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Vorrichtung zum Reinigen des Magens von Schlachttieren Die Erfindung
betrifft eine Vorrichtung zum Reinigen des Magens von Schlachttieren, insbesondere
des Pansen- oder Blättermagens.
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Es sind Vorrichtungen zum Reinigen des :Magens von Schlachttieren,
insbesondere des Pansen- oder Blättermagens, bekannt, in denen der Pansen- oder
Blättermagen nach dem Brühen durch Schleudern über rauhe Oberflächen geführt wird,
wobei die abgelösten Teile durch Wasser abgeschwemmt werden.
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Das Neue besteht gegenüber dem Bekannten darin, daß die Schleudervorrichtung
als in waagerechter Ebene umlaufende, mit Leisten oder auch gröberen Vorsprüngen
besetzte Scheibe ausgebildet ist, die unter Freilassung eines Austrittsspaltes für
das Spülicht den Boden einer feststehenden, ebenfalls mit Leisten oder auch gröberen
Vorsprüngen .besetzten zylindrischen Trommel mit senkrechter Achse bildet.
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Mit einer solchen Vorrichtung wird eine besonders gründliche Reinigung
erreicht. Durch die erfindungsgemäß vorgeschlagene Anordnung des Austrittsspaltes
ist für eine ständige Abführung der abgelösten Schleim-bzw. Hautteile gesorgt, so
daß ein stetiger Betrieb möglich ist. Auch ist die Beschaffenheit des Behandlungsgutes
bei der erfindungsgemäß ausgebildetenVorrichtung einebessere, da die Schleimteile
rasch abgeführt werden und demgemäß kaum mehr auf die Magenteile einwirken können.
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In der Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht.
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Fig, i zeigt eine erfindungsgemäß ausgebildete Vorrichtung zum Reinigen
der Magen von Schlachttieren, insbesondere des Pansens von Rindern, und zwar im
senkrechten Mittenschnitt.
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Fig. z zeigt eine Einzelheit von Fig. i in anderer Ausführungsform,
nämlich die sich drehende Scheibe, auf die das Behandlungsgut aufgebracht wird.
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Fig. 3 stellt eine Draufsicht auf einen Teil der Scheibe nach Fig.
z dar.
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Fig. ¢ entspricht in der Darstellung Fig. 3 und zeigt eine andere
Ausführungsform. Fig.5 und 6 zeigen Teile eines Schnittes durch den äußersten Teil
der sich drehenden Scheibe, und zwar je in einer weiteren Ausführungsform.
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Es ist i der säulenförmige Ständer, der die ganze Vorrichtung trägt.
Er bildet an seinem oberen Ende einen Flansch z, der mit einer Grundplatte 3 verbunden
ist. Diese Grundplatte bildet nach der Mitte ein Lager q. für die senkrechte Antriebswelle
5 und nach außen eine nach oben offene Rinne 6, in der die aus der Reinigungstrommel
abgeführten Schleimteile gesammelt und durch eine Öffnung o. dgl. abgeleitet werden
können. Die Welle 5, die durch einen geeigneten, nicht dargestellten Antrieb in
Drehbewegung versetzt wird, trägt an ihrem oberen Ende fest verbunden die Nabe 7
einer im wesentlichen waagerecht sich erstreckenden Scheibe B. Diese Scheibe 8 ist
bei der in Fig. i dargestellten Ausführungsform mit einer Reibungsbelagmasse 9 ausgefüllt,
so wie sie z. B. für Schleifscheiben Verwendung findet. An dem Rand ist die Belagmasse
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durch eine Fassung io gehalten. Die Rinne 6 trägt mit Hilfe von Stützen i i den
Mantel 12 der Reinigungstrommel. Der Mantel ist an seinem oberen Ende mit einem
Flansch 13 versehen und trägt damit einen Deckel 14, der in seiner Mitte mit einer
hinreichend großen Öffnung 15 versehen ist, die zum Einbringen des Behandlungsgutes
in die Trommel. dient. Im Innenraum der Trommel unmittelbar unterhalb des Deckels
14 befindet sich ein Spritzdüsensystem, das aus einer Ringleitungi 6 besteht, die
mit einer geeigneten Spül.- bzw. Reinigungsflüssigkeit aus einer nicht darge-. stellten
Zuleitung, z. B. einer Wasserleitung, gespeist wird. Die Ringleitung 16 ist mit
Düsenöffnungen 17 versehen, durch die, wie aus Fig. i ersichtlich ist, Wasserstrahlen.
nach unten austreten. Die Spritzlöcher müssen so angeordnet sein, daß einerseits
die Drehscheibe und die Gehäuseecken genügend Wasser bekommen und daß andererseits
das Wasser in die Rillen zwischen den Rippen hineingespritzt wird, so daß die losgescheuerten
Nahrungsrückstände und Schleimhautteile sofort weggespült werden und Stauungen unmöglich
sind.
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Für das Ausbringen des Behandlungsgutes ist am Trommelmantel 12 eine
Tür oder Klappe 18 vorgesehen. Der Mantel 12 ist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
aus Metall gedacht, und zwar ist er auf seiner Innenfläche mit schräg verlaufenden
Leisten 28 versehen. Diese Leisten geben dem in Fig. i auf der linken Hälfte angedeuteten,
Behandlungsgut (Pansen i9) einen entsprechenden Widerstand gegen die durch die Scheibe
8 gegebene Drehbewegung, so daß durch Reibung die an der Magenwand sitzenden Schleimhäute
und Nahrungsrückstände entfernt werden. Auch bei der Reibungsbelagmasse 9 sind Rippen
oder Leisten 9' gebildet. Zwischen der äußeren Randleiste, d. h. der Fassung i o
des Reibungsbelages 9 und dem anschließenden Mantel 12, ist .ein schmaler Spalt
20 vorgesehen, durch den die losgelösten Schleimteile und Nahrungsrückstände nach
außen durchtreten können, und zwar gelangen sie damit in die Auffangrinne 6, aus
der sie wie schon erwähnt, abgeleitet werden körnen.
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Die Ausbildung der Scheibe 8 kann auch in der aus Fig.2 und 3 ersichtlichen
Weise erfolgen, d. h. der Teller bildet 'bei der Ausführung nach Fig. 2 und 3 keinen
Umdrehungskörper, zeigt vielmehr an seinem Rand abwechselnd wellenförmige Erhöhungen
21 und Vertiefungen 22, und zwar von verschiedener Größe, die sich auch nach innen
radial fortsetzen. Damit ist eine günstige Einwirkung auf das Behandlungsgut erreicht,
indem eine Vertikalbewegung hervorgerufen wird.
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Von Vorteil ist auch eine Ausführungsform nach Fig. ¢, bei der die
Scheibe 8' mindestens an ihrem Randteil mit zahnartigen Leisten 23 versehen ist,
die nicht radial, sondern tangential zu einem zur Trommelachse konzentrischen Kreis
verlaufen.
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An Stelle der Belagmasse 9 in der Scheibe 8 kann auch eine Holzfüllung
2q. vorgesehen sein, die nach oben leistenartige Vorsprünge von abwechselnd verschiedener
Höhe aufweist, die z. B. entsprechend Fig. q. ausgebildet sein können, d. h. . es
sind abwechselnd niedere Vorsprünge 25 und höhere Vorsprünge 29 gebildet.
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Die Scheibe 8 kann aber auch eine einteilige Metallscheibe sein, die
leistenartige Vorsprünge 27 besitzt, welch letztere wiederum z. B. entsprechend
Fig. q. ,gestaltet sein können. Dabei können wiederum höhere Vorsprünge 27 (d. h.
Rippen @bzw. Leisten) mit niederen Vorsprüngen 30 vorgesehen sein. Die Scheibe
8 kann auch kegelförmig gestaltet sein, so wie dies bei der mit 31 bezeichneten,
nur angedeuteten Form in Fig_ i der Fall ist.