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DE559215C - Schlitzgesteuerte Zweitaktbrennkraftmaschine mit zwei gegenlaeufigen Kolben - Google Patents

Schlitzgesteuerte Zweitaktbrennkraftmaschine mit zwei gegenlaeufigen Kolben

Info

Publication number
DE559215C
DE559215C DE1930559215D DE559215DD DE559215C DE 559215 C DE559215 C DE 559215C DE 1930559215 D DE1930559215 D DE 1930559215D DE 559215D D DE559215D D DE 559215DD DE 559215 C DE559215 C DE 559215C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pump
cylinder
chamber
piston
slot
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1930559215D
Other languages
English (en)
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Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Application granted granted Critical
Publication of DE559215C publication Critical patent/DE559215C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B25/00Engines characterised by using fresh charge for scavenging cylinders
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B2720/00Engines with liquid fuel
    • F02B2720/13Two stroke engines with ignition device
    • F02B2720/133Two stroke engines with ignition device with measures for charging, increasing the power

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Compressors, Vaccum Pumps And Other Relevant Systems (AREA)

Description

  • Schlitzgesteuerte Zweitaktbrennkraftmaschine mit zwei gegenläufigen Kolben Es sind bereits schlitzgesteuerte Zweitaktbrennkraftmaschinen mit zwei gegenläufigen Kolben bekannt, von denen der eine die Zylindereinlaß- und der andere die Zylind!erauslaßschlitze steuert. Der eine ist dabei mit dem Kolben einer Ladepumpe verbunden, die an :einen Pumpenverdichtungsraum angeschlossen ist. Bei den bekannten Maschinen ist der Pumpenverdichtungsraum zum größten Teil hinter der Pumpe angeordnet, und zwar m einer den Arbeitszylinder umgebenden Kammer, die auch das Kurbelgehäuse einschließen kann. Bei den bekannten Einrichtungen entstehen beim Hubwechsel des Pumpenkolbens notwendigerweise Druckschwankungen an den Arbeitszylindereinlaßschlitzen.
  • Nach der Erfindung befindet sich der Pumpe.nverdichtungsraum zum größten Teil vor der Pumpe, und zwar in einer Hilfskammer, die mit dem Pumpenzylinder durch einen verhältnismäßig langen Kanal verbunden ist. Die 'Hilfskammer oder - bei Motoren mit mehreren Zylindern - die Hilfskammern können im Kurbelgehäuse selbst angeordnet sein. Durch diese Anordnung wird nicht nur der sich sonst beim Hubwechsel des Pumpenkolbens und aus dem statischen Druckabfall bei der Verbindung des Pumpenverdichtungsraumes mit dem Arbeitszylinder ergebende Druckabfall ausgeglichen, sondern es wird auch eine Druckzunahme der überströmenden Ladung durch dynamische Wirkung ermöglicht, so daß die Leistung des Motors gesteigert wird.
  • Der Brennstoff gelangt in die Hilfskammer mittels eines Drehschiebers, der erfindungsgemäß unmittelbar neben dieser Kammer angeordnet ist, und zwar um eine fortlaufende Bewegung der Gassäule in gleicher Richtung zu erhalten, die in dem die Kammer mit dem Pumpenzylinder verbindenden Kanal enthalten ist.
  • Auf der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung beispielsweise dargestellt; es zeigen, insbesondere bei der Anwendung auf ein Motorrad: Abb. i einen Schnitt durch den Motorzylinder und sein Kurbelgehäuse nach der Erfindung, Abb.2 ein Diagramm, Abb.3 eine Seitenansicht eines Zweizylinderblockmotors nach Abb. i mit einem Kurbelgehäuse nach der Erfindung, das verschiedene bekannte Einrichtungen enthält, die neuartig -und gemäß der Erfindung angeordnet sind, und , Abb. q. einen senkrechten Schnitt des Blockmotors nach Linie IV-IV von Abb.31 Nach Abb. i besitzt ein Zylinder 2 beinest Zweitaktmotors zwei gegenüberliegende Kolben 3 und ¢, die durch Kolbenstangen 5 und 6 mit den entsprechenden Kurbelzapfen einer Kurbelwelle y verbunden sind. Der Zylinder 2 besitzt in seinem oberen Teile einen Teil; 2a, der einen größeren Durchmesser besitzt als der Zylinder 2. In diesen Teile bewegt sich ein Kolben 3a, der mit dem Kolben 3 fest verbunden ist. Von dem Kolben 3a wird die Zylinderladung angesaugt und vorverdichtet.
  • Während der Abwärtsbewegung des Kolbens 3a und unter der sich daraus ergebenden Saugwirkung wird durch einen Vergaser gebildetes Brennstoffluftgemisch angesaugt. Der Zylinder 2a ist durch einen Kanal ga, eine Kammer 9 und einen Kanal 45a mit einer Kammer 45b eines Drehschiebers 46 bekannter Art verbunden. Die Kammer 451' steht unmittelbar mit dem Vergaser in Verbindung.
  • Während der Aufwärtsbewegung des Kolbens 3a, der' dem Arbeitshub des Kolbens 3 entspricht, und nach Abschluß des Kanal-es 45- durch den Schieber 46 wird das angesaugte Gemisch verdichtet. Der Pumpenzylinder steht mit dem Arbeitszylinder durch einen Kanal 2b in Verbindung, der vom Arbeitskolben 3 gesteuert wird.
  • Die Arbeitsweise des Motors erfolgt nach dem bekannten Kreislauf: Einlaß von vorverdichtetem frischem Gas durch die öffnung 2c'; anschließend Verdichtung der frischen Ladung nach Abschluß dies Zylinderauslasses; darauf Entzündung der Ladung durch eine Zündkerze 8 mit anschließender Expansion und schließlich Austritt .der Verbrennungsgase durch den Auslaß 2(r am Ende des Hubes, worauf die Abgase durch die frische Gemischladung; wie vorher angegeben, ausgespült werden.
  • Während der Einlaßperiod-e der frischen Ladung in den Zylinder schwankt der Druck an der öffnung 2C zwischen zwei bestimmten Grenzen; er ist beim -Beginn des Einlasse am größten und unter dem Einfluß des Druckabfalles, der durch Umkehr der Bewegungsrichtung des Kolbens-3a und durch Verengung der Durchtrittsöffnungeintritt, am geringsten. Es unterliegt keinem Zweifel, daß die beste Füllung des Zylinders erhalten wird, wenn der Druck der überströmenden Ladung bei 2c konstant bleibt.
  • Zum Vermeiden von Druckschwankungen und Zuführung der Ladung unter einem Druck, der möglichst gleich dem Endverdichtungsdruck ist, ist erfindungsgemäß der Pumpenverdichtungsxaum zum größten Teil in einer Kammer 9 vorgesehen, die mit dem Pumpenzylinder 2a durch einen Kanal 9a verbunden ist. Die Druckgassäule in diesem Kanal hat das Bestreben, den Druckabfall auszugleichen, den das Frischgas beim öffnen des Einlaßschlitzes 2c .erfährt. Man erhält auf, diese Weise einen nahezu. gleichbleibenden Druck an den Zylindereinlaßschlitzern während der Einlaßperiode.
  • Wie in Abb. i dargestellt, befindet sich die Kammer 9 und der Drehschieber in der Nähe des Kurbelgehäuses.
  • Zwecks Regelung besitzt die in Abb, i dargestellte Maschine einen Drosselkörper i o in Form eines Ventils, mittels dessen der Querschnitt einer Durchtrittsöffnung ioa verändert werden kann.
  • Die Diagramme nach Abb.2, deren allgemeine Form nur in Betracht zu ziehen ist, zeigen die Wirkung.
  • In dieser Abbildung entsprechen die Abszissen der Winkelbewegung der Kurbel und die Ordinaten den Drücken an der Einlaßöffnung für die Kurven a-b-f, a-b-c und a-b--rz. Die Kurve g-i-h stellt das Gesetz dar, nach dem sich das öffnen und Schließen der öffnung 2c vollzieht.-, Bei der Aufwärtsbewegung des Kolbens 3a wird die Pumpenladung nach der Kurve a-b verdichtet. Bei einer Pumpenkammer der üblichen Art würde die Expansionsperiode, welche der öffnungsperi,ode des Einlaßschlitzes entspricht, durch eine Kurve bi-d dargestellt werden, an die sich ein Teil,, z. B. d,n, anschließen würde, wenn die Öffnung des Einlaßschlitzes eine konstante Größe behielte. Da vom Punktei an die öffnung sich zu verkleinern beginnt und gleichzeitig bei der Kolbenumkehr ein Spannungsabfall eintritt,, so wird die Kurve tiefer liegen müssen und etwa dem Kurvenast d-f entsprechen.
  • Infolge der Anordnung nach der Erfindung wird die Spannungs,ab@fallkurve während des Einlasses wieder . gehoben,, und zwar so, wie es die Kurve b-m-n darstellt. Nach dieser ist der Enddruck höher als bev der üblichen Ausbildung des Pump:enverdichtungsraumes. Damit nähert man sich bedeutend mehr einer Zylinderfüllung unter angenähert gleichem Druck während. der Einlaßperiode, d. h. den besten Bedingungen.
  • Der in Seitenansicht in Abb.3 dargestellte Block besteht aus zwei Zylindern i i und 12. Diese entsprechen hinsichtlich ihrer Ausbildung denjenigen der Abb. i. Sie sind auf einem Kurbelgehäuse angebracht, das beispielsweise aus den Teilen 13, !4, 15 und 16 besteht.
  • Durch Nebeneinanderanordnung werden verschiedene Kammern gebildet.
  • Im Kanal. g ll der die Hilfskammer g mit dem Pumpenzylinder verbindet, ist :ein Maximum kinetischer Energie aufgespeichert, wenn der Pumpenkolben 3- seinen oberen Totpunkt erreicht hat. Dies entspricht einem voll geöffneten Schlitz 2a.
  • Wenn der Kolben 3a heruntergeht, vergrößert sich der Rauminhalt des Pumpenzylinders 2 a ' während der Durchtrittsquerschnitt des Schlitzes 2C sich verringert. Die Gassäule im Kanal ga strömt in den Pumpenraum 2a und sucht infolge des Beharrungsvermögens ihre Austrittsgeschwindigkeit beizubehalten. Ihre Wirkung ist größer als die des Gasvolumens, das durch den sieh verengenden Schlitz 2c hindurchgehen kann. Infolgedessen wird das in der Kammer 9 und im Kanal ga enthaltene Gas sich im Pumpenzylinder 2a ansammeln, und zwar bei der Abwärtsbewegung des Kolbens 3a. Es wird dort trotz der Raumvergrößerung in 2a bei der Abwärtsbewegung des Kolbens infolge des Beharrungsvermögens ein Druck erzeugt, der höher ist als der statische in dieser Kammer herrschende Druck. Dieser dynamische Druck wird durch das Ansteigen der Kurve für den statischen Druck im Pumpenraum 2 (Abb.2) dargestellt.
  • Da nunmehr ein Einlassen von Gas durch den Schieber 46 in die Kammer 9 in dem Augenblick erfolgt, wo der Druckabfall merkbar 'wird, setzt die Gassäule in dem Kanal ga ihre Bewegung nach 2a hin fort und verhindert die Entstehung eines infolge Raumvergrößerung von 2a bei der Abwärtsbewegung des Kolbens eintretenden Druckabfalles.
  • Infolge der Anordnung des Schiebers dicht an der Kammer 9 kann die Gassäule ihre Bewegung von ga nach dem Schlitz 2-hin in der gleichen Richtung fortsetzen.
  • Beim Wiederhochgehen des Kolbens wird der Inhalt des Kanals ga und der Hilfskammer 9 verdichtet und der Gassäule .in dem langen Kanal 9a eine gewisse Geschwindigkeit erteilt. Auf diese Weisse entsteht eine kinetische Energie, die eine Funktion der Gasmasse und des Quadrates der Geschwindigkeit ist. Nach Umkehr der Bewegungsrichtung entsteht in der Kammer 9 ein Druckabfall, der einen Rücktritt der Gase des Kanals ga in die Kammer 9 und damit einen Druckabfall am Schlitz 2c zur Folge haben könnte.
  • Um diesen Druckabfall zu verhindern,, muß der Schieber 46 dicht an der Kammer 9 angeordnet und kurz nach der Bewegungsumkehr des Pumpenkolbens geöffnet werden, so daß die Ladung in die Kammer 9 eintreten kann. Dadurch wird der Druckabfall verhindert, und die Gassäule ga kann ihre Bewegung nach dem Schlitz 2c hin fortsetzen. Auf diese Weise -erhält man eine gute Füllung des Arbeitszylinders und vernichtet die Ansaugwirkung des Kolbens 3 während dies ersten Teils seiner Abwärtsbewegung.
  • :Wäre dagegen der Schieber 46 z. B. in der Mitte des Kanales ga angeordnet, so würde beim öffnen des Schiebers 46 kurz nach der Bewegungsumkehr des Pumpenkolhens infolge des in der Kammer 9 vorhandenen, von der zum Pumpenzylinder strömenden Gassäule hervorgerufenen Unterdruckes eine Stromrichtung erzeugt, die derjenigen der Gassäule im Kanal ga ist, und damit die Strömungsenergie der letzteren abgeschwächt werden.

Claims (3)

  1. PATENT AN- SPIZI'CHE: r. Schlitzgesteuerte Zweita,ktbrennkraftmaschine mit zwei gegenläufigen Kolben, deren einer die Zylindereinlaß- und deren anderer die Zylinderauslaßschlitzelteuert, und mit einer vorderen Ladepumpe, deren Kolben an dem die Enlaßschlitze steuernden Arbeitskolben angeordnet ist, zu welch letzterem ein vom Pumpenzylinder ausgehender überströmkanal führt, dadurch gekennzeichnet, daß der Hauptteil des gesamten Pumpenverdichtungsraumes vor der Pumpe in einer Hilfskammer (g) untergebracht ist, die mit dem Pumpenzylinder durch einen verhältnismäßig langen Kanal (ga) in Verbindung steht.
  2. 2. Ein- oder mehrzylindrige Maschine nach Anspruch I, dadurch geken:nzeichnet, da.ß die Hilfskammer (9) bzw. die Hilfskammern im Kurbelgehäuse untergebracht ist bzw. sind.
  3. 3. Brennkraftmaschine nach Anspruch I oder 2 mit :einem mechanisch gesteuerter Pumpeneinlaßschieber, dadurch gekennzeichnet, daß der Pumpeneinlaßsdhieber (46) ummittelbar neben der Hilfskammer (9) liegt.
DE1930559215D 1929-06-29 1930-02-15 Schlitzgesteuerte Zweitaktbrennkraftmaschine mit zwei gegenlaeufigen Kolben Expired DE559215C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
BE559215X 1929-06-29

Publications (1)

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Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1930559215D Expired DE559215C (de) 1929-06-29 1930-02-15 Schlitzgesteuerte Zweitaktbrennkraftmaschine mit zwei gegenlaeufigen Kolben

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