DE601900C - Einrichtung zum Einlaufenlassen eines Zylinderfarbwerkes bei Tiegeldruckpressen - Google Patents
Einrichtung zum Einlaufenlassen eines Zylinderfarbwerkes bei TiegeldruckpressenInfo
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- DE601900C DE601900C DESCH97984D DESC097984D DE601900C DE 601900 C DE601900 C DE 601900C DE SCH97984 D DESCH97984 D DE SCH97984D DE SC097984 D DESC097984 D DE SC097984D DE 601900 C DE601900 C DE 601900C
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-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41F—PRINTING MACHINES OR PRESSES
- B41F1/00—Platen presses, i.e. presses in which printing is effected by at least one essentially-flat pressure-applying member co-operating with a flat type-bed
- B41F1/26—Details
- B41F1/40—Inking units
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Inking, Control Or Cleaning Of Printing Machines (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBENAM
27. AUGUST 1934
27. AUGUST 1934
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 15d GRUPPE 48os
Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. Juni 1932 ab
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum
Einlaufenlassen eines ZyHnderfarbwerkes bei Tiegeldruckpressen, insbesondere mit um eine
im Maschinengestell liegende Achse schwingen-
S den Farbauftragwalzen. .
Es ist bei Tiegeldruckpressen, bei denen der Auftragwalzenwagen geradlinig auf und ab
bewegt wird, bekannt, zur Abstellung der Walzenwagenbewegung einen Auslösehaken zu
verwenden, um den Walzenwagen vom Antriebe abzuschalten und das Farbwerk einlaufen zu
lassen. Hierbei blieb der Walzenwagen in seiner höchsten Stellung am Farbzylinder stehen.
Diese Anordnung hatte den Nachteil, daß die Auftragwalzen während des Einlaufenlassens
des Farbwerkes nicht nur unverriebene Farbe, sondern ständig Farbe aufnahmen und somit
reichlich mit dieser gesättigt wurden. Die ersten Drucke erhielten daher eine viel kräftigere
Einf ärbung als erforderlich und waren unbrauchbar. Berührten nicht sämtliche Auftragwalzen
des stillstehenden Walzenwagens den Farbzylinder, so erhielten nur einige Auftragwalzen
eine übermäßige Farbmenge und es entstand Streifenbildung, die sich längere Zeit bemerkbar
machte.
Es ist außerdem bei Tiegeldruckpressen bekannt, die Laufschienen für die die Farbauftragwalzen
tragenden Rollen derart verstellbar anzuordnen, daß die Auftragwalzen bei ihrer Aufundabbewegung, falls erforderlich, die
Druckform nicht berühren, um ein mehrfaches Einfärben der letzteren zu vermeiden.
Bei dieser Anordnung kamen aber die Auftragwalzen mit dem Farbzylinder in Berührung
Wenn bei dieser bekannten Anordnung ein Einlaufenlassen des Farbwerkes vorgenommen
werden würde, so würden die Farbauftragwalzen nicht nur unverriebene Farbe aufnehmen,
sondern auch in erheblichem Maße mit Farbe gesättigt werden. Es würden sich somit
auch bei dieser Anordnung die oben geschilderten Nachteile ergeben.
Man hat auch bei Tiegeldruckpressen mit TeUerfarbwerk die Anordnung von verstellbaren
Leitschienen vorgeschlagen, um die Farbwalzen mit dem Farbteller nicht in Berührung
zu bringen. Diese Anordnung hatte lediglich den Zweck, das Unrundwerden der weichen Farbwalzen
bei stillstehender Maschine zu verhindern.
Ferner ist bei Tiegeldruckpressen mit Zylinderfarbwerk bekannt, die Farbauftragwalzen
mittels Hubbahnen vom Farbzylinder abzuheben. Bei dieser bekannten Anordnung konnte
aber das Abheben der Farbwalzen während des Ganges des Walzenwagens meist nicht ohne
Bruchgefahr erfolgen, und außerdem wurden gleichzeitig mit den Farbwalzen die Verreibewalzen
vom Farbzylinder abgehoben, so daß sich diese bekannte Vorrichtung zum Einlaufenlassen
des Farbwerkes nicht verwenden ließ.
Diese Nachteile sollen durch die Erfindung behoben werden, die im wesentlichen darin
besteht, daß die Laufschienen für die die Färbauftragwalzen tragenden Rollen im Bereiche
des Farbzylinders unabhängig von den die Farbe auf den Farbzylinder übertragenden und sie
auf diesem verreibenden Walzen derart verstellbar angeordnet sind, daß sie in der einen Endstellung
über den Umfang des Farbzylinders hinausragen, und daß infolgedessen die Äuftragwalzen
in an sich bekannter Weise während der üblichen Hinundherbewegung auf diesen nicht
mehr auflaufen. Es wird hierdurch vermieden, daß die Farbauftragwalzen bei ihrer Hinundherbewegung
während des Einlaufenlassens des ίο Farbwerkes mit dem Farbzylinder in Berührung
kommen und unverriebene Farbe aufnehmen.
Auf der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in einer Ausführungsform beispielsweise
dargestellt, und zwar zeigen 1
Abb. ι eine Seitenansicht der in Betracht kommenden Teile einer Tiegeldruckpresse bei
der üblichen Arbeitsstellung der Farbauftragwalzen;
so Abb. 2 einen der Abb. 1 entsprechenden
Schnitt bei ausgerückten Farbauftragwalzen. Im Gestell 1 der Presse ist der Drucksatz 2
in bekannter Weise angeordnet." Der nicht dargestellte Drucktiegel schwingt um die Achse3
gegen den Drucksatz 2. Die Verreibewalzen 4 des Farbwerkes erhalten die Farbe vom Zylinder
5, der seinerseits von der Farbwalze 6 des Farbkastens 7 aus mit Farbe gespeist wird.
Von den Verreibewalzen 4 wird die Farbe an den großen Farbzylinder 8 übergeben, von dem
sie die Auftragwalzen 9 abnehmen. Bei der hin und her schwingenden Bewegung färben dann
die Auftragwalzen 9 den Drucksatz 2 ein.
Die Auftragwalzen 9 sind an Stangen 10 drehbar gelagert, die derart unter Federwirkung
stehen, daß sie die Auftragwalzen 9 gegen den Farbzylinder 8 drücken. Die Stangen 10 sind
zu beiden Seiten des Gestelles 1 in Schwingarmen 11 gelagert, die auf einer Achse 12 befestigt
sind. Letztere wird derart angetrieben, daß die Auftragwalzen 9 vom Farbzylinder 8
ausgehend über das Satzbett 2 hinwegrollen bis in die in Abb. 1 punktiert angedeutete Stellung
und hierauf wieder zum Farbzylinder 8 zurückbewegt werden.
Die Auftragwalzen9 besitzen an jedem Außenende
eine Laufrolle 13, deren Durchmesser annähernd dem der Auftragwalzen entspricht.
Diese Laufrollen 13 gelangen, sobald die Auftragwalzen 9 vom Farbzylinder ablaufen, auf
Laufschienen 14, die zu beiden Seiten des Drucksatzes angeordnet sind. Am oberen Ende
ist mit jeder der Laufschienen 14 eine Leitschiene 141 mittels eines Zapfens 15 gelenkig
verbunden. Am oberen Ende der Leitschiene^1 greift ein Lenker 16 an, der die Leitschiene mit
einem um die Achse 17 drehbaren Handhebel 18 verbindet.
Während des Betriebes der Presse befinden sich die Teile in der in Abb. 1 gezeigten Stellung.
Die Auftragwalzen 9 rollen sich hierbei auf dem Farbzylinder ab, und bei der Abwärtsschwingung
der Arme 11 laufen die Rollen 13 auf den Leitschienen 141 bzw. den Laufschienen
14 entlang, wobei der Drucksatz eingefärbt wird. Wird die Presse stillgesetzt, so können die
Verreibewalzen 4, die in bekannter Weise in einem Walzenstuhl 19 gelagert sind, mittels
eines Handhebels 20 abgestellt werden.
Handelt es sich jedoch darum, vor Inangriffnähme einer Druckarbeit das Farbwerk einlaufen
zu lassen, so wird der Handhebel 18 in die aus Abb. 2 ersichtliche Stellung gedreht,
wodurch die Leitschienen 141 über den Umfang des Faxbzylinders 8 herausgeschwenkt werden.
Laufen nunmehr die Laufrollen 13 auf den Leitschienen 141 auf, so werden die Auftragwalzen 9
so weit vom Farbzylinder 8 hinweggeführt, daß sie diesen nicht mehr berühren. Bei dieser
Stellung der Teile können die Auftragwalzen 9 ihre Aufundabbewegung ausführen, ohne Farbe
vom Farbzylinder 8 abzunehmen. Selbstverständlich müssen die Verreibewalzen 4, entgegen
der in Abb. 2 gezeigten Darstellung, sich in eingerückter Stellung (wie in Abb. 1 gezeigt)
befinden.
Die Einrichtung nach der Erfindung läßt sich auch bei solchen Tiegeldruckpressen verwenden,
bei denen die Farbwalzen geradlinig hin und her laufen, das Farbwerk also nicht, wie beim dargestellten
Ausführungsbeispiel, gegenüber dem Drucksatz zurückgelegt ist.
Claims (1)
- Patentanspruch:Einrichtung zum Einlaufenlassen eines Zylinderfarbwerkes bei Tiegeldruckpressen, insbesondere mit um eine im Maschinengestell liegende Achse schwingenden Farbauftragwalzen, dadurch gekennzeichnet, daß die Laufschienen (14, 141) für die die Farbauftragwalzen (9) tragenden Rollen (13) im Bereiche des Farbzylinders (8) unabhängig von den die Farbe auf den Farbzylinder (8) übertragenden und sie auf diesem verreibenden Walzen (4, 5, 6) derart verstellbar angeordnet sind, daß sie in der einen Endstellung über den Umfang des Farbzylinders (8) hinausragen, und daß infolgedessen die Auftragwalzen (9) in an sich bekannter Weise während der üblichen Hinundherbewegung auf diesen nicht mehr auflaufen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DESCH97984D DE601900C (de) | 1932-06-05 | 1932-06-05 | Einrichtung zum Einlaufenlassen eines Zylinderfarbwerkes bei Tiegeldruckpressen |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DESCH97984D DE601900C (de) | 1932-06-05 | 1932-06-05 | Einrichtung zum Einlaufenlassen eines Zylinderfarbwerkes bei Tiegeldruckpressen |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE601900C true DE601900C (de) | 1934-08-27 |
Family
ID=7446272
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DESCH97984D Expired DE601900C (de) | 1932-06-05 | 1932-06-05 | Einrichtung zum Einlaufenlassen eines Zylinderfarbwerkes bei Tiegeldruckpressen |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE601900C (de) |
-
1932
- 1932-06-05 DE DESCH97984D patent/DE601900C/de not_active Expired
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