DE614853C - Rollfilmkamera mit schwenkbaren Spulenhaltern - Google Patents
Rollfilmkamera mit schwenkbaren SpulenhalternInfo
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- DE614853C DE614853C DEK132422D DEK0132422D DE614853C DE 614853 C DE614853 C DE 614853C DE K132422 D DEK132422 D DE K132422D DE K0132422 D DEK0132422 D DE K0132422D DE 614853 C DE614853 C DE 614853C
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- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
- G03B17/00—Details of cameras or camera bodies; Accessories therefor
- G03B17/28—Locating light-sensitive material within camera
- G03B17/30—Locating spools or other rotatable holders of coiled film
- G03B17/305—Locating spools or other rotatable holders of coiled film for roll film cameras
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- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Details Of Cameras Including Film Mechanisms (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft Rollfilmkameras mit schwenkbaren Spulenhaltern und bezweckt,
das Beschicken und Entladen mit Film zu erleichtern.
Die Kamera ist zur Beschickung mit an sich bekannten Filmpackungen eingerichtet,
bei denen das freie Filmende bereits an einem Aufwickelkern befestigt ist. Das Öffnen dieser
Packung, das Ausspannen des Films und
ίο das Verschließen der Packung nach erfolgter
Belichtung des ganzen Films erfolgt lerfindungsgemäß in der Kamera selbsttätig. Die
Packung wird lediglich bei geöffneter Kamera ohne jedes Einfädeln o. dgl. eingesetzt und
nach der Belichtung des Films wieder aus der Kamera herausgenommen.
Zu diesem Zwecke ist erfindungsgemäß die Kamera so aufgebaut, daß die Filmspulenhalter
bei oder nach dem öffnen der Kamera in eine zueinander benachbarte Lage bewegbar
sind, in der sie durch eine Filmpackung der genannten Art beschickt werden können.
Das Ausspannen des Films über den Bildfensterrahmen erfolgt durch Rückführung der
Filmspulenhalter in ihre Betriebslage, die sich bei normalen Kameras zu beiden Seiten des
Belichtungsfensters befindet. Dabei wird die Filmpackung selbsttätig in zwei Teile getrennt,
von denen der eine die Filmvorratsspule, der andere die leere Aufwickelspule enthält. Soll der Film nach Belichtung wieder
aus der Kamera entfernt werden, so werden die Spulenhalter mit den an ihnen befindlichen
Packungshälften bzw. Spulen wieder in die zueinander benachbarte Lage wie beim Laden
gebracht. Dabei wird die Filmpackung wieder verschlossen, so daß sie in demselben
äußerlichen Zustande wie beim Laden der Kamera entnommen werden kann.
Die Bewegung der Filmspulenhalter im obigen Sinne wird dabei zweckmäßig zwangsläufig
von einem Kamerateil abgeleitet, der beim Laden und Entladen ohnehin bewegt
werden muß, wie etwa von der drehbaren oder abnehmbaren Kamerarückwand, von dem abzieh- oder abschließbaren Kameravorderteil
o. dgl. Dabei können sowohl beide Halter gemeinsam bewegt werden, wie auch beispielsweise
nur ein beweglicher Spulenhalter angeordnet zu sein braucht, während der andere am Kameragehäuse befestigt ist, ohne daß
dadurch vom eigentlichen Erfindungsgedanken abgewichen werden würde.
Auf den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand dargestellt, und zwar in verschie-
denen Ausführungsformen.
Abb. ι ist eine Seitenansicht einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung. Die
Kamera ist in geöffneter Stellung (Lade- bzw. Entladestellung) dargestellt.
Abb. 2 ist eine Seitenansicht derselben Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes
in teilweise geöffnetem Zustande, d. h. während des Auf- bzw. Zuklappens der Kamera.
Abb. 3 ist ein Längsschnitt durch die Kamera nach Abb. i, aber in geschlossener
Stellung, wobei also die Filmpackung geöffnet und der Filmstreifen quer über das Belichtungsfenster
gespannt ist.
ίο Abb. 4 ist eine Stirnansicht der Kamera
nach Abb. i.
Abb. 5 ist ein Schnitt entsprechend der Linie A-A der Abb. 7.
Abb. 6 ist eine schaubildliche Darstellung einer Ausführungsform der Filmpackung
oder -kassette, wie sie in der Kamera nach Abb. ι zur Verwendung gelangt.
Abb. 7 ist ein Schnitt durch die Filmpackung längs der Linie B-B der Abb. 6.
. Abb. 8 ist ein Grundriß der Filmpackung gemäß Abb. '6 mit auseinandergezogenen
Hälften.
Abb. 9 zeigt eine -Ausführung für eine Kamera anderer Art, wobei diese in teilweise
as geöffneter bzw. teilweise geschlossener Stellung dargestellt ist.
Abb. 10 ist ein Querschnitt durch diese Kamera in ganz geöffneter, d. h. Lade- bzw.
Entladestellung.
Abb. 11 ist ein Teilschnitt durch eine wei-. tere Ausführungsform einer Kamera gemäß
der Erfindung während des Öffnens und Schließens.
Abb. 12 ist ein Teilschnitt durch die Kamera nach Abb. 11 bei ganz geöffneter
Kamera (Lade- bzw. Entladestellung).
Abb. 13 ist eine schaubildliche Ansicht einer anderen Filmpackung, welche in einer
erfindungsgemäß ausgebildeten Kamera zur Verwendung gelangen kann.
Abb. 14 ist eine Teildarstellung einer Ausführungsform
des Filmhalters, die die Art der Zentrierung der Abwickelspule zeigt.
Abb. 15 ist ein teilweise geschnittener Aufriß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung,
Abb. 16 zeigt eine Ausführungsform mit verriegelbarer Kassette.
Abb. 17 ist eine Kopfansicht der Kassette der Abb. 13.
Abb. 18 ist der Grundriß einer weiteren Ausführungsform der Filmpackung.
Abb. 19 stellt eine weitere Ausführungsform eines Filmkassettenhalters mit Kassette
im Schnitt dar.
Abb. 20 ist die perspektivische Darstellung eines Teiles eines Filmhalters, und
Abb. 21 stellt einen Filmbehälter nach einer weiteren Ausführungsform dies Erßndungsgegenstandes
dar.
An Hand der Abb. 1 bis 8 sei nun eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung erläutert.
Der Kamerarückdeckel 2 ist durch die Gelenke 3 am Kamerakörper 1 angelenkt.
Der Rückdeckel 2 überdeckt in gebräuchlicher Weise das Kameragehäuse etwa zur Hälfte 4.
Am Kamerakörper befindet sich der Filmtransportschlüssel 5, der' in und außer Eingriff
mit der Aufwickelspule bzw. dem Aufwickelkern gebracht werden kann. Der Kamerakörper 1 trägt ferner ein Paar Gelenkarme
6 und 7, die drehbar auf den Zapfen 8 und 9 an den Seiten des Kamerakörpers 1
montiert sind, und die durch die Verzahnungen 10 und 11 so miteinander gekuppelt sind,
daß sie sich "beide voneinander abhängig zwangsläufig bewegen müssen.
An den äußeren Enden dieser Arme 6 und 7 sind ein Paar Filmspulenhalter 12 und 13
angebracht. Diese Halter sind so ausgestaltet, daß sie der zur Verwendung kommenden
Spezialspulenkassette bzw. -packung einen sicheren Halt bieten. Die Kassette besteht
ihrerseits aus zwei Hälften 14 und 15, die normalerweise zusammengehalten werden.
Die Befestigung der Kassette auf den Spulenhaltern erfolgt nun folgendermaßen:
Die Spulenhalter 12 und 13 sind mit Schlitzen
16 und 17 versehen. An der Stelle, an der
der Filmtransportschlüssel in Betriebsstellung in die Kassette ragt, ist an Stelle des Schlitzes
eine entsprechende öffnung 18 vorgesehen. Die Schlitze 16 und 17 sind den Vorsprüngen
19 und 20 an der Filmkassette 14 und 15 angepaßt,
so daß die Kassette in den Haltern 12 und 13 in bestimmter Lage festgehalten wird.
Die Kassettenhälften 14 und 15 sind flach und schalenförmig, wie dies am besten aus
Abb. 6 ersichtlich ist. Sie können beispielsweise nach Abb. 6 und 7 mit den Wandungen 1°°
21 des Teils 14 bzw. der Wandung 22 des Teils 15 ineinandergesteckt und zusammengehalten
sein. Zu diesem Zweck kann ein. Schnappschloß, bestehend aus den Vorsprüngen 23 an der Hälfte 14 und entsprechend geformten
Vorsprüngen 24 oder Ausstarizungen an der Hälfte 15 verwendet werden. Diese
Anordnung ist so getroffen, daß nur ein verhältnismäßig geringfügiger Zug zum Trennen
der beiden Kassettenteile erforderlich ist. no . Um den Film selbsttätig einzufädeln, ist
die Einrichtung so getroffen, daß die Arme 6 und 7 durch Auf- oder Zuklappen des Kamerarückens
2 mittels der Schubstange 100 geschwenkt werden. Diese Schubstange greift im
Drehpunkt 101 am Arm 7 an und besitzt am anderen Ende eine Nut 102, mittels welcher
sie auf dem Zapfen 103 des Kamerarückens 2 gleitet. Durch diese beiden Elemente, Zapfen
und Nut 102, ist leine geringe fneie Bewegung des Deckels gegenüber dem Kamerakörper
möglich, ohne, daß die Schubstange
ι oo bewegt wird. Der Hebel ioo hat einen
Vorsprung 104, der in eine Raste 105 am
Hebel 6 einschnappen kann und auf diese Weise eine Verriegelung für die Arme 6 und 7
in ihrer Stellung nach Abb. 1 bildet. In dieser Stellung kann die Filmspulenkassette 14 und
15 schnell und bequem als ein Stück in vorschriftsmäßige
Lage eingesetzt werden. Mit Hilfe der Anordnung nach Abb. 1 ist der
to Vorgang beim Schließen des Kamerarückens folgender: Im ersten Teil der Schließbewegung
gleitet das Ende 106 der Schubstange 100 in der Nut 102 auf dem Zapfen 103, bis
es die innere Wand 107 des Kamerarückens 2
.15 berührt. Die weitere Bewegung des Kamerarückens trennt dann die Arme 6 und 7 und
schwenkt sie in die Spulenkammern 108 und 109 des Kamerakörpers 1. Die Rückwand
wird in Schließstellung durch einen, geeigneten Verschluß 110 zugehalten.
Zu der Abb. 7 ist zu bemerken, daß Film und Schutzpapier oder das sonst zur Verwendung
kommende lichtempfindliche Streifenmaterial zusammen in einem losen Wickel 25
aufgespult sein können, gegebenenfalls sogar ohne Verwendung eines Wickelkernes 28. Die
Aufwickelhälfte 15 der Kassette muß allerdings einen Kern 26 ο. dgl. enthalten, der in
üblicher Weise mit Einhänge- oder Festhalte-Vorrichtungen für das Ende des Films bzw.
Schutzstriejfeins 29 ausgestattet ist. Es ist
dabei ganz gleichgültig, ob ein Film mit Schutzpapierstreifen zur Verwendung gelangt
oder ob ein Film allein (mit Hchtmdurchlässiger
Rückschicht) oder ob Schutzpapier oder Kohlepapier zur Verwendung gelangt. Alle diese Streifenmaterialien können nach Belieben
zur Verwendung gelangen.
Der lose Filmwickel 25 kann durch vorspringende Zapfen 28 gehalten werden, wobei
die inneren Windungen des Wickels auf diesen Zapfen laufen. Wenn also die Kassette gemäß
Abb. ι in die Halteeinrichtungen eingesetzt ist und die Kamera durch Zuklappen des
Rückdeckels 2 geschlossen wird, schwingen die gegenseitig abhängig verbundenen Arme 6
und 7 (gemäß Abb.2) gleichmäßig nach unten, bis sie die Stellung nach Abb. 3 erreicht
haben, in welcher gleichzeitig auch der Film 29 bereits quer über den Bildfensterrahmen 30
gespannt ist. Die Ladeoperation besteht daher lediglich in dem Einsetzen der Kassette 14
und 15 in die Halter 12 und 13 und in dem
Verschließen der Kamera durch Zuklappen des Kamerarückens. Der Filmtransportschlüssel
wird dann durch eine Öffnung in der Kassettenseitenwand in Eingriff mit dem Schlüsselloch 31 des Kerns 26 gebracht,
worauf das Filmmaterial in üblicher Weise belichtet und auf die Aufwickelrolle aufgewunden
werden kann. Wenn das ganae FiImmateriai
auf den Kern 26 aufgewunden ist, wird die Kamera, folgendermaßen 'entladen:
Der Kamerarücken 2 wird aus der Stellung gemäß Abb. 3 in die gemäß Abb. 1 geschwenkt,
dadurch werden zwangsläufig die zwei Kassettenteile 14 und 15 zusammengebracht, die
Schnappeinrichtungen 23 und 24 kommen in Eingriff, so daß die Teile 14 und 15 als einheitliche
zusammenhängende Kassette aus der Kamera herausgenommen werden können. Bei
der Bedienung ist es lediglich erforderlich, die Kamera zu öffnen, um sie durch Einsetzen
bzw. Herausnehmen einer einzigen Kassette zu laden bzw. zu entladen, so daß all die Unannehmlichkeiten,
die der Amateur bisher mit dem Einsetzen der Spulen in die Spulenkammern, dem Spannen des Films bzw. Schutzstreifens
quer über den Bildfensterrahmen, dem Einfädeln in die Aufwickelspule u. dgl. 8c
hatte, bei dem Apparat nach vorliegender Erfindung entfällt.
Die erfindungsgemäße Anordnung kann für jede beliebige Rollfilmkameratype verwendet
werden. Beispielsweise kann die Erfindung so 8S
verwirklicht werden, daß nicht der bewegliche Teil zwecks Ladens der Kamera um ein
Scharnier geklappt wird, sondern es kann beispielsweise die Ausführung nach Abb. 9 und
10 verwendet werden.
Nach Abb. 9 besteht die Kamera aus dem Körper 60 mit den Seitenwänden 61, an denen
sich Führungsschlitze 62 und 63 befinden. Diese Schlitze werden durch die äußeren
Wände der Kamera lichtdicht überdeckt. Der Führungsschlitz 62 ist ganz bis zur Kante 64
der Kamera herausgeführt,- Führungsschlitz 63 endet jedoch kurz vor der Vorderkante.
Die beiden Schlitze 62 und 63 sind Führungen für Zapfen 65 und 66 an den Spulenhaltern
67 und 68. Diese Halter 67 und 68 entsprechen den Haltern 14 und 15 der Abb. 1 bis 4.
Die Teile 6y und 68 sind an den Armen 69 und 70 angebracht, die durch die Verzahnung
71 und 72 untereinander in Eingriff stehen und die auf Zapfen 73 und 74 am Kameravorderteil
75 drehbar befestigt sind. Eine Feder drückt mit den Enden 76 und yy die
Arme 69 und 70 gegeneinander.
Beim Laden der Kamera dieser Ausführungsform wird die aus den Teilen 14 und 15
bestehende Filmpackung in die Spulenhalter geschoben, wenn die Kamerateile sich in der
Stellung nach Abb. 10 befinden. Die Kamera wird dann geschlossen, indem zunächst der
Kameravorderteil 75 in Pfeilrichtung geschwenkt wird, um den Zapfen 66 in den Führungsschlitz
62 einzuführen. Der Kameravorderteil 75 wird darauf gemäß Abb. 9 in
Pfeilrichtung in den Kamerakörper hineingeschoben. Dabei gleiten die Zapfen 65 und
66 in den Führungsschlitzen 62 und 63 ent-
lang, wodurch die Kassettenhälften 14 und 15
voneinander getrennt werden. Die Kassettenhälften gelangen schließlich innerhalb der gekrümmten
Wände 78 und 79 der . Kamera. Genau wie bei der ersten Ausführungsform der Erfindung ist es auch hier lediglich nötig,
nach Einsenken der Kassette einen beweglichen Teil der Kamera gegen einen festen
Kamerateil zu bewegen, um den Film für die
ίο Belichtung vorzubereiten bzw. zu spannen.
Bei einer weiteren Ausführungsform kann die Anordnung so getroffen werden, daß nur
ein Spulenhalter beweglich ist. Nach Abb. 11 und 12 besteht die Kamera aus einem Körper
80, an dem der Deckel 81 bei 82 angelenkt ist. Die Filmpackung kann wieder aus den
Hälften 14 und 15 wie bei der ersten Ausführungsform
bestehen. Ein Spulenhalter ist dabei in einer Filmkammer ortsfest. Dieser
ao Spulenhalter wird vorzugsweise mit Schlitzen
84 versehen, in die die Nasen 19 des Kassettenteils
14: jeinschnappen können.
Weiterhin ist ein beweglicher Spulenhalter
85 angebracht, der an den Enden des Gelenkarmes 86 sitzt und bei 87 am Kamerakörper
8q .angelenkt ist. Der Spulenhalter 85 ist mit
Hilfe einer Schubstange 88 drehbar bei 89
am Kamerarücken 81 und bei 90 drehbar am Spulenhalter angelenkt und besitzt einen
Schlitz 91 zur Führung des Zapfenansatzes 92 an der Kassettenhälfte 15.
In der Kamerastellung nach Abb. 12 kann die Kassette 14 und 15 schnell und sicher in
der Pfeilrichtung eingeschoben werden, bis die verschiedenen untereinander eingreifenden
Zapfen und Schlitze ineinander einschnappen. Befinden sich die Teile dann in dieser Stellung,
so braucht man nur noch die Kamera durch Zurückklappen des Kamerarückens 81
um seinen Drehpunkt 82 zu schließen. Dadurch wird der Filmstreifen selbsttätig quer
über den Bildfensterrahmen 93 bzw. über die Führungsrollen 94 in der vorschriftsmäßigen
Weise gespannt.
Aus der Beschreibung und dem bereits dargelegten Erfindungsgedanken ist zu ersehen,
daß zahlreiche Ausführungsformen für die Kamera selbst möglich sind. Es ist aber
leicht einzusehen» daß auch die Filmpackung
So selbst eine Reihe von Ausführungsformen annehmen kann. Die Filmpackung kann etwa
gemäß Abb. 13 aus zwei Spulen 32 und 33 bestehen, die in der üblichen Weise Filmwindungen
34 besitzen, wobei das eine FiImende an der Nabe der Spule 33 befestigt ist.
Diese zwei Spulen werden mit' Hilfe einer
geeigneten Federklammer 35 in der Stellung nach Abb. 13 gehalten.
Für eine solche Filmpackung ist allerdings eine etwas abweichende Ausführungsform des_
Filmhalters erforderlich. Die Arme 6 und 7 der Kamera (Abb. 1) werden dabei mit einer
üblichen Spulenzentrierungsanordnung', Zapfen, Ansätze o. dgl., etwa gemäß Abb. 14 versehen.
Diese Arme sind etwa durch eine Quer.stangie36 verbunden bzw. versteift, und
die oberen Enden 37 und 38 erhalten zweckmäßig Führungszapfen 39. Wenn die Spule
32 beispielsweise in Pfeilrichtung nach Abb. 14 in den Halter, eingeschoben wird, so federn
zunächst die Arme 37 und 38 nach außen, wobei die Ansätze 39 auf den Spulenflanschen
40 reiten, bis die Führungszapfen 39 in die Spulenbohrungen 41 einschnappen.
Bei dieser Filmpackung muß aber vor Schließen der Kamera die Federklammer 35
entfernt werden, die erforderlich ist, um die Spulen zusammenzuhalten und um sie beide
gleichzeitig in die Halter einschnappen lassen zu können. Wenn jedoch der Film belichtet
ist, so kann er vollkommen auf die Auf wickelspule 33 gewunden werden; die Spule 32
kann dann für sich herausgenommen bzw. forrgeworfen werden.
Bei Anwendung· regelrechter, aus zwei Halften
bestehendier Kassetten kann für beide Hälften auch eine weitere Ausführungsform
gemäß Abb. 15 zur Anwendung gelangen. Die Ränder der. einen Kassettenhälfte 121
sind etwas eingezogen und werden von der anderen Kassettenhälfte an dieser Einziehung
124 mit dem Rand 123 überfaßt, so daß die Kassette außen glatt schließt. In der Hälfte
121 sind Prägungen 125 vorgesehen, die von
einem Paar Federn 126 entsprechend überfaßt werden. Diese Prägungen 125 sind so
abgeschrägt, daß die Federn 126 glatt, d. h. ohne übermäßigen Widerstand in beiden
Richtungen über sie gleiten können, trotzdem aber eine Raste bilden. 1°°
In dieser Abb. 15 ist auch noch eine besondere und zweckmäßige Ausbildung der
Halter bzw. Halterarme 6 und 7 gezeigt. Diese Arme 6 und 7 können mit Verlängerungen
160 und .161 versehen sein, die zwisehen
den Bügeln 162 und 163 gleiten können. Diese Anordnung ist sehr praktisch, zumal
man durch verschiedene Wahl der Breiten für 160 und 161 ein genaues und sicheres Halten
der Filmpackung erreicht, aber besonders ein no versehentlich falsches Einsetzen der Kassette
mit Sicherheit verhindert.
Man kann die Kassettenhälften auch miteinander regelrecht verriegeln. Eine derartige
Anordnung zeigt z. B. Abb. 16.
Die Kassettenhälfte 201 besitzt einen Stift
204, den ein an der anderen Kassettenhälfte angebrachter Riegel mit einem Hakenansatz
203 übergreift. Der Riegel 203 ist mit zwei Stiften 205 geführt. An seinem unteren
Ende befindet sich eine Abbiegung 208, die -beim Einsetzen der Kassette in die Halter 210
und 211 auf einen Ansatz 209 aufsetzt, den
Riegel 203 nach oben schiebt und dadurch die Verriegelung auslöst. Der Riegel 203
wird durch sein federndes oberes Ende 206, S das sich gegen einen Stift 207 in der Kassettenwandung
lehnt, normalerweise in seiner Verschlußstellung gehalten. In den Haltern 210 und 211 befinden sich etwa wieder Auskröpfungen
212 und 213, die die beiden Kassettenhälftfti an Ansätzen 214 und 215
halten.
Die Abb. 17 und 18 zeigen eine Ausführungsform
der Kassette, die im Hinblick auf die Kassetteneinzelheiten und die Filmhalter Ähnlichkeit mit der Ausführungsform nach
Abb. 15 aufweist. Diese Kassette besteht aus zwei Teilen 180 und 181, die zusammen etwa
achteckige Gestalt haben, die für eine Reihe von auf dem Markt befindlichen Filmkameras
sehr geeignet ist.
Die Kassettenhälften 180 und 181 werden
durch Rasten, gebildet aus den gelochten Bügeln 182 und 182', zusammengehalten, die
am Teil 181 befestigt sind, und die über entsprechende
Vorsprünge 183 und 184 am Teil 180 schnappen. Zweckmäßig werden diese
Bügel 182 und 182' gleichzeitig dazu verwendet, um mittels Kröpfungen 185 und 186 die
entsprechenden Führungen für die nach oben ragenden Arme 188 und 188' des Filmspulenhalters
zu bilden.
Die Spulenhalterarme 189 und 190 besitzen
oben Ansätze 291, die als Auflage bzw. untere Begrenzung für die Filmkassette bzw. FiImpackung
dienen.
Die Hälfte 180 ist ebenfalls mit Bügeln 191
und 192 versehen, die die Führungen für die nach oben ragenden Arme 187 und 187' bilden.
Die Arme 187 und 188 sind breiter als die Arme 187'. und 188', um das richtige Einsetzen
dier Kassette zu sichern. Auf der Seite der breiteren
Arme 187 und 188 ist auch der Zugang
194 zu dem Schlitz für den Filmschlüssel angebracht. Bei dieser Kassettenlagerung sitzen
die Kassettenhälften 180 und 181 sehr sicher
auf den Armen 189 und 190. Bei Bewegung in Pfeilrichtung der Abb. 1.7 lösen sich die
beiden Kassettenhalften voneinander, und umgekehrt.
Die Kassetten öder Packungen werden gemäß den bisher beschriebenen Ausführungen
von oben, d.h. in radialer Richtung, eingesetzt. Man kann aber auch Kassette und Kassettenhalter so ausgestalten, daß die
Kassette axial eingeschoben werden kann, wie etwa Abb. 19 zeigt.
Die Spulenhalter 165 und 166 haben Schalenform
und besitzen je ein Paar Flanschenansätze 167 und 168, die entsprechend den
Nuten 169 und 170 in den Kassetten- oder Packungshälften ausgebildet sind. Diese
Filmpackung kann also axial in die Halter geschoben werden, wobei die Halterflansche
in den Kassettennuten geführt werden. Die Gestalt der Packungsteile ist halbzylindrisch.
Der Film 173 ist auf die Nabe 74 aufgewickelt, während das andere Filmende 175 an
dem Aufwickelkern 176 befestigt ist.
Abb. 21 zeigt eine Kassette ebenfalls für axiales Einschieben, Abb. 20 den entsprechenden
Halter dazu. Dabei können die zwei Kassettenhälften 42 und 43 aus zwei länglichen
Schalen entsprechend der erstbeschriebenen Ausführungsform (Abb. 6 und 7) bestehen.
Eine der Hälften ist mit einem Flansch 44, beide Hälften sind mit einer nach
auswärts gerichteten Rippe 45 und 46 versehen. An den Armen 6 und 7 sind entspre ·
chend geformte Schalen zur Aufnahme der Kassette angebracht. Der Arm 6 trägt eine
gekrümmte Schale 47, die an einem Ende mit der Wand 48 verschlossen ist, während das
andere Ende 49 offen bleibt. Entsprechend trägt der Arm 7 die Schale 52 mit der Rückwand
51 und der vorderen öffnung 50. Jede der Schalen ist mit einem Schlitz oder einer
Rille 53 und 54 versehen, wobei die erstere zur Aufnahme der Rippe 45 der Kassettenhälfte
42 und die letztere zur Aufnahme der Rippe 46 der Kassettenhälfte 43 vorgesehen
ist.
Diese Filmkassette wird einfach axial in den Filmbehälter eingeschoben. Dabei wird
die Rippe 44 in dem Schlitz 55 entlang geschoben, der zwischen den Enden der gekrümmten
Wände 47 und So gebildet ist. Diese Rippe bildet also eine Führung, die ein
ungenaues Einsetzen der Kassette verhindert. Die Kassette wird in der Führung festgehalten,
wenn die Rippen 45 und 46 eingeschnappt sind. Die ganze Arbeit beim Laden einer
Kamera mit dieser Art Kassette besteht einfach darin, daß die Kassette oder Packung in
den Halter axial geschoben wird. Der Kamerarücken kann dann geschlossen werden, um das Streifenmaterial über den Bildfensterrahmen
zui spannen, ganz ebenso wie es bei der ersten Aus fuhrungs form der Erfindung
beschrieben wurde. Das Entladen geschieht ganz entsprechend, nur daß die Kassette, im
Gegensatz zur ersten Ausführungsform, axial herausgezogen werden muß.
Auf diese Weise ist es auch für den Ungeübten möglich, eine Rollfilmkamera sehr
schnell und sicher zu laden und zu entladen. In einer Kamera und Kassette nach der Erfindung
wird der Film bedeutend mehr geschont als in den bisher gebräuchlichen Kameratypen. Auch ein Verschleiern ist nicht
möglich, da der Film während des Ladens und Entladens nicht aufschnellen kann.
Auch für geübte Photographen bringt die Erfindung den Vorteil mit sich, daß bei einer
großen Anzahl aufeinanderfolgender Aufnahmen der Zeitverlust beim" Wechseln des Films
praktisch versehwindet.
Claims (8)
1. Rollfilmkamera mit schwenkbaren Spulerihaltern, dadurch, gekennzeichnet, daß
die Spulenhalter in eine einander benachbarte Lage bewegbar sind, in der sie mit
einer Filmpackung oder Kassette beschickt werden können, die einen am freien
Filmende befestigten Aufwickelkern enthält, worauf sie durch Verschwenken in ihre Betriebslage den Film zwangsläufig
über den Bildfensterrahmen spannen.
2. Rollfilmkamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beide Halter
schwenkbar und z. B. durch Zahntrieb ■gegenläufig miteinander verbunden sind.
3. Rollfilmkamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Filmspulenlager
(83) fest in der Betriebslage, das andere auf einem schwenkbaren FiIm-Bpiilenhalter
(85) angeordnet ist und daß
dieser sich von seiner Betriebslage in der Spulenkammer in eine dem festen' Spulenlager
benachbarte Lage und umgekehrt schwenken läßt (Abb. 11 und 12).
4. Rollfilmkamera.nach einem der Ansprüche ι bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Filmspulenhalterbewegung in an sich bekannter Weise von der Bewegung eines beim öffnen oder Schließen des
Kamerarückteils bewegten Kamerateils gesteuert wird.
5. Rollfilmkamera nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Spulenhalterbewegung
in an sich bekannter Weise von der aufklappbaren Kamerarückwand abgeleitet wird.
6. Rollfilmkamera nach einem der An-. Sprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Spulenhalterbewegung von der abziehbaren oder abschiebbaren Kamerahälfte
abgeleitet wird.
7. Rollfilmkamera nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Übertragung der Bewegung auf die ■ Spulenhalter in an sich bekannter Weise
mittels Zugstangen erfolgt.
8. Rollfilmkamera nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Übertragung der Bewegung dadurch erfolgt, daß die Spulenhalter in Nuten oder Führungen des beweglichen
Teile der Kamera geführt sind.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
US614853XA | 1933-02-06 | 1933-02-06 |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE614853C true DE614853C (de) | 1935-06-26 |
Family
ID=22036087
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DEK132422D Expired DE614853C (de) | 1933-02-06 | 1933-12-10 | Rollfilmkamera mit schwenkbaren Spulenhaltern |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE614853C (de) |
-
1933
- 1933-12-10 DE DEK132422D patent/DE614853C/de not_active Expired
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