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DE550153C - Geburtshilfliche Zange - Google Patents

Geburtshilfliche Zange

Info

Publication number
DE550153C
DE550153C DEL78496D DEL0078496D DE550153C DE 550153 C DE550153 C DE 550153C DE L78496 D DEL78496 D DE L78496D DE L0078496 D DEL0078496 D DE L0078496D DE 550153 C DE550153 C DE 550153C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pliers
handle
forceps
spoon
head
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEL78496D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
FRIEDRICH LOENNE DR
Original Assignee
FRIEDRICH LOENNE DR
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by FRIEDRICH LOENNE DR filed Critical FRIEDRICH LOENNE DR
Priority to DEL78496D priority Critical patent/DE550153C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE550153C publication Critical patent/DE550153C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B17/00Surgical instruments, devices or methods
    • A61B17/42Gynaecological or obstetrical instruments or methods
    • A61B17/44Obstetrical forceps

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Surgery (AREA)
  • Gynecology & Obstetrics (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Nuclear Medicine, Radiotherapy & Molecular Imaging (AREA)
  • Reproductive Health (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Pregnancy & Childbirth (AREA)
  • Heart & Thoracic Surgery (AREA)
  • Medical Informatics (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Table Equipment (AREA)

Description

  • Geburtshilfliche Zange Die Erfindung betrifft ein zangenartiges Instrument zur Beendigung einer Geburt, die ohne äußere Hilfe infolge von Wehenschwächen oder Ermüdung der Mutter nicht beendet werden kann oder wegen Gefahr für das Kind beschleunigt beendet werden muß.
  • Die hierfür bisher allgemein benutzten Zangen bestehen aus zwei durch ein Schloß zangenartig miteinander zu verbindenden, löffelartigen, aus Stahl hergestellten Blättern, die bei einer Zangenoperation zunächst einzeln in den Geburtskanal der Kreißenden eingeführt, außen zusammengelegt und hiernach durch Druck auf die nach außen vorragenden Handgriffe der Zange fest gegen den Kopf des Kindes angepreßt werden.
  • Bei der Durchführung von Geburten mit den bisher üblichen Zangen entstehen nun häufig mehr oder weniger schwere Verletzungen des Kopfes des Kindes. Diese sind hauptsächlich darauf zurückzuführen, daß entweder der Kopf nicht fest genug von den Zangenlöffeln erfaßt wird und infolgedessen die Zange bei der Extraktion von dem Kopf unter schweren Verletzungen der Weichteile abrutscht oder daß die Zangenlöffel während der Extraktion des Kindes zu fest gegen dessen Kopf angepreßt werden, wodurch schwere Deformierungen des Schädels und unter Umständen tödliche Verletzungen des Gehirns, wie beispielsweise intrakranielle Blutergüsse, hervorgerufen werden.
  • Die Ursache dieser falschen Handhabung der üblichen Geburtszangen liegt nun, wie beobachtet wurde, im wesentlichen darin, daß dem Geburtshelfer während der Extraktion des Kindes der zum Festhalten des Kopfes gerade noch erforderliche und zugleich unschädliche Druck der Zangenlöffel auf den Kopf des Kindes nicht fühlbar gemacht wird. Daneben wirkt sich auch das verhältnismäßig hohe Gewicht der bisher üblichen Zangen und die geringe Größe der an den Kopf des Kindes angelegten Metallflächen der Zange sowie deren Unnachgiebigkeit nachteilig aus.
  • Zur Vermeidung der oben gekennzeichneten Nachteile der üblichen geburtshilflich,en Zange hat man vorgeschlagen, an dem einen Handgriff der Zange einen gegebenenfalls mit einer Skala versehenen, verstellbaren Anschlag anzubringen, durch den die Schließbewegung der Zange beim Erreichen einer bestimmten Öffnungsweite gehemmt wird. Diese Zangen haben jedoch in die geburtshilfliche Praxis keinen Eingang finden können. Es hat sich bei ihrer Verwendung nämlich herausgestellt, daß fast regelmäßig der beim Anlegen der Zange zunächst angewandte Druck nicht ganz ausreicht, um die Extraktion des Kindes durchzuführen, und daß fast immer der Anschlag während der Extraktion nachgestellt werden muß, um entsprechend der Nachgiebigkeit des Kopfes des Kindes ein Nachfassen der Zange bzw. eine Engerstellung der Zangenlöffel zu ermöglichen. Dieses Nachstellen des Anschlages während der Extraktion ist aber lästig und in manchen Fällen sogar gefährlich. Sie setzt außerdem die Anwesenheit einer dritten Person voraus, da der Geburtshelfer bei der Extraktion bekanntlich die Griffe der Zange nicht loslassen kann. Zur Beseitigung dieser Mängel der bisher bekannten Zangen mit einstellbarem Anschlag zum Hemmen der Schließbewegung wird nun gemäß der Erfindung zwischen dem an dem einen Zangengriff verstellbaren Anschlag und dem anderen Zangengriff eine Feder derart vorgesehen, daß die Zange nach der zu Anfang der Extraktion erfolgten ersten Ermittlung des zulässigen Zangendruckes vorgenommenen Einstellung des Anschlages durch Anwendung eines erhöhten Druckes auf die Zangengriffe noch um ein weiteres Maß geschlossen werden kann, wobei aber dem Geburtshelfer durch den zu überwindenden verhältnismäßig hohen Druck der Feder angezeigt wird, daß er bei der weiteren Schließbewegung voraussichtlich in den Bereich des für den Kopf des Kindes. gefährlichen Zangendrucks kommt.
  • Als Anschlag wird gemäß der Erfindung vorzugsweise eine an dem einen Zangengriff angebrachte Stellschraube benutzt, deren Kopf sich gegen eine an dem anderen Zangengriff vorgesehene, relativ zum Zangengriff gegen den Druck einer Feder verschiebbare Druckplatte anlegt. Die Druckplatte wird dabei vorteilhaft mit einem Führungsschaft versehen, der die Wand der die Druckplatte aufnehmenden Griffhöhlung durchsetzt und eine Skala trägt, an der dem Geburtshelfer die jeweilige Stellung der Druckplatte und damit das Maß, um welches er bei der Extraktion gegebenenfalls die Zange über die zuerst ermittelte Stellung weiter geschlossen hat, ablesbar angezeigt wird.
  • Schließlich werden gemäß der Erfindung, um eine weitgehende Schonung auch der äußeren Weichteile des Kopfes des Kindes zu erzielen, die Zangenlöffel mit einem elastischen Gummiüberzug versehen, durch den die üblichen Fenster des Metallkörpers der Zangenlöffel elastisch verschlossen werden. Dadurch erreicht man eine erhebliche Vergrößerung der an den Kopf des Kindes angreifenden Oberfläche der Zangenlöffel, und dadurch ist man in der Lage, den zur Extraktion erforderlichen Druck auf den Kopf des Kindes von Anfang an wesentlich gegenüber dem bei der bisher üblichen Zange herabzusetzen.
  • Auf der Zeichnung ist in Abb. i eine gemäß der Erfindung ausgebildete geburtshilfliche Zange in Ansicht und teilweisem Längsschnitt dargestellt.
  • Abb.2 gibt schematisch die Anwendung der erfindungsgemäßen Geburtszange wieder. Bei der auf der Zeichnung wiedergegebenen Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes besteht, wie-üblich, die Zange aus zwei Blättern, die sich in einem Schloß i zusammenfügen lassen. Der auf der Zeichnung unterhalb des Schlosses gelegene Teil der Blätter ist der Zangengriff 2 bzw. 3. Den oberen Teil der Blätter bilden die Löffel ,4, wie üblich, mit fensterförmigen Durchbrechungen für den Durchtritt der Ohren des Kindes versehen sind. An dem Ende des einen Zangengriffes 3 ist eine mit vorteilhaft sehr steilem Gewinde versehene Stellschraube 5 angebracht, deren Griffknopf 6 außen so weit vorragt, daß der Geburtshelfer während der Operation leicht die Stellschraube bewegen kann. Das dem anderen Zangengriff 2 zugewendete Ende 7 der Stellschraube ist zweckmäßig halbkugelig ausgebildet. Es legt sich beim Schließen der Zange gegen eine in ,dem anderen Griffende 2 quer zur Längsrichtung .des Griffes verschiebbar angeordnete, durch .eine Feder 15 belastete Druckplatte 8, die an der Rückseite einen Schaft 9 trägt, dessen Ende io mit einer Skala versehen ist.
  • Die zur Aufnahme der Druckplatte 8 und der Feder 15 dienende Höhlung des einen Griffes 2 ist an der inneren Seite des Griffes offen, so daß der Kopf 7 der Stellschraube durch die Durchbrechung 12- des Griffkörpers hindurchtreten kann. An der äußeren Seite des Griffes ist die Höhlung i i durch eine aufschraubbare Kappe 13 verschlossen, die eine Durchbrechung für das Ende io des Druckplattenschaftes 9 hat.
  • Bei der Verwendung der erfindungsgemäßen Zange werden zunächst, wie üblich, die Zangenlöffel einzeln in den Geburtskanal eingeführt und danach außen in dem Schloß i zusammengelegt. Hierauf wird die Zange bei ganz herausgedrehter Stellschraube soweit geschlossen, wie es dem Geburtshelfer zum sicheren Festhalten des Kopfes des Kindes gerade noch erforderlich erscheint. Nunmehr wird die Stellschraube so weit bewegt, bis der Kopf 7 bei angelegten Zangenlöffeln eben gegen .die Druckplatte 8 anliegt. Die Extraktion kann jetzt beginnen. Merkt der Operateur, daß der Zangendruck für den erforderlichen Zug nicht ausreicht, so wird während der Extraktion die Zange noch etwas weiter geschlossen, wobei an der Skala des Schaftemdes io die weitere Schließbewegung der Zange dem Geburtshelfer ablesbar angezeigt wird.
  • Die auf der Zeichnung wiedergegebene Ausführungsform der Zange besteht aus-einer Leichtmetallegierung von hoher Festigkeit, beispielsweise der unter dem Namen Dur -alumin bekannten Legierung, wodurch eine erhebliche Verringerung des Eisengewichtes der Zange gegenüber den bisher üblichen, aus Stahl oder Schmiedeeisen hergestellten Geburtszangen erreicht wird.
  • Ferner sind bei der wiedergegebenen Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes die Löffel 4 der Zangenblätter mit einem aus Gummi bestehenden handschuhartigen Überzug 14 versehen, der auf der Innenseite der Löffel dicker als auf der Außenseite ausgebildet ist. Der L'berzug 4 ist -dabei ferner so ausgebildet, daß durch ihn die üblichen Fenster der Zangenlöffel elastisch geschlossen «-erden. Dadurch wird erreicht, daß die an dein Kopf des Kindes angreifende Fläche der "Zange erheblich vergrößert wird, ohne daß es, wie bei den bekannten Geburtszangen ohne Löffelfenster, zu Verletzungen der äußeren Ohrteile des Kindes kommt. Die Vergrößerung der Löffelfläche hat eine bemerkenswerte Verringerung des spezifischen Flächendruckes bei der Extraktion zur Folge, woraus sich eine weitere "vesentliche Schonung des Kopfes des Kindes ergibt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Geburtshilfliche Zange mit einem am Griffende der einen Zangenhälfte vorgesehenen verstellbaren Anschlag zum Hemmen der Schließbewegung der Zange bei Erreichung einer bestimmten öffnungsweite, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Anschlag und dem anderen Zangengriff eine Feder zur Erzielung einer elastischen Hemmung der Schließbewegung der Zange angeordnet ist. z. Zange nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an einem Griffende der Zange eine Stellschraube (5) und an der Angriffsstelle der Stellschraube am anderen Zangengriff eine federnd nachgiebige Druckplatte (Ta) angeordnet ist. 3. Zange nach Anspruch i und a, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckplatte an ihrer Rückseite einen mit einer Skala (To) versehenen Schaft (c9) hat, der eine Üffnung des Federgehäuses derart durchsetzt, daß das Maß der Zusammendrückung der Feder (15) außen an der Skala abgelesen werden kann. 4. Zange nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Zangenlöffel mit einem elastischen Gummiüberzug (14) versehen sind, durch den zugleich die üblichen Fenster des Metallkörpers der Zangenlöffel elastisch verschlossen werden.
DEL78496D 1931-05-28 1931-05-28 Geburtshilfliche Zange Expired DE550153C (de)

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DEL78496D DE550153C (de) 1931-05-28 1931-05-28 Geburtshilfliche Zange

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DEL78496D DE550153C (de) 1931-05-28 1931-05-28 Geburtshilfliche Zange

Publications (1)

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DE550153C true DE550153C (de) 1932-05-13

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DEL78496D Expired DE550153C (de) 1931-05-28 1931-05-28 Geburtshilfliche Zange

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