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DE555408C - Verfahren zur Darstellung von substituierten Oxyphenoxyessigsaeuren - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von substituierten Oxyphenoxyessigsaeuren

Info

Publication number
DE555408C
DE555408C DER73375D DER0073375D DE555408C DE 555408 C DE555408 C DE 555408C DE R73375 D DER73375 D DE R73375D DE R0073375 D DER0073375 D DE R0073375D DE 555408 C DE555408 C DE 555408C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acids
alkali
salts
catechol
water
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DER73375D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Honeywell Riedel de Haen AG
Original Assignee
JD Riedel E de Haen AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by JD Riedel E de Haen AG filed Critical JD Riedel E de Haen AG
Priority to DER73375D priority Critical patent/DE555408C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE555408C publication Critical patent/DE555408C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C59/00Compounds having carboxyl groups bound to acyclic carbon atoms and containing any of the groups OH, O—metal, —CHO, keto, ether, groups, groups, or groups
    • C07C59/40Unsaturated compounds
    • C07C59/58Unsaturated compounds containing ether groups, groups, groups, or groups
    • C07C59/64Unsaturated compounds containing ether groups, groups, groups, or groups containing six-membered aromatic rings
    • C07C59/66Unsaturated compounds containing ether groups, groups, groups, or groups containing six-membered aromatic rings the non-carboxylic part of the ether containing six-membered aromatic rings
    • C07C59/68Unsaturated compounds containing ether groups, groups, groups, or groups containing six-membered aromatic rings the non-carboxylic part of the ether containing six-membered aromatic rings the oxygen atom of the ether group being bound to a non-condensed six-membered aromatic ring
    • C07C59/70Ethers of hydroxy-acetic acid, e.g. substitutes on the ring

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung von substituierten Oxyphenoxyessigsäuren Bei der Spaltung des i-AIIYI-3, 4-methylendioxybenzols (Safrol) bzw. des i-Propenyl-3, 4-methylendioxybenzols (Isosafrol) mittels alkoholischem Alkali usw. entstehen, wie im Patent 505 404 gezeigt wurde, Monoalkoxymethyläther des Propenylbrenzcatechins. Die Trennung dieser Gemische in Form ihrer Natriumsalze wird im Patent 548 282 beschrieben. Verbindungen gleicher Art, welche statt der Propenylgruppe den Propylrest enthalten, entstehen nach dem Verfahren des Patents 459 3o9 bei der Spaltung des i-Propyl - 3. 4 - methylendioxybenzols (Dihydrosafrol).
  • Es wurde nun gefunden, daß bei der Behandlung der Alkaliphenolate derartiger Monoalkoxymethyläther des Brenzcatechins mit Alkalisalzen der Halogenessigsäuren unter Austritt von Alkalihalogeniden eine Kondensation eintritt, wobei Salze substituierter Phenoxyessigsäuren entstehen. Das Verfahren wird zweckmäßig in wäßriger oder wäßrig-alkoholischer Lösung bei höherer Temperatur durchgeführt, nachdem man vorher das Phenolat durch Zugabe von i Mol Ätzalkali erzeugt hat.
  • Als besonders leicht zugänglich haben sich die bereits obenerwähnten Gemische der Propenyl- und Propylbrenzcätechinmonoalkoxymethyläther erwiesen, welche bei der Spaltung des Safrols und Dihydrosafrols entstehen.
  • Man hat zwar bereits Brenzcatechin sowie, zwecks Trennung von anderen Phenolen, Eugenol bei Gegenwart von Natronlauge mit Chloressigsäure kondensiert. Die durch das vorliegende Verfahren darstellbaren Produkte zeichnen sich aber vor diesen Kondensationsprodukten dadurch aus, daß sie bereits beim Erwärmen auf Körpertemperatur Formaldehyd abspalten, so daß sie therapeutisch verwertbar sind. Außerdem stellen sie z. B. Emulsionsmittel von seifenartiger Wirkung vor und erweisen sich auch als ausgezeichnete Lösungsvermittler.
  • Die beim Erhitzen der Säuren mit Wasser oder der Salze mit Säuren entstehenden, aus besonders wohlfeilem Ausgangsmaterial (Safrol) erhältlichen Brenzcatechinessigsäuren sind ebenfalls als solche wie als Zwischenprodukte für andere therapeutisch verwendbare Mittel von Bedeutung. Bei ihrer Herstellung geht man am besten in der Weise vor, daß man die Äthersäuren kurze Zeit mit Wasser verkocht. Wählt man dabei nicht allzu große Mengen von Wasser, so geht zunächst die entstehende Säure in der Wärme in Lösung und scheidet sich beim Erkalten bereits in fast vollkommen reiner Form aus.
  • Beim Destillieren liefern diese Säuren die entsprechenden inneren Ester, welche sich durch einen angenehmen, charakteristischen Geruch auszeichnen.
  • Wie die obengenannten substituierten Brenzcatechinmonoalkoxymethyläther reagieren auch die Monoalkoxymethyläther des Brenzcatechins selbst sowie solche Derivate des Brenzcatechins,welche weder durch einen Rest basischer noch saurer Natur substituiert sind. Ihre Darstellung gelingt durch Einwirkung --der berechneten Mengen von Äther, z. B. des Chlormethylalkohols, auf die entsprechenden--Brenzcatechinphenolate. Beispiel i 97 g i-Propenyl-3-methoxymeth0xy-q.-oxybenzol werden in io5 g 25 °%iger Natronlauge gelöst, mit einer konz. wäßrigen Lösung von 58 g chloressigsaurem Natrium versetzt und einige Stunden auf 8o bis ioo° erhitzt. Man nimmt alsdann das Reaktionsprodukt mit Wasser auf und macht mit verdünnter Säure in der Kälte schwach kongosauer. Die ausgefällte Säure wird mit Benzol aufgenommen und der Benzolauszug zwecks Entfernung etwa nicht umgesetzten Ausgangsmaterials mit verdünnter Natriumcarbonatlösung ausgeschüttelt.
  • Die sofiaalkalische Lösung wird dann wieder schwach angesäuert. Das bald kristallinisch erstarrende Reaktionsprodukt wird abgesaugt, mit Wasser gewaschen und getrocknet. Ausbeute etwa ioo g. Zur Reinigung kristallisiert man aus der 3- bis 4fachen Menge 50 °/oigem Alkohol um. Die Säure kristallisiert in Nädelchen aus, die z Mol Kristallwasser enthalten, das aber beim Trocknen im Vakuum über Schwefelsäure schnell abgegeben wird. Die trockne i-Propenyl-3-methoxymethoxybenzo1-4-gly1eolsäure schmilzt bei 107 bis io8°; sie ist in Alkohol und Aceton leicht, etwas schwerer in Äther und Benzol und in Wasser wenig löslich; ihre Alkalisalze sind leicht wasserlöslich, werden aber durch einen Überschuß an Alkali leicht ausgesalzen. Sowohl die wäßrige'Lösung der freien Säure wie die ihrer Alkalisalze schäumt sehr stark. Beispiel e Verarbeitet man i-Propyl-3-methoxymethoxy-4-oxybenzol in gleicher Weise, so erhält man als Endprodukt die i-Propyl-3-metho xymethoxybenzol-4-glylcolsäure, welche in ihren Eigenschaften der entsprechenden ungesättigten Säure sehr ähnlich ist; auch sie kristallisiert aus 50 °%igem Alkohol mit i Mol Kristallwasser. Nach dem Trocknen schmilzt sie bei 87°. Beispiel 3 58,5g des bei der Spaltung von i-Allyl-3, 4-methylendioxybenzol mit alkoholischer Natronlauge entstehenden Reaktionsproduktes werden mit 30 g Chloressigsäure, 26 g Ätznatron und 6o ccm H_. O mehrere Stunden auf 8o bis ioo° erhitzt. Dann nimmt man mit Wasser auf und macht mit verdünnter Schwefelsäure schwach kongosauer. Das Reaktionsprodukt scheidet sich als Öl aus. Man gießt das überstehende Wasser ab und löst das Öl in verdünnter Natriumcarbonatlösung. Die Natriumcarbonatlösung wird einige Male mit Äther ausgeschüttelt. Beim vorsichtigen Ansäuren fällt das Säuregemisch zunächst ölig aus, erstarrt aber nach einigem Stehen vollkommen kristallinisch. Es wird abgesaugt und gut mit Wasser gewaschen und getrocknet. Ausbeute etwa 6o g. Das Säuregemisch gleicht in seinen Eigenschaften der nach Beispiel i erhaltenen Säure und schmilzt nach dem Trocknen bei etwa 7o bis 8o°. Beispiel 4 7 g der nach Beispiel i erhaltenen Säure werden mit 15o ccm Wasser unter Schütteln kurze Zeit auf etwa 9o bis ioo° erwärmt. Nachdem alles in Lösung gegangen ist, läßt man erkalten; die i-Propenyl-3-oxybenzol-4-glykolsäure kristallisiert aus, wird abgesaugt, gewaschen und getrocknet. Sie schmilzt nach dem Trocknen bei 137 bis i38°, ist in den gewöhnlichen organischen Lösungsmitteln leicht löslich und läßt sich aus Wasser umkristallisieren. Beispiel s Verarbeitet man auf gleiche Weise die nach Beispiel 2 erhaltene Säure, so erhält man die i-Propyl-3-oxybenzol-4-glykolsäure vom F. 1O2°. Beispiel 6 19,6 g der nach Beispiel 4 erhaltenen Säure werden im Vakuum zunächst auf ioo bis 13o° erhitzt. Dabei spaltet sich unter Aufschäumen Kristall- und Konstitutionswasser ab. Läßt das Schäumen nach, so steigert man die Temperatur. Zwischen 17o bis 157° (14 '-nm) geht schließlich ein farbloses Öl (16 g) über, das in der Vorlage schnell kristallinisch erstarrt. Es ist in Alkohol, Benzol und Aceton leicht löslich und läßt sich aus Äther oder Benzin umkristallisieren. F. 76°.
  • Beim Kochen mit verdünntem Alkali geht es unter Verseifung zur Ausgangssäure in Lösung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Darstellung von substituierten Oxyphenoxyessigsäuren, dadurch gekennzeichnet, daß man Alkalisalze der Halogenessigsäuren, zweckmäßig bei erhöhter Temperatur in wäßriger oder wäßrig-alkoholischer Lösung, auf Alkaliphenolate der Monoalkoxymethyläther des Brenzcatechins oder seiner neutrale Substituenten enthaltender Abkömmlinge einwirken läßt, worauf man gewünschtenfalls die erhaltenen Salze in. die freien Säuren überführt. a. Weitere Ausbildung des durch den Anspruch i geschützten Verfahrens, dadurch gekennzeichnet, daß man das aus i-Allyl-3, 4-methylendioxybenzol (Safrol) bzw. i-Propyl-3, 4-methylendioxybenzol (Diliydrosafrol) durch Erhitzen mit alkoholischem Alkali erhältliche Gemisch von Monoalkoxymethyläthern des Propenyl-bzw. Propylbrenzcatechins nach Anspruch i weiterverarbeitet. 3. Weitere Ausbildung des durch Ansprüche i und 2 geschützten Verfahrens, dadurch gekennzeichnet, daß man die nach Anspruch 2 darstellbaren Säuren und Salze mit Säuren oder die Säuren mit Wasser allein verkocht, wobei man zweckmäßig solche Mengen von Wasser anwendet, daß die sich bildenden Säuren in der Wärme in Lösung bleiben, bei gewöhnlicher Temperatur oder weiterem Abkühlen dagegen auskristallisieren. Weitere Ausbildung des durch Ansprüche i bis § geschützten Verfahrens, dadurch gekennzeichnet, daß man die nach Anspruch 3 entstehenden Säuren bzw. Säuregemische durch Destillation in die entsprechenden inneren Ester bzw. Estergemische überführt.
DER73375D 1928-01-12 1928-01-12 Verfahren zur Darstellung von substituierten Oxyphenoxyessigsaeuren Expired DE555408C (de)

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