DE613472C - Nachstellvorrichtung fuer Druckluftbremsvorrichtungen von Eisenbahnfahrzeugen - Google Patents
Nachstellvorrichtung fuer Druckluftbremsvorrichtungen von EisenbahnfahrzeugenInfo
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- DE613472C DE613472C DES111104D DES0111104D DE613472C DE 613472 C DE613472 C DE 613472C DE S111104 D DES111104 D DE S111104D DE S0111104 D DES0111104 D DE S0111104D DE 613472 C DE613472 C DE 613472C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61H—BRAKES OR OTHER RETARDING DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR RAIL VEHICLES; ARRANGEMENT OR DISPOSITION THEREOF IN RAIL VEHICLES
- B61H15/00—Wear-compensating mechanisms, e.g. slack adjusters
- B61H15/0092—Wear-compensating mechanisms, e.g. slack adjusters hydraulic
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Braking Arrangements (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
22. MAI 1935
22. MAI 1935
PATENTSCHRIFT
KLASSE 2Of GRUPPE
Zusatz zum Patent 582
Patentiert im Deutschen Reiche vom 24. September 1933 ab
Das Hauptpatent hat angefangen am 31. Oktober 1931.
Gegenstand der Erfindung ist eine Verbesserung der Nachstellvorrichtung für
Druckluftbremsvorrichtungen von Eisenbahnfahrzeugen nach Patent 582 004 mit einem
S Andriickkolben von kleinem Durchmesser, der sich in einem kleinen Zylinder verschiebt,
und einem Festbremskolben von großem Durchmesser, der sich entgegengesetzt in einem großen Zylinder verschiebt, wobei der
kleine Kolben das Nachstellen durch Verschiebung des ortsfesten Stützpunktes des
Gestänges bewirkt; bei der Vorrichtung gemäß dem Hauptpatent ist ein büchsenförmiger
Anschlagkörper auf der Stange des Andrückkolbens zwischen zwei Anschlägen
gleitbar gelagert und arbeitet mit einem Gesperre zusammen, das zum gegenseitigen
Kuppeln der beiden Kolben dient.
Der Nachteil dieser Anordnung besteht
so darin, daß die Büchse insbesondere während der Andrückbewegung durch die Reibung auf
der Kolbenstange nach vorn verschoben werden kann. Dies kann somit eintreten, bevor
die Büchse mit dem Anschlag in Berührung kommt, der auf dem Kolben zur Bestimmung
des festen Punktes des Gestänges besonders vorgesehen ist.
Erfindungsgemäß wird die Büchse entgegen der Wirkung des Gesperres in die
Ruhelage durch eine Rückzugvorrichtung gedrückt, die aus einer zwischen das Gehäuse
des Gesperres und einen auf dem inneren Ende der Büchse vorgesehenen Anschlag eingesetzten Druckfeder besteht. Die
Rückzugvorrichtung, welche sich gegen die Büchse selbst stützt, verhindert eine unerwünschte
Verschiebung dieser Büchse während der Andrückbewegung des kleinen Kolbens, bis der auf dem Kolben vorgesehene
Anschlag sie mitnimmt.
Ein anderes Merkmal der Erfindung besteht in der Kombination eines im Boden des
kleinen Zylinders angebrachten Rückschlagventils, das sich nur unter der Einwirkung
eines bestimmten Druckes nach dem Innern eines zwischen dem Boden des kleinen Zylinders
und einem mittleren Teil des großen Zylinders eingeschalteten Dreiwegehahn, der
derart angeordnet ist, daß er eine Verbindung entweder zwischen jenen beiden Räumen
oder zwischen dem Umfangsraum und der freien Luft herstellen kann.
Es sind Vorrichtungen dieser Art bekannt, bei denen ein Hilfskolben, der starr mit dem Hauptkolben verbunden ist, einen
Kanal steuert, der den kleinen Zylinder mit dem großen Zylinder verbindet, und die mit
jo einem Zweiwegehahn versehen sind. Der Nachteil des Verbindungskanals besteht
darin, daß er die Verbindung stets in einem unveränderlichen Augenblick herstellt, wogegen
ein in bestimmter Weise belastetes Ventil es gestatten würde, den Augenblick des Einlasses des Druckmittels den Verhältnissen
entsprechend zu ändern. Der Zweiwegehahn gestattet es nicht, eine Verbindung des großen Zylinders mit der freien Luft herzustellen,
wenn der leere Wagen gebremst werden soll. Bei jenen Vorrichtungen erfolgt
somit das Bremsen des leeren und des vollen Wagens jeweils durch den kleinen Kolben
einerseits und durch den kleinen und den großen Kolben anderseits.
Bei der Vorrichtung gemäß der Erfindung dient der kleine Kolben ausschließlich zum
Andrücken der Bremsklötze. Nur der mittlere und der Umfangsteil des großen Kolbens
erzeugen zwei verschiedene Bremsarten, je nachdem sie miteinander verbunden oder voneinander
getrennt sind. Im letzteren Fall ist der Umfangsteil mit der freien Luft verbunden.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist auf der Zeichnung dargestellt.
Es handelt sich beim dargestellten Beispiel um eine Vorrichtung, wie sie durch die
Fig. 3 des Hauptpatents dargestellt ist, wobei das Bremsen durch eine Anordnung zweier Kolben bewirkt wird, und zwar eines
Andrückkolbens Pa von kleinemDurchmesser, durch den die Bremsklötze gegen die Radreifen
gedrückt werden und der ortsfeste Drehpunkt des Gestänges in solcher Weise verschoben wird, daß die Spielräume nachgestellt
werden, und eines Festbremskolbens Ps von großem Durchmesser, der das
Festbremsen bewirkt.
Gemäß der Erfindung ist eine Einrichtung getroffen, um die Arbeitsweise der Büchse P
und des Gesperres 12-13 zu verbessern, die
den Kolben Pa feststellen, nachdem dieser den ortsfesten Drehpunkt um das dem Nachstellen
entsprechende Stück verschoben hat. Zu diesem Zweck ist eine Rückzugfeder 24, die zwischen den Teller 11 und einen
Flansch P1 .der Büchse P eingespannt ist,
derart angeordnet, daß sie die Büchse ständig nach rechts auf der Zeichnung zu verschieben
sucht und sie mit Hilfe des Gesperres 12-13 nach jedem Bremsvorgang in
derjenigen Lage feststellt, in welche sie durch den Kolben Pa gebracht wurde, wodurch in
ganz ■' bestimmter Weise eine unerwünschte Verschiebung des ortsfesten Drehpunktes verhütet
wird.
Das mit der Büchse P zusammenarbeitende Gesperre ist gegen das Eindringen von
Fremdkörpern geschützt. Diese Vorrichtung ist nämlich in einem Schutzgehäuse 25 angeordnet,
das auf den Boden 5 befestigt ist und eine Öffnung 25° für den Durchgang der
Stange io° besitzt, die das Auge für den Kupplungsbolzen trägt. Die öffnung 25« ist
in bekannter Weise durch einen Balg 26 dicht abgeschlossen, der einerseits mit dem Gehäuse
25, anderseits mit der Stange ioa verbunden
ist und den Bewegungen der Stange folgen kann.
Der die Kugeln 13 enthaltende Käfig 14 ist
mit einem Dichtungsring 27 versehen, der die Büchse P umgibt und sich deren Gestalt anpaßt,
derart, daß die Fremdkörper abgestoßen werden, die zwischen die Flächen 13° geraten
können, wenn die Büchse P während des Regeins nach rechts verschoben wird.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist die Seite des Kolbens Pi, auf welche die
Druckluft einwirkt, in einen mittleren TeilPi und einen Umfangsteil Pc geteilt, welche
beide nach Belieben voneinander getrennt werden können, derart, daß die Luft entweder
nur auf Pt im Raumi?i einwirkt,
wenn der Wagen leer läuft, oder auf die ganze Fläche in den beiden Räumen Rt
und Rc, wenn der Wagen beladen ist. Zu diesem Zweck ist der Bolzen 6 des Andrückzylinders
4 mit einem Dichtungsring 6° versehen, wodurch Rt und Rc voneinander getrennt
werden.
Die Verbindung zwischen den beiden Räumen wird durch einen Kanal 22 hergestellt,
der durch den Boden 6, den Dichtungsring 6a und die Wand des Zylinders 4 hindurchgeht.
In diese Verbindung ist ein Dreiwegehahn 23 eingeschaltet, der sich entweder bei der mit
vollen Strichen gezeichneten Lage, in welcher die Verbindung zwischen Rt und Rc abgesperrt
und Pc mit der Außenluft in Verbindung ist, oder in der durch die strichpunktierte
Linie X-X angedeuteten Lage befindet, in welcher Rt und Rc miteinander verbunden
sind. '
Ist der Wagen beladen, so befindet sich der Hahn in der Lage X-X, und das Festbremsen
erfolgt wie bei der Vorrichtung gemäß dem Hauptpatent; wenn nach dem Andrücken des
Kolbens Pa die Bremsklötze mit den Rädern in Berührung gebracht sind, wächst der
Druck unter diesem Kolben, das Ventil 7 hebt
sich, und der Druck wirkt durch die Verbindung 22, 23 auch auf Pc.
Ist der Wagen leer, so befindet sich der Hahn in der mit vollen Strichen gezeichneten
Lage, und eine verkleinerte Bremskraft wird auf Pt allein ausgeübt. Der Umfangsteil des
Festbremskolbens ist ausgeschaltet, da beide Seiten mit der Außenluft in Verbindung
stehen.
Claims (2)
- Patentansprüche:i. Nachstellvorrichtung für Druckluftbremsvorrichtungen von Eisenbahnfahrzeugen nach Patent 582 004, dadurch gekennzeichnet, daß die Büchse (F) entgegen der Wirkung des Gesperres (13) in die Ruhelage durch eine Rückzugvorrichtung gedrückt wird, die aus einer zwischen das Gehäuse (12) des Gesperres (13) und einen auf dem inneren Ende der Büchse (.F) vorgesehenen Anschlag (Fi) eingesetzten Druckfeder (24) besteht.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Kombination eines Rückschlagventils (7) im Boden des kleinen Zylinders, das sich unter einem bestimmten Luftdruck nach dem Innern eines mittleren Raumes (Rt) des großen Zylinders zwischen dem Boden (6) des kleinen Zylinders und einem mittleren Teil (Pt) des großen Kolbens (Ps) hin öffnen kann, mit einem zwischen diesen mittleren Raum (Rt) und einen Umfangsraum (Rc) des großen Zylinders eingeschalteten Dreiwegehahn (23), der derart angeordnet ist, daß er die Verbindung entweder zwischen dem mittleren Raum (Rt) und dem Umfangsraum (Rc) oder zwischen dem Umfangsraum und der freien Luft gestattet.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
FR613472X | 1932-10-04 |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE613472C true DE613472C (de) | 1935-05-22 |
Family
ID=8979506
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DES111104D Expired DE613472C (de) | 1932-10-04 | 1933-09-24 | Nachstellvorrichtung fuer Druckluftbremsvorrichtungen von Eisenbahnfahrzeugen |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE613472C (de) |
-
1933
- 1933-09-24 DE DES111104D patent/DE613472C/de not_active Expired
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