DE617610C - Aufwickelvorrichtung fuer das nachgeschleppte Stromzufuehrungskabel elektrisch betriebener Fahrzeuge - Google Patents
Aufwickelvorrichtung fuer das nachgeschleppte Stromzufuehrungskabel elektrisch betriebener FahrzeugeInfo
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Description
- Aufwickelvorrichturig für das nachgeschleppte Stromzuführungskabel elektrisch betriebener Fahrzeuge . Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Ausbildung der Aufwickelvorrichtung für das nachgeschleppte Stromzuführungskabel elektrisch betriebener Fahrzeuge, bei welcher zwischen der Kabelaufwickeltrommel und dem Triebwerk eine Reibungskupplung eingeschaltet ist, deren Reibscheiben bei allen Bewegungsrichtungen und Geschwindigkeiten des- Fahrzeuges gegeneinandergleiten. Uni das in Form einer Kettenlinie herabhängende Kabel während der Bewegung des Fahrzeuges stets hinreichend straff gespannt zu halten, ohne daß - die Sicherheit des Fahrzeuges durch die Spannung und das Gewicht des Kabels gefährdet wird oder ein Reißen des Kabels eintritt, arbeiten die bisher bekannten Einrichtungen dieser Art in der Weise, daß mit zunehmender Seilspannung die Relativgeschwindigkeit der gegeneinandergleitenden Reibscheiben verringert wird. Die Verringerung der Relativgeschwindigkeit wird hierbei mit Hilfe eines zwischen der Kabeltrommel und der Motorwelle angeordneten Differentials bewirkt. Es hat sich nun herausgestellt, daß auch derartige Einrichtungen bei einer plötzlich. oder ruckweise auftretenden Spannung des Kabels, z. B. beim Anfahren des Fahrzeuges oder beim Auffahren auf ein Hindernis, nicht befriedigend arbeiten bzw. nicht hinreichend schnell genug den Spannungsausgleich bewirken, so daß in solchen Fällen häufig ein Reißen des Kabels auftritt.
- Die genannten übelstände werden nun erfindungsgemäß dadurch vermieden, daß die Stärke des beispielsweise von einer Feder erzeugten Anpreßdruckes der Reibscheiben in Abhängigkeit von der Seilspannung des Kabels selbsttätig veränderlich ist. Gemäß einer besonders zweckmäßigen Ausführungsform ist das Auflager oder das Rad, auf welches sich das Kabel bei seiner Ankunft auf dem Fahrzeug auflegt, an einem mit einem festen Punkt des Fahrzeuges gelenkig verbundenen - Kniehebel angelenkt, welcher über einen Lenker mit dem einen Arm eines doppelarmigen Hebels gelenkig verbunden ist, `vährend der andere Arm des doppelarmigen Hebels -mit dem anpreßbaren Teil der Reibungskupplung in Verbindung steht.
- Dadurch, daß der Anpreßdruck durch eine elastische Einrichtung, beispielsweise durch eine Feder; hervorgerufen wird bzw. dadurch, daß das Auflager für das Kabel elastisch aufgehängt ist, wird bei einer plötzlich auftretenden Spannung des Kabels der Ausgleich augenblicklich durch die elastische Einrichtung selbst sowie durch den dadurch ver# ringerten Anpreßdruck der-Reibscheiben bewirkt. -Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht, und zwar zeigen: Fig. i in Gesamtansicht einen erfindungsgemäß ausgebildeten Trabtor für landwirtschaftliche Maschinen und Fig. 2 die eigentliche Ausgleichsvorrichtung. Bei der in Fig. i dargestellten Einrichtung empfängt das als Traktor ausgebildete Fahrzeug den elektrischen Strom durch das Kabel,i, das an einem beliebigen Speisepunkt angeschlossen ist, welch letzterer je nach den Umständen fest oder veränderlich ist. Dieses Kabel legt sich bei seiner Ankunft auf dem Fahrzeug auf ein Auflager 2, das um eine vertikale Achse drehbar ist, so däß es dem Auflager---möglich ,ist; sich in jeder vertikalen Ebene einzustellen, die durch die vom Fahrzeug getragene Halterstange 3 gelegt werden kann. Das Kabel wird längs der Stange 3 herabgeführt und wird schließlich auf der Trommel4 aufgerollt. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel wird die Trommel 4 durch den Motor 5 angetrieben, der gleichzeitig auch die Vorwärtsbewegung des Fahrzeuges bewirkt, indem der Motor über ein übersetzungsgetriebe 6 auf die Hinterräder einwirkt. Der Motor 5 ist bestrebt, die Aufwickeltrommel über eine Reibungskupplung mit regelbarem Reibungsdruck derart anzutreiben, daß das Kabel auf die Trommel aufgewickelt wird.
- Wenn nun auf das Kabel eine Zugwirkung im Sinne der Abwicklung des Kabels ausgeübt wird;. so läßt die Reibungskupplung beim Auftreten einer Kabelspannung; die einen bestimmten Wert überschreitet, ein Gleiten der Kupplung zu, so daß sich das Kabel vorr der Trommel abwickelt, obwohl der Motor die Trommel stets im Sinne der Aufwicklung des Kabels anzutreiben sucht. Eine entsprechende Einrichtung kann natürlich angewendet werden, wenn man zum Antreiben der Kabeltrommel nicht den Fahrmotor, sondern einen Hilfsmotor benutzt. Wenn die Geschwindigkeit, mit der der Motor das Kabel aufzurollen sucht,' derart geregelt wird, daß sie größer ist als die größtmögliche Geschwindigkeit, die bei der Annäherung des Fahrzeuges an den Speisepunkt auftreten kann, wird das Kabel stets unter einer.geeigneten Spannung aufgerollt, welches auch die Ortsveränderungen seien, die das Fahrzeug erfährt. Infolgedessen wird auch die herabhängende Kettenlinie, die von dem Kabel gebildet wird, niemals die Bewegung des Fahrzeuges hindern, wenn das Kabel in zweckentsprechender Weise installiert ist. ' Um nun zu verhindern, daß bei einer plötzlich oder ruckweise auftretenden Spannung das Kabel reißt, ist erfindungsgemäß das beispielsweise als Rad ausgebildete Auflager 2, auf das sich das Kabel i bei seiner Ankunft auf dem- Fahrzeug auflegt, an einem mit einem festen Punkt der Haltestange 3 gelenkig verbundenen Kniehebel 2' angelenkt. An dem Kniehebel 2' ist bei 31 eine Stange gelenkig befestigt, die mit Hilfe eines doppelarmigen Hebels 32 oder einer sonstigen geeigneten Einrichtung eine Verschiebung der Reibscheibe oder Reibscheibengruppe 33 der Reibungskupplung in bezug auf die andere Reibscheibe oder Reibscheibengruppe 34 herbeiführt. Eine Feder 35 wirkt auf den schwingbar gelagerten Kniehebel 2' in einem solchen. Sinne ein, daß die Reibscheibe oder Reibscheibengruppe 33 gegen die Reibscheibe oder Reibscheibengruppe 34 gepreßt wird, um die gewünschte Reibung zwischen den beiden Kupplungsteilen herbeizuführen. Die Spannung des Kabels i ist dagegen bestrebt, den Kniehebel2' im umgekehrten Sinne zum Ausschwingen zu bringen, d. h, in einem solchen Sinne, daß sich die Reibscheibe oder ReibscheibengrupPe 33 von der Reibscheibe oder Reibscheibengruppe 34 entfernt, so daß infolgedessen eine Verringerung des Reibungsdruckes herbeigeführt wird. Tritt also eine plötzliche starke Spannung des Kabels i auf, so vollführt das an dem Kniehebel 2' aUgelenkte Auflager 2 eine Schwenkung, wobei die Kraft der Feder 35 überwunden. wird, so daß der an dem Is.riiehebel 2' bei 3 i - angelenkfie Lenker sich senkt und über den Hebe1,32 die Reibscheibe oder Reibscheibengruppe 33 von der anderen Kupplungshälfte abhebt. Auf diese Weise tritt ein rasches und fast völlig freies - Gleiten in der Reibungskupplung, die die Aufwickeltrommel4 antreibt, ein, so daß der Spannungsausgleich augenblicklich.erfolgt.
- Es sei darauf hingewiesen, daß man für die vorliegende Erfindung elektrische Motore anwenden kann, die leer angelassen werden können und die auch unter Strom in fortdauernder und gleichförmiger Drehung bleiben. Hierbei ist die Verwendung eines S.beuerkontrollers überflüssig und die Benutzung von dreiphasigen Induktionsmotoren möglich. Das Fahren: des Fahrzeuges wird dann über ein Geschwindigkeitsreduziergetriebe bewirkt, mit welchem es auch möglich ist, die Fahrtrichtung .umzukehren.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Aufwickelvorrichtung für das nachgeschleppte Strom.zuführungskabel elek. triscli betriebener Fahrzeuge, bei welcher zwischen der Kabelaufwickeltrommel und dem Triebwerk eine Reibungskupplung eingeschaltet ist, deren Reibscheiben bei allen Bewegungsrichtungen und Geschwindigkeiten des Fahrzeuges gegeneinandergleiten, dadurch gekennzeichnet, daß die Stärke des beispielsweise von einer Feder (35) erzeugten Anpreßdruckes der Reibscheibe oder Reibscheibengruppe (33) in Abhängigkeit von der Seilspannung des Kabels (z) selbsttätig veränderlich ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß das Auflager (2), auf welches sich das Kabel (r) bei seiner Ankunft auf dem Fahrzeug auflegt, an einen mit einem festen Punkt des Fahrzeuges gelenkig verbundenen Kniehebel (2') angelenkt ist, welch letzterer über einen Lenker mit dem einen Arm eines doppelarmigen Hebels (32) gelenkig verbunden ist, während der andere Arm des doppelarmigen Hebels (32) mit dem anpreßbaren Teil (33) der Reibungskupplung in Verbindung steht,
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
IT617610X | 1929-02-07 |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE617610C true DE617610C (de) | 1935-08-22 |
Family
ID=11292527
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE1930617610D Expired DE617610C (de) | 1929-02-07 | 1930-02-06 | Aufwickelvorrichtung fuer das nachgeschleppte Stromzufuehrungskabel elektrisch betriebener Fahrzeuge |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE617610C (de) |
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
WO2013017114A3 (de) * | 2011-07-29 | 2013-05-23 | Kiekert Aktiengesellschaft | Lagereinrichtung mit kupplung für ein elektrofahrzeug |
-
1930
- 1930-02-06 DE DE1930617610D patent/DE617610C/de not_active Expired
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
WO2013017114A3 (de) * | 2011-07-29 | 2013-05-23 | Kiekert Aktiengesellschaft | Lagereinrichtung mit kupplung für ein elektrofahrzeug |
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