DE643093C - Aus Grauguss bestehende Lagerschale - Google Patents
Aus Grauguss bestehende LagerschaleInfo
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- DE643093C DE643093C DEM128790D DEM0128790D DE643093C DE 643093 C DE643093 C DE 643093C DE M128790 D DEM128790 D DE M128790D DE M0128790 D DEM0128790 D DE M0128790D DE 643093 C DE643093 C DE 643093C
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16C—SHAFTS; FLEXIBLE SHAFTS; ELEMENTS OR CRANKSHAFT MECHANISMS; ROTARY BODIES OTHER THAN GEARING ELEMENTS; BEARINGS
- F16C33/00—Parts of bearings; Special methods for making bearings or parts thereof
- F16C33/02—Parts of sliding-contact bearings
- F16C33/04—Brasses; Bushes; Linings
- F16C33/06—Sliding surface mainly made of metal
- F16C33/14—Special methods of manufacture; Running-in
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16C—SHAFTS; FLEXIBLE SHAFTS; ELEMENTS OR CRANKSHAFT MECHANISMS; ROTARY BODIES OTHER THAN GEARING ELEMENTS; BEARINGS
- F16C2226/00—Joining parts; Fastening; Assembling or mounting parts
- F16C2226/30—Material joints
- F16C2226/32—Material joints by soldering
- F16C2226/34—Material joints by soldering by brazing
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- Steering-Linkage Mechanisms And Four-Wheel Steering (AREA)
Description
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Ausbildung einer rotgußfreien, aus hochgleitfähigem
Grauguß bestehenden Lagerschale, wie sie insbesondere für Schienenfahrzeuge Verwendung finden soll. Ausgehend von der
Erkenntnis, daß auch beim Aufbau der Lagerschale aus hochgleitfähigem Grauguß Lagerfutter
aus Weich- oder Weißmetallen nicht z"u entbehren sind, die Lagerfutter aber auf
rein mechanischem Wege mit der Graugußschale nicht in einer allen auftretenden Beanspruchungen
genügenden Art und Weise verbunden werden können, kennzeichnen sich erfindungsgemäß vorgeschlagene, aus Grauguß
bestehende Lagerschalen durch einen die Graphitnadeln des Graugußes abschließenden,
am Graugußspiegel fest anhaftenden, vorzugsweise durch Hartlötung aufgebrachten Überzug aus Metallen bzw. Metallegierungen,
die ihrerseits mit durch Einguß eingebrachten Weiß- bzw. Weichmetallen oder mit diesen
beim Einguß legierungsfähigen Metallen oder Metallegierungen legierungsfähig sind.
Es ist zwar in der Lasertechnik nicht neu, metallische Zwischenschichten zwischen dem
Lagerfutter und dem das Lagerfutter aufnehmenden Lagerkörper vorzusehen. In diesen Fällen diente aber die metallische
Zwischenschicht lediglich dem Zweck, die Legierungsbildung zwischen dem durch Einguß
einzubringenden Lagerfutter und dem Lagerkörper zu fördern. Eine derartige Le-' gierungsbildung vermag auch unter Verwendung
die Legierungsbildung fördernder metallischer Zwischenschichten bei Graugußschalen'
nicht einzutreten, da der Grauguß durch seinen hohen Graphitgehalt eine metallabweisende
Wirkung besitzt. Nach dem der vorliegenden Erfindung weiter zugrunde liegenden Erkenntnissen bedarf es daher eines
vollständigen metallischen Abschlusses des graphithaltigen Lagerschalenspiegels, um eine
genügend feste Verbindung durch Legierungsbildung zwischen dem durchweg aus Weißoder
Weichmetallen bestehenden Lagerfutter und dem Graugußkörper erreichen zu können.
Erst wenn der Graugußspiegel durch einen Überzug aus Metallen bzw. Metallegierungen
abgeschlossen ist, die ihrerseits mit durch Einguß einzubringenden Weiß- oder Weichmetallen
legierungsfähig sind, können auch die üblichen Zwischenschichten aus Metallen oder Metallegierungen mit Erfolg Anwendung
finden, welche die Legierungsbildung zwischen dem den Graugußspiegel abdeckenden Überzug
und den das Lagerfutter bildenden Metallen oder Metallegierungen fördern.
In weiterer Durchführung des Erfindungsgedankens ist ,am inneren Spiegel der Graugußschale
ein Notspiegel vorgesehen, der dem Durchmesser des Achsschenkels unter Bildung keilförmiger Einlaufräume angepaßt
und mit clcm Metallüberzug, gegebenenfalls
auch mit der Zwischenschicht, überzogen ist. Kommt es durch einen auftretenden He'.ßlauf
zum Ausschmelzen des Weißmetalls, so findet der Achsschenkel im Notspiegel der Graitgußschale einen vorgearbeiteten Laufsitz
vor. Der Einlauf gestaltet sich besonders günstig, weil der Metallüberzug, gegebenenfalls
mit der Zwischenschicht zusammen, zunächst eine unmittelbare Berührung des Achsschenkels
mit dem Grauguß verhindert. Durch die einsetzenden Verschleißvorgänge wird der Metallüberzug zunächst an den Stellen
schlechter Anpassung abgetragen, so daß der Achsschenkel allmählich mit Teilen der aus
hochgleitfähigem Grauguß bestehenden Lagerschale zur Berührung kommt und sich in
diese einzuarbeiten vermag. Ein derartiger Vorschlag ist bereits gemacht worden, um
ao überhaupt den Einlauf des Achsschenkels in aus schlecht einlauffähigen Metallen bestehenden
Lagerfuttern zu erleichtern. In diesen Fällen ist jedoch das mit dem Achsschenkel
zur Berührung kommende Metall desLagerfutters von vorn herein schlecht einlauffähig
und nach Durchführung des Einkaufes bleibt das aus schlecht einlauffähigen Metallen bestehende
Lagerfutter der ständig mit dem Achsschenkel zur Berührung kommende Teil des Lagers, während erfindungsgemäß diese
Vorgänge erst eintreten, wenn durch einen Heißlauf das an sich gut einlauffähige Lagerfutter
aus Weiß- oder Weichmetallen weggeschmolzen ist. Es ist auch schon bekannt
geworden, für den Achsschenkel einen vorgearbeiteten Laufsitz in dem das Lagerfutter
aufnehmenden Lagerkörper vorzusehen. In diesen Fällen ist jedoch der im Lagerkörper
vorgesehene Laufsitz vollkommen konzenirisch zur Achsschenkeloberfläche ausgeführt,
so daß die einen günstigen Einlauf und auch eine Schmiermittelfilmbildung im weiteren Betriebe
ermöglichenden keilförmigen Einlaufräume fehlen. Demgegenüber kommt, wie Versuche gezeigt haben, bei Aufrechterhaltung
der Schmierung des Achsschenkels ein störungsloser Einlauf desselben selbst dann zustande,
wenn das Weißmetallfutter ausgeschmolzen und der aus Grauguß bestehende Lagerkörper erfindungsgemäß vorgerichtet ist,
so daß das Fahrzeug ohne die Gefahr einer Beschädigung der Achsschenkeloberfläche
seinem Bestimmungsort zugeleitet werden kann.
Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführung des Erfindungsgedankens, und
zwar gibt
Abb. ι einen senkrechten Längsschnitt durch eine erfindungsgemäß ausgebildete Lagerschale
gemäß Linie I-1 der Abb. 2 wieder, während
Abb. 2 einen Querschnitt durch die Lagerschale nach Linie U-II der Abb. 1 darstellt.
In beiden Abbildungen bezeichnet 1 die aus hochgleitfähigem Grauguß bestehende Lagerschale.
Der innere Scheitel dieser Lagerschale weist eriindungsgemäß bei 2 einen Notspiegel auf, der dem Durchmesser des
Achsschenkels 3 unter Bildung keilförmiger Einlaufräume angepaßt ist. Der gesamte
innere Spiegel der Lagerschale ist in weiterer Durchführung des Erfindungsgedankens mit
einem durch Hartlötung aufgebrachten Metallüberzug 4 versehen, der bei 5 verzinnt ist.
Da sich die üblichen Hartlote sowohl mit Grauguß wie mit Zinn legieren, Zinn seinerseits
ohne weiteres mit sämtlichen Weiß- bzw. Weichmetallen legierungsfähig ist, kommt
beim Einguß des Weiß- bzw. Weichmetallfutters 6 die erstrebte innige Verbindung des
Weiß- bzw. Weichmetallfutters 6 mit der Graugußschale 1 zustande. Durch Anpassung
des Notlaufspiegels 2 an den Durchmesser des Achsschenkels 3 verstärkt sich dabei die Hartlotschicht,
wie die Abb. 2 zeigt, im Scheitel der Lagerschale. Das ist erwünscht, damit der Achsschenkel bei einem durch Heißlauf
entstehenden Auslaufen des Weiß- bzw. Weichmetalls nicht sofort mit der Graugußschale
in Berührung kommt. Der Achsschenkel findet vielmehr im Metallüberzug 4, gegebenenfalls
auch in der Zwischenschicht 5, einen verhältnismäßig plastischen Werkstoff vor, in welchem der Einlauf durch Eindrükken
zustande kommt. Erst durch die eintretenden Verschleißvorgänge tritt eine stellenweise
Berührung des Achsschenkels mit dem Notspiegel 2 ein, so daß durch fortschreitende
Abtragung des Metallüberzuges 4 bzw. der Zwischenschicht 5 ein ungestörter Einlauf zu- too
stände kommt. Auf diese Weise kann das Fahrzeug gefahrlos im Betrieb gehalten werden,
bis eine werkstattmäßige Auswechslung der Lagerschale stattzufinden vermag.
Es liegt im Wesen der Erfindung, daß die Herstellung des Metallüberzuges nicht an die
Verwendung der Hartlötung gebunden ist. Es kann auch jedes andere Verfahren zur Herstellung
festhaftender Metallüberzüge, beispielsweise ein galvanisches Vernickeln, Verkupfern
usw., zur Anwendung kommen.
Claims (2)
- Patentansprüche:I. Rotgußfreie, aus hochgleitfähigem Grauguß bestehende Lagerschale, insbesondere für Schienenfahrzeuge, gekennzeichnet durch einen die Graphitnadeln des Graugusses abschließenden, am Graugußspiegel festhaftenden, vorzugsweise durch ' Hartlötung aufgebrachten Überzug »20 aus Metallen bzw. Metallegierungen, die ihrerseits mit durch Einguß eingebrachtenWeiß- oder Weichmetallen oder mit diesen beim Einguß besonders legierungsfähigen Metallen oder Metallegierungen legierungsfähig sind.
- 2. .Rotgußfreie Lagerschale nach Anspruch i, gekennzeichnet durch Anordnung eines Notspiegels im inneren Spiegel der Graugußschale, der dem Achsschenkel unter Bildung keilförmiger Einlaufräume angepaßt und mit dem Metallüberzug, gegebenenfalls auch mit der Zwischenschicht, überzogen ist.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEM128790D DE643093C (de) | 1934-10-07 | 1934-10-07 | Aus Grauguss bestehende Lagerschale |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEM128790D DE643093C (de) | 1934-10-07 | 1934-10-07 | Aus Grauguss bestehende Lagerschale |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE643093C true DE643093C (de) | 1937-03-31 |
Family
ID=7331572
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DEM128790D Expired DE643093C (de) | 1934-10-07 | 1934-10-07 | Aus Grauguss bestehende Lagerschale |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE643093C (de) |
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE928986C (de) * | 1952-05-04 | 1955-06-16 | Metallgesellschaft Ag | Lager mit Notlaufeigenschaften |
-
1934
- 1934-10-07 DE DEM128790D patent/DE643093C/de not_active Expired
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE928986C (de) * | 1952-05-04 | 1955-06-16 | Metallgesellschaft Ag | Lager mit Notlaufeigenschaften |
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