DE685525C - Verfahren zum Herstellen eines Verschlusses durch eine Naht an Schuhschaeften, die aus einem Stueck bestehen, und nach diesem Verfahren hergestellter Schuhschaft - Google Patents
Verfahren zum Herstellen eines Verschlusses durch eine Naht an Schuhschaeften, die aus einem Stueck bestehen, und nach diesem Verfahren hergestellter SchuhschaftInfo
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- DE685525C DE685525C DED78296D DED0078296D DE685525C DE 685525 C DE685525 C DE 685525C DE D78296 D DED78296 D DE D78296D DE D0078296 D DED0078296 D DE D0078296D DE 685525 C DE685525 C DE 685525C
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- A43B—CHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
- A43B23/00—Uppers; Boot legs; Stiffeners; Other single parts of footwear
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Description
- Verfahren zum Herstellen eines Verschlusses durch eine Naht an Schuhschäften, die aus einem Stück bestehen, und nach diesem Verfahren hergestellter Schuhschaft Bei Schuhen und Stiefeln, auch bei Scluiürschuhen und Stiefeln mit Druckknöpfen, hat man bisher fast immer die Verschlußnaht in die Mitte der Ferse verlegt. Hierbei tritt im besonderen bei Militär-, Sport- und Wanderstiefeln immer wieder der Mangel auf, daß sich die Naht oberhalb der Ferse durch die dauernde Faltenbildung und Knickbeanspruchung löst und der Deckstreifen aufbricht, so daß namentlich bei Langschäftern aus einem Stück an den beanspruchten Stellen ein vorschneller Verschleiß eintritt.
- Man hat schon vielfach versucht, diesem übelstand durch seitliches Verlegen des Verschlusses neben den Reihen oder an den Knöchel abzuhelfen. Hierdurch ging aber die für den glatten Schluß des Stiefels erforderliche Wölbung .an Ferse und Wade verloren, und statt der nach Maß geschwungenen Nahtlinie entstand eine gerade Fersen-Waden-Linie im Leder mit viel Spielraum, der wieder Fußschäden verursachte. Auch dahin gehende Wallkversuche brachten keinen brauchbaren Erfolg.
- Man hat dann auch seitliche Druckknopfverschlüsse vorgeschlagen, die zwar durch maßhaltende Form einen guten Schluß gaben, aber andere Nachteile, wie Eindringen von Schmutz und Wasser oder selbsttätiges Aufspringen, mit sich brachten. Die übrigen bekannten Ausführungsformen von Schuhschäften aus einem Stück mit seitlichen Schlußnähten ergaben keine maßgebundene Form, so daß die bekannten Nachteile eintraten. Bei solchenAusführungsformenwvurde auch schon zur symmetrischen Nahtanordnung eine Blindnaht verwendet.
- Die Erfindung bezieht sich auf einen seitlichen Nahtverschluß für einstückige Schäfte, die unsymmetrisch geschnitten sind, bei denen gemäß der Erfindung die Ränder der nach dem genommenen Maß entstandenen ungleichen Schnittlinien überlappend derart zusammengezogen und miteinander vernäht werden, daß die Gberlappungsnaht seitlich der Ferserimittellinie in der Fußhöhlung zwischen Knöchel und Ferse liegt, wobei durch die Überlappungsnaht der über die Ferse g-_ zogene Schaftteil dein genommenen Maß na@,r".-so in die erforderliche Wölbung gehre'^' wird, daß die Naht neben der Fersen mift= linie, in Richtung der Fußlängsachse gesehen, eine gerade Linie ergibt. Hierbei können die Randschnittlinien sogar entgegengesetzte Krümmung haben. Die überlappte Naht ist auf der Innenseite des Schaftes mit einem bekannten Schlupfstreifen überdeckt, der ebenso wie die Außenseite mit einer symmetrischen Blindnaht versehen ist.
- Die neue Verschlußart durch eine Naht ist aus der Zeichnung beispielsweise ersichtlich. Abh. i zeigt den -Schnitt -eines Langschaftes mit ungleichen Schaftseiten und ungleich en Schnitträndern.
- Abb.2 ist die Ansicht eines vernähten Schaftes mit seitlicher Naht.
- Abb.3 zeigt die fertigvernähte Schaftrückseite.
- In Abb. i ist der Schnitt eines Langschaftes i aus einem Lederstück dargestellt, der mit dem Ristausschnitt 2 versehen ist, wobei die .eine Seite a breiter ist als die andere Seite b in b:ezug auf die Mittellinie A-B. Je nach der Verschiedenheit der Fersen- und Wadenform des Trägers können die Randlinien 3, 4 ,gleich oder verschieden sein. Beim Aufnähen der Schaftränder wird die breitere Seite a auf die schmälere Seite b überlappt aufgenäht, so daß die Naht 5 entsteht. Dieses Vernähen erfolgt derart, daß allmählich, der Randlinie folgend, die beiden Ränder 3, 4, obwohl sie entgegengesetzt gebogen sind, leicht überlappend zusammengeführt werden, so daß an sich eine Kurvennaht entsteht, wie sie seitlich in Abb. a als Naht 5 erscheint. Diese Naht 5 zieht aber das Fersenstück, gemäß der Maßlinie, so in Form, daß der dem Fersen- und Wadenmaß entsprechende Bogen 8 in der Fersenmittellinie entsteht, der den nach Maß gearbeiteten Fersenschluß ergibt. Die Nahtlinie 5 wird dadurch, trotz der zusammengenähten Maßlinien 3, 4., in einer geraden Linie verlaufen, wie dies in Abb.3 dargestellt ist. Da die Naht 5 so weit seitlich der Mittellinie A-B liegt, daß sie in die Einbuchtung hinter dem Knöchel fällt, steht an der Ferse das glatte Leder, und das Aufreißen der Naht und des Schutzstreifens fällt fort.
- Es wird dann, wie üblich, ein (nicht darbestellter) Schlupfstreifen mit den Nähten 6 w ti Innern des Schaftes i aufgenäht, der den `Üinenliegenden Rand 4 verdeckt. Um der Rückseite ein symmetrisches Aussehen zu geben, ist als Gegenstück zur Naht 5 eine Blindnaht 7 angeordnet.
- Solche Fersenverschlüsse können an allen Stiefeln, Schuhen o.,dgl. angebracht werden, sowohl .an Langschäftern als auch an Schnürschuhen, Arbeitsdienst-, Heeres-, Sport- und Wanderschuhen.
Claims (1)
- PATEN TANSPRTICFIE: i. Verfahren zum Herstellen eines Verschlusses durch eine Naht an Schuhschäften, die .aus einem Stück bestehen, das unsymmetrisch geschnitten ist, dadurch gekennzeichnet, daß die je nach deren genommenem Maß ungleiche Schnittlinien (3, 4) habenden Ränder des Lederschaftes (t) überlappend zusammengezogen und miteinander vernäht werden, derart, daß die überlappungsnaht (5) seitlich der Fersenmittellinie (A-B) in der Fußhohlung zwischen Knöchel und Ferse liegt, wobei durch die überlappungsnaht der über die Ferse gezogene Schaftteil (a) dem genommenen Maß nach so in die erforderliche Wölbung gebracht wird, daß die Naht (5) neben der Fersenmittellinie, in Richtung der Fußlängsachse gesehen, eine gerade Linie ergibt. z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die IZandscluiittlinien (3, 4) annähernd entgegengesetzte Krümmungen haben. Schuhschaft, nach dem Verfahren des Anspruchs i und 2 hergestellt, mit ungleichen Schaftteilen, gekennzeichnet durch die seitlich der Fersenmittellinie (A-B) liegende, die unsymmetrischen Schaftränder (3, 4) zusammenfassende Überlappungsnaht (5), die auf der Innenseite mit einem Schlupfstreifen überdeckt ist, der als symmetrisches Gegenstück zur V erschlußnaht (5) mit einer Blindnaht (,^. ) versehen ist.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DED78296D DE685525C (de) | 1938-06-28 | 1938-06-28 | Verfahren zum Herstellen eines Verschlusses durch eine Naht an Schuhschaeften, die aus einem Stueck bestehen, und nach diesem Verfahren hergestellter Schuhschaft |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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DED78296D DE685525C (de) | 1938-06-28 | 1938-06-28 | Verfahren zum Herstellen eines Verschlusses durch eine Naht an Schuhschaeften, die aus einem Stueck bestehen, und nach diesem Verfahren hergestellter Schuhschaft |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE685525C true DE685525C (de) | 1939-12-20 |
Family
ID=7062691
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DED78296D Expired DE685525C (de) | 1938-06-28 | 1938-06-28 | Verfahren zum Herstellen eines Verschlusses durch eine Naht an Schuhschaeften, die aus einem Stueck bestehen, und nach diesem Verfahren hergestellter Schuhschaft |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE685525C (de) |
-
1938
- 1938-06-28 DE DED78296D patent/DE685525C/de not_active Expired
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