DE571665C - Hilfsmittel bei der Behandlung von Textilien - Google Patents
Hilfsmittel bei der Behandlung von TextilienInfo
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- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06M—TREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
- D06M15/00—Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
- D06M15/19—Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with synthetic macromolecular compounds
- D06M15/21—Macromolecular compounds obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds
- D06M15/263—Macromolecular compounds obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds of unsaturated carboxylic acids; Salts or esters thereof
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Description
- Hilfsmittel bei der Behandlung von Textilien Es ist bereits vorgeschlagen worden, solche polymere Carbonsäuren, die Acrylsäure oder ihre Homologen oder Derivate in hochpolymerisiertem Zustand enthalten, als Hilfsmittel bei der Behandlung von Textilien, z. B. als Dispergier-, Emulgier-, Verdickungs-, Appre: tur-, Schlichte- und Bindemittel zu verwenden.
- Es wurde nun gefunden, daß polymere Carbonsäuren und ihre Derivate, welche beispielsweise nach dem Verfahren der Patentschriften 540 tot und 544326 durch gemeinsame Pblymerisation von Äthylen-a,-.3-dicarbonsäuren mit ungesättigten Verbindungen, wie Styrol, Inden, Vinyläther, Vinylester usw., entstehen, gleichfalls in hohem Maße für die genannten Verwendungszwecke geeignet sind.
- So gelingt es beispielsweise, wasserunlösliche Farbstoffe, auch nachdem die Pigmente vollkommen getrocknet sind, durch einfaches Verkneten mit den obenerwähnten Polymerisationsprodukten in Gestalt ihrer wasserlöslichen Verbindungen in Wasser derartig fein zu verteilen, daß die erhaltenen Dispersionen vollkommen stabil sind und den Eindruck echter Lösungen machen. Ähnlich günstig ist die Emulgierfähigkeit der genannten Polycarbonsäuren für Fette, Öle, Harze usw. Als Verdickungsmittel, z. B. beim Druck, sind sie infolge der hohen Viskosität ihrer wäßrigen Lösungen wesentlich ausgiebiger als die gebräuchlichen Mittel, wie Tragant, Gumrniarabicum usw. Ebenso haben sie als Schlichtemittel ausgezeichnete Eigenschaften. Sie geben den Kunstseidefäden einen guten Schluß und hohe Geschmeidigkeit, so daß die Kunstseide sich anstandslos verarbeiten läßt. Ferner lassen sich die genannten Polycarbonsäuren als Appreturmittel verwenden.
- Beispiel 5o Gewichtsteile der durch gemeinsame Polymerisation von Vinyläthyläther und Maleinsäureanhydrid erhaltenen Polycarbonsäure werden in so viel verdünnter wäßriger Sodalösung gelöst; wie gerade zur Erlangung einer klar bleibenden Lösung erforderlich ist. In 'die viskose Lösung werden i 5o Gewichtsteile i-Amino-4-anilidoanthrachinon so lange verknetet, bis Homogenität erreicht ist. Eine Probe der Paste verteilt sich sehr rasch in Wasser zu einer tief gefärbten Lösung, die auch nach mehrstündigem oder sogar tagelangem Stehen nicht oder nur unwesentlich absetzt. Trocknet man die Paste ein, pulverisiert den Rückstand und verteilt ihn jetzt in Wasser, so ist die Wirkung dieselbe.
- Beispiel 2 6o Gewichtsteile der durch gemeinsame Polymerisation von Vinylacetat mit Maleinsäureanhydrid erhaltenen Polycarbonsäure wird in verdünntem (etwa 5o;oigem) Ammoniak zu einem klaren, viskosen Sirup gelöst. In dieser Lösung wird mit Hilfe von Natriumthiosulfat und etwas Säure Schwefel ausgeschieden. Man erhält eine beliebig lang haltbare Schwefelemulsion. Beispiel 3 -75 Gewichtsteile der durch gemeinsame Polymerisation von Inden mit Maleinsäureanhydrid erhaltenen Polycarbonsäure werden in 3oo Gewichtsteilen Wasser- und 5o Gewichtsteilen Triäthanolamin warm gelöst. In der viskosen Lösung werden i 5o Gewichtsteile Ricinusöl durch lebhaftes Einrühren emulgiert. Die gleichmäßige Emulsion bleibt sehr lange haltbar.
- Beispiel q.
- Zoo Gewichtsteile der Ammoniumverbindung der durch gemeinsame Polymerisation von Styrol mit Maleinsäureanhydrid erhaltenen Polycarbonsäure werden in Soo Gewichtsteilen Wasser gelöst. In dieser Lösung wird Baumwoll-, Woll- oder Kunstseidenstoff behandelt, darauf abgequetscht und getrocknet. Man erhält eine gute, griffige Appretur.
- Beispiel 5 .200 Gewichtsteile der Alkaliverbindung der durch gemeinsame Polymerisation von Styrol mit Maleinsäureanhydrid erhaltenen Polycarbonsäure werden in 8oo Gewichtsteilen Wasser gelöst. Mit dieser Lösung wird Viskosekunstseide geschlichtet, darauf abgequetscht, ausgeschlagen, getrocknet und nochmals ausgeschlagen. - Man erhält eine gute Schliche Beispiel 6, 6o Gewichtsteile eines .Polymerisationsproduktes aus Acrylsäurenitril und Itakonsäure werden durch Auflösen in einer 3 %igen Sodalösung in die Alkaliverbindung übergeführt. Die erhaltene hochviskose Lösung gibt eine zügige Druckverdickung, die wesentlich ausgiebiger ist als bisher hierfür verwandte Mittel.
- Man kann die genannten Polycarbonsäuren für sich für die bezeichneten Zwecke verwenden, man kann sie auch in Kombination miteinander, mit anderen geeigneten Polymeren, z. B. Polyvinyldlkcihol, oder überhaupt mit anderen geeigneten Mitteln, wie Tragant, Leim, Dextrin, Gummi usw. anwenden.
Claims (1)
- PATLNTANSPRUCI3: Verwendung von polymeren Carbonsäuren, die durch gemeinsame Polymerisation von Äthylen-a-3-dicarbonsäuren mit ungesättigten Verbindungen erhalten werden können, oder ihrer wasserlöslichen Derivate als Hilfsmittel bei der Behandlung von Textilien.
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE571665T | 1930-12-23 |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE571665C true DE571665C (de) | 1933-03-03 |
Family
ID=6568886
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE1930571665D Expired DE571665C (de) | 1930-12-23 | 1930-12-23 | Hilfsmittel bei der Behandlung von Textilien |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE571665C (de) |
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE749179C (de) * | 1939-01-01 | 1944-11-20 | Chemische Werke Allbert | Verfahren zum Verbessern von Glasfaeden |
-
1930
- 1930-12-23 DE DE1930571665D patent/DE571665C/de not_active Expired
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE749179C (de) * | 1939-01-01 | 1944-11-20 | Chemische Werke Allbert | Verfahren zum Verbessern von Glasfaeden |
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