DE546100C - Verfahren und Vorrichtung zur Scheitelversilberung von Bestecken - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Scheitelversilberung von BesteckenInfo
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- DE546100C DE546100C DE1930546100D DE546100DD DE546100C DE 546100 C DE546100 C DE 546100C DE 1930546100 D DE1930546100 D DE 1930546100D DE 546100D D DE546100D D DE 546100DD DE 546100 C DE546100 C DE 546100C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C25—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
- C25D—PROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
- C25D5/00—Electroplating characterised by the process; Pretreatment or after-treatment of workpieces
- C25D5/16—Electroplating with layers of varying thickness
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Description
Es ist bekannt, die Verstärkung der Silberauflage von Bestecken an den der Abnutzung
besonders ausgesetzten Stellen durch Eintauchen nur dieser Stellen der über der Bad-5
Oberfläche des Versilberungsbades auf geeigneten Trägern liegenden Besteckteile auszuführen;
auch ist es bei dieser sogenannten Scheitelversilberung bekannt, durch Heben und Senken dieser Träger oder nach der britisehen
Patentschrift 17717 vom Jahre 1910
durch langsames Ein- oder Ausfließenlassen des Elektrolyten einen allmählichen Übergang
der verstärkten Stellen zur übrigen Silberauflage zu erzielen. Das Scheitelversilbelängsverfahren
hat anderen Verstärkungsverfahren gegenüber den Vorteil, daß zuverlässig eine beliebige Verstärkung hergestellt
werden kann, ein Nachteil des Verfahrens ist aber die große Rauminanspruchnahme, ein
Bad von z. B. 125 X 30 X 25 cm kann nur mit 24 Besteckteilen beschickt werden und
muß für diese 24 Teile mit einer kostspieligen Bewegungsvorrichtung ausgerüstet werden.
Man ordnet zwar neuerdings auch zwei Bäder übereinander an, weiter läßt sich aber
bei einer Tiefe der Wannen von 25 cm (die bei diesen Bädern sich als nötig erwiesen hat,
um einen guten Niederschlag zu erhalten bei Anwendung einer Stromdichte, die es ermöglicht,
die erforderliche Verstärkung in etwa einer Stunde zu erzielen) die Raumersparnis
durch Übereinanderanordnung der Bäder nicht treiben, wenn die Bedienung nicht erschwert
werden soll.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist nun eine Ausführung des Scheitelversilberungsverfahrens,
die die Übereinanderanordnung mehrerer Wannen dadurch erleichtert, daß bei
dem Verfahren die Wannen weniger tief zu sein brauchen, das Badvolumen also im Verhältnis
zur Strombelastung klein sein kann. Hierzu ist es erforderlich, den Elektrolyten
besser zu durchmischen, als dies bei den bisherigen Ausführungen des Verfahrens der
Fall war, und zwar, da die Anoden auf dem Boden der Wannen liegen, durch Heben der
unteren Badschichten an die Oberfläche. Dies geschieht durch kastenförmige, unten offene,
oben geschlossene, aber mit einigen feinen Löchern 1 geeigneten Durchmessers versehene
Verdränger (Abb. 1), die beim Niedergang den Badspiegel heben, da die Badflüssigkeit
nur in dem Maße in den Hohlraum des Verdrängers eindringen kann, in dem die Luft
durch die feinen Löcher entweicht, beim Aufwärtsgang aber den Badspiegel senken, da die
inzwischen in den Hohlraum des Verdrängers eingedrungene Badflüssigkeit mitgehoben
wird und nur in dem Maße ausfließen kann, in dem Luft durch die Löcher eindringt. Der
Antrieb der Verdränger wird durch Kurvenscheiben u. dgl. so eingerichtet, daß die Auf-
und Abbewegung möglichst schnell erfolgt, die Verdränger aber in der unteren und oberen
Stellung einige Zeit verbleiben, wie dies
ja schon beim gewöhnlichen Kurbelantrieb der Fall ist. Hierdurch wird erreicht, daß
sich der Verdränger mit der unteren, durch Auflösung der Anode gesättigten Badschicht
füllt und diese in die obere, kathodische Badschicht entleert. Durch seitliches Umbiegen
der Wände des Verdrängers oder seitlich angebrachte Flügel 2 (Abb. 2) kann noch eine
weitere durchmischende Wirkung auf den Elektrolyten ausgeübt werden. Bei diesem Verfahren wird gleichzeitig ein ebenso allmählicher
Übergang der Verstärkung erzielt wie durch Heben und Senken der Bestecke bei dem bisher bekannten Verfahren. Das
neue Verfahren bietet aber den Vorteil, daß die Träger ruhen und ihre für die Durchbiegung
in Frage kommende Länge nur die Breite der Wanne ist, daß also die Träger viel leichter konstruiert werden können als
die bewegten Träger der bisher bekannten Apparate.
Die gute Durchmischung des Elektrolyten ermöglicht es, wie schon gesagt wurde, mit
einem kleineren Strom volumen, also mit weit weniger tiefen Wannen zu arbeiten und die
ganze Apparatur leichter zu konstruieren. Man kann eine größere Zahl von Wannen übereinander anordnen, wobei man, um den
Abstand möglichst klein zu halten, trotzdem aber eine leichte Bedienung der Bäder zu ermöglichen,
die Wannen zweckmäßig, wie Abb. 3 erkennen läßt, abwechselnd nach der einen und der anderen Seite um etwa die
halbe Breite herausziehen kann. Bei einer derartigen Übereinanderanordnung mehrerer
Bäder ist für diese Bäder nur eine Bewegungsvorrichtung nötig, und da nicht die schweren Bestecke mit ihren Traggerüsten,
sondern nur die leichteren Verdränger bewegt werden, ist auch eine Kraftersparnis zu erzielen.
In der Abb. 3 sind 3 die Wannen, 4 die
Verdränger, durch die Einstellvorrichtung 5 an dem durch die Antriebsvorrichtung 6 gehobenen
und gesenkten Rahmen befestigt.
7 ist der Träger der Bestecke, 8 sind die am Boden der Wannen liegenden Anoden, 9 ist
das Gestell zur Aufnahme der Wannen und 10 ein Tritt zur Erleichterung der Bedienung
der auf dieser Seite höher gelegenen Wannen.
Die unterste Wanne ist im Schnitt, die anderen Wannen sind in der Ansicht gezeichnet,
die Vorderwand des Gestells ist weggelassen, die ganze Darstellung schematisch durch
Weglassung konstruktiver Einzelheiten vereinfacht.
Die Verdränger werden zweckmäßig in einer Breite von 1 bis 2 cm ausgeführt und in
größerer Zahl zwischen den Trägern der Besteckteile verteilt, sie können auch in der
Form den zwischen den Besteckteilen frei bleibenden Räumen angepaßt werden. Sie sind an dem Antriebsrahmen in der Höhenrichtung
verstellbar befestigt. Der Elektrolyt kann auch durch Überlauf von Wanne zu Wanne zirkulieren und durch eine Pumpe
unter Zwischenschaltung eines Filters wieder in die obere Wanne befördert werden.
Claims (4)
1. Verfahren zur Scheitelversilberung·
von Bestecken usw. mit Einrichtung zum Heben und Senken des Badspiegels, gekennzeichnet
durch die Anwendung von Verdrängern, die so angetrieben werden, daß sie schnell ab- und aufwärts bewegt
werden, in der oberen und unteren Stellung aber einige Zeit ganz oder nahezu in Ruhe bleiben, in der unteren Stellung
sich mit Badflüssigkeit füllen und diese in die obere Badschicht heben.
2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch kastenförmige, unten offene, oben geschlossene, aber mit kleinen Luftlöchern
versehene Verdränger.
3. Ausführung der Verdränger nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die S ei ten wände rechtwinklig umgebogen oder mit seitlich angesetzten Flügeln ver- go
sehen werden.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere
Bäder terrassenförmig übereinander, zum Zwecke der leichteren Bedienung u. U. abwechselnd
nach der einen und der anderen Seite etwas vorgezogen angeordnet werden und die Verdränger an einem gemeinsamen,
von der Antriebsvorrichtung gehobenen und gesenkten Rahmen, in der Höhenrichtung- verstellbar, befestigt
werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE546100T | 1930-12-09 |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE546100C true DE546100C (de) | 1932-03-10 |
Family
ID=6561047
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE1930546100D Expired DE546100C (de) | 1930-12-09 | 1930-12-09 | Verfahren und Vorrichtung zur Scheitelversilberung von Bestecken |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE546100C (de) |
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE1098407B (de) * | 1955-09-13 | 1961-01-26 | Enrico Macchi | Damenschuhabsatz mit einem galvanisch niedergeschlagenen Metallueberzug |
-
1930
- 1930-12-09 DE DE1930546100D patent/DE546100C/de not_active Expired
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE1098407B (de) * | 1955-09-13 | 1961-01-26 | Enrico Macchi | Damenschuhabsatz mit einem galvanisch niedergeschlagenen Metallueberzug |
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