DE611627C - Kinematographischer Aufnahmeapparat - Google Patents
Kinematographischer AufnahmeapparatInfo
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- DE611627C DE611627C DEA71726D DEA0071726D DE611627C DE 611627 C DE611627 C DE 611627C DE A71726 D DEA71726 D DE A71726D DE A0071726 D DEA0071726 D DE A0071726D DE 611627 C DE611627 C DE 611627C
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- film
- ground glass
- recording apparatus
- window
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- Expired
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
- G03B19/00—Cameras
- G03B19/18—Motion-picture cameras
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Projection-Type Copiers In General (AREA)
Description
Es sind kinematographische Aufnahmeapparate mit Vorrichtungen zum Scharfstellen
der Objektive bekannt, bei denen die Filmbahn aus der Bildebene des Objektivs S ausgeschwenkt und durch eine Mattscheibe
ersetzt werden kann, so daß das Objektiv nach dem auf der Mattscheibe entworfenen
Bild scharf eingestellt werden kann. Bisher sind hierfür verschiedene Bauarten vorgeschlagen
worden. Bei der einen kann die ganze Filmbahn rückwärts abgeklappt werden, während bei anderen Einrichtungen die
Filmbahn in det Laufrichtung des Films nach abwärts oder in der Filmebene nach seitwärts
verschoben werden kann. Es ist ferner versucht worden, den Ersatz des Films durch
eine Mattseheibe dadurch zu ermöglichen, daß entsprechende Apparatteile um eine zur optischen
Achse des Objektivs parallele Achse schwenkbar angeordnet werden oder daß der Filmkanal um eine zur Laufrichtung des
Films parallele Achse zurückklappbar angelenkt wird. Alle diese bekannten Einrichtungen
leiden an dem Nachteil, daß sie ein Stillsetzen des Triebwerkes erfordern, um die
Filmbahn durch die Mattscheibe zu ersetzen. Eine jede Überwachung der Scharfstellung
oder neue Scharfstellung des Objektivs an
Hand eines Mattscheibenbildes erfordert daher einen größeren Zeitaufwand.
Die Notwendigkeit das Triebwerk öfters während der Aufnahme stillsetzen zu müssen,
macht sich bei Arbeiten verschiedenster Art äußerst störend bemerkbar. Bei Tonfilmaufnahmen
mit Einbandkameras ist durch das Stillsetzen des Films auch eine Unterbrechung der Tonaufnahme erforderlich, was in den
meisten Fällen außerordentlich störend wirkt. Auch bei Bildaufnahmen, bei denen gleichzeitig
synchrone Tonaufnahmen zu machen sind, wie sie besonders für aktuelle Wochenschauen
von größter Wichtigkeit sind, ist das Stillsetzen des Bildfilms äußerst lästig. Da
bei derartigen Arbeiten eine Überwachung der Scharfstellung auf der Mattscheibe verhältnismäßig
häufig vorgenommen werden muß, so bringt die jedesmalige Unterbrechung
des Motorlaufes sehr erhebliche Zeitverluste mit sich, durch welche die Aufnahme besonders
wichtiger Szenen verlorengehen kann.
Bei der in den Abbildungen in einem zweckmäßigen Ausführungsbeispiel dargestellten
Erfindung werden diese Nachteile dadurch vermieden, daß der Filmkanal einschließlich
des Mattscheibenfensters zusammen mit dem Greiferschaltwerk zu einer besonderen Ein-
*j Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr.-Ing. Friedrich Beck in Berlin-Steglitz.
heit zusammengebaut wird, welche um eine zur Filmbewegungsrichtung in der Filmbahn
parallele Achse des Triebwerks schwenkbar gelagert ist. Dies läßt sich z. B. in der Weise
ausführen, daß von der Achse, um welche die Schwenkung erfolgt, die Bewegung auf das
Greiferschaltwerk mittels eines Zahnrades, meist eines Kegelradpaares, übertragen wird.
Bei einer Schwenkung der Einheit um diese ίο Achse, welche das Mattscheibenfenster an die
Stelle der Filmbahn oder umgekehrt bringt, rollt sich daher das zur Filmschaltwerkeinheit
gehörende Zahnrad auf dem auf der Triebachse sitzenden Zahnrad ab, so daß das Ausschwenken
und demgemäß die Überwachung, gegebenenfalls Scharfstellung des Objektivs während des Laufens der Triebvorrichtung
erfolgen kann.
Durch die Erfindung wird also erreicht, ao daß im Gegensatz zu den bisher bekannten
Apparaten beim Ersatz der Filmbahn durch die Mattscheibe ein Stillsetzen des Triebwerkes nicht mehr erforderlich ist, so
daß also eine Überwachung der Scharfstellung oder eine neue Scharfstellung des Objektivs
an Hand des Mattscheibenbildes bei laufendem Film erfolgen kann.
Die neue Kamera eignet sich besonders gut für Tonfilmaufnahmen, gleichgültig ob Bild
und Ton auf den gleichen oder auf getrennten Filmen aufgenommen werden. Bei einfachen
Kameras würde der Film beim und nach dem Ausschwenken des Schaltwerkes während der
Überwachung des Mattscheibenbildes unbelichtet durch das Schaltwerk und alsdann durch die um etwa 19 Bilder versetzte Tonaufzeichnung
in genau der gleichen Weise wie bei den bekannten Einbandkameras laufen, so daß nur die Bildaufnahme unterbrochen
wird. Es liegen hier also die gleichen Verhältnisse vor wie bei der Aufnahme von Bild
und Ton auf verschiedenen synchronisierten Filmen, wo die Tonaufnahme gleichfalls ungehindert
weitergeht, während der geringe während des Ausschwenkens des Filmschaltwerks auf dem BildfUm eintretende Filmverlust
nicht die geringste Rolle gegenüber der Zeitersparnis spielt, die auf Grund der Erfindung
dadurch erzielt wird, daß das Triebwerk nicht stillgesetzt wird.
Eine zweckmäßige Ausführungsform der Erfindung ist in den Abbildungen dargestellt.
Abb. ι und 2 zeigen eine mit einer Einrichtung nach der Erfindung versehene Aufnahmekammer
in ihrem wesentlichen Aufbau in einer nur die Grundsätze der Bauart zeigenden vereinfachten Darstellung.
Abb. 3 und 4 sind schaubildliche Darstellungen der die Erfindung kennzeichnenden
ausschwenkbaren Anordnung des mit der Filmbahn und dem Mattscheibenfenster zu einer Einheit zusammengefaßten Schaltwerks,
und zwar in den beiden Lagen. Bei der in Abb. 3 dargestellten Lage steht die Filmbahn
in der Bildebene des Objektivs, während bei der in Abb. 4 dargestellten Lage das Mattscheibenfenster
in der Bildebene liegt.
In der den grundsätzlichen Aufbau zeigenden vereinfachten Darstellung der Abb. 1
und 2 bedeutet 1 das Kameragehäuse, in welchem
vorn das Objektiv 2 gelagert ist. Im Innern des Kameragehäuses befindet sich das
Getriebe 3, welches die für die Filmwicklung erforderliche Vorwickelrolle 4 und Nachwickelrolle
5 trägt. Das eigentliche Film-Schaltwerk ist mit der Filmbahn und dem Mattscheibenfenster zu einer Einheit zusammengefügt,
in einem besonderen Teil 6 untergebracht und an dem Getriebe 3 so gelenkig befestigt, daß eine Schwenkung des Greifergehäuses
um die Achse 7 erfolgen kann. Im Bildkanal 8 läuft der zu belichtende Aufnahmefilm
9 an dem segmentartig ausgebildeten Filmfenster 10 vorüber. Seitlich von
diesem Filmfenster liegt ein weiteres Segmentstück H1 an dessen Rückfläche die Mattscheibe
12 anliegt und welches das Mattscheibenfenster bildet. Durch Verschwenken
des Teiles 6 aus der Aufnahmestellung heraus wird das Filmfenster 10 hinter der Objektiv-Öffnung
wegbewegt und dafür die Mattscheibe 12 hinter das Objektiv gebracht. Die
Schärfeneinstellung des Bildes auf dem Film oder auf der Mattscheibe erfolgt in üblicher
Weise durch Lupenbetrachtung über Umlenkprismen 13 und 14.
Die Schwenkung des Greifergehäuses 6 kann jederzeit erfolgen, auch während des
Laufs der Kamera, da das Greifergehäuse 6 um die Achse 7 geschwenkt werden kann, die
gleichzeitig in bekannter Weise als gelenkige Antriebsachse ausgebildet ist.
Die Wirkungsweise geht aus der schaubildlichen Darstellung in Abb. 3 und 4 hervor.
Andere Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich durch andersartige Führung der
Filmbahn, durch andere Gestaltung des das Filmschaltwerk aufnehmenden, mit der Filmbahn
und dem Mattscheibenfenster zusammengebauten Teiles oder dadurch, daß die Triebachse,
um welches das Greiferschaltwerk schwenkbar angeordnet ist, eine beliebige andere Lage zur Filmbahn hat.
Claims (2)
1. Kinematographischer Aufnahmeapparat mit ausschwenkbarem Filmkanal
und einschwenkbarer Mattscheibe, dadurch gekennzeichnet, daß der Filmkanal (8) einschließlich des Mattscheibenfensters
(11, 12) zusammen mit dem Greifer-
schaltwerk zu einer besonderen Einheit zusammengebaut ist, welche um eine z. B.
zur Filmbewegungsrichtung in der Filmbahn (8) parallele Triebachse (7) schwenkbar
gelagert ist.
2. Kinematographischer Aufnahmeapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der das Greiferschaltwerk tragende schwenkbare Triebwerksteil an der dem Objektiv zugewandten Seite eine
Zylinderfläche trägt,, in die das Filmfenster (10) und das Mattscheibenfenster
(11) zweckmäßig segmentartig eingelassen sind.
Hierzu 1 .Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEA71726D DE611627C (de) | 1933-11-05 | 1933-11-05 | Kinematographischer Aufnahmeapparat |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEA71726D DE611627C (de) | 1933-11-05 | 1933-11-05 | Kinematographischer Aufnahmeapparat |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE611627C true DE611627C (de) | 1935-04-04 |
Family
ID=6945349
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DEA71726D Expired DE611627C (de) | 1933-11-05 | 1933-11-05 | Kinematographischer Aufnahmeapparat |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE611627C (de) |
-
1933
- 1933-11-05 DE DEA71726D patent/DE611627C/de not_active Expired
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