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DE509045C - Verfahren zur Herstellung von Aminoderivaten des Cyclohexylbenzols - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Aminoderivaten des Cyclohexylbenzols

Info

Publication number
DE509045C
DE509045C DEI33977D DEI0033977D DE509045C DE 509045 C DE509045 C DE 509045C DE I33977 D DEI33977 D DE I33977D DE I0033977 D DEI0033977 D DE I0033977D DE 509045 C DE509045 C DE 509045C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
amino
cyclohexylbenzene
amino derivatives
hydrogen
preparation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEI33977D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Ernst Korten
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by IG Farbenindustrie AG filed Critical IG Farbenindustrie AG
Priority to DEI33977D priority Critical patent/DE509045C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE509045C publication Critical patent/DE509045C/de
Expired legal-status Critical Current

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Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Aminoderivaten des Cyclohexylbenzols Es wurde gefunden, daß die in den Patenten 501 853, 5o5 -f75 und 505 476 beschriebenen tetrahydrierten Abkömmlinge des Aminorliplienyis sich in technisch sehr einfacher Weise und ohne Bildung höher hydrierter Nebenprodukte in die entsprechenden Aminoderivate des Cyclohexylbenzols überführen lassen, wenn man sie in der flüssigen Phase mit katalytisch angeregtem Wasserstoff unter Druck behandelt.
  • Der Erfolg des vorliegenden Verfahrens konnte den Angaben in der Literatur nicht entnommen werden. Einerseits ist bisher nur die Hydrierung des D.iphenyls ,in der Dampfphase ohne Anwendung von Überdruck beschrieben (vgl. Chem. Zentralblatt 1903, Band 1I, 989). Andererseits tritt bei :den in der Literatur beschriebenen Hydrierungen sowohl von Diplienylderivaten (vgl. Chem. Zentralblatt 192d., Band I, 768) wie auch von Am inobenzolen (vgl. S a b a t i e r , Die Katalyse, 1927, S. 336) eine Hydrierung .des die Substituenten enthaltenden Kerns ein.
  • Ins Gegensatz hierzu verläuft die vorliegende Hydrierung in eigenartiger Weise derart, daß der durch die Aminogruppe substituierte Phenylkern nicht hydriert wird, so daß die Reaktionsprodukte den Charakter von aroinatischen, für die Herstellung von Azofarbstoffen geeigneten Aminen besitzen.
  • An Stelle der primären Basen kann man in gleicher Weise auch die entsprechenden sekundären und tertiären Basen dem vorliegenden Verfahren unterwerfen. Ebenso kann man auch die Acidylverbindungen der primären bzw. sekundären Basen hydrieren und durch nachträgliche Verseifung zu den gleichen Hexahydrobasen gelangen. Die Wasserstoffanlagerung gelingt in allen Fälleit in äußerst glatter Weise bereits bei Temperaturen unterhalb i oo°.
  • Von den auf diese Weise herstellbaren Produkten sind die meisten noch nicht beschrieben. Die hexahydrierten primären Amine unterscheiden sich in sehr charakteristischer Weise von den tetrahydrierten Basen bei der Kupplung ihrer Diazoverbindungen zu Azofarbstoffen. Die Aufhebung der letzten Doppelbindung des einen Kerns durch die Hydrierung bewirkt nämlich eine starke Gelbverschiebung des Farbtones in den mit den hexahydrierten Basen erhältlichen Azofaibstoffen. Die Basen bilden meist schwer lösliche mineralsaure Salze, sie sind bei gewöhnlicher Temperatur teils flüssige, teils wohl kristallisierende Substanzen. Sie sind wertvolle Ausgangsmaterialien zur Herstellung neuer Farbstoffe und Heilmittel.
  • Be.ispie..l i 86 kg 4-Amino-tetrahydro-diphenyl werden m.it 3,5 kg eines zuvor in der Wasserstoffatmosphäre reduzierten und in 50o kg Dekahydronaphthalin suspendierten nickelhaltigen Katalysators unter einem Druck von 30 bis 8o Atm. Wasserstoff und gutem Rühren erhitzt. Die Aufnahme vollzieht sich rasch bei 6o bis 70° und kommt nach Einführen -der i Mol. Wasserstoff entsprechenden Menge zum Stillstand. Das vom Katalysator abgetrennte Reaktionsprodukt wird im Vakuum fraktioniert und siedet, nach dem @.bd.estillieren des Lösungsmittels, unter einem Druck von 13 mm konstant bei i66°. Das Destillat erstarrt zu langen, schneeweißen Nadeln vom Schmelzpunkt 55 bis 56°. Die Base ist identisch mit dem von K u r s a n o f f (Annalen, Bd. 318, 1901, S. 323) beschriebenen p-Cvclohexyl-aininobenzol.
  • Beispiel e 3o kg 4-Amino-3-methyl-tetrahydrodiphenyl (Beispiel 2 des Patents 505 :E76) werden wie im vorhergehenden Beispiel mit i kg eines Nickel enthaltenden Katalysators unter einem Druck von 3o bis 8o Atm. Wasserstoff erhitzt. Die Aufnahme vollzieht sich in kurzer Zeit bei 6o bis 8o°. Bei der Aufarbeitung erhält man das bisher noch nicht beschriebene 4-Amino-3-methyl-hexahydrodiphenyl als ein unter 15 mm Druck bei 175 bis 177° siedendes, wasserhelles, in der Kältemischung erstarrendes Öl. In analoger Weise lassen sich z. B. 4-Dimethylamino-tetrahydrodiphenyl und 4-Monomethyl-amino-3-methyl-tetrahydrodiphenyl in die entsprechenden hexahydrierten Verbindungen überführen.
  • Beispiel 3 83 kg eines Gemisches von q.-Amino-3-methyl-tetrahydrodiphenyl und o-Toluidin (vgl. Beispiel 2 des Patents 505 476) werden mit 3,3 kg eines reduzierten N ickel-Fullererdekontaktes im Autoklaven unter 1,5 Atin. Wasserstoff druck hydriert. Die Aufnahme beginnt bei etwas oberhalb 5o° und ist nach Einführung der auf i Mol. Wasserstoff berechneten Menge in wenigen Stunden beendet. Durch fraktionierte Vakuumdestillation des vom Katalysator befreiten Reaktionsproduktes erhält man die reine Hexahydrobase, welche mit der nach Beispiel 2 erhaltenen identisch ist, in vorzüglicher Ausbeute.
  • Beispiel -.
  • 50 kg 4-Acetylamino-3-methyl-teLrahydrodiphenyl (aus der entsprechenden Base durch Erhitzen mit Essigsäurean iydrid als weiße Kristalle vom Schmelzpunkt 169 bis i70° erhalten) werden wie im Beispiel i mit ioo kg Dekahydronaphthalin und 2 kg eines reduzierten nickelhaltigen Katalysators bei 5o Atm. Wasserstoffdruck unter Rühren erhitzt. Die Aufnahme erfolgt bei 9o bis ioo° und ist bei Einführung von i Mol. Wasserstoff beendet. Die vom Katalysator befreite Reaktionslösung scheidet beim Erkalten eine schneeweiße, aus feinsten, wollig verflochtenen Nädelchen bestehende Kristallmasse vom Schmelzpunkt 1-1.7° aus. Durch Verseifung mit alkoholischer Salzsäure erhält man die Aininoverbindung, die mit der nach Beispiel 2 erhaltenen identisch ist.
  • Beispiel 5 57 kg 4-Amino-3-methoxy-tetrahydrodiphenyl (Beispiel 3 des Patents 501 853) werden mit 4o kg Dekahydronaphthalin und 2,5 kg eines zuvor reduzierten Hydrierungskatalvsators im Rührautoklaven bei 5o bis 8o Atin. Wasserstoff erhitzt. Die Aufnahme der auf i Mol. berechneten Menge vollzieht sich rasch bei 8o bis ioo°. Bei,der Aufarbeitung erhält man das bisher noch nicht beschriebene 4-Amino-3-methoxy-hexahydrodiphenyl aus Methylalkohol, Toluol oder Benzin umkristallisiert, in Form breiter. glänzender, farbloser Schuppen vom Schmelzpunkt 1o7°. Die Diazoverbindung ,ist sehr beständig.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Aminoderivaten des Cyclohexylbenzols, dadurch gekennzeichnet, daß man Aminoderivate des Tetrahydro-diphenyls oder deren Acidylverbindungen in der flüssigen Phase mit katalytisch angeregtem Wasserstoff unter Druck, in Gegenwart oder Abwesenheit eines Lösungsmittels, behandelt.
DEI33977D 1928-03-29 1928-03-29 Verfahren zur Herstellung von Aminoderivaten des Cyclohexylbenzols Expired DE509045C (de)

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DE509045C true DE509045C (de) 1930-10-17

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