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DE558746C - Apparat zur Herstellung von festem Chlorkalk - Google Patents

Apparat zur Herstellung von festem Chlorkalk

Info

Publication number
DE558746C
DE558746C DEN31340D DEN0031340D DE558746C DE 558746 C DE558746 C DE 558746C DE N31340 D DEN31340 D DE N31340D DE N0031340 D DEN0031340 D DE N0031340D DE 558746 C DE558746 C DE 558746C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tube
lime
pipe
chlorine
production
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEN31340D
Other languages
English (en)
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Individual
Original Assignee
Individual
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Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Application granted granted Critical
Publication of DE558746C publication Critical patent/DE558746C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B11/00Oxides or oxyacids of halogens; Salts thereof
    • C01B11/04Hypochlorous acid
    • C01B11/06Hypochlorites
    • C01B11/064Hypochlorites of alkaline-earth metals

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)

Description

  • Apparat zur Herstellung von festem Chlorkalk Die Erfindung betrifft einen Apparat zur Herstellung von festem Chlorkalk durch Behandlung von Kalk mit Chlor im Gegenstrom in einem Drehrohr aus chlorbeständigem Material.
  • Es sind Apparate solcher Art bekannt, bei denen dem Drehrohr eine Neigung von i : 24. gegeben wird und das etwa a4 m lange und 5o cm weite Rohr eine glatte Innenfläche besitzt.
  • Gemäß der Erfindung ist die innere Fläche des in bekannter Weise geneigten Rohres mit Rippen und Furchen versehen, die in der Längsachse angeordnet sind. Ferner sind die Enden des Rohres durch von einem elastischen Mittel gespannte Schleifdichtungen mit dem Füll- und Ablaufkasten dicht verbunden. Durch die im Innern des Rohres angeordneten Längsrippen wird bei der geneigten Lage des sich drehenden Rohres ein sofortiges Herabfallen des Kalkstaubes verhindert und durch die Rippen der Kalk in Form von Staubwolken in die Höhe geschleudert, worauf er als Staubregen von dem höchsten Punkte des Drehrohres nach unten fällt, bis er von einer neuen Rippe aufgenommen und wieder nach oben befördert wird, um alsdann wieder als Staubregen nach unten zu fallen. Hierbei tritt eine innige Vermischung mit dem im Gegenstrom das Rohr durchziehenden Gas ein, welches die Pulverteilchen nach und nach bei ihrem Herunterfallen trifft und durchdringt. Das Herabfallen des Staubes vollzieht sich dabei sehr langsam; und zwar sind in der Praxis, wenn die Neigung des Rohres i : io und das Rohr zehnmal so lang wie weit ist, zehn Umdrehungen des Rohres nötig, damit der Staub die ganze Länge des Rohres durchmißt, und dieselbe Staubmenge wird hierbei zehnmal nach oben geworfen und fällt wieder regenartig herunter. Durch diese innige Durchdringung des staubförmigen Kalkes mit dem Gase wird die Ausbeute erheblich besser als bei den bekannten Apparaten mit geneigtem, aber innen glattem Rohr. Im praktischen Betrieb hat sich ergeben, daß es mit dem Apparat möglich ist, die Chlormenge, die in das Drehrohr eingeführt ist, mit einer Ausbeute von über 95 % an Kalk zu binden, so daß die Abgase praktisch frei von Chlor sind. Auch hierin liegt ein wesentlicher Vorteil der Erfindung.
  • In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung schematisch dargestellt, und zwar zeigt Abb. i eine Seitenansicht des Reaktionsrohres, Abb. 2 einen Grundriß desselben. Abb.3 und 4 sind zwei Längsschnitte in vergrößertem Maßstabe, die den elastischen Stirnverschluß darstellen.
  • Das Reaktionsrohr besteht aus Zement, Eternit, Steingut oder aus -einem anderen gegen den chemischen Einfluß des Chlorgases oder des Chlorkalkes widerstandsfähigen Material. Das Rohr 6 (Abb. i und 2), dessen Abmessungen entsprechend der Leistungsfähigkeit des Apparates wachsen, kann aus einem einzigen Stück bestehen oder auch aus mehreren Stücken gebildet sein, die mit den verschraubten Flanschen 8 verbunden sind.
  • Zur Erzielung der mechanischen Festigkeit kann das Rohr äußerlich entsprechend umkleidet sein. Von einem Ende des Rohres 6 ausgehend bis zu ungefähr % und 3J4 seiner Länge ist dasselbe äußerlich mit zwei Metallbuchsen 9 von entsprechender Länge versehen, die konzentrisch an dem Rohr angebracht und befestigt sind.
  • Das Rohr ruht mit zwei dieser Metallbuchsen 9 auf zwei Rollenpaaren io, die auf zwei Wellen befestigt sind, die mit der Längsrichtung des Rohrs parallel und durch entsprechende Lager gestützt sind.
  • Die beiden Wellen und die Rohrachse x-y sind in einem Winkel von ungefähr 7° gegenüber der horizontalen Ebene a-b geneigt.
  • Das Reaktionsrohr dreht sich somit um seine Achse x-y. Die Innenfläche des Rohres ist mit Längsrippen und Nuten versehen, die die Mischung des in Bildung befindlichen Produktes in der eingangs geschilderten Weise begünstigen.
  • Das obere Ende 6 des Rohres ist gegen das Ende, zu verjüngt, so daß die obere Mündung einen geringeren Durchmesser als das Mittelteil derselben hat.
  • Das untere Ende des Rohrs kann ebenfalls im Durchmesser verringert werden, es ist dies aber nicht erforderlich.
  • Das obere Ende des Rohres 6 mündet in einem Behälter i, in welchen der Kalk ein: gebracht wird, der allmählich in das Rohr weiterbefördert wird. Dieser Kasten i ist in zwei Abteilungen geteilt, die senkrecht stehen. In einer befindet sich der Kalk, in der anderen ist eine labyrinthähnliche Einteilung zur Abfangung des leichten Kalkstaubs, der von dem ausströmenden Gas mitgeführt wird.
  • Das untere Ende des Rohres 6 mündet in einen kleinen gemauerten Behälter 4 mit Abfluß nach unten in Trichterform.
  • Ist der Apparat in Betrieb, so dreht sich das Reaktionsrohr langsam um seine Achse x-y. Der in dem Füllungsbehälter i enthaltene Kalk wird fortlaufend in das obere Ende 6' des Rohrs eingeführt. Durch die Drehung des Rohrs 6 wird der Kalk infolge der Neigung des Rohrs dem unteren Ende desselben zu weiterbefördert, während das Chlor durch den Ablaufkasten ¢ am unteren Ende des Rohrs in dasselbe eindringt und das Rohr in entgegengesetzter Richtung wie der Kalk durchläuft.
  • Auf diese Weise erhält man einen Gegenstrom des Chlors zum Kalk, und während dieses Vorgangs vollzieht sich die Bildung des Chlorkalks, welcher nach unten abläuft und in den Ablaufkasten mündet, wo das Produkt gesammelt und in die Behälter abgefüllt wird.
  • Um zu verhindern, daß Chlor rings um die beiden Öffnungen des Ablauf- bzw. Füllkastens, in die das Rohr mündet, entweichen kann, ist gemäß der Erfindung ein elastischer Stirnverschluß angeordnet (siehe Abb. 3 und 4), der einen hermetischen Verschluß ohne Abdichtung mit Werg o. dgl. und Konzentrizität des Rohrs mit den Mündungsöffnungen der beiden Kasten oder senkrechte Richtung der Oberfläche der Kasten in bezug auf die Achse des Rohrs sichert.
  • Die Abb'. 3 und 4 zeigen die Konstruktion und Wirkungsweise des elastischen Stirnverschlusses. Derselbe besteht aus drei Ringen 11, 12, 13. Der Ring i i hat einen rechteckigen Querschnitt und ist außen an der Wand befestigt, gegen welche die Gasabdichtung erfolgen soll, und zwar an dem Umfang der Öffnung entlang, in welcher das Reaktionsrohr 6 sich dreht.
  • Die beiden Ringe 12 und 13 haben L-förmigen Querschnitt. Der eine derselben, 12, ist außen an dem Rohr 6 befestigt, während der andere, 13, in. das Rohr eingeführt ist und sich in der Richtung der Achse desselben bewegen kann, indem er sowohl über das Rohr als auch über den Ring 12, gleitet, während derselbe an besonderen Führungen 14 gleitet, aber sich nicht um das Rohr selbst herumbewegen kann. In dem Zwischenraum 15 zwischen den Ringen 12 und 13 ist ein pneumatischer Schlauch, der von innen gefüllt werden kann, oder auch ein Gummizylinder angebracht. Der Schlauch oder der elastische Zylinder preßt den Ring 13 beständig gegen den Ring i i, so daß die beiden äußeren flachen Flächen stets eng aneinanderliegen. Der Einfetter 16 hält die beiden aufeinanderliegenden Flächen stets eingefettet und vermeidet so eine Zerreißung derselben. Auch wenn die Mittellinie des Rohrs nicht genau senkrecht auf die äußere flache Oberfläche der durchbohrten Wand paßt, ist trotzdem eine vollkommene Gasabdichtung gewährleistet.
  • Die Abmessungen des Apparates richten sich nach der erforderlichen Leistung. Für eine Stundenleistung von 50 bis 65 kg trockenem Chlorkalk mit 33 bis -39 °1o aktivem Chlor ergeben sich folgende Abmessungen: Länge des Drehrohrs ungefähr 8 m, innere lichte Weite 8oo bis goo mm. Beträgt die Stundenleistung nur die Hälfte der angegebenen Gewichte, so ändert sich der innere Durchmesser nicht, und es wird nur die Länge des Rohrs auf d. m verringert. Steigt die Stundenleistung über 65 kg, so wird der innere Durchmesser des Rohrs bis zu einem Höchstmaß von iioo mm und die Länge bis zu io m für eine Stundenleistung von iq.o bis i8o kg vergrößert. Der erzielte Chlorkalk ist vollständig wasserfrei, und der Gehalt an aktivem Chlor beträgt 33 bis 39 °/o.
  • Demgegenüber können mit den bisher bekannten Apparaten, die ein geneigtes, innen glattes Rohr von 24 m Länge und 50 cm Durchmesser haben, nur Stundenleistungen von weniger als 5o kg erzielt werden. Der Apparat nach der Erfindung hat ferner den Vorteil, daß man den Betrieb jederzeit unterbrechen und wieder aufnehmen kann, ohne daß hierbei besondere Maßnahmen zu beobachten sind. Ferner arbeitet der Apparat auch bei verringerter Beschickung mit guter Leistung.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRI. CHE i. Apparat zur Herstellung von festem Chlorkalk durch Behandlung von Kalk mit Chlor im Gegenstrom in einem Drehrohr aus chlorbeständigem Material, dadurch gekennzeichnet, daß die innere Fläche des in bekannter Weise geneigten Rohrs mit Rippen und Furchen versehen ist, die in der Längsachse angeordnet sind, und daß die Enden des Rohrs durch von einem elastischen Mittel gespannte Schleifdichtungen mit dem Füll- und Ablaufkasten dicht verbunden sind.
  2. 2. Apparat nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschluß aus drei Ringen besteht, von denen der eine (i6) außen an der abzudichtenden Wand befestigt ist, während die beiden anderen (i2, i3), welche L-förmigen Querschnitt haben, einer gegen den andern verschiebbar in der Weise angeordnet sind, daß sie einen Raum einschließen, in welchem eine elastische Dichtung (i5) angeordnet ist, welche sich teilweise auch auf die Oberfläche der Röhre (6) stützt.
DEN31340D 1928-12-24 1929-12-24 Apparat zur Herstellung von festem Chlorkalk Expired DE558746C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
IT558746X 1928-12-24

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE558746C true DE558746C (de) 1932-09-10

Family

ID=11287855

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEN31340D Expired DE558746C (de) 1928-12-24 1929-12-24 Apparat zur Herstellung von festem Chlorkalk

Country Status (1)

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DE (1) DE558746C (de)

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