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Vorrichtung zum Trocknen und Kühlen von Stoffen Die Erfindung betrifft
eine Vorrichtung zum Trocknen oder Kühlen von Stoffen, bestehend aus einem feststehenden
Gehäuse, in welchem sich eine Heizkörpergruppe dreht.
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Es sind Trockenvorrichtungen für feines Gut bekannt, bei denen ein
drehbares Gehäuse mit einem feststehenden Rohrsystem verwendet wird. Feststehende
Rohre nehmen das. zu behandelnde Gut immer nur auf einer bestimmten Stelle ihres
Umfanges auf, so daß die Oberfläche derRohre nicht voll ausgenutzt wird. Um Überhitzungen
zu vermeiden und ein Anbacken des Gutes zu verhindern, werden an den feststehenden
Rohren Reinigungsvorrichtungen vorgesehen, die hin und her bewegt werden und mit
den Auffangflächen zusammenwirken, so daß die der Wärmebehandlung unterworfenen
Stoffe ebenso schnell von den Heiz- oder Kühlrohren entfernt werden, wie sie sich
darauf ablagern.
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Um die Oberfläche der Rohre voll auszunutzen, ist auch schon das Gehäuse
feststehend ausgeführt worden, während sich die Heizkörpergruppe in dem Gehäuse
dreht. Bei dieser Bauart kann aber für eine unbedingt gleichmäßige Behandlung und
für einen gleichmäßigen Ausfall des Behandlungsgutes auch keine Gewähr gegeben werden,
da es immer vorkommen kann, daß sich das Trockengut an den sich drehenden Heizrohren
festsetzt und überhitzt wird.
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DieErfindungbehebt diebisher denTrocken-und Kühlvorrichtungen mit
drehender Heizkörpergruppe, anhaftenden Nachteile, indem eine Einrichtung geschaffen
wird, die das Gut über die Heizrohrgruppe während der Drehung der Gruppe innerhalb
des Gehäuses kas!kadenförmig hinweglaufen läßt und durch eingebaute Kratzer dafür
sorgt, daß die Rohre von etwa sich darauf ansammelndem Gut frei gehalten werden.
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Zu diesem Zweck tragen die in dem Gehäuse liegenden, drehbaren Heizrohre
in Längsrichtung hin und her bewegliche Kratzer, die untereinander durch Schaufeln
zusammengeschlossen sind, die ebenfalls an der Hinundherbewegung teilnehmen.
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Weiterhin bezweckt die Erfindung, sowohl für das Heizrohrsystem als
auch,für die Kratzer einen außerhalb des Gehäuses gelegenen Antrieb zu schaffen,
der, eben weil er außerhalb des Gehäuses untergebracht wird, durch die innerhalb
des Gehäuses herrschende Wärme nicht nachteilig beeinflußt werden kann.
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Die Zeichnungen stellen dar: Fig. r eine Seitenansicht eines Trockners.
Die Teile sind im Gehäuse des Trockners vollständig verkapselt; Fig. z denselben
Trockner von oben gesehen; Fig.3 das vordere Ende, das sogenannte Einlaßende des
Trockners, waagerecht geschnitten und in etwas größerem Maßstabe als in Fig. r und
a. Schnittführung bezüglich des Kratzers nach Linie III-III der Fig. 7; Fig..I eine
ähnliche Darstellung des Auslaßendes. Beide Fig. 3 und 4 zusammengenommen
ergeben
einen waagerechten Schnitt der gesamten Vorrichtung; Fig. 5 die Vorrichtung von
derTriebwerksseite gesehen. Gehäuseteilweise aufgebrochen; Fig.6 das Unterteil des
Rahmengestelles mit der Mulde des Trockengehäuses. Dar Stellung im Schnitt nach
Linie VI-VI der; Fig. q.; Fig. 7 die bauliche Gestaltung des Kratzerkopfes und der
dazugehörigen Teile. Darstellung senkrecht geschnitten und stellenweise ausgebrochen.
Schnittführung nach Linie VII-VII der Fig. 3; Fig.8 eine Stirnansicht des einen
Endes eines Gebildes zum Übertragen der Drehbewegung auf den mit den Röhren verbundenen,
am Auslaßende des Trockners gelegenen Dampfkasten Fig. 9 eine ähnliche Darstellung
desselben Gebildes vom entgegengesetzten Ende gesehen; Fig. io einen Kratzer in
Gestalt einer Schraubenfeder auf einem der Heizrohre. Die Feder stößt nach dieser
Darstellung gerade gegen den Dampfkasten und befindet sich noch in gänzlich entspanntem
Zustande; Fig. ii ist ähnlich der Fig. iö, veranschaulicht die Feder jedoch in gespanntem,
d. h. zusammengedrücktem Zustande; Fig. 12 einen Schnitt durch die Vorrichtung zum
Hinundherbewegen der Antriebswelle, insbesondere die Anordnung des bei dieser Vorrichtung
vorgesehenen Abscherbolzens.
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io bezeichnet das Untergestell .des Trockners mit zwei Längsträgern
ii und i2. Auf diesen Längsträgern und auch auf demUntergestell io ist ein muldenförmiges
Unterteil 13 festgelegt (s. insbesondere Fig. 6).
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An dem Kopfende der Vorrichtung ist die Mulde mit einer senkrecht
stehenden Stirnplatte 14 versehen. Diese Stirnplatte 14. hat einen von oben her
eingearbeiteten halbkreisförmigen Ausschnitt zum Aufnehmen gewisserTriebwerksteile,
auf die im folgenden noch näher eingegangen wird. Am anderen Ende der Vorrichtung
ist das Unterteil bzw. die Mulde 13 mit einer der vorderen Stirnplatte 14 ähnlichen
Platte 15 versehen. Zwei Querträger 16, 17 sind auf den Längsträgern i i, 1a am
Kopfende festgelegt. Ähnliche Querträger 18, ig sind auf den Längsträgern am Auslaßende
festgelegt. Diese Querträger 16, 17 und 18; ig stellen in der Tat die Hauptträger
für die im folgenden noch des näheren zu beschreibenden Lagerkörper dar.
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Die oberen Ränder sowohl der Mulde 13 als auch der Stirnplatten 1q.,
15 sind mit auswärts sich erstreckenden Flanschen versehen, die das Aufsetzen des
hier allgemein mit 20 bezeichneten oberen Gehäuseteiles ermöglichen (Fig. i, 2 und
5). Das Dach 21 des ObergehäuSes 20 geht nach der Mitte zu schräg aufwärts in einen
Kanal oder Abzug 22 über, dessen obere Wand schräg nach oben sich er-`.streckt:
Unten im Boden des Kanals oder @alizuges 22 ist eine Tasche oder ein Flüssig-"-keitsfang23
mit einem abnehmbaren Behälter :24 geschaffen. Diese Einrichtung verhindert, daß
im Abzug sich niederschlagende und abtropfende Feuchtigkeit in das Innere des Trockners
zurückfließen kann. Sollte sich Staub in diesem Teil des Trockners ansammeln, so
wäre der Behälter 24 von Zeit zu Zeit abzunehmen und zu entleeren bzw. zu reinigen.
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Luft wird in das Gehäuse des Trockners durch zweckentsprechende Öffnungen
25 eingelassen (s. hierzu insbesondere Fi,g. 6). Diese Lüfteinlaßöffnungen z5 sind
im oberen Teil der Mulde vorgesehen und mit Ablenkplatten 26 überdeckt, die sich
von den Öffnungen schräg aufwärts und auswärts erstrecken und ein Entweichen des
Gutes durch die Öffnungen 25 verhindern. Eine durch den Trockner hindurchgehende
natürliche Zugluftströmung würde in der Mehrzahl der Fälle vollkommen ausreichend
sein, so daß die Notwendigkeit des Arbeitens mit einem Windrad erspart bleibt. An
dem Auslaßende des Trockners ist -eine Auslaßöffnung 27 (Fig. i bis 6) vorgesehen.
Ihr gegenüber befindet sich ein endloses Förderband 28.
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Auf den Querträgern 16, 17- des Rahmengestelles ist ein Motor 29 befestigt.
Die Welle dieses Motors trägt ein Zahnritzel 31. Das Ritzel 31 kämmt mit einem großen
Zahnrad 32. Das Rad 32 ist fest angebracht an einem Gußkörper 33, der, um ihn verhältnismäßig
leicht zu gestalten, stellenweise hohl gegossen ist. Dieser Gußkörper 33 ist mit
einer hohlen Welle 34 fest verkeilt. DieHohlwelle 34 sitzt drehbar in einem Lager
35, das auf denQuerträgern 16, 17 festgelegt ist. Zwischen der Welle 34. und dem
Lager 35 sind zweckentsprechende Lagerschalen 36, 37 aus Bronze vorgesehen.
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Diese Einrichtung trägt das Gewicht aller Teile am vorderen Stirnende,
dem sogenannten Einlaßende.
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An ihrem äußeren Ende ist die Welle 34 mit einem auswärts gerichteten
Flansch oder Ring 38 versehen. Zu beiden Seiten dieses Flansches oder Ringes und
innerhalb des Lagers 35 sind Drucklagerscheiben 39, 41 aus Bronze vorgesehen. Diese
Scheiben werden in einer im hinteren Ende des Lagers 35 geschaffenen Aussparung
festgehalten. Gegen die Scheibe 41 ist ein Ring 4.2 gesetzt: Dieser Ring .2' sitzt
zum Teil in einem hülsenförmigen Körper 4.3 und zum Teil auch in dem Lagerkörper
35. Ein Spaltring 44 ist zum
Teil in das innere Ende des Körpers
43 eingesetzt und gegen den Ring 42 gestoßen, um letzteren gegen den benachbarten
Druckring 41 zu halten.
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Der Körper 43 ist, wie am besten aus Fig. 3 ersichtlich, mit einem
nach außen sich erstreckenden Flansch versehen und an diesem Flansch mit einem ebensolchen
Flansch des Lagers 35 fest verschraubt. Der äußere Umfang des Spaltringes 44 ist
teilweise in die benachbarte Fläche des Ringes 42 eingesetzt und gleichermaßen auch
in das innere Ende der Hülse 43, während der innere Umfang dieses Ringes 44 in eine
auf dem äußerenUrnfange eines zweiten hülsenförmigen Körpers 45 vorgesehene Nut
eingelassen ist. Das innere Ende des hülsenförmigen Körpers 45 ist in die Hülse
43 eingesetzt. An dem hülsenförmigen Körper 4.3 befindet sich ein nach außen stehender
Fortsatz 46 (Fig. i2), der, wenn die Teile in vorschriftsmäßiger Stellung sich befinden,
einem ebensolchen Fortsa;tz 47 des Körpers 45 genau gegenübersteht. Diese Fortsätze
enthalten einander genau gegenüberstehende Öffnungen und in diesen öffnungen je
eine vorzugsweise aus hartem Stahl hergestellte Buchse 48, 49. Durch diese Buchsen
48, 49 erstreckt sich ein aus weicherem Stahl hergestellter Abscherbolzen 51.
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ba der Teil 43 mit dem Lager 35 durch Verschraubung fest zusammengeschlossen
ist, hält er den Teil 45, solange der Abscherbolzen heil bleibt, gegen Verdrehung
vollkommen fest. Der Teil 45 enthält einen viereckigen Sitz und in diesem Sitz.
eine Buchse 45a als Lager für den Schaft 52 eines Schuhes 53. Der Schuh 53 arbeitet
in den sich gegenseitig schneidenden Nuten 54, 55 einer rechts- und linksgängigen
Kurvenführung, die auf dem äußeren Abschnitt einer Welle 56 oder, noch genauer ausgedrückt,
auf einem besonderen Verlängerungsstück der Welle 56 sich befindet. Für den äußeren,
die Kurvennuten enthaltenden Wellenabschnitt ist ein zweckentsprechendes Gehäuse
57 geschaffen (Fig. 3). Indem man den rechts- und linksgängigen Schraubengang auf
einem besonderen Teil vorsieht und diesen Teil an derHauptwelle 56 fest anbringt,
wird die mechanische Bearbeitung dieses Teiles der Welle wesentlich erleichtert.
Diese Art der Ausführung hat weiterhin den Vorteil, daß Ersatzteile kleiner ausfallen
und bei etwaiger Abnutzung leichter ausgewechselt werden können.
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Welle 56 (Fig. 3) führt bis in das Innere des Gehäuses hinein. Dabei
geht die Welle 56 durch eine aus Bronze oder irgendeinem anderen zweckentsprechenden
Werkstoff hergestellte Lagerbüchse 58 hindurch, die in das innere Ende der hohen
Welle 34 eingesetzt ist. Eine Überwurfmutter 59 mit Dichtungsstoff 61 ist auf das
innere Ende der Welle 34 aufgeschraubt und verhindert, daß irgendwelches Gut in
das Innere der Welle 34 eindringen kann, zumal wenn die Welle 56 innerhalb der eben
erwähnten Mutter und der hohlen Welle 34 hin und her bewegt wird.
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Wie schon eingangs erwähnt, ist im Innern des Gehäuses ein drehbarer
Rohrkäfig untergebracht. Es gilt nun weiterhin, bewegliche Kratzer vorzusehen, um
die Rohre reinzuhalten und weiterhin Mittel zu schaffen, um das zu trocknende Gut
kaskadenartig über die Rohre hinwegrieseln zu lassen.
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Wie der Fig. 8 zu entnehmen, sind mehrere Platten, hier beispielsweise
insbesondere drei Platten 69, unmittelbar auf der Innenseite des Teiles 33 festgeschraubt
(Fig. 3). An diesen Platten 69 sind im Querschnitt trogförmige Teile 7o befestigt,
vorzugsweise festgeschweißt (s. insbesondere Fig. 3 und 7).
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Mit ihren äußeren Enden sind die Teile 70 an einer Spinne 71 festgelegt,
beispielsweise durch Verschweißung. Inmitten der Spinne 7 i befindet sich eine Nabe
72, und in dieser Nabe ist das eine Ende einer starren Welle oder Stange 73 festgelegt.
Die Welle oder Stange 73 erstreckt sich nach dem Auslaßende des Gehäuses und ist
hier in der zentral sitzenden Nabe 74 eines Kopfstückes 75 starr befestigt. Das
Kopfstück 75 enthält Dampfeinlaß- und -auslaßkanäle 7 6, 77. Mit einem Drehzapfen
78 ist das Kopfstück 75 in ein Lager 79 eirigesetzt. Das Lager 79 ist auf dem schon
eingangs erwähnten Querträger 18, i9 fest angeordnet. Zweckentsprechende Dampfeinlaß-
und -auslaßrohre sind mit entsprechenden Kanälen des Drehzapfens und seines Lagerkörpers
verbunden, um durch die Kanäle 76, 77 des Kopfstückes 75 Dampf hindurchleiten zu
können.
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An dem Kopfstück 75 sind Dampfeinlaßrohre 8i angebracht. DieseDampfeinlaßrohre
81 kommen im Inneren sogenannter Rücklauf rohre 82 unter, die ebenfalls an dem Kopfstück
75 fest angebracht sind. Die Lage der Rohre 81, 82 ist längs zum Gehäuse des Trockners.
Die Rohre 81 (Fig. 3) endigen kurz vor den freien Enden der Rohre 82. Letztere sind
mit eingeschweißten oder auch auf andere Art und Weise fest eingesetzten Stopfen
83 verschlossen.
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Aus Fig.7 geht besonders deutlich hervor, daß die erwähnten Rohre
kreisförmig in zwei Reihen rings der Drehachse des Rohrkäfigs angeordnet sind. Die
Rohre der einen Reihe sind zu denen der anderen Reihe versetzt angeordnet, so daß
zwischen die Rohre fallendes Gut mit den Rohren der einen oder der anderen Reihe
bzw. beider Rdhrreihen unbedingt in Berührung kommen muß. Die Rohre an dem Einlaßende
der Vorrichtung
(Fig. 3) erstrecken sich durch Öffnungen, die man
in dem Scheibenkörper des Kratzers 8:I vorgesehen hat (Fig. 3 und 7). Mit der Nabe
85 ist der scheibenförmige Teil des Kratzers 84 auf die drehbare und hin und her
bewegliche Welle 56 fest aufgekeilt. _ Zwischen dem Flansch und der Nabe dieses
Kratzersbefinden sichmehrere radial stehende Speichen 86. Im vorliegenden Falle
sind beispielsweise drei solcher Speichen vorgesehen. Die äußeren Enden der Speichen
gehen in einen einwärts sich erstreckenden Ringflansch 87 über. Die Kanten dieser
Speichen werden v orzugsweise abgeschrägt, um scharfe Schneidkanten zu bekoanmen,
und zwar zu einem Zwecke, der weiter unten noch des näheren dargelegt werden wird.
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Um an der Drehung der Rohre, der Kratzer und der Schaufeln mit teilzunehmen,
gleichzeitig die Teile ordnungsgemäß ausgerichtet zu halten und unnötige Verwindungen
zu verhüten, könnten eine oder mehrere Speichen 86 mit seitwärts gerichteten Armen
88, 89 versehen werden (s. insbesondere Fing. 3 und 7). Einer dieser Arme, z. B.
der Arm 88, wird etwas kürzer als der ändere Arm bemessen und an seinem äußeren
Ende mit Stellschrauben 9o versehen. Zum Feststellen der Schrauben 9o sind Gegenmuttern
auf dieselben aufgezogen. Diese Ausführungsform gibt die Möglichkeit, die Teile
relativ zueinander einzustellen und ohne unnütz großes Spiel, doch immerhin noch
genügend Spielraum zwischen den Armen und den benachbarten Wandungen der Teile
70 zu belassen, damit der Arm 89 und die Köpfe der Schraubenbolzen sich bei
der Vor- und Rückwärtsbewegung der Kratzer längs der Fläche des Teiles 70 verschieben
können.
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Jeder der Speichen 86 ist ein Schäkel 9i angelenkt: Jedem Schäkel
9i ist ein Glied 92 fest angeschlossen: Jedes Glied 92 könnte, um es im Gewicht
möglichst leicht zu halten, aus einem StückRohr bestehen. Das andere Ende eines
jeden Gliedes oder Rohres 92 ist mit einem Schäkel 93 fest zusammengeschlossen.
Sämtliche Schäkel93 sind je einem Teil 94 angelenkt. Die Teile 94 sitzen an einem
Ring 94., der zusammen mit den Teilen 9:a. an einer nächst dem Auslaßende der Maschine
befindlichen Kratzerplatte 96 festgeschweißt ist.
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Wie der Fig. 7 zu entnehmen ist, sind insgesamt drei Rohre 9a vorgesehen,
die bei der Hinundherbewegung des Kratzerkopfes e.4 eine ebensolche Hinundherbewegung
auf die Kratzerplatte 96 übertragen. Bei Verwendung dreier Schub- und Zugglieder
92 kann ein Verwinden und Klemmen der Teile nicht vorkommen.
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Wie den Fig. 4., iö und ii zu entnehmen ist, sind die Rohre 82 außen
mit Schraubenfedern 97 besetzt. Der Sitz der Federn 97 ist zwischen der Platte 96
und dem Kopf stück 75. Die -gegen die Platte 96 gestoßenen Federenden sind mit der
Platte 96 festverschweißt und somit gezwungen, sieh mit der Platte 96 gemeinsam
hin und her zu bewegen. Dabei sind die Schraubenfedern nun auch gezwungen, sich
- in den Grenzen der Hinundherbeweglichkeit der Platte 96 gegenüber dem Kopfstück
75 vor und zurück zu bewegen. Das bedeutet ein Abschaben der Rohre auch auf einem
Abschnitt, der sonst wohl nicht erfaßt werden würde, und da die Federn, wenn die
Platte 96 sich mit Bezug auf Fig. a. dem Ende ihres nach rechts gerichteten Hubes
nähert, zusammengedrückt werden, werden sie sich, sobald die Pressung wieder aufhört,
ausdehnen, dabei selbstreinigend wirken und gleichzeitig auch die Rohre von angesammeltem
Gut frei machen.
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Außer dem Kratzerkopf 8.1 und der Kratzerplatte 96 sind noch einige
«eitere Kratzerplatten vorgesehen; sie sind hier allgemein mit 98 bezeichnet und
zwischen den Kratzern 84., 96 untergebracht. Diese Kratzerplatten 98 sind ringförmig
gestaltet und reihenweise mit Öffnungen versehen, durch die die Rohre 8a hindurchlaufen.
Die Öffnungen sind etwas größer als der Außendurchmesser der Rohre bemessen. Der
Grund hierfür wird sich aus der Beschreibung weiter unten noch ergeben. Das gleiche
gilt auch für die Öffnungen oder Löcher in dem Kratzer 84 und der Platte 96. Die
Platten könnten in irgendeiner Weise untereinander zusammengeschlossen werden. In
vorliegendem Falle ist dieser Zusammenschluß der Platten vorteilhafterweise durch
eine Anzahl Schaufeln hergestellt. Die betreffenden Schaufeln bestehen aus Platten,
die in eine am deutlichsten aus Fig. 7 ersichtliche Form gebogen sind. Die Vorderkante
dieser Platten erstreckt sich nach außen bis zu einer Stelle, die im wesentlichen
mit dem Außenrand der Platte 98 zusammenfällt bzw. noch über den gewellten Rand
des Kratzers 84. hinausgeht. Diese Schaufeln sind hier allgemein mit 99 bezeichnet
und an Ort und Stelle relativ zum Kratzerkopf 8.4 durch Bolzen oder Stifte ioo festgelegt;
die von dem geflanschten Ende das Teiles 99 (s. Fig. 3) sich auswärts erstrecken
und in entsprechende öffnungen des Kratzers frei hineinführen. Wie aus Fig: 3 und
.f ersichtlich ist; sind die Enden der Teile 99 hochgebogen bzw. nach außen geflanscht
und an den Kratzern 98 sowie auch an dein Kratzer 96 mit Bolzen ioi festgelegt.
Die Bolzen ioi sind nicht fest angezogen, so daß das aus den Schaufeln und den Kratzern
geschaffene Gebilde in sich eine gewisse Beweglichkeit aufweist, Durch Schaffung
eines Spieles zwischen den
Bolzen ioo und den Öffnungen, in die
diese Bolzen eingreifen, sowie auch durch Schaffung eines Spieles in jenen Öffnungen,
durch die die Rohre 82 sich hindurch erstrecken, und gleichermaßen auch durch Schaffung
eines Spieles zwischen den Rohren und den anderen Kratzerelementen auf ganzer Länge
des Gebildes erhält man eine bewegliche Zusammenstellung, die den Kratzern die Möglichkeit
gibt, sich auf den Rohren gewissermaßen hängend zu halten und dem Durchhang der
Rohre sich anzupassen.
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Wie den Fig.3 und 7 zu entnehmen ist, sind eine Anzahl Platten io2
auf der äußersten Fläche des Kratzers 84 nahe seinem Umfange befestigt. Die Vorderkante
einer jeden solchenPlatte io2 steht ungefähr in derselben Richtung vor wie die der
Schaufeln 99. Die Platten io2 wirken als Messer zum Durchschneiden des Gutes, welches
zwischen den Stirnenden des Gehäuses und der nächstbenachbarten Fläche der Kratzerplatte
84 zusammengeschoben werden sollte.
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Je nach dem zur Behandlung gegebenen Gut wird die Größe der Zuführung
zu verändern sein. Zu diesem Zwecke ist eine verstellbare Zuführungsvorrichtung
103 vorgesehen (Fig. 1, 2 und 5). Diese Vorrichtung kann von beliebiger Ausführung
sein. Ihr Antrieb erfolgt durch eine Kette 104, die um ein an dem Gußstück 33 befestigtes
Kettenrad io5 einerseits (s. insbesondere'Fig. 3) und andererseits um ein Kettenrad
io6 des Triebwerkes der selbsttätigen Zuführungsvorrichtung herumgelegt ist.
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Das Gehäuse wird auf der einen Seite mit einer Anzahl Blechtafeln
107 (Fig. i und 2) verschlossen gehalten, die den Zugang zum Innenraum des Gehäuses
leicht aufdecken bzw. freigeben lassen.
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Eine verhältnismäßig kleine Klappe io8 (Fig. i und 6) wird vorteilhafterweise
in der Seitenwand des Untergestelles io vorgesehen, und zwar an der Auslaßstelle,
so daß hier jederzeit Proben des behandelten Gutes entnommen werden können, um das
Gut auf seine Beschaffenheit hin zu untersuchen und festzustellen, ob der Trockner
ordnungsgemäß arbeitet.
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Das Gehäuse ist zweckmäßigerweise am vorderen Stirnende mit einer
Öffnung versehen, die durch eine Platte iog verschlossen gehalten wird. Die Platte
iog kann mit Schraubenbolzen oder auch auf irgendeine andere zweckentsprechende
Art und Weise am Gehäuse festgelegt sein. Die Öffnung schafft einen Zugang zum Innenraum
des Trockners und läßt die Rohre bequem herausziehen oder umgekehrt wieder einsetzen.
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Die Wirkungsweise des Trockners dürfte nach obiger Beschreibung verständlich
sein. Dennoch soll im folgenden eine kurz zusammengefaßte Darstellung der Wirkungsweise
gegeben werden.
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Das durch die,Zuführungsvorrichtung 103 hindurchgehende Gut fällt
auf die unmittelbar darunter befindlichen Rohre und auf die trogförmigen Teile 70,
von denen es mit herumgenommen und dabei nach außen abgeworfen wird. Die Teile befinden
sich in der in Fig. 3 dargestellten Stellung.
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Indem Welle 34 gedreht wird, wird die Drehbewegung auf die Welle 56
übertragen und gleichzeitig durch die rechts- und linksgängige Kurvennut 54, 55
eine hin und her gehende Bewegung erzeugt. Durch die Drehung der Welle 56 ergibt
sich eine Drehbewegung des Kratzerkopfes 54 und folgerechtlich auch eine Drehbewegung
der Rohre 82. Zur gleichen Zeit bewegt sich die Welle 56 aus der Stellung Fig. 3
in Richtung einwärts, wobei die Kratzerplatte 96 durch die Stangen oder Schienen
92 in entsprechender Weise ebenfalls längs verschoben wird. Da die Platte 96 durch
die Schaufeln 99 mit den übrigen Kratzerelementen 98 sowie auch mit dem Kratzerkopf
84 verbunden ist, wird die Drehbewegung auch auf das Kopfstück 75, den Rohrkäfig
und auf all die einzelnen, auf den Rohren sitzenden und in der Hauptsache von diesen
Rohren getragenen Kratzerelemente übertragen.
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Die Drehbewegung wird auf das Kopfstück 75 auch durch Vermittlung
der Welle 73 übertragen, die mit der Nabe des Teiles 75 und mit der Nabe 72 der
Platte 71 fest verkeilt bzw. versteift ist.
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Die Zwischenkratzer 98 und dieEndkratzer 84, 96, die durch die Zwischenschaufeln
99 untereinander zusammengeschlossen sind, nehmen diese Schaufeln bei der Drehung
des Rohrkäfigs im Gehäuse mit herum.
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Durch die Kurvennuten 54, 55 wird die Welle 56 samt den mit ihr zusammenhängenden
Teilen längs bzw. axial zur Maschine hin und her bewegt. Hieraus folgt, daß die
einzelnen Kratzer über die an dem Kopfstück 75 festliegenden Röhre hinweggleiten
werden.
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Indem die Kratzerplatte 96 sich dem Ende ihrer mit Bezug auf Fig.4
nach rechts gerichteten Verschiebung nähert, werden die auf den Rohren 82 sitzenden
Federn 97 das Gut von den Rohren abschaben, schließlich gegen das Kopfstück 75 stoßen
und nun mehr oder weniger stark zusammengedrückt. Bei der Rückbewegung der Platte
96 werden die Schraubenfedern. sich wieder ausdehnen und dabei alles hängengebliebene
Gut von sich abschütteln. Da das Gut bei Erreichung des Auslaßendes bzw. jener Stelle,
an welcher das Kopfstück 75 sich befindet, seinen Feuchtigkeitsgehalt schon mehr
oder weniger verloren
hat, wird es nicht mehr in dem Maße wie am
Einlaßende des Trockners anbacken können, so daß diese Kratzfedern in der Mehrzahl
der Fälle vollkommen ausreichend sind, um das Äußere der Rohre 82 reinzuhalten.
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Wie oben .schon zum Ausdruck gebracht, sind die in den einzelnen Kratzerelementen
vorgesehenen Löcher, durch die die Rohre 82 sich hindurchziehen, etwas größer bemessen
als der Außendurchmesser der Rohre, so daß die Kratzer sich in ihrer Gesamtheit
ganz von selbst einem etwaigen Durchhang oder etwaigen Unregelmäßigkeiten der Rohre,
bedingt durch Wärmeausdehnung oder andere Umstände, ohne weiteres anpassen können.
Im übrigen sind dieRohre nur an einem Ende, nämlich an dem Kopfstück 75, unbedingt
fest abgestützt. Die Kratzer werden zu allen Zeiten eine innige Berührung mit der
Oberfläche der Rohre bewahren, die Rohre niederhalten und somit einen Zustand gewährleisten,
der eine ungehinderte, stets einwandfreie Wärmeübertragung gestattet: Wie ersichtlich,
ist der aus den Rohren 81, 82 geschaffene Käfig um die Achse des Trockners drehbar.
Die Kratzer und die Schaufeln sind ebenfalls um diese Achse drehbar, wobei sie aber
außer der Drehbewegung auch noch, wie bereits oben angegeben, eine hin und her gehende
Bewegung in schraubenförmiger Bahn erfahren werden, und zwar zunächst in Richtung
auf das eine und dann in Richtung auf das andere Ende des Gehäuses.
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Beim Einbringen des Gutes in den Troclt'I ner mag das betreffende
Gut mehr oder weniger zusammenbackend sein: Weiterhin kann es wohl vorkommen, daß
das Gut oder doch vielleicht ein Teil desselben zwischen der Kratzerplatte 84 und
dem nächstbenachbarten Stirnende des Gehäuses zusammengeschoben wird. Um so zusammengeschobenes
Gut wieder aufzubrechen, wird mit Messern oder Platten loa gearbeitet. Diese Messer
oder Platten bewirken, daß sie beim Einschneiden in das verdichtete Gut eine Aufteilung
vornehmen und durch die Masse des Gutes sich gleichermaßen hindurchdrehen, indem
die Teile aus der in Fig. 3 dargestellten Stellung heraus- und dann auch wieder
in diese Stellung hineingebracht werden.
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Zum Zwecke, das Gut an dem Stirnende des Trockners durchzurühren,
empfiehlt es sich; an dem Teil 33 einen oder mehrere Arme 115 und an den äußeren
Enden dieser Arme schräg stehende Schaufeln oder Paddeln 116 anzubringen. Die inneren
Enden der Arme 115 erstrecken sich bis in den Teil 33 hinein und gegen eine Querrippe
dieses Teiles 33, so daß sie mit ihren Schraubenbolzen ordnungsgemäß fest in Stellung
gehalten werden.
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Indem man die radial stehenden Speichen 86 auf ihren dem Gußstück
oder Körper 33 zugekehrten Flächen anschärft, ist für ein Aufbrechen des etwa hier
befindlichen verdichteten Gutes hinreichend gesorgt. Die scharfen Vorderkanten der
Teile 86 sowie auch die Kanten der Arme 88 verhindern weiterhin ein Zusammendrängen
des Gutes in und rings der muldenförmigen Bewegungsübertragungsglieder 7o. Andernfalls
könnte es leicht vorkommen, daß gewisse, zur Behandlung gegebene Stoffe hier leicht
hängenhleiben.
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Zu beachten ist, daß der cigentlicheAntrieb bzw. irgendwelche Triebwerksteile,
die durch die Wärme innerhalb des Trockners sehr leicht beschädigt oder gar zerstört.
werden könnten, ganz außerhalb des Gehäuses untergebracht und bei Ausbesserungsarbeiten
oder Einstellungen leicht zugänglich sind.
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Wenn die Teile innerhalb des Trocknergehäuses aus irgendeinem Grunde
eine übermäßige Beanspruchung erfahren, z. B. durch übermäßiges Zusammenbacken oder
Verdichten des Gutes, wird die betreffende Beanspruchung sich natürlich durch die
Welle 56 auf den I"'-urvenschuh 53 und durch dessen Halter 52 auf den Teil 45 übertragen
mit dem Erfolg, daß der Abscherbolzen 51 zerstört und nun die weitere Hinundhe.rbewegung
der Welle 56 unterbleiben wird, denn der Kurven-Schuh wird unter solchen Voraussetzungen
wirkungslos, und der Teil ¢5 kann sich alsdann mit der Welle 56 frei . drehen. Die
Drehung der Welle 56 wird allerdings ununterbrochen weitergehen.
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Wenngleich die Bauart hier als Trockner dargestellt und in der Hauptsache
wohl auch für Bliesen Zweck geschaffen ist, so ist doch ohne weiteres einzusehen,
daß in die Rohre 81, 82 auch ein Kühlmittel eingeführt werden könnte und somit der
Erfindungsgegenstand schlechthin als Wärmeaustaüschvorrichtung zu gelten hat.