DE557797C - Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Schwefelsaeure sowie zur Absorption und Regenerierung von Fluessigkeiten - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Schwefelsaeure sowie zur Absorption und Regenerierung von FluessigkeitenInfo
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- DE557797C DE557797C DE1930557797D DE557797DD DE557797C DE 557797 C DE557797 C DE 557797C DE 1930557797 D DE1930557797 D DE 1930557797D DE 557797D D DE557797D D DE 557797DD DE 557797 C DE557797 C DE 557797C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B17/00—Sulfur; Compounds thereof
- C01B17/69—Sulfur trioxide; Sulfuric acid
- C01B17/74—Preparation
- C01B17/82—Preparation of sulfuric acid using a nitrogen oxide process
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Description
- Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Schwefelsäure sowie zur Absorption und Regenerierung von Flüssigkeiten Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren zur Hersfellung von Schwefelsäure sowie zur Absorption von Gasen jeder Art und zur Regenerierung von Flüssigkeiten und ferner eine Einrichtung ztir Ausführung des Verfahrens.
- Das Verfahren gemäß vorliegender Erfindung beruht nicht nur darauf, daß die strömenden Gase in der Einrichtung mit der zerstäubten Flüssigkeit gemischt, sondern daß dieselben in kleine Teilchen verteilt und durch enge Öffnungen zusammen mit der Flüssigkeit hindurchgepreßt werden, wodurch dieselben mehrmals komprimiert, entspannt, gekühlt und filtriert werden.
- Auf der beiliegenden Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens gemäß vorliegender Erfindung veranschaulicht. Fig. i stellt eine Ausführungsform der Einrichtung im Längsschnitt und Fig. 2 im Querschnitt dar. Fig. 3 stellt ein anderes Ausführungsbeispiel der Einrichtung dar, welches sich von dem ersten nur dadurch unterscheidet, daß dieselbe zwei ineinanderliegende Zylinder hat. Fig. 4 stellt einen Teil des Zylindermantels im Querschnitt dar.
- Auf der Welle i ist mittels der schraubenförmigen Naben 2 der Zylinder 3 gelagert, welcher mit einer großen Anzahl enger Öffnungen 4 versehen ist (Fig.4). Die Oberfläche des Zylinders 3 ist auf dem ganzen Umfange geriffelt, wodurch Nuten mit Rändern io entstehen. Die Öffnungen 4 befinden sich an der niedrigsten Stelle der Nuten des Zylinders 3. Durch Drehung des Zylinders saugen die schraubenförmig ausgebildeten Naben :2 durch das Rohr 5 Gase in das Innere des Zylinders. Die erforderlichen Flüssigkeiten werden in dem Zylinder durch geeignete, entsprechend angeordnete Düsen eingeführt. Die Gase werden zusammen mit der Flüssigkeit unter; der Einwirkung der Zentrifugalkraft durch die engen Öffnungen 4 in die Kammer 6 hindurchgepreßt, wo die Flüssigkeit an den Rändern der Nuten des Zylinders fein zerstäubt wird und einen Flüssigkeitsnebel bildet. Der Flüssigkeitsnebel befördert die Gase in die Kammer 7. Letztere kann mit geeigneten Stoffen gefüllt sein und zur Trocknung bzw. abermaligen Anfeuchtung der Gase dienen. Aus der Kammer 7 gelangen die Gase durch ein Abzugsrohr in die nächste Einrichtung.
- Die Einrichtungen sind reihenweise geschaltet und können waagerecht und senkrecht sein. Die Einrichtungen können auch einfach oder doppelt ausgebildet sein, d. h. sie können einen einfachen Zylinder 3 (Fig. i und 2) oder mehrere ineinanderliegende Zylinder (Fig.3) haben.
- Die Kammer wird mit einem geeigneten Stoff ausgefüllt, wodurch dieselbe zur Trocknung von Gasen oder zur erneuten Anfeuchtung benutzt werden kann.
- Nachstehend ist ein Beispiel der fabrikmäßigen Herstellung von Schwefelsäure bei Anwendung von Einrichtungen mit rotierenden Zylindern von ; 5 cm Durchmesser und 1-2o cm Länge beschrieben.
- Beispiel i Mittels Zerstäuber wurden auf die Stunde i 50o 1 N itrose und schwache Schwefelsäure in den inneren Zylinder zugeführt und in dein Raum 7 zerstäubtes Wasser eingeleitet.
- Die Ausführung erfolgte in zwei Apparaten, von denen der erste zwischen dem letzten Gloverturm und der ersten Kammer und der zweite zwischen der ersten und der zweiten Kammer eingeschaltet war.
- Die Produktion der Apparate betrug in 24 Stunden:
Prozentuales Die Produktion kg 600 B@ Produktionsver- der Apparate Apparat bältnisderAppa- entspricht (spei. Gew. 1,71) rate zu den Kubikmetern des Kammern Kammersystems 1 10 300 20,00 1380 2 6300 13,40 900 - Die Apparate haben einen Rauminhalt von 3,3 m3, woraus folgt, .daß die Intensität des Prozesses im ersten Apparat eine 4oofach und im zweiten Apparat eine 270fach größere ist als beim gewöhnlichen Kammerprozeß_ Beispiel e Die Absorption von Stickstoffoxyden mittels des Apparates gemäß vorliegender Erfindung an Stelle der Gay-Lussac-Türme bei der Schwefelsäurefabrikation wurde mit einem Doppelapparat durchgeführt, welcher zwischen dem ersten und dem zweiten Gay-Lussac aufgestellt war, wobei die Berieselung des ersten Gay-Lussac unterblieb. Die Absorption des Apparates betrug 360 kg Salpeter in 24 Stunden. Die zur Absorption eingeführte Nitrose wurde vom zweiten Gay-Lussac bezogen mit einem Gehalt von 14 g Salpeter im Liter. Die aus dem Apparat erhaltene Nitrose enthielt 2o g Salpeter im Liter. Bei der Mitarbeit des ersten Gay-Lussac betrug die Absorption des Apparates 300 kg Salpeter. Beispiel 3 Für die Absorption von Ammoniak bei der Leuchtgasfabrikation zwecks Prüfung, ob die Apparate gemäß der vorliegenden Erfindung sich auch als Waschtrommeln zur Absorption von Ammoniak aus den Gasen eignen, wurde für Versuchszwecke nur ein einziger, und zwar nur ein kleiner Doppelapparat mit rotierenden Zylindern von 3o bis 6o cm Durchmesser verwendet. Dennoch wurden aus den bekanntlich sehr verdünnten Ammoniakmengen durchschnittlich 65 °/o derselben aus den Gasen ausgewaschen.
- Beispiel 4 Die Regenerierung von Stickstoffoxyden aus der Nitrose bei der Schwefelsäurefabrikation wurde gleichzeitig mit den Absorptionsversuchen durchgeführt, indem in analoger Weise der Apparat nunmehr an Stelle des Gloverturms gesetzt worden ist. Die zugeführte Nitrose enthielt 2o bis 22 g NaN03 im Liter. Die Abflußsäure zeigte, in gewissen Zeitabständen untersucht, durchschnittlich einen Gehalt von
3,52 g Salpeter im Liter, 41g g - - - - - - 4J89 3,749 - - - 3,9 g - - -
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Schwefelsäure sowie zur Absorption von Gasen und Regenerierung von Flüssigkeiten, dadurch gekennzeichnet, daß die Gase gleichzeitig mit der ursprünglich zugeführten Flüssigkeit in zerstäubtem Zustande mehrere Male durch die Öffnungen rotierender Zylinder gepreßt werden, wobei die Flüssigkeit ständig in zerstäubtem Zustande bei ununterbrochenem Kontakt derselben mit einer beweglichen Fläche erhalten wird.
- 2. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Gase in einem rotierenden Zylinder (3) mit zerstäubter Flüssigkeit durch enge Öffnungen gepreßt werden.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Zylinder (3) auf der Außenfläche mit Umfangsnuten mit Rändern (io) versehen ist, an deren niedrigster Stelle die ,engen öffnungen (4) münden.
- 4. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der drehbare Zylinder (3) in der Kammer (6) angeordnet ist, in Welcher sich der Flüssigkeitsnebel aus der durch die engen Öffnungen hindurchgepreßten, aus Flüssigkeiten und Gasen bestehenden Mischung bildet, wobei diese Kammer (6) von einer zweiten Kammer (7) umgeben ist, welche mit einem entsprechenden Stoff gefüllt ist und infolgedessen zur Trocknung bzw. abermaligen Anfeuchtung der Gase dienen kann.
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE557797T | 1930-03-25 |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE557797C true DE557797C (de) | 1932-08-27 |
Family
ID=6565190
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE1930557797D Expired DE557797C (de) | 1930-03-25 | 1930-03-25 | Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Schwefelsaeure sowie zur Absorption und Regenerierung von Fluessigkeiten |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE557797C (de) |
-
1930
- 1930-03-25 DE DE1930557797D patent/DE557797C/de not_active Expired
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