DE692939C - Verfahren zur Sterilisation medizinischer Instrumente und Geraete - Google Patents
Verfahren zur Sterilisation medizinischer Instrumente und GeraeteInfo
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- DE692939C DE692939C DE1934L0085706 DEL0085706D DE692939C DE 692939 C DE692939 C DE 692939C DE 1934L0085706 DE1934L0085706 DE 1934L0085706 DE L0085706 D DEL0085706 D DE L0085706D DE 692939 C DE692939 C DE 692939C
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Classifications
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61L—METHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
- A61L2/00—Methods or apparatus for disinfecting or sterilising materials or objects other than foodstuffs or contact lenses; Accessories therefor
- A61L2/02—Methods or apparatus for disinfecting or sterilising materials or objects other than foodstuffs or contact lenses; Accessories therefor using physical phenomena
- A61L2/04—Heat
- A61L2/06—Hot gas
- A61L2/07—Steam
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- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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- Public Health (AREA)
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- Apparatus For Disinfection Or Sterilisation (AREA)
Description
- Verfahren zur Sterilisation medizinischer Instrumente und Geräte Medizinische Instrumente hat man bishex seit vielen Jahren in einem Wasserbad bei einer Temperatur von ioo bzw. etwa iao° sterilisiert. Um das Rosten der Instrumente nach der Sterilisation zu verhindern, hat man dem für,die Sterilisation benutzten Wasserbad Soda zugesetzt. Dieses mit einem Wasserbad arbeitende Verfahren weist verschiedene Nachteile 'auf. Das Sterilisieren findet in einem Behälter statt, dessen Flüssigkeit entweder durch Dampfschlangen, Gasheizung oder elektrische Heizung .erhitzt wird. Bei einem solchen Verfahren ist die Anheizzeit verhältnis-. mäßig lang, die vergeht, bis die eigentliche Sterilisation überhaupt einsetzt. Diese Zeit beträgt z. B. bei einem der üblichen Apparate von ungefähr 15 1 Flüssigkeitsinhalt und Gas-Iheizung ungefähr 3o Minuten, bei elektrischer Heizung noch länger. Hierzu kommen i o Minuten für den erforderlichen Anstieg. des Druckes auf i atü (iao°), woran sich noch die eigentliche Sterilisierzeit anschließen muß. Dies ergibt insgesamt eine Zeit von beinahe i Stunde, die für den Arzt, insbesondere in dringenden Fällen, eine untragbare Wartezeit bedeutet. Bei einer mehrmalig hintereinander erfolgenden Benutzung der Vorrichtung wird die Anheizzeit natürlich .entsprechend verkürzt.
- Es ist auch bereits versucht worden, medizinische Instrumente und Geräte mit gespanntem Dampf zu sterilisieren. Dieses Verfahren würde gegenüber dem Auskochen der Instrumente in einer Sodalösung nach dem erstbeschriebenen Verfahren einen erheblichen Fortschritt darstellen.
- Durch Einleiten von gespanntem Dampf in einen geschlossenen Behälter (Autoklav) ist. es möglich, in diesem. Behälter schon binnen i Minute einen Dampfdruck von i atü zu erzielen. Die Erfahrung hat gezeigt, daß ein Verbleiben der Instrumente während ungefähr, 5 Minuten in einem solchen Dampf von i atü vollständig genügt, um alle Keime und Sporen restlos zu vernichten. Diesem Verfahren haftet aber der erhebliche Nachteil an, daß. die dampfsterilisierten Instrumente eine starke Neigung zur Oxydation zeigen. Es ist dabei zu berücksichtigen, daß die vernickelten oder verchromten, aus Stahl bestehenden Instrumente des Arztes durch- Gebrauch Stellen aufweisen, an denen entweder die Vernicklung oder Verchromung schadhaft geworden oder schon eine gewisse Oxydation des Stahles eingetreten ist. An diesen Stellen macht sich nach der Dampfsterilisation eine verstärkte Rostbildung bemerkbar. Sobald die Instrumente nach der Sterilisation mit der Außenluft in Berührung kommen, tritt an diesen Stellen eine starke Rostbildung ein, wobei es zu berücksichtigen ist, daß die Instrumente in diesem Zustand längere Zeit bereit liegen. Dieses Rosten der Instrumente wird erfindungsgemäß dadurch wirksam verhütet, daß zur Sterilisation mittels gespannten Dampfes die Instrumente vor der Dampfsterilisation mit einer Rostschutzflüssigkeit, z. B:. Soda-. Lösung, in innige Berührung gebracht#w'Cden. Es ist zwar bekannt, zur AufnaA'c@`iie von gärenden Flüssigkeiten bestimmte Leitungen und Fässer, wie z. B. Bierleitungen, durch Dampf zu reinigen und hierbei eine Sofialösung zu verwenden, die durch den Dampf in fein verteiltem Zustand reit fortgerissen wird. Hier wird jedoch die Sofialösung nur als Desinfektions- und Reinigungsmittel, nicht dagegen als Rostschutzmittel benutzt.
- Um nach der Erfindung die Instrumente oder Geräte mit der Rostschutzflüssigkeit in innige Berührung zu bringen, ist es besonders vorteilhaft, diese vor dem Einbringen in den Dampfautoklaven in eine Rostschutzflüssigkeit, zweckmäßig alkalischer Art, z. B. Sofialösung, zu tauchen. In diesem Fall ist es nicht notwendig, die verwendete Rostschutzflüssigkeit steril zu machen bzw. steril zu halten, da die an den Instrumenten haftende Sofialösung im gespannten Dampf des Autoklaven mit den Instrumenten zusammen sterilisiert wird. Zum Eintauchen der Instrumente sind keine besonderen Geräteerforderlich, und eskönnen die bisher verwendeten bekannten durchlochten oder siebartigen Instrumenteschalen zum Eintauchen benutzt werden. Sofern Soda als Röstschutzmittel benutzt wird, wird zweckmäßig eine Sodalösung von mehr als t olo verwendet. Das Eintauchen nimmt kaum Zeit in Anspruch, da die Erfahrung gezeigt hat, daß schon ein Eintauchen von ein paar Sekunden vollständig genügt, um eine Rostentstehung vollkommen auszuschließen.
- Bei einer anderen Ausführungsform des Verfahrens können gegebenenfalls auch entsprechende Düsen benutzt werden, durch die vor der Sterilisation eine verdünnte alkalische Lösung in Sprayform über die metallenen Gegenstände zerstäubt oder verspritzt wird..
Claims (1)
- FATrNTANSI'hÜCEIE: i. Verfahren zur Sterilisation medizinisch er Instrumente und Geräte unter Verwendung eines Röstschutzmittels, dadurch gekennzeichnet, daß zur Sterilisation mittels gespannten Dampfes die Instruments vor der Dampfsterilisation mit .einer Rostschutzflüssigkeit, z. B. Sodälösung. in innige Berührung gebracht werden. 2: Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Instrumente vor dem Einbringen in den Sterilisationsapparat in die Rostschützflüssigkeit getaucht werden.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE1934L0085706 DE692939C (de) | 1934-04-13 | 1934-04-13 | Verfahren zur Sterilisation medizinischer Instrumente und Geraete |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE1934L0085706 DE692939C (de) | 1934-04-13 | 1934-04-13 | Verfahren zur Sterilisation medizinischer Instrumente und Geraete |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE692939C true DE692939C (de) | 1940-06-29 |
Family
ID=7285958
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE1934L0085706 Expired DE692939C (de) | 1934-04-13 | 1934-04-13 | Verfahren zur Sterilisation medizinischer Instrumente und Geraete |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE692939C (de) |
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE919504C (de) * | 1949-06-29 | 1954-10-25 | Hans Herbert | Verfahren zum Sterilisieren aerztlicher und zahnaerztlicher Instrumente |
-
1934
- 1934-04-13 DE DE1934L0085706 patent/DE692939C/de not_active Expired
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE919504C (de) * | 1949-06-29 | 1954-10-25 | Hans Herbert | Verfahren zum Sterilisieren aerztlicher und zahnaerztlicher Instrumente |
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