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DE516751C - Verfahren zur Herstellung von Massen oder Gebilden aus teilweise oder ganz wasserloeslichen Alkylcellulosen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Massen oder Gebilden aus teilweise oder ganz wasserloeslichen Alkylcellulosen

Info

Publication number
DE516751C
DE516751C DEF59585D DEF0059585D DE516751C DE 516751 C DE516751 C DE 516751C DE F59585 D DEF59585 D DE F59585D DE F0059585 D DEF0059585 D DE F0059585D DE 516751 C DE516751 C DE 516751C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
water
masses
partially
production
alkyl celluloses
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEF59585D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Gerhard Balle
Dr Kurt Sponsel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by IG Farbenindustrie AG filed Critical IG Farbenindustrie AG
Priority to DEF59585D priority Critical patent/DE516751C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE516751C publication Critical patent/DE516751C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C43/00Compression moulding, i.e. applying external pressure to flow the moulding material; Apparatus therefor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Massen oder Gebilden aus teilweise oder ganz wasserlöslichen Alkylcellulosen Celluloid läßt sich mit Hilfe von organischen Lösungsmitteln in jeder gewünschten Masse und Form herstellen und zu den mannigfaltigsten Gebrauchsgegenständen verarbeiten. Auch andere Cellulosederivate, wie beispielsweise Acetylcellulose, lassen sich mit Hilfe von organischen Lösungsmitteln in jede Form bringen. Auf wäßr igem Wege ist es bisher nicht gelungen, die Cellulose in dickere, bearbeitbare Massen zu bringen, mit Ausnahme mittels des Vulkanfiberverfahrens aus Cellulose und Chlorzink.
  • Es wurde nun gefunden, daß sich aus wasserlöslichen Alkylcellulosen, insbesondere wasserlöslichen bzw. quellbaren Methylcellulosen, welche beispielsweise nach D e n h a m und W o o d h o u s e, Journal of Soc, of chemical industry 1913, Seite 1735, und 1921, Seite 77, oder nach demVerfahren der französischen Patentschrift 447 974 hergestellt werden können, ohne Verwendung von organischen Lösungsmitteln feste bearbeitbare Massen, sogenannte Kunststoffe, herstellen lassen, indem man die Methylcellulose zunächst aus einer wäßrigen Lösung oder Ouellung eintrocknen läßt, was zweckmäßig in Film- oder Plattenform geschieht, und sodann mehrere Folien oder Platten unter Mitwirkung von wasserlöslichen Alkylcellulosen als Klebemittel aufeinanderpreßt. Diese Mitwirkung der wasserlöslichen Alkylcellulosen, insbesondere der Methylcellulosen, kann in der Weise geschehen, daß man entweder eine dünne Schicht von Methylcelluloselösungen zwischen die Folien bzw. Platten bringt, oder aber daß man diese Platten in angefeuchtetem Zustand oder noch feuchtem Zustand aufeinanderpr eßt.
  • Auf diese Weise kommt man zu opaken bis durchsichtigen oder je nach den Zusatzmitteln verschieden gefärbten oder mit organischen oder anorganischen Mitteln gefüllten Kunststoffen. Als Füllmittel können die bekannten Mittel verwandt werden, wie sie in der Industrie allgemein im Celluloid oder in kunsthar zar tigen Stoffen oder in Harzen oder Perlen in Benutzung sind.
  • Die Pressung kann sowohl in der Kälte als auch in der Wärme geschehen. Ferner kann die Pressung in der Weise stattfinden, daß eine Formgebung durch Einpressen in Formen erfolgt, wobei die Eigenschaft der wasserlöslichen Alkylcellulosen, sowohl einerseits in der Wärme sich nicht zu lösen, wohl aber bis zu einem gewissen Grad zu quellen und plastisch zu «erden, nutzbar gemacht werden kann.
  • Selbstverständlich kann man die so hergestellten Gegenstände oder Filme niit wasserunlöslichen Überzügen versehen.
  • In der österreichischen Patentschrift73ooi ist ein Verfahren zur Herstellung von plastischen Massen und Gebilden beschrieben, welches darauf beruht, daß man Celluloseäther mit Hilfe von Lösungsmitteln in einer Weise verarbeitet, wie man sie bei der Verarbeitung von \Titrocellulose auf Celluloid anwendet. Dieses Verfahren ist aber wegen der geringen plastischen Eigenschaften der wasserlöslichen Alkylcellulosen praktisch nicht durchführbar. Beispiele i. Kethylcellulosefolien werden mit Hilfe einer Auftragvorrichtung mit einer diinnen Schicht einer 20 bis 50 °1oigen Ouellung von Methylcellulose in Wasser bestrichen. Darauf werden mehr oder weniger derartig vorbehandelte Folien je nach der Dicke des gewünschten Endproduktes aufeinandergelegt und bei einer Temperatur von ungefähr d.o bis 6o° einem allmählich bis auf etwa ioo bis i5o Atmosphären steigenden Druck ausgesetzt. Man'erhält so mehr oder weniger dicke Platten, aus welchen sich beliebige Gegenstände durch Drehen, Hobeln oder Sägen herstellen lassen. 2. Folien aus wasserlöslicher Atlivlcellulose werden mit einer dünnen Schicht Wasser bestrichen oder besprüht, so daß eine leichte oberflächliche Quellung der Folien eintritt, worauf diese durch Pressen, evtl. bei erhöhter Temperatur, miteinander vereinigt werden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Massen oder Gebilden aus teilweise oder ganz wasserlöslichen Alky lcellulosen, dadurch gekennzeichnet, daß man Folien, Platten usw. aus wasserlöslichen Alkv lcellulosen unter Mitwirkung von Wasser, Feuchtigkeit oder wäßrigen Lösungen der Alkylcellulose selbst aufeinanderpreßt.
  2. 2. Verfahren nach Patentanspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man angefeuchtete oder feucht gelassene Allcylcellulosefilme und Platten verwendet.
  3. 3. Verfahren nach Patentanspruch i und 2, gekennzeichnet durch den Zusatz von Färb- oder Füllmitteln beliebiger Art. d.. Geformte Gegenstände, hergestellt gemäß Patentansprüchen i bis 3 durch Pressen und Formen von in der Hitze durch Aufnahme von geringen Mengen Wasser plastisch gemachten Alkylcellulosefolien, Platten und Blöcken.
DEF59585D 1925-08-14 1925-08-14 Verfahren zur Herstellung von Massen oder Gebilden aus teilweise oder ganz wasserloeslichen Alkylcellulosen Expired DE516751C (de)

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DE516751C true DE516751C (de) 1931-01-27

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