Reservoirs und Kanälen verwende+-. Dabei wird die Gewebe schalung in Form von
Matten an der vorgesehenen Stelle ausgelegt und anschliessend unter Druck mit z.B. Flüssigbeton gefüllt. Während des Füllvorganges
passt sich die entsteher<ie Betonmatte dem vorhandenen
Untergrund nachgiebig an und nacn Terhärten des Betons entsteht eine feste Betonwand.
Beim prallen Auffüllen der Gewebesehalung erhält die Oberfläche
der Schalung zahlreiche Wölbungen, deren Bogenweite dem Abstand zwischen den beide Gewebelagen verbindenden Stegfäden
oder Stegstäben entspricht. Die sich dabei ergebenden zahlreichen Einschnürungen führen zu einer verminderten
Festigkeit der entstehenden Betonwand. Man ist deshalb bestrebt, die somit vorhandenen Dickenunterschiede zwischen
den Einschnürungsstellen und den Stellen grösster Auswölbung durch Erhöhung der Zahl der Stegfäaen oder Stegelemerte und
damit zahlreichere kleinere Auswölbungen gering zu halten.
Der vorliegenden Erfindung liegt: die Aufgabe zugrunde, eine
Gewebesehalung zu schaffen, die sich mit geringem Aufwand an Arbeit mit besonders zahlreichen Stegfäden auf einfache
Weise herstellen lässt und die im Vergleich zu bekannten Ausführungen einem besonders hohen Innendruck ausgesetzt werden
kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe eignet sich erfindungsgemäss eine
Gewebesehalung, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Stegfäden durch Kettfaden eines Doppelgewebes gebildet sind, die
zwischen oberem und unterem Gewebe wechseln und aass diese Stegkettfäden langer sind als die übrigen Grundkettfäden der
Gewebe, so dass beim Füllen der Gewebeschalung oder Auseinanderziehen
beider Gewebelagen die schlaufenförmig im Ober-
und Untersewebe eingewebte ÜberläntEe der Steekettfäden aus
dem Gewebe ausgezogen wird und sie den sich bildenden Abstand
zwischen beiden Gewebelagen begrenzt.
Werden die Gewebelagen voneinander entfernt, z.B. durch Einfüllen von Flüssigbeton in die an ihrem Rand abgedichtete
j Gewebeschalung, so würden die Stegfäden einer wesentlichen
Zugbeanspruchung ausgesetzt, sobald ihre gesamte Überlange
aus dem Gewebe ausgezogen wurde. Dies führt an den Stellen, an denen dis Stegkettfäden das Ober- oder Untergewebe verlassen,
um durch den Zwischenraum zwischen beiden Gewebelagen zur gegenüberliegenden Gewebelege überzuwechseln und
an denen sie einen letzten Schussfaden über- oder untergreifen, zu einer örtlich besonders hohen Beanspruchung dieser
Schussfäden. Beisst dieser Schussfaden, so reissen auch
die darm anschliessend beanspruchten Schussfäden, so dass
das Gewebe aufreisst. Um die Gewebeschalung einem hohen
Innendruck aussetzen zu können und um für die übrigen Schussfäden ein Material geringerefFestigkeit verwenden
zu können, empfiehlt es sich, beide Gawebelagen an den Stellen, an denen die Stegkettfäden vom ObeT- zum Untergewebe
oder umgekehrt wec1 sein, mit Verstärkungsschussfäden
zu versehen, wobei beispielsweise jeweils mehr als ein Verstärkungsschussfaden von den Stegkettfäden übergriffen
wird.
Bei grösserer Schalungsdicke, d.h. bei grösserer Überschussläüge
der 5t«gfc"«t-fefäden gegenüber den Grundkettfäden ist es
vorteilhaft, diese Überlange nicht mehr durch Einfüllen des
Betons aus dem Ober- und Untergewebe auszuziehen, sondern
dan Doppelgewebe durch eine Spannvorrichtung auseinanderzuziehen. Die mechanische Beanspruchung der Stegfäden, die
beim Ausziehen durch den Einfülldruck des Betons durch die Anwesenheit des Betons vergrÖssert ist, wird dadurch verringert.
im folgenden wird die erfindungsgemässe Gewebeschalung an
Hand der Figuren näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Schnittdarstellung des Doppelgewebes
vor dem Ausziehen der Überlänge der Stegkettfäden, mit in Ketti'ichtung verlaufender
Schnittebene,
Fig. 2 eine Schnittdarstellung entsprechend Fig. 1, jedoch mit auseinandergezogenen Gewebelagen und
somit ausgezogener Überlange der Stegkettfäden,
Fig. 3 eine Aufsicht auf einen Ausschnitt der Gewebeschalung
mit schematischer Darstellung des Verlaufs der Stegkettfäden,
Fig. 4a und 4b Querschnitte durch gefüllte Gewebeschalungen
mit gröaserem und kleinerem Abstand der Stegfäden voneinander.
Wie ii Fig. 1 und ~i> dargestellt, sind die Stegkettfäden 1,
von denen in Pie. 1 nur einer zu sehen ist, in Kettrichtung
hintereinander abwechselnd in das Obergewebe 2 und das Untergewebe
t> eines Doppelgewebes eingewoben. In Fig. J ist der
otegkettfadenverlauf, je nachdem, ob er im Ober- oder Unter-
£uwebe erfolgt, durch eine ausgezogene Linie '\ oder eine
gestrichelte Linie 5 scLematisch dargestellt. Aus dieser
Figur ist ersieh1lieh, dass bei diesem Beispiel neb leinander
verlaufende Stef "ttfäden in unterschiedlicher abwechselnder
Folge vom Untert webe zum Obergewebe wechseln. An den Stellen
6, an denen dieser Wechsel erfolgt, ist das Obergwebe und das
Unte~gewebe durch die Stegfäden verbunden.
Da die Stegkettfädeijmit grösserer Geschwindigkeit als die
Grundkettfäden des Gewebes in die Webmaschine eingeführt werden, stauen sich diese Kettfaden, wie in Fig. 1 dargestellt.
in Form von zahlreichen kleinen Schlaufen 7 zwischen den Schussfäden zusammen, so dass sie sich im fertigen Gewebe
beim Verlassen der Maschine in Form von sich in Abständen
wiederholenden raupenförmigen Gebilden
<bzeichnen. ..ird nun das Doppelgewebe, z.B. durch Vernähen ?:. ::<-ί;;οη ..'indorr:
abgedichtet so dass eine p/. n>'hlon:if-r.f ..<
h^l·.!^ ·:.:. ;'.«iit. , .-..-,
können durch Einfüllen von 7..H. r'l ;ija.^t .■* t.-.i, :--l-'J'· ..a^r-r:
one A> des Depp« I^ e weher, ic w»:i.t. vor·».·! η -ί r;-. ι»·: ·■■;:'. f»-;;i' wi·:^!'·.'.,
bis durch d*in npA.:\lf'..r.ncen \1\ιμ, au:" Il-- .,ι-ί.;!.»·!.'.!'mOi·.1. 1^'·
eingewebte Überlang*.· rtur-i^t;?.^.^:: wr'!- uno -.omit, ii.*- .!ci
fen 7 verschwunden sind. Die eingewebte Überlange entspricht
dann der Länge der, wie in Fig. 2 dargestellt, "beide Gewebelagen verbindenden Fadenstücke 8 bzw. dem Abstand zwischen
den Gewebebahnen 2 und 3 an den Verbindungsstellen 6. L^e
Streckung der Stegkettfäden bzw. das Ausziehen ihrer Überlange aus den Gewebelagen kann auch in einem Spannrahmen
erfolgen, in dem das Obergewebe und Untergewebe in entgegengesetzter Richtung auseinandergezogen werden. Dieses Auseinanderziehen
im Spannrahmen hat gegenüber dem Ausweiten der Schalung durch den einströmenden Beton den Vorteil dass die
dabei übei die Schussfäden 9 gleitenden Stegkettfäden 1 sich
nicht an scharfkantigen Beätandteilen der Betonmasse reiben können.
Unter dem Innendruck der noch flüssigen Betonmasse nimmt die Gewebeschalung die in der Fig. 4a oder 4b dargestellte Querschnittsform
8Ji, Je nach der Anzahl der Stegkettfäden weist
die Gewebeschalung, wie in den Figuren 4a und 4b gezeigt, mehr oder weniger zahlreiche Einschnürungen an den Bef^Ftigungsstälen
6 auf. Ein Vergleich dieser Figuren zeigt auch, dass bei einer grossen Zahl von Verbindungsstellen 6 der Abstand
zwischen den beiden G«~webelagen und damit die Dicke
der entstehenden Betonwand an den Stellen grösster Auswölbung gegenüber den Eins chnürungs st eilen im Beispiel nach
Fig. 4b mit zahlreichen kleineren Auswölbungen weniger
schwankt, sich somit eine grösser-e mittlere tfanddicke und
j weniger tiefe Einkerbungen ergeben.
In den Beispielen nach Fig. 1 und 2 ist das Ober- r "d Unter-
gewebe an den Stellen, an d=aen die Stegkettfäden vom Oberzum
Untergewebe oder umgekehrt wechseln, mit jeweils zwei Verstär-kungsschussfäden 10 versehen, die von den Stegkettfäden
übergriffen werden. An diesen Stellen erfolgt, wie Fig. 2 zeigt, enne starke Umlenkung der Kettfäden, so dass
bei starkem Zug an den Fadenstücken 8 die als Schussfaden geführten Verstärkungsfäden 10 in Kettrichtung aneinandergeschoben
werden und sie somit die sich an dieser Stelle konzentrierende Spannung gemeinsam aufnehmen können. Sie sind
deshalb auch vorteilhaft aus einem besonders festen Material hergestellt. L^ne stärkere Zusammendrängung der Verstärkungsfäden
sowie der sich anschliessenden Schussfäden durch den Zug an den Steg.fadenstücken 8 erfolgt bei gefüllter Schalung
nicht, da die Schussfäden durch den Innendruck in der Schalung unter Zugspannung stehen.
Die Zahl der vorzusehenden Stegkettfäden sowie die Zahl ihrer Wechsel vom Obergewebe zum Untergewebe, somit die Anzahl
der beide Gewebelagen verbindenden Stegfadenstücke 8,
lässt sich aus dem beim Füllen der Gewebeschalung auftretenden
Innendruck sowie der Zugfestigkeit der Stegkettfäden berechnen. Wirddie Gewebeschalung mit Gefälle, z.B. zur Be-
festigung eax.·.. Uferböschung, verwendet, so ergibt sich der
entstehende Trinendruck aus der statischen Druckhöhe des flüssigen
iüllmaterials. Bei der Bestimmung der Zugfestigkeit
der zi verwendenden Stegkettfäden muss berücksichtigt werden,
dass diese Fäden in Beton nur eine wesentlich geringere Festigkeit haben, die sich durch einen entsprechenden Versuch leicht
; ermitteln lässt.
Claims (3)
1. Gewebeschalung für erhärtende Massen mit zwei Gewebelagen,
die durch zahlreiche über ihre Fläche verteilte Stegfäden in begrenztem Abstand voneinander gehalten
werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Stegfäden (1) durch zwischen oberem (2) und unterem (3) Gewebe wechselnde
Kettfäden eines Doppelgewebes gebildet sind und diese Stegkettfäden (1) langer sind als die übrigen Grundkettfäden
der Gewebe (2,3)·
2. Gewebeschalung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass beide Gewebelagen (2,3) an den Stellen (6), an denen
, die Stegkettfäden (1) von Obergewebe (2) zum üntergewebe (3) oder umgekehrt wechseln, mit Verstärkungsschussfäden
(10) versehen sind.
3. Gewebeschalung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass die Stegkettfäden (1) jeweils mindestens zwei Verstärkungsschussfäden (10) übergreifen.
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