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DE558310C - Verfahren zum Waschen und Weichen von Getreide - Google Patents

Verfahren zum Waschen und Weichen von Getreide

Info

Publication number
DE558310C
DE558310C DE1930558310D DE558310DD DE558310C DE 558310 C DE558310 C DE 558310C DE 1930558310 D DE1930558310 D DE 1930558310D DE 558310D D DE558310D D DE 558310DD DE 558310 C DE558310 C DE 558310C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
water
container
grain
carbon dioxide
washing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1930558310D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Grimm S Nachf Ruehl & Keller M
Original Assignee
Grimm S Nachf Ruehl & Keller M
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Grimm S Nachf Ruehl & Keller M filed Critical Grimm S Nachf Ruehl & Keller M
Application granted granted Critical
Publication of DE558310C publication Critical patent/DE558310C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12CBEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
    • C12C1/00Preparation of malt
    • C12C1/02Pretreatment of grains, e.g. washing, steeping

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Treatment Of Sludge (AREA)

Description

  • Verfahren zum Waschen und Weichen von Getreide Bei den bekannten Verfahren zum Waschen und Weichen von Getreide wird entweder ständig neues Frischwasser dem Weichbehälter zugeführt, wodurch einerseits sein (erheblicher Teil der Mineralstoffe des Getreides verlorengeht und andererseits durch den enormen Frischwasserverbrauch erhebliche Unkosten entstehen, die den Betrieb unwirtschaftlich gestalten, oder :es wird das Wasser, welches im Weichbehälter sich befindet, lediglich von unten nach oben bewegt, ohne daß die vom Getreide sich loslösenden schlammartigen Massen .abgesondert werden, wodurch dem Weichgut im Laufe des Verfahrens so viel Schmutz zugeführt wird, daß ein vollkommen verunreinigtes Getreide verbleibt. Schließlich wird bei allen bekannten Verfahren die im Weichbehälter sich ansammelnde Kohlensäure überhaupt nicht abgeleitet, oder sie wird nur teilweise abgesogen, wodurch das Getreide naturgemäß unter Autolyse derart leidet; daß die wichtigsten Bestandteile desselben vernichtet werden.
  • Die genannten Übelstände werden durch das nachstehend beschriebene Verfahren dadurch beseitigt, daß i. das im Kreislaufe geführte Wasser vor dem erneuten Gebrauch zu Berieselungszwekken mittels einer Kläranlage gereinigt bzwentschlammt wird und 2. die im Weichbehälter sich ,ansammelnden Gase, z. B. Kohlensäure, zwangsweise und ohne jedes Antriebsmittel ins Freie geleitet werden. Hierdurch wird ein Endprodukt gewährleistet, welches nicht unter Autolyse gelitten hat, biologisch vollkommen gesund geblieben ist und dem Getreidekorn die Pflanzenmineralstoffe bestmöglich erhalten hat. Schließ-]ich wird durch dieses Verfahren die bisher erforderliche Antriebskraft der Saugeanl.age gänzlich beseitigt wie überhaupt der Gesamtwirkungsgrad des Arbeitsprozesses bedeutend gesteigert.
  • Auf der Zeichnung ist die Erfindung, d. h: die Einrichtung in willkürlich herausgegriffener Ausführungsform dargestellt, die zur Durchführung des Verfahrens geeignet ist.
  • Es zeigt: -Fig. i einen schematisch dargestellten -Aufriß der Einrichtung, Fig.2 einen Grundriß mit Schnitt nach Linie A-B (s. Fig. i), Fig. 3 einen Schnitt durch das Beriesel:ungswasserrücklaufrohr nach Linie D-C (s. Fig. 2),. Fig. q. einen Schnitt durch den Verteiler nach Linie E-F (s. Fig. i).
  • Am unteren Ende des trichterartig ausgebildeten Weichbehälters i wird ein Siebschieber 3 sowie ein rohrartiges Anschlußstück q. befestigt und darin ein herausnehmbarer Siebmantel 6 gelagert. Unter dem Anschluß.stück q. ist ein Schieber 5 befestigt, wodurch der Weichbehälter i nach-- unten abgeschlossen und geöffnet werden kann. Vom unteren Teil des Anschlußstückes q. führt das mit Absperrorgan i versehene Wasserablaßrohr 7 zu der Ilberlaufleitung 8, die von den am obren Ende des Behälters i befestigten überlaufkasten 9 mit Siebeinsatz io ausgeht. Ferner trägt das Anschlußstück die Wasserleitung 1q., die Luftleitung i 2, die Rücklaufleitung i. i, die den Weichbehälter i mit dem Sammelbehälter 16 verbindet. Im Sammelbehälter sind die Luftleitung 18 mit Düse 19 sowie das Förderrohr 2o gelagert, welches zum Verteiler 24 führt. Das Schwimmerventil 1 7 schließt rund öffnet die Speiseleitung 15. Die Scheidewände 21 und 22 sorgen für die Schlammabscheidung, und durch die Öffnung 23 wird der Schlamm ,abgelassen.
  • In dem Weichbehälter wird das zu Malz zu verarbeitende Getreide in bekannter Weise unter stehendem Wasser, welches durch die Wasserleitung 14 nach Öffnen des Absperrorgans V in den Behälter geführt wird, etwa 12 Stunden lang geweicht und gereinigt. Dabei wird in dem Behälter i durch das Öffnen des Organs IV und Schließen der Organe III und II von unten durch die Leitung 12 Luft eingeführt, und zwar an der tiefsten Stelle des Anschlußstückes q., so daß keine Möglichkeit der Autolyse besteht. Nachdem das Getreide unter stehendem Wasser geweicht worden ist, wird das Wasser aus dem Behälter i durch die Leitung 7 abgelassen. Hierauf wird das Organ I geschlossen und das in dem Behälter befindliche Getreide von oben mit Wasser, dem Luft beigemischt ist, berieselt. Das Berieseln geschieht mit Hilfe eines durch die ausströmenden Wassermassen in Drehung versetzten. Verteilers, der durch eine Strahlpumpe, vermittels welcher das in dem Sammelbehälter 16 aufgespeicherte Wasser als ein Gemisch von Luft und Wasser fortgerissen wird, gespeist wird. Ein Teil des durch die Berieselungsvorrichtung 24 in den Behälter i eingeführten Wassers wird von dem Getreide aufgenommen. Der übrige Teil des Wassers gelangt durch die Leitung i i in den Sammelbehälter 16 zurück. Das von dem Getreide aufgenommene Wasser wird durch die Wasserleitung i q. rund 15 automatisch mittels Schwimmereinrichtung 17 ersetzt, so daß jeweils nur so viel Frischwasser dem Sammelbehälter zugeführt wird, als unbedingt nötig ist. Dadurch, daß dem Getreide bei der Berieselung nur so viel Frischwasser zugeführt wird, wie von dem Getreide aufgenommen werden kann, und das nicht aufgenommene Wasser stets von neuem Verwendung findet, wird verhindert, daß dem Getreide wertvolle Substanzen entzogen werden.
  • Ferner ist dafür gesorgt, da.ß die beim Weichprozeß sich entwickelnde Kohlensäure stets abfließen kann.
  • Die automatische Ableitung der sich entwickelnden Kohlensäure kann beispielsweise dadurch erfolgen, daß das an der tiefsten; Stelle des Weichbehälters i angeordnete Wasserrücklaufrohr i i in seinem Querschnitt derart bemessen ist, daß das zurückfließende Wasser nur etwa zwei Drittel des Querschnittes auszufüllen vermag, wodurch der übrige freie Querschnitt des Rohres als Abzugkanal für die entwickelte Kohlensäure zur Verfügung steht (s. Fig.3).
  • Um ein sicheres -Öffnen und Schließen der Ventile zu erreichen und dadurch einen geordneten Betrieb zu bekommen, sind die Organe II, III und IV zwangsläufig miteinander verbunden.
  • Mit Rücksicht darauf, daß das aus dem Weichbehälter i kommende Wasser, welches im Sammelbehälter 16 aufgespeichert wird, mit Schlamm geschwängert ist, und da zu Berieselungszwecken möglichst schlammfreies Wasser verwendet werden soll, ist z. B. - im Sammelbehälter 16 eine Schlammabscheidevorrichtung 21, 22 eingebaut, mittels welcher der im Sickerwasser enthaltene Schlamm und Unrat ,abgeschieden, das Sickerwasser wieder verwendungsfähig für Berieselungszwecke hergestellt und erneut dem Weichgut zugeführt werden kann.
  • Die beschriebenen Ausführungen sollen nur als Beispiele dienen, denn @es ist selbstverständlich, daß auch andere Konstruktionsteile zu einer Einrichtung zusammengefügt werden können, um denselben Endzweck des beschriebenen Verfahrens, nämlich diewiederholte Verwendung des Sickerwassers nachvoraufgegangener Reinigtmg desselben und die zwangsweise Ableitung der sich entwickelnden Kohlensäure, erreichen bzw. durchführen zu können.
  • Durch das beschriebene Verfahren wird gegenüber den veralteten Systemen erreicht: i. der technische Fortschritt, daß dieAutolyse, der Materialschwund sowie die Mineralstoffverminderung des Getreides endgültig beseitigt wird, weil die sich :entwickelnde Kohlensäure zwangsweise ohne jegliche Antriebskraft ,abgeleitet wird, und schließlich ein absolut sauberes Endprodukt dadurch gegeben wird, daß - trotz wiederholter Verwendung des Sickerwassers - absolut reines und einwandfreies Berieselungswasser in Anwendung kommt; 2. der wirtschaftliche Vorteil, daß kostspielige Anlagen für die Absaugung der Kohlensäure, z. B. Exhaustoranlagen, sowie die Unterhaltungskosten für solche Anlagen gänzlich fortfallen, wodurch der ganze Arb.eitsprozeß bedeutend günstiger sich entwickelt; 3. Erhöhung des Gesamtwirkungsgrades.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE-: i. Verfahren zum Waschen und Weichen von Getreide, dadurch gekennzeichnet, daß dasselbe mittels im Kreislaufe geführten Wassers berieselt wird, wobei. das Wasser vor jedem erneuten Eintritt in denWeichbehälter außerhalb des Weichbehälters entschlammt und die sich ansammelnde Kohlensäure ohne mechanisches Antriebsmittel zwangsweise abgeleitet wird.
  2. 2: Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, bestehend aus einem Behälter (16) zum Sammeln des Wassers und einer darin angeordneten, zur Entschlammnwng dienenden Kläranlage (21, 22).
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die den Weichbehälter (i) mit dem Sammelbehälter (16) verbindende Leitung (i i) im Querschnitt so bemessen ist, daß das durch sie hindurchströmende Sickerwasser einen Raum (vgl. Fig.3) zur Ableitung der in dem Weichbehälter gebildeten Kohlensäure frei läßt.
DE1930558310D 1930-11-25 1930-11-25 Verfahren zum Waschen und Weichen von Getreide Expired DE558310C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE558310T 1930-11-25

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE558310C true DE558310C (de) 1932-09-05

Family

ID=6565326

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1930558310D Expired DE558310C (de) 1930-11-25 1930-11-25 Verfahren zum Waschen und Weichen von Getreide

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DE (1) DE558310C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19510161A1 (de) * 1995-03-21 1996-09-26 Detlef Mueller Vorrichtung und Verfahren zur Rückgewinnung von Wasser aus bei der Verarbeitung von Getreide anfallendem Abwasser
FR2946357A1 (fr) * 2009-06-04 2010-12-10 Malteurope Groupe Dispositif et procede de regulation d'un arrosage pour trempage

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19510161A1 (de) * 1995-03-21 1996-09-26 Detlef Mueller Vorrichtung und Verfahren zur Rückgewinnung von Wasser aus bei der Verarbeitung von Getreide anfallendem Abwasser
FR2946357A1 (fr) * 2009-06-04 2010-12-10 Malteurope Groupe Dispositif et procede de regulation d'un arrosage pour trempage
EP2258824A3 (de) * 2009-06-04 2012-03-21 Malteurop Groupe Vorrichtung und Verfahren zur Regulierung der Berieselung für die Weiche

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