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DE547083C - Verfahren zur Herstellung von Schwefelsaeureestern der Aminoanthrahydrochinone - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Schwefelsaeureestern der Aminoanthrahydrochinone

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Publication number
DE547083C
DE547083C DES88417D DES0088417D DE547083C DE 547083 C DE547083 C DE 547083C DE S88417 D DES88417 D DE S88417D DE S0088417 D DES0088417 D DE S0088417D DE 547083 C DE547083 C DE 547083C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parts
sulfuric acid
solution
pyridine
acid esters
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES88417D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Scottish Dyes Ltd
Original Assignee
Scottish Dyes Ltd
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Filing date
Publication date
Application filed by Scottish Dyes Ltd filed Critical Scottish Dyes Ltd
Application granted granted Critical
Publication of DE547083C publication Critical patent/DE547083C/de
Expired legal-status Critical Current

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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Schwefelsäureestern der Aminoanthrahydrochinone Die Erfindung betrifft die Herstellung von Schwefelsäureestern der Aminoanthrahydrochinone und besteht darin, daß Acidylam.inoantlirachinone mit Schwefeltrioxyd-Pyridin, das nicht aus Pyridin und Halogensulfosäuren, deren Estern oder Salzen erhalten worden ist, in Gegenwart eines Metalles und einer tertiären organischen Base behandelt werden und der entstandene Ester einer alkalischen Hydrolyse zur Entfernung der Acidylgruppe unterworfen wird.
  • Die folgenden Ausführungsbeispiele sollen die Erfindung erläutern. Die angeführten Teile bedeuten Gewichtsteile. .
  • Beispiel r 12 Teile 2Acetylaniinoanthrachinon werden mit So Teilen trockenem Pyridin und 25 Teilen Schwefeltrioxyd-Pyridin gemischt. Die Temperatur wird unter Umrühren auf go' gebracht. S Teile Kupferpulver werden dann zttgefügt, worauf die Schmelze bei einer Temperatur von go' eine Stunde lang gehalten wird. Sie wird dann finit ungefähr 2äoTeilen i3 Teile Natronlauge enthaltendem Wasser verdünnt und zur Entfernung %-on PN-ridiit der Wasserdarnpfdestillation unterworfen, wobei ihr Volumen annähernd Iconstant gehalten wird. Die heiße Lösung wird dann zur Trennung von den Kupferrückständen filtriert. Sie enthält das \ atriumsalz des 2-Acetylaininoanthrahydrochinonschwefelsäureesters. Diese Lösung wird nach Zusatz von to Teilen Natriumhydroxyd eine Stunde lang gekocht, wodurch die Acetylgruppe entfernt wird, während die Schwefelsäuregruppe vollständig unangegriffen bleibt. Mit dieser Lösung imprägnierte Faserstoffe werden. mit einem leuchtend bräunlichgelben Farbton gefärbt, der bei Eintauchen des Stoffes in kochende saure Kupfersulfatlösung in einen leuchtend blauen Farbton umschlägt, der sehr fest auf der Faser haftet.
  • Beispiele 13,2 Teile 2-Anthrachinonyluretlian «-erden mit 5o Teilen trockenem Pyridin und 25 Teilen Schwefelsäureanhydrid-Pyridin gemischt. Die Temperatur wird unter Umrühren auf go' gesteigert. S Teile Kupferpulver werden zugesetzt, worauf die Schmelze auf einer Temperatur von go' eine Stunde lang gehalten wird. Dann wird finit ungefähr 25o Teilen! 13 Teile Natronlauge enthaltendem Wasser verdünnt und diese Lösung der Wasserdanipfdestillation zur Entfernung des Pyridins unterworfen, wobei das Volumen annähernd konstant gehalten wird. Die Kupferrückstände werden. dann von der heißen Lösung durch Filtrieren getrennt. Die Lösung enthält das Natriumsalz des 2-Anthrahvdrochinonylurethan-Discliwefelsäureesters. io Teile Natronlauge werden zugesetzt, worauf eine halbe Stunde lang gekocht wird. Die entstehende Lösung enthält offenbar das Natriumsalz des a-Aniinoantliralivdrochinon-Dischwefelsäureesters.
  • Textilstoffe, die mit dieser Lösung imprägniert werden, werden in einem leuchtend hräunlichgelben Farbton gefärbt, der bei Eintauchen der Stoffe in ein geeignetes Oxydierun,-sbad, z. B. in kochende saure Kupfersulfatlösung, in einen leuchtend blauen Farbton umschlägt, der fest auf der Faser haftet. Beispiel 3 12 Teile i-Acetylaminoanthrachinon werden mit 5o Teilen trockenem Pyridin und 25 Teilen Schwefelsäureanhydrid-Pyridin geinischt. Die Temperatur wird unter Umrühren auf go° gebracht. 8 Teile Kupferpulver werden sodann zugesetzt, worauf die Temperatur eine Stunde lang bei 9o° aufrechterhalten wird. Die Schmelze wird mit ungefähr 25o Teilen 13 Teile Natronlauge enthaltendem Wasser verdünnt und der Wasserdampfdestillation zur Entfernung des Pyridins unterworfen, wobei das Volumen annähernd konstant gehalten wird.
  • Die heiße Lösung wird durch Filtrieren von den Kupferrückständen getrennt. Sie erhält dann einen weiteren Zusatz von io Teilen Natronlaugelösung. Sie wird darauf eine Stunde lang gekocht, wodurch die Acetylgruppe offenbar abgespaltet wird. Beispiel. 13,5 Teile 2-Acetylamino-3-chloranthrachinon werden mit 5o Teilen trockenem Pyridin und 25 Teilen Schwefelsäureanhydrid-Pyridin gemischt. Die Temperatur wird unter Umrühren auf go° gebracht. Sodann werden 8 Teile Kupferpulver zugesetzt, wonach die Schmelze auf einer Temperatur von go° unter Umrühren eine Stunde lang gehalten wird. 13 Teile Natronlauge und- ungefähr 25o Teile Wasser werden dann zugesetzt, worauf das Py ridin durch Wasserdampfdestillation entfernt wird (vgl. die anderen Beispiele). Die Lösung erhält nach Filtration einen Zusatz von io Teilen Natriumhydroxyd und wird eine Stunde lang gekocht, wodurch die Acetylgruppe offenbar abgespaltet wird. ' Beispiel s 14,2 Teile i-Acetylmethylamino-4-broinanthrachinon werden mit 5o Teilen trockenem Pyridin und 25 Teilen Schwefelsäureanhydrid-Pyridin gemischt. Zu der klaren Lösung werden bei 9o° 8 Teile Kupferpulver zugesetzt. Die Schmelze wird bei go° eine Stunde lang umgerührt und dann nach Zusatz von i; Teilen Natronlauge und ungefähr 25o Teilen Wasser der .Wasserdampfdestillation unterworfen. Die erhaltene Lösung hat einen braunen Farbton mit grünlicher Fluoreszenz. Nach Zusatz von 15 Teilen Natronlauge wird die Lösung ungefähr eine Stunde lang gekocht, wodurch die Acetylgruphe offenbar abgespaltet wird.
  • Augenscheinlich ist in den genannten Beispielen die Aminogruppe des Anthrachinonkörpers durch Acidylierung gegen chemische Angriffe in einem hinreichend weiten Teil des Verfahrens geschützt. Sie wird erst nachher durch die Einwirkung des hydrolysierenden Alkalis abgespaltet.
  • Selbstverständlich können auch andere Acidylierungsmittel als die genannten für die Zwecke der Erfindung Anwendung finden. Es wurde aber gefunden, daß alle übrigen nicht ebenso wirksam sind, ferner, daß ihre Wirkung mit der Stellung der Aminogruppen sich ändert. In ähnlicher Weise ändert sich die Abspaltungsneigung der Acidvlgruppe beträchtlich.
  • Unter den geschützte Aminogruppen enthaltenden Anthrachinonderivaten, die für die Erzeugung von Anthrahydrochinonschwefelsäureestern verwendet und darauf einer Hydrolyse, wie in den Beispielen erläutert, unterworfen werden können, sollen die Acetv1-aminoderivate, Benzolaminoderiv ate und Urethane erwähnt werden.
  • DieAminoanthrahydrochinonschwefels äureester, die nach dem Verfahren der Ernndung hergestellt sind, kann man als Zwischenprodukte für die Herstellung von Farbstoffen benutzen. In einigen Fällen können sie zur Erzeugung von Farbstoffen auf der Faser Verwendung finden. So wird zum Beispiel der Schwefelsäureester, der durch die Behandlung von 2 _Acetylaminoanthrachinon und darauf folgende Abspaltung der Acetylgruppe entstanden ist, zur Imprägnierung von Stoffen verwendet. Die auf diese Weise imprägnierten Stoffe werden in einem sauren Oxvdierungsbad, vorzugsweise in einem sauren Kupfersalzbad, weiterbehandelt, wodurch ein blauer Farbstoff offenbar der N-Dihvdroanthrachinonazinklasse sich auf der Faser niederschlägt. Die nach Beispiel 3, .i und erhaltenen Erzeugnisse können zur Färbung von Textilstoffen in gleicher Weise. wie in Beispiel i und 2 angegeben worden ist. verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von @cli@vefelsäureestern der Aininoantliralivdroclii- hone, dadurch gekennzeichnet, dal3 Acidvl- an iinoantlirachinorie mit Schwefeltrioxyd- 1'vridiii, das nicht aus 1'vridin und Halo- gensulfonsäuren, deren I?stern oder Sal- zen erhalten «-orden ist. in Gegenwart
    eines lletalles und einer tertiären organi- ,chen 3'ase behandelt werden und der ent- standene Ester einer alkalischen Hvdrolvse zur Entfernung der _1cidylgruppe unter- worfen wird.
DES88417D 1927-11-18 1928-11-18 Verfahren zur Herstellung von Schwefelsaeureestern der Aminoanthrahydrochinone Expired DE547083C (de)

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GB547083X 1927-11-18

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DE547083C true DE547083C (de) 1932-03-18

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