DE595810C - Einrichtung zur selbsttaetigen Steuerung von Umschaltvorgaengen im Synchronismus asynchron anlaufender Einanker- oder Kaskadenumformer - Google Patents
Einrichtung zur selbsttaetigen Steuerung von Umschaltvorgaengen im Synchronismus asynchron anlaufender Einanker- oder KaskadenumformerInfo
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
20. APRIL 1934
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21 d2 GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. Mai 1930 ab
ist in Anspruch genommen.
Bei Anlagen zum selbsttätigen Anlassen synchroner Umformer, wie Einankerumformer
oder Kaskadenumformer, sind besondere Relais erforderlich, die bei synchronem Lauf
des Umformers gegebenenfalls eine Umschaltung seiner Erregerwicklung vornehmen. Man pflegt beispielsweise Einankerumformer
meist so anzulassen, daß der Anker zunächst eine niedrigere Wechselspannung erhält, während
die Erregerwicklung an die Ankerklemmen angeschlossen wird. Der Umformer läuft nun als Induktionsmotor an. Hat er die
synchrone Drehzahl ganz oder annähernd erreicht, dann muß zunächst die Erregerwicklung
fremd erregt werden, um die Polarität des Umformers zu sichern; die Erregerwicklung
ist danach von der Anlaufschaltung auf die Betriebsschaltung umzuschalten.
Nach der Erfindung erfolgt die Umschaltung der Erregerwicklung eines Umformers
bei synchronem Lauf mit Hilfe eines Relais, das sowohl von der Bürstenspannung auf der
Gleichstromseite des Umformers als auch vom Strom in der Erregerwicklung gesteuert
wird. In seiner einfachsten Ausführungsform besitzt das Relais zwei im Anlauf einander
entgegenwirkende, nach Erreichung des Synchronismus sich unterstützende Wicklungen.
Die Wirkungsweise der Erfindung sei an Hand des in Abb. 1 gezeichneten beispielsweisen
Schaltplanes erläutert. Der Einankerumformer 10 wird aus dem Wechselstromnetz
11 über einen Transformator 12 und den Anlaßschalter 13 oder den Betriebsschalter 14
gespeist. Die Gleichstrombürsten des Umformers sind einerseits an Erde, andererseits
über einen Schalter 16 an die Verteilungsschienen 15 des Gleichstromnetzes gelegt.
Die Erregerwicklung 17 des Umformers ist ständig durch einen großen Schutzwiderstand
18 überbrückt. Der Erregerstromkreis enthält ferner einen Widerstand 19.
An den Gleichstromverteilungsschienen 15 liegt ein Nullspannungsrelais 20, das beim
Absinken der Spannung infolge steigender Belastung seine Kontakte 20a schließt und damit
den Betätigungsstromkreis für den Anlaßschalter 13 über dessen Einschaltwicklung
13' herstellt. Dieser Stromkreis, der vom
Hilfstransformator 21 gespeist wird, führt
über Verriegelungskontakte 26h und I4j, die
ein gleichzeitiges Schließen des Anlaßschalters verhindern.
Der Anlaßschalter 13 schließt die Hilfskontakte i3a und i36, von denen die Kontakte I36
als Haltekontakte für den Anlaßschalter 13 dienen, und legt die Ankerwicklung des Umformers
10 an die Anzapfungen des Transformators 12, so daß der Umformer anläuft.
Sowohl in der Erregerwicklung als auch in der Ankerwicklung des Umformers werden
nun Wechsel-EMKK induziert, solange die
Maschine den Synchronismus noch nicht erreicht hat. Bei Synchronismus verschwindet
die in der Erregerwicklung induzierte Wechsel-EMK. Das erfindungsgemäß vorgesehene
Relais 22 besitzt eine Wicklung 22', die an einem Teil des Widerstandes 19 im Stromkreis
der Erregerwicklung 17 liegt, und eine weitere Wicklung 22", die über den Hilfskontakt
I3a des Anläßschalters 13 an die Gleichstrombürsten
des Umformers angeschlossen ist. Die in der Erregerwicklung 17 induzierte
EMK ist nun infolge der größeren Windungszahl dieser Wicklung erheblich größer als die in der Ankerwicklung des Umformers
induzierte. Die Wicklung 22' erhält nur einen Teil der an der Erregerwicklung
herrschenden Spannung und ist im übrigen so geschaltet und bemessen, daß sich die Wir-
ao kungen der Wicklungen 22' und 22" bis zum
synchronen Lauf aufheben. Der Anschluß der Wicklung 22' ist überdies einstellbar, um
die Wirkungen der Wicklungen auf das Relais gegeneinander ausgleichen zu können.
Erregerwicklung und Ankerwicklung des Umformers verhalten sich im Anlauf wie ein
Transformator. Die Spannungen an der Erregerwicklung und der Ankerwicklung sind daher um i8o° verschoben.
Hat nun der Umformer den Synchronismus erreicht, so hat auch die an der Erregerwicklung
herrschende Wechselspannung bis auf Null abgenommen, während die Spannung an den Gleichstrombürsten zu einer
Gleichspannung geworden ist und konstant bleibt.
In Abb. 2 sind die Spannungsverhältnisse im Anlauf dargestellt. Die Kurve V1 gibt
den Verlauf der an den Ankerbürsten des Umformers gegen Erde des Anlaufs vorhandenen
Spannung wieder. Die Kurve V2 stellt den Verlauf der gleichzeitig an der Erregerwicklung
17 herrschenden Spannung dar. Die Spannung V2 ist gegenüber der Spannung V1
um i8o° verschoben. V3 ist der Anteil der
Spannung V2, der der Wicklung 22' des Relais 22 zugeführt wird. Der Höchstwert der
Spannung V1 bleibt mit sinkendem Schlupf konstant, während die an der Erregerwicklung
vorhandene Wechselspannung V2 allmählich abnimmt, so daß schließlich an der
Erregerwicklung 17 ein Teil der Ankerspannung V1 liegt, da ja die Erregerwicklung 17
ständig an die Gleichstrombürsten des Umformers angeschlossen ist. Wie Abb. 2 zeigt,
sind die Spannungen V1 und V3 an den Wicklungen
22' und 22", solange der Umformer unterhalb des Synchronismus bleibt, annähernd gleich und entgegengesetzt, so daß
das Relais nicht arbeitet. Ist der Synchronismus erreicht, so sinkt die Spannung V3 und I
erhält schließlich den Wert, der ihrem Anteil an der Spannung V1 entspricht. Die Spannungen
V1 und V3 unterstützen sich nun in
ihrer Wirkung auf das Relais 22 und veranlassen im Synchronismus dessen Auslösung.
Die Umkehr des Erregerstromes in der Wicklung 22' e'rklärt sich am einfachsten dadurch,
daß die Erregerwicklung bis zum Synchronismus als Stromerzeuger, nach Eintritt des Synchronismus aber als Stromverbraucher
wirkt.
Im Synchronismus schließt nun das Relais 2.2 seine Kontakte 22a und legt damit das
Hilfsrelais 23 an Spannung. Das Relais 23 schließt seinerseits seinenHaltestromkreis 23,,
über die Verriegelungskontakte 14,. des Betriebsschalters
14, welche bei offenem Betriebsschalter 14 geschlossen sind. Die vom
Relais 23 gesteuerten Hilfskontakte 23^ und
2Zb verbinden einerseits die Wechselstromklemmen
der Gleichrichterschaltung 25 mit dem Transformator 21 und legen andererseits
deren Gleichstromklemmen an die Erregerwicklung 17.
Die Gleichrichterschaltung 25 sichert die Polarität des Umformers durch Fremderregung.
Hat die Gleichspannung des Umformers einen ausreichenden Wert mit richtiger Polarität erreicht, dann wird durch die
Gleichrichterschaltung 25 der Erregerstrom verstärkt. Hat der Umformer jedoch falsche
Polarität angenommen, dann schwächt der von der Gleichrichterschaltung 25 gelieferte
Erregerstrom die Umformererregung, so daß der Umformer um eine Polteilung zurückbleibt
und sich mit richtiger Polarität fängt.
Der Umformer läuft nun mit Anlaufspannung im Synchronismus. Die Drossel 25'
dient in Verbindung mit einem Relais 26 zur Umschaltung der Ankerwicklung. DieDrossel
25' besitzt Wechselstromwicklungen 27 und 28 und eine gleichstromerregte Wicklung 29,
die in Reihe mit dem Gleichrichter 30 an den Gleichstrombürsten des Umformers 10 angeschlossen
ist. Solange der Umformer mit einer unterhalb der synchronen liegenden Drehzahl umläuft, erhält die Wicklung 29
über den Gleichrichter 30 eine pulsierende Gleichspannung. Infolge ihrer Reaktanz läßt
die Wicklung 29 jedoch nur einen pulsierenden Strom geringer Größe hindurch. An den
Wicklungen 27 und 28 liegt daher der größere Teil der Spannung des Transformators
21.
Erreicht der Umformer den Synchronismus, so wird die Wicklung 29 mit Gleichspannung
erregt. Bei richtiger Polarität des Umformers wird die Sättigung der Drossel 25' erhöht und damit die Reaktanz der Wicklungen
27 und 28 verringert. Die Spannung an diesen Wicklungen sinkt, so daß das Re-
lais 26 eine ausreichende Spannung erhält. Bei falscher Polarität des Umformers verhindert
der Gleichrichter 30 die Sättigung der Drossel und damit die Auslösung des Relais
26.
Das Relais 26 schließt beim. Ansprechen die Kontakte 20a für die Einschaltspule 14' des
Betriebsschalters 14 und öffnet einen Kontakt 2O6 im Stromkreis der Spule 13' für den Anlaßschalter
13. Der Anlaßschalter schließt nach seiner Öffnung wieder den Kontakt 14«
für die Einschaltspule 14'. Der Kontakt 24 ist zur Auslösung des Betriebsschalters 14
durch Sicherheitseinrichtungen oder von Hand bestimmt. Durch den bei geschlossenem
Scha.lter 14 geöffneten Kontakt I4f wird
das Relais 23 spannungslos, so daß die Gleichrichterschaltung 25 abgetrennt wird.
Statt des im Ausführungsbeispiel verwendeten Relais mit im Anlauf einander entgegenwirkenden
Wicklungen kann man auch gleichwertige andere Einrichtungen vorsehen/ wie beispielsweise Elektronenröhren, die
ebenfalls vom Strom in der Erregerwicklung und von der Spannung an den Gleichstrombürsten
des Umformers gesteuert werden.
Claims (2)
1. Einrichtung zur selbsttätigen Steuerung von Umschaltvorgängen im Synchronismus
asynchron anlaufender Einanker- oder Kaskadenumformer, bei denen die Gleichstromwicklung während des Anlaufs
zur Ankerwicklung parallel liegt, insbesondere zur Anschaltung der Erregerwicklung
an die zur Polaritätssicherung vorgesehene Fremderregung, gekennzeichnet durch ein Relais (Schaltmagnet,
Elektronenröhre), das im Zusammenwirken sowohl der Spannung an den
Gleichstrombürsten als auch des Stromes in der Erregerwicklung des Umformers gesteuert wird.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Relais zwei
Wicklungen besitzt, von denen die eine an den Gleichstrombürsten des Umformers, die andere parallel zu einem Widerstand
im Erregerkreis liegt und deren Wirkungen sich bis zur Erreichung des Synchronismus
aufheben.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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DE1930595810D Expired DE595810C (de) | 1929-05-23 | 1930-05-14 | Einrichtung zur selbsttaetigen Steuerung von Umschaltvorgaengen im Synchronismus asynchron anlaufender Einanker- oder Kaskadenumformer |
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1930
- 1930-05-14 DE DE1930595810D patent/DE595810C/de not_active Expired
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