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Vorrichtung zur kontinuierlichen Extraktion Die Erfindung betrifft,
eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Extrahieren, insbesondere pflanzlicher öle
und Fette. Sie bezweckt eine Verbesserung und weitere Ausbildung der Vorrichtung
nach Patent 528 287.
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Bei der Vorrichtung nach Patent 528 287 wird das Extraktionsgut dem
Aus lösebehälter unter Druck zugeführt und im Gegenstrom zum Lösungsmittel mittels
einer Schnecke. gefördert. Das Gut wird dabei dem untersten Ende eines nur eirie
einzige senkrecht fördernde Schnecke enthaltenden Auslösebehälters unter selbsttätig
regelbarem Druck zugeführt. .
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Die «eitere Ausbildung des Verfahrens nach Patent 528 287 besteht
darin, daß über dem Einlaß der Druckschnecke ein mit einem Siebkorb für den Miscellaaustritt
versehener und als Vorextraktor dienender Zufuhrbeliälter angeordnet ist.
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Auf diese Weise erzielt man einen Extraktionsapparat, der aus zwei
aufrecht stehenden, vermittels einer Querschnecke U-förmig verbundenen Auslösebehältern
besteht, die derart angeordnet sind, daß das Lösungsmittel durch in die Vorrichtung
hineinragende Rohrstutzen am oberen Ende des einen zugeführt wird, im Gegenstrom
das Extraktionsgut durchwandert und durch Anbringung eines Siebkorbes mit Ablaufstutzen
am oberen Ende des anderen -Auslösebehälters möglichst lange -und gleichmäßig in
Berührung mit dem Extraktionsgut gehalten wird.
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Man erreicht auf diese Weise, daß das Gut zwangsläufig durch ein Lösungsmittelbad
hindurchtauche'n muß. Man erzielt alsdann trotz geringeren Lösungsmittelverbrauches
eine stärker konzentrierte Miscella..
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Die Vorrichtung ermöglicht, daß die Lösungsmitteldampf enthaltenden
Abgase des extrahierten Gutes kontinuierlich dem frischen Gut zugeführt «erden,
in welchem beim Durchströmen der Dampf absorbiert wird. Zu dem Zweck ist eine Zuleitung
am Siebkorb vorgesehen, durch welche die Lösungsmitteldampf enthaltenden Abgase
des extrahierten Gutes eingeleitet werden und von dort aus das zu extrahierende
Gut bis zur Beschickungsstelle durchströmen, wo sie frei vom Lösungsmitteldampf
in die Atmosphäre austreten. Der Lösungsmitteldampf wird auf dem Strömungswege durch
das zu extrahierende Gut absorbiert, Die Länge des Extraktionsweges wird z. B. durch
geeignete Anordnung der Zuführungsstutzen für das Extraktionsmittel dem jeweiligen
Rollstoff und den Arbeitsbedingungen angepaßt. Insbesondere ist im Zubringerrohr
eine aus Vollblech gebildete Förderschnecke angeordnet, #velche den «'eg des Extraktionsmittels
verlängert. Auf diese Weise kann der Extraktionswie- nach Belieben verlängert
_Lr@änzun@sblatt |
zur. Patentschrift 547 ()4() Klasse 23a Gruppe 2. |
Durch Urteil des Reichsgerichts vom 1 7.#uni 'f 93$ ist |
zur Klarstellung im Patentanspruch hinter den Worten |
"eingeordnet ist" hinzugesetzt "dem die Abgase zur Ein- |
führung in das Frischgut zugeleitet werden". |
unter Druck zugeführt und im Gegenstrom zum Lösungsmittel mittels einer Schnecke.
gefördert. Das Gut wird dabei dem untersten Ende eines nur eine einzige senkrecht
fördernde - Schnecke enthaltenden Auslösebehälters unter selbsttätig regelbarem
Druck zugeführt.
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Die weitere Ausbildung des Verfahrens nach Patent 528 287 besteht
darin, daß über dem Einlaß der Druckschnecke ein mit einem Siebkorb für den Miscella.austritt
versehener und als Vorextraktor dienender Zufuhrbebälter angeordnet ist.
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Auf diese Weise erzielt man einen Extraktionsapparat. der aus zwei
aufrecht stehenden, vermittels einer Querschnecke U-förmig verbundenen Auslösebehältern
besteht, die derart angeordnet sind, daß das Lösungsmittel durch in die Vorrichtung
hineinragende Rohrstutzen am oberen Ende des einen zugeführt wird, im Gegenstrom
das Extraktionsgut durchwandert und durch Anbringung eines Siebkorbes mit Ablaufstutzen
am oberen Ende des anderen Auslösebehälters möglichst lange und
MarKer Konzentrierte Miscella. |
Die Vorrichtung ermöglicht, daß die Lösungsmitteldampf enthaltenden Abgase. des
extrahierten Gutes kontinuierlich dem frischen Gut zugefiihrt werden, in welchem
beim Durchströmen der Dampf absorbiert wird. Zu dem Zweck ist eine Zuleitung am
Siebkorb vorgesehen, durch welche die Lösungsmitteldampf enthaltenden Abgase des
extrahierten Gutes eingeleitet werden und von dort aus das zu extrahierende Gut
bis zur Beschickungsstelle durchströmen, wo sie frei vom Lösitngsmitteldampf in
die Atmosphäre austreten. Der Lösungsmitteldampf wird auf dem Strömungs-,vege durch
das zu extrahierende Gut absorbiert Die Länge des Extraktionsweges wird z. B. durch
geeignete Anordnung der Zuführungsstutzen für das Extraktionsmittel dem jeweiligen
Rohstoff und den Arbeitsbedingungen angepaßt. Insbesondere ist im Zubringerrohr
eine aus Vollblech gebildete Förderschnecke angeordnet, welche den Weg des Extraktionsmittels
verlängert. Auf diese Weise kann der Extraktionsweg nach Belieben verlängert
werden,
ohne daß man den Apparat höher auszubilden braucht. Es wird dadurch eine stärkere
Konzentrierung der Miscella erzielt; man kommt also mit geringeren Benzinmengen
aus. Die Lösungsmittelverluste werden so auf ein Mindestmaß herabgesetzt.
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Durch die Ausbildung der Transportschnecke im Zubringerrohr aus Vollblech
wird das Lösungsmittel gezwungen, in Form von Schraubenwindungen das zu entölende
Gut zu durchwandern. Der Siebkorb wird zweckmäßig aus Profilstäben gebildet, so
daß die Möglichkeit besteht, gleichzeitig die Miscella durch ihn abzuziehen und
die benzinhaltige Atmungsluft oder die Abgase in das, frische ölhaltige Gut einzuleiten.
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Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Vorrichtung nach der
Erfindung dargestellt.
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In dem senkrecht stehenden Behälter i bewegt sich eine siebartige
gelochte Förderschnecke 2, deren Welle 3 mittels ,Kegelräder 4 und einer Riemenscheibe
5 angetrieben wird. Am unteren Ende des Behälters I mündet in diesem ein Zuführungsrohr
6, in dem eine Druckschnecke 7 läuft, deren Welle 8 mittels einer Riemenscheibe
9 gegebenenfalls unter Verwendung einer sich bei einem Maximaldruck selbständig
ausschaltenden Kupplung angetrieben wird. Auf diesem Zuführungsrohr 6 befindet sich
das Zuführungsrohr io mit darüber angeordnetem Seiher 12. In dem Zuführungsrohr
io arbeitet eine aus vollen Blechen bestehende Schnecke ig, die mittels Schneckengetriebe
21 unter Verwendung einer selbstausschaltenden.Maximalkupplung angetrieben wird.
Das zu entölende Saatgut passiert den Siebkorb 12 und wird durch die aus vollen
Blechen bestehende Schnecke i9 nach unten in die Druckschnecke 7, die in dem Zuführungsrohr
6 läuft, gefördert. In dem in der Zeichnung mit a.-b bezeichneten Raum des Zuführungsrohres
6 wird das Gut so stark zusammengepreßt, daß einmal die Miscella noch durchfließen
kann, zum andern aber die Hochförderung des Gutes durch die senkrechte Schnecke
2 gewährleistet ist. Die im Auslösebehälter i angeordneten Zuführungsleisten 14
unterstützen das Hochfördern des Gutes. Das Lösungsmittel tritt bei 15 ein, durchfließt
im Gegenstrom den Behälter i, passiert den Druckraum a.-b, wandert dann, den Schneckengängen
der Schnecke i9 in den Behälter io folgend, nach oben und tritt durch die Stutzen
13 als hochkonzentrierte Miscella aus. Am Boden des-senkrecht stehenden Behälters
i befindet sich ein Bodenseiher i i, durch den das Lösungsmittel aus der Gesamtapparatur
im Bedarfsfalle abgelassen werden kann, Durch einen Rohrstutzen 17 am Seiher 12
tritt die benzinhaltige Luft ein, gelangt durch die schmalen Schlitze des Seihers
in das frische Saatgut, durchwandert dieses und tritt bei 20 in die freie Atmosphäre
aus. Durch Berührung der benzinhaltigen Luft mit dem frischen zu entölenden Gut
findet eine restlose Absorption. des Benzins statt, so daß die austretende Luft
benzinfrei ist.