DE653153C - Einrichtung zum An- und Abstellen von Fahrsperrenvorrichtungen auf Triebwagenzuegen - Google Patents
Einrichtung zum An- und Abstellen von Fahrsperrenvorrichtungen auf TriebwagenzuegenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L3/00—Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal
- B61L3/02—Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal at selected places along the route, e.g. intermittent control simultaneous mechanical and electrical control
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
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Description
Es wird gefordert, daß bei Triebwagenzügen die Fahrsperrenvorrichtung nur vom
führenden Wagen aus auf die Druckluftbremseinrichtung wirkt und daß die Fahr-Sperrenvorrichtung
während der Fahrt nicht unwirksam gemacht werden kann.
Es sind bereits Einrichtungen bekannt, bei denen ein Einschalten der Fahrsperreneinrichtungen
nur im führenden Wagen gleichzeitig mit dem auf Fahrtlegen des Umschalthebels der Fahrtrichtungswalze vollzogen
wird, während bei Nullstellung der Fahrtrichtungswalze eine Beeinflussung der Fahrsperreneinrichtung
ohne Wirkung bleibt.
Diesen Einrichtungen haften zwei grundlegende Mängel an. Einmal ist es dem Triebwagenführer
jederzeit möglich, während der Fahrt nach Abschalten des Fahrstromes die Fahrtrichtungswalze in die Nullstellung zurückzulegen
und damit, sei es bewußt oder unbewußt, eine Abschaltung der Fahrsperreneinrichtung
vorzunehmen, wodurch beim-Uberfahren eines auf Halt liegenden Streckensignals der Zug und das Leben der Fahrgaste
in Gefahr gebracht werden. Zum anderen kann erfahrungsgemäß das Abnehmen des in Fahrtstellung befindlichen Umschalthebels der
Fahrtrichtungswalze beim Verlassen des Fahrerstandes vergessen werden. Dieses führt zu einer ungewollten Zwangsbremsung
bei Fahrten in Gegenrichtung zu einem auf Halt liegenden Signal, wie sie in Kopf- oder
Abstellbahnhöfen vorgenommen werden.
Erfindungsgemäß werden die den bekannten Anordnungen anhaftenden Mängel durch
ein Ventil vermieden, welches durch die Stufenschalterwalze des Fahrschalters mechanisch
geöffnet, in dieser geöffneten Stellung verriegelt' und bei Fahrt in Gegenrichtung
vom anderen Fahrerstand aus selbsttätig entriegelt und abgeschaltet wird.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel der Einrichtung. Das Ventil
ist mit seinem Anschlußstutzen 3 an die durchgehende Bremsleitung und mit dem Stutzen 4 an die an- und abzuschaltende
Fahrsperreneinrichtung angeschlossen. Der Durchgang der Druckluft wird in bekannter
Weise durch den Ventilteiler 2, der über die Ventilspindel 1 mit dem Solenoidkern 9 der
Abschaltspule 8 starr verbunden ist, freigegeben bzw. gesperrt. Das mechanische Öffnen
des Ventils sowie die Verriegelung der Ventilspindel 1 in der geöffneten Stellung erfolgt
durch die Nockenscheibe 12, die auf der Welle 13 eines im Fahrerstand · befindlichen
Steuerorgans, zweckmäßig der Stufenschalterwalze des Fahrschalters, sitzt, da so mit jedem
Anfahren des Zuges zwangsläufig eine Überprüfung des eingeschalteten Zustands der
Fahrsperreneinrichtung verbunden ist.
Die Nockenscheibe 12 ist so ausgebildet, daß die Verriegelung der Ventilspindel 1 bei
Grundstellung des die Öffnung des Ventils bewirkenden Steuerorgans aufgehoben ist.
Das Schließen des Ventils und damit das Ab-
schalten der Fahrsperreneinrichtung erfolgt
auf elektromagnetischem Wege durch die Abschaltspule 8, die über ihre Anschlußleitung
Ii und einen Anpassungswiderstand 15 an eine den ganzen Zug durchlaufende Leitung"
17 angeschlossen ist, die beim Anfahren des Zuges über ein Kontaktstück an der Stufenschalterwalze
des Fahrschalters zeitweilig unter Spannung gesetzt wird. Zweckmäßig kann eine der bereits vorhandenen Steuerstromleitungen verwendet werden, so daß die
Spule 8 mit ihrem Anpassungswiderstand 15 parallel zu den an Leitung 16 angeschlossenen .
Steuerstromschützen liegt.
Bei Erregung der Spule 8 wird der SoIenoidkern 9 mitsamt der Ventilspindel 1 und
den Ventiltellern 2 und 5 nach links herübergezogen, wofern die die Öffnung des Ventils
bewirkende Nockenscheibe in Grundstellung
,20 steht. Hierdurch wird der Luftdurchgang von Stutzen 3 nach Stutzen 4 verschlossen
und damit die dem Ventil' zugeordnete Fahrsperrenvorrichtung von der durchgehenden.
Bremsleitung des Triebwagenzuges abgeschaltet. Gleichzeitig aber wird durch Ventilteller
5 der kleine Durchgangskanal 6 freigegeben und durch diesen und die Bohrung 7
die von der durchgehenden Bremsleitung abgeschaltete Fahrsperreneinrichtung entlüftet,
damit im Beeinflussungsfalle etwaige an sie angeschlossene Anzeigegeräte, die beispielsweise
nur auf plötzlichen Druckabfall ansprechen, nicht betätigt werden können. Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende:
Dadurch, daß der Fahrer des Triebwagenzuges ein Steuergerät im Führerstand zum
Inbetriebsetzen oder Anfahren des Zuges aus der Grundstellung heraus bewegt, wird die
Ventilspindel 1 in die gezeichnete Stellung bewegt und in dieser so lange verriegelt gehalten,
wie sich das betreffende Gerät nicht in Grundstellung befindet. ~ Hierdurch wird in
bereits beschriebener Weise die Einschaltung der Fahrsperreneinrichtung durch Freigabe
des Durchgangs vom Stutzen 3 zum Stutzen 4 .vollzogen. Sollte in irgendeinem der folgenden
Wagen die Fahrsperreneinrichtung, beispielsweise beim. Zusammenkuppeln zweier
Zugteile, noch angeschaltet sein,' so wird zwangsläufig in allen Wagen beim Anfahren
des Zuges und die sich hierdurch ergebende zeitweilige Unter Spannungsetzung der den
Zug durchlaufenden Leitung 17 über den Fahrschalterkontakt 14 die Fahrsperreneinrichtung
abgeschaltet. Im führenden Wagen .tritt zwar auch eine Erregung der Abschalt- ·
spule 8 ein, doch kann hierdurch der SoIenoidkerno.
nicht beeinflußt werden, da sich die Nockenscheibe 12 verriegelnd für die
Dauer der Erregung gegen das linke Ende der Druckstange 10 legt. Verläßt der Fahrer den
Fahrerstand, um den Zug vom bisher letzten Fahrerstand in Gegenrichtung zu bewegen, so
wird in dem nunmehr führenden Fahrerstand in bereits bekannter Weise die Fahrsperreneinrichtung
eingeschaltet, während im verlassenen Fahrerstand die Einrichtung durch den beim Anfahren des Zuges auftretenden
Steuerstrom abgeschaltet wird.
Claims (3)
1. Einrichtung zum An- und Abstellen von auf die Druckluftbremse wirkenden
Fahrsperreneinrichtungen in Triebwagenzügen, bei der das Anstellen der Fahrsperrenvorrichtung
durch ein nur im führenden Wagen zu betätigendes, am Fahrschalter befindliches Schaltgerät erfolgt,
dadurch gekennzeichnet, daß gleichzeitig mit dem Anschalten der Fahrsperrenvorrichtung
im führenden Wagen eine Abschaltung aller übrigen Fahrsperrenvorrichtungen durch über einen Fahrschalterkontakt
(14) und eine den ganzen Zug durchlaufende Leitung (17) zeitweilig an
Spannung gelegte Stromkreise (15, ii, 8)
bewirkt wird.
2. Einrichtung zum An- und Abstellen von Fahrsperrenvorrichtungen nach Anspruch
i, dadurch gekennzeichnet, daß die die Bewegung des Ventils bewirkende
Nockenscheibe {12) auf der Welle (13) der Stufenschalter walze des Fahrschalters
angebracht ist.
3. Einrichtung zum An- und Abstellen von Fahrsperrenvorrichtungen' nach Anspruch
i, dadurch gekennzeichnet, daß beim Abschalten der Fahrsperreneinrichtung
gleichzeitig eine Entlüftung des von der Brenisleitung abgeschalteten Fahrsperrenteils
durch Freigabe eines Entlüftungskanals (6) im Ventil erfolgt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEH146209D DE653153C (de) | 1936-01-15 | 1936-01-15 | Einrichtung zum An- und Abstellen von Fahrsperrenvorrichtungen auf Triebwagenzuegen |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEH146209D DE653153C (de) | 1936-01-15 | 1936-01-15 | Einrichtung zum An- und Abstellen von Fahrsperrenvorrichtungen auf Triebwagenzuegen |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE653153C true DE653153C (de) | 1937-11-16 |
Family
ID=7179881
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DEH146209D Expired DE653153C (de) | 1936-01-15 | 1936-01-15 | Einrichtung zum An- und Abstellen von Fahrsperrenvorrichtungen auf Triebwagenzuegen |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE653153C (de) |
-
1936
- 1936-01-15 DE DEH146209D patent/DE653153C/de not_active Expired
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