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DE531412C - Verfahren und Masse zur Beheizung des verlorenen Kopfes oder der Steiger von Bloecken und Formstuecken - Google Patents

Verfahren und Masse zur Beheizung des verlorenen Kopfes oder der Steiger von Bloecken und Formstuecken

Info

Publication number
DE531412C
DE531412C DE1929531412D DE531412DD DE531412C DE 531412 C DE531412 C DE 531412C DE 1929531412 D DE1929531412 D DE 1929531412D DE 531412D D DE531412D D DE 531412DD DE 531412 C DE531412 C DE 531412C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
mass
riser
fittings
blocks
heating
Prior art date
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Expired
Application number
DE1929531412D
Other languages
English (en)
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Individual
Original Assignee
Individual
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Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Application granted granted Critical
Publication of DE531412C publication Critical patent/DE531412C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D7/00Casting ingots, e.g. from ferrous metals
    • B22D7/06Ingot moulds or their manufacture
    • B22D7/10Hot tops therefor
    • B22D7/104Hot tops therefor from exothermic material only

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Molds, Cores, And Manufacturing Methods Thereof (AREA)
  • Mold Materials And Core Materials (AREA)
  • Refinement Of Pig-Iron, Manufacture Of Cast Iron, And Steel Manufacture Other Than In Revolving Furnaces (AREA)

Description

  • Verfahren und Masse zur Beheizung des verlorenen Kopfes oder der Steiger von Blöcken und Formstücken Die Erfindung bezweckt, beim Gießen von Blöcken und Formstücken, besonders aus Stahl, die Bildung von Lunkern zu verhüten und das Ausseigern von Verunreinigungen, wie Schwefel und Phosphor, zu erleichtern.
  • Für diesen Zweck sind schon verschiedene Mittel vorgeschlagen worden, die aber doch noch der Verbesserung bedürfen. So hat man versucht, die Dichte des Gusses dadurch zu verbessern, daß man eine entzündbare Mischung von Aluminium und Eisenoxyd (Thermit) auf das geschmolzene Metall aufgebracht oder in Büchsen darin untergetaucht oder um den oder an dem verlorenen Kopf angebracht hat.
  • Um die Steiger oder verlorenen Köpfe besser warm zuhalten, hat man sie mit einem Mantel eingehüllt, der mit heißen flüssigen oder feinkörnigen Körpern, wie Schlacke oder Sand, gefüllt werden sollte, und um möglichst gleiche Abkühlungsbedingungen zu schaffen, hat man dünnere oder dickere Teile der Form mit Hohlräumen umgeben, in die heiße oder kalte Stoffe, wie geschmolzenes Metall oder Gase, eingeführt werden, öder man hat die Formen mehrteilig gemacht und die Teile auf verschiedene Temperaturen vorerhitzt. Es leuchtet ein, daß diese Mittel teils verwickelte Formen erfordern, teils eine umständliche Bedienung notwendig . machen, während ihre Wirkung höchst zweifelhaft ist.
  • Zur Verdünnung der Schlacke hat man vorgeschlagen, dem Thermit Alkalihalogenide und Alkalisilikate zuzusetzen.
  • Ferner hat man versucht, den Flüssigkeitsgrad und die Temperatur der Schlacken zu erhöhen, indem man in die Gußform vor dem Abgießen ein Gemisch von kohlenstoffhaltigen Körpern und Kieselsäure, Ton oder Ziegelmehl eingeführt hat.
  • Versuche haben ergeben, daß man mit einem Verfahren und einer Masse, die aus einer thermitähnlichen Mischung und einem geeigneten Bindemittel hergestellt ist, eine ausgezeichnete Wirkung erhält. Mit dieser Masse kann man die Gußhauben, den Steiger oder den Trichter auskleiden, oder man kann Formstücke daraus herstellen, z. B. Gußhaubeneinsätze oder Sprengringe, die man in der Gußform in der Grenzfläche zwischen dein verlorenen Kopf und dem Block oder Formstück oder um den verlorenen Kopf herum anordnet.
  • Die Masse hat gegenüber dem Thermit, der mit ziemlicher Heftigkeit verpufft, den Vorzug, daß die Wärmeentwicklung mit angemessener Geschwindigkeit vor sich geht, ohne daß der lose gebundene Sauerstoff das Gußmetall angreift, aber auch ohne daß eine Aufkohlung des Stahlbades eintritt.
  • Die entwickelte Wärme überträgt sich auf das Bad, insbesondere auf den verlorenen Kopf, und verhütet so die sprunghafte Volumenverminderung, die die Ursache .der I unkerbildung ist. Zugleich bewirkt- sie die.-Ausseigerüng von Schwefel und Phosphor aus dem Block oder Formgußstück und vermindert die-f3lduüg-von @E'isen- und Mangansulfid.
  • Gibt man der Masse dieForm eines Spreng-. ringes, so verknüpft sich damit der weitere Vorteil, daß der verlorene Kopf vor dei weiteren Bearbeitung, sei es Schmieden oder Walzen, abgeschlagen werden kann und so unnötige Heiz- und Beförderungskosten vermieden werden, die einen nicht unbedeutenden Betrag der Selbstkosten bilden.
  • Außerdem hat diese Masse - den Vorzug, daß- sie das Festbrennen des verlorenen Kopfes an der Gußhaube verhindert, so daß sich die Kopfformstücke, Trichter und Eingüsse ganz leicht aus der Form lösen- lassen.
  • Bis jetzt ist es nicht bekannt, daß man Gußhauben (verlorenen Kopf), Steiger,Trichter mit einer thermitähnlichen Masse auskleiden oder- daraus herstellen kann, welche keine Aufkohlung des Metallbades bewirkt, billiger als Thermit ist, ein längeres Flüssighalten des Stahlbades und ein öfteres Nachgießen von flüssigem Stahl .ermöglicht und somit .eine gute Entlunkerung sowie die Ausseigerung --von Schwefel und Phosphor verursacht.
  • Der thermitähnliche Teil der Masse kann aus Aluminium, Calcium, Magnesium, Barium, Strontium, Silicium oder Siliciumcarbid einerseit- und Bräünstein, Bariumsuperoxyd oder Kaliumchl.orat andererseits bestehlexi. Als Bindemittel können Ton oder Kohlehydrate dienen.
  • Die Masse und das Verfahren gemäß der Erfindung sind anwendbar für das Gießen von Blöcken und Förmgußstücken und unterscheiden sich dadurch vorteilhaft von den Methoden, nach welchen die Gußhauben mit Gas oder Elektrizität erhitzt werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: z. Verfahren zur Beheizung des verlorenen Kopfes oder der Steiger von Blöcken und Formstücken, dadurch gekennzeichnet, daß die Gußhaube oder der Steiger mit einer Mischung von thermitähnlichen Stoffen mit einem Bindemittel ausgeschmiert oder mit Formstücken aus einer solchen Mischung ausgekleidet werden. _
  2. 2. Masse zur Ausführung des Verfahrens nach- Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einer Mischung von Aluminium, .Calcium, Magnesium, Barium, Strontium, .Silicium oder Siliciumcarbid einerseits und Braunstein, Bariumsuperoxyd.oderaliumchlorat andererseits besteht, der als Bindemittel Ton oder Kohlehydrate beigegeben werden.
DE1929531412D 1929-03-31 1929-03-31 Verfahren und Masse zur Beheizung des verlorenen Kopfes oder der Steiger von Bloecken und Formstuecken Expired DE531412C (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
DE531412T 1929-03-31

Publications (1)

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DE531412C true DE531412C (de) 1931-08-21

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1929531412D Expired DE531412C (de) 1929-03-31 1929-03-31 Verfahren und Masse zur Beheizung des verlorenen Kopfes oder der Steiger von Bloecken und Formstuecken

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