DE556932C - Verfahren zur Darstellung eines Pflanzenschutzmittels - Google Patents
Verfahren zur Darstellung eines PflanzenschutzmittelsInfo
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- DE556932C DE556932C DEN30572D DEN0030572D DE556932C DE 556932 C DE556932 C DE 556932C DE N30572 D DEN30572 D DE N30572D DE N0030572 D DEN0030572 D DE N0030572D DE 556932 C DE556932 C DE 556932C
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Description
- Verfahren zur Darstellung eines Pflanzenschutzmittels Man weiß, ds.ß von den bekannteren Terpenalkoholen Terpineol und Fenchylalkohol sich zur Herstellung von Pflanzenschutzmitteln eignen. Bekannt ist ferner, Kampfer als Abwehrmittel gegen Insekten zu benutzen, indem man ihn mit Naphthalin zusammenschmilzt. Der sich allmählich verflüchtigende Kampfer soll zugleich mit dem Naphthalin das Einnisten von Insekten verhindern. Er wirkt also lediglich insektenvertreibend, nicht aber durch unmittelbare Berührung auf die Schädlinge.
- Man hat auch Kampfer oder Naphthalin mit Schwefel verschmolzen in der Absicht, den Schwefel, in dem Kampfer oder Naphthalin verdunsten, in allerfeinste Form zu bringen. In dieser Form soll der Schwefel am leichtesten an der Luft in schweflige Säure übergehen, die die schädlichen Lebewesen tötet. In diesem Falle ist ausdrücklich nicht der Kampfer, sondern die schweflige Säure das wirksame Mittel.
- In den bekannten Mitteln ist entweder neben Kampfer ein anderer Körper als wirksamer Bestandteil angegeben, oder der Kampfer dient als Abwehrmittel.
- Mit dem erfindungsgemäßen Mittel wird dagegen Borneol in unmittelbare Berührung mit den Schädlingen gebracht und macht dieses zu einem Bekämpfungsmittel, welches die vorhandenen Schädlinge vernichtet. Das Borneol ist in dem Mittel in wasserlöslicher Form enthalten, die beste Verteilung und höchste Wirksamkeit verbürgt.
- Von dem bisher angewandten Kampfer ist das Borneol chemisch und physiologisch verschieden. Medizin und Pharmaeie lehnen, den Borneo- oder Ngai-Kampfer ganz entschieden ab und setzen dessen Wirkung nicht gleich der des japan-Kampfers. Er stammt nicht von einer Laurinee, sondern von einer Dipterocarpee. Ein Analogieschluß von Kampfer auf das Borneol ist nicht zulässig, und weder Wissenschaft noch Praxis kannten bisher die hier in Frage kommende Wirkung des Borneols als insecticides, fungicides und bactericides Mittel.
- In der Feststellung dieser Tatsache liegt aber der erfinderische Gedanke.
- Das Borneol wird nun in bekannter Weise mit einer Seife, gegebenenfalls bei der Herstellung der Seife, vermischt, um es in wäßriger Lösung anwenden zu können.
- Durch die Bereitstellung eines hoch wirksamen, aber giftfreien Pflanzenschutzmittels, das jedermann unbesorgt in die Hand gegeben werden kann, ist ein technischer Vorteil erzielt.
- Löst man technisches Borneol in indifferenten, leichten Terpenen, so daß eine bei gewöhnlicher Temperatur nahezu gesättigte Lösung entsteht, so ist damit die Grundsubstanz für das Pflanzenschutzmittel gegeben. Zum gleichen Ziele kommt man, wenn man einem Borneol enthaltenden Öle durch geeignete Maßnahmen die anderen Bestandteile entzieht.
- Als Beispiel für die Darstellung eines Borneol enthaltenden Pflanzenschutzmittels diene das folgende: 5oo g Borneollösung, gesättigt, werden mit 357 g Leinölfettsäure gemischt. Bei 9o° C setzt man 143 g 35°/oige Natronlauge in dünnem Strahl zu und läBt die Temperatur nur bis ioo° C steigen. Zum Schlusse hält man das Gemisch noch einige Zeit auf ioo° und läßt dann gut bedeckt erkalten. Die erkaltete Masse besitzt Salbenkonsistenz und
Claims (1)
- löst sich ziemlich klar in Wasser. In der Borneolfösung kann auch ein Teil des Borneols und der leichten Terpene durch Terpineol und Fenchylalkohol ersetzt werden. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung eines Pflanzenschutzmittels, dadurch gekennzeichnet, daB man eine Borneollösung, die auch Terpineol und Fenchylalkohol enthalten kann, in an sich bekannter Weise mit Seife in wasserlösliche Form bringt.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEN30572D DE556932C (de) | 1929-07-02 | 1929-07-02 | Verfahren zur Darstellung eines Pflanzenschutzmittels |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEN30572D DE556932C (de) | 1929-07-02 | 1929-07-02 | Verfahren zur Darstellung eines Pflanzenschutzmittels |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE556932C true DE556932C (de) | 1932-08-16 |
Family
ID=7345587
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DEN30572D Expired DE556932C (de) | 1929-07-02 | 1929-07-02 | Verfahren zur Darstellung eines Pflanzenschutzmittels |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE556932C (de) |
Cited By (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
TR23729A (tr) * | 1988-06-07 | 1990-07-30 | Schering Corp | Bir asimetrik kontak lensinin eksenel doenuesuenuen oelcuemue icin yoentem |
EP0476885A2 (de) * | 1990-09-18 | 1992-03-25 | Sumitomo Chemical Company, Limited | Mittel zur Insektenabwehr |
-
1929
- 1929-07-02 DE DEN30572D patent/DE556932C/de not_active Expired
Cited By (3)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
TR23729A (tr) * | 1988-06-07 | 1990-07-30 | Schering Corp | Bir asimetrik kontak lensinin eksenel doenuesuenuen oelcuemue icin yoentem |
EP0476885A2 (de) * | 1990-09-18 | 1992-03-25 | Sumitomo Chemical Company, Limited | Mittel zur Insektenabwehr |
EP0476885A3 (en) * | 1990-09-18 | 1992-11-25 | Sumitomo Chemical Company, Limited | Insect repellents |
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