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Ortsanzeiger Die Erfindung bezieht sich auf Ortsanzeiger für Kraftfahrzeuge
oder unter ,ähnlichen Verhältnissen arbeitende Fahrzeuge.
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Bei Kraftfahrzeugen hat man bereits- besondere Träger für Landkarten
angeordnet und hat auch Ableselupen verwendet, um die Angaben der Karte in vergrößertem
Maßstabe lesen zu können. Diese Lupen sind auch einstellbar ausgeführt, um die Vergrößerung
der Kartenbilder verändern zu können.
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Die vorliegende Erfindung stellt sich nun zur Aufgabe, eine Karte
beliebigen Maßstabes zu verwenden, das Kartenbild jedoch in einem den jeweiligen
Verhältnissen entsprechenden Maßstabe ablesbar zu machen. Es geschieht dies der
Erfindung gemäß durch ein optisches System, welches das Kartenbild auf eine Bildfläche
an der Vorderseite des Kartenträgers wirft. Hierdurch ist :es möglich, die Menge
des im Kartenträger unterzubringenden Kartenmaterials wesentlich zu verringern,
indem die Karte selbst oder die Kartenbänder in kleinem Maßstabe hergestellt werden
kÖnnen und nunmehr in vergrößertem Maßstabe auf dem Sichtfeld erscheinen. Um das
Kartenbild auf das Sichtfeld zu werfen, können beliebige optische EinrÜchtungen
bekannter Art verwendet werden, indem durch geeignete Zusammenstellung von Linsen,
Spiegeln o. dgl. das Bild erzeugt wird. Dabei kann ein Bildstreifen, der aus einem
durchsichtigen Filmband besteht, durchleuchtet werden, oder es kann das Kartenbild
epidiaskopisch wiedergegeben. werden. Die Anordnung kann so getroffen werden, daß
sich die Karte oder die Kartenabschnitte vor einem ruhenden, optischen System bewegen
oder aber daß die, Karte oder die Kartenabschnitte ruhen und das optische System
bewegt wird oder daß beide, also Karte und optisches System, sich bewegen.
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Einige Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung veranschaulicht.
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Abb. i zeigt zunächst eine Anordnung, bei der die Vorderwand abgenommen
gedacht ist. Ein bandförmiger Kartenabschnitt Zoo durchschreitet ein optisches System.
Das optische System besteht aus einer geeigneten Beleuchtungsquelle toi, einer Sammellinse
2o2, einer Vergrößerungslinse 203. Diese Linse wirft das Bild des Kartenabschnittes,
der sich zwischen den beiden Linsen hindurchbewegt, auf das Sichtfeld 2o5. Zweckmäßig
dient zur Bildwiedergabe eine Karte, die auf einen .durchsichtigen. Filmstreifen
übertragen ist. Dies bat den Vorteil, daß sich infolge des kleinen Maßstabes, der
verwendbar ist, große Kartenabschnitte auf kleinen Bildlängen unterbringen lassen,
so daß sich dementsprechend sehr kurze Rollenergeben. Diese Filmrollen. können,
wie die Filmrollen bei den bekannten Vorführungs- oder Aufnahmeapparaten bewegt
werden, indem das eine Ende des Filmstreifens von einer Rolle 207
auf eine
Rolle 2o8 aufgewickelt wird, die mittels eines geeigneten Antriebes, z. B. einer
Kurbe12io, bewegt wird. Um das selbsttätige Abrollen zu verhindern, wird z. B. vor
oder
hinter der Vorderwand 2 r 2 -des Kartenträgerkastens ein auf der Welle 2 13
der Rolle 208 .sitzendes Sperrad 214 angeordnet, in das eine Sperrklink ,e
2 15 eingreift. Die Sperrklinke wird mittels :einer Feder 2 16 in
die Zahnlücken des Sperrades gepreßt. Um ein ungewolltes Aufwickeln der Rolle 2o7
zu verhindern, wird sie mittels -einer Feder 218 gebremst. Führungsleisten
oder -rollen 221, 222 dienen. dazu, däs Filmband in der richtigen Höhe zum optischen
System zu halten.
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Es ist nicht unbedingt erforderlich, daß in dem optischen System eine
Sammellinse verwendet wird. An ihrer Stelle kann auch ein geeigneter, z. B. parabolischer
Schirm oder ein geeigneter Belag der Lichtquelle treten. Es ist auch nicht erforderlich,
daß die übertragung des Bildes durch Linsen unmittelbar erfolgt, es können auch
ruhende oder bewegliche Spiegelsysteme eingeschaltet werden oder Spiegelsystem mit
Linsensystem vereinigt werden.
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Die Linse kann ruhend oder in Richtung ihrer Achse 220 verstellbar
sein, so daß die Vergrößerung der Übertragung einstellbar ist. Auch kann gegebenenfalls
die Linse auswechselbar, oder es können auch mehrere Linsen beliebig nach Art eines
Satzes zusammenstellbar sein. Da bei den Vorrichtungen gemäß der Erfindung Karten
in sehr kleinem Maßstabe verwendet werden können, ist man in der Lage, jede Art
Karten, z. B. Meßtischblätter, zu verwenden, da die Größe der wiederzugebenen Karte
infolge ihrer verkleinerten Wiedergabe auf dem Filmstreifen keine Rolle mehr spielt.
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Abb. 2 zeigt ein- Ausführungsbeispiel, bei dem das optische System
über der zu übertragenden Karte oder dem Kartenabschnitt bewegt wird. Die Bewegung
kann. so erfolgen, daß das optische System der Breite nach die gesamte Karte überdeckt
oder indem das optische System in geeigneten Bahnen quer und längs der Karte verschiebbar
ist oder aber indem optische Systeme einzelnen Streifen der Karte zugeordnet sind,
so daß die Kartenstreifen gewissermaßen optisch hergestellt werden. Das optische
System besteht bei dem Ausführungsbeispiel der Abb.2 aus einer Linse 237 mit Halter
225, die mittels eines endlosen Bandes über der Karte oder den Kartenabschnitt 226
bewegt wird. Das über die Rolle 23o, 231, 23i, 233 bewegte endlose Band kann
z. B. aus einem lichtdichten Tuchstreifen bestehen, auf dem dicht aneinanderliegende,
gegeneinander bewegliche Stäbe 235 nach Art der Rolladen, z. B. durch Kleben, befestigt
sind. Das endlose Band 236 führt das optische System, im vorliegenden Falle eine
Linse 237, mit sich. Bei dieser Ausführungsform der Erfindung kann eine Karte selbst
oder eine beliebige Wiedergabe einer Karte verwendet werden; diese ist in der Zeichnung
mit 226 bezeichnet. Wird das optische System 225, 237 mittels des endlosen Bandes
längs eines Kartenstreifens bewegt, so werden der Reihe nach aufeinanderfolgende
Abschnitte des Kartenbandes auf dem Sichtfeld wiedergegeben.
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Da die Linse mit Rücksicht auf die erforderliche Vergrößerung der
Wiedergabe nur einen bestimmten Teil der Breite der Karte überdeckt, kann man nebeneinanderliegenden
Kartenstreifen nebeneinanderliegende optische Systeme zuordnen. Bei dem Ausführungsbeispiel
der Zeichnung wird die Karte 226 von zwei endlosen Bändern 236, 238 bestrichen,
die je ein optisches System 237, 239 tragen. Der Antrieb der beiden Rollen erfolgt
unabhängig voneinander. Die Bedienung des einen oder des anderen endlosen Bandes
erfolgt mittels des Handrades 241 oder 242. Die Welle des die Rolle 24o antreibsndien
Handrades 242 ist durch die hohle Welle des die Rolle 232 antreibenden Handrades
24i geführt.
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Um das nicht benötigte optische System auszuschalten, können Abdeckplatten
250, 25i angeordnet sein, unter= die '-das -jeweils nicht benötigte optische System
geführt wird.
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Innerhalb des endlosen Bandes können Beleuchtungseinrichtungen z 60,
2 6 r, z. B. nach Art der Soffittenlampen, angeordnet sein, die die Karte lyeleuchten.
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Es ist bereits darauf hingewiesen, daß die Linse in Richtung ihrer
Achse verstellbar seiht kann.
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Abb.3 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem der Abstand
der Linse 203 vorn Karten- oder Filmband 20o in bekannter Weise veränderlich
äst, so daß dis Vergrößerung eingestellt werden kann. Zur Einstellung der Vergrößerung
ist das die Linse tragende Brett 28o in. einem Rahmen angeordnet, der in seinen
vier Ecken in Säulen 282, 283, 284, 285 geführt ist. Eine oder mehrere dieser Säulen,
z. B. 284, sind als Schraubentrieb ausgebildet, auf dem eine im Rahmen 28r befestigte
Schraubenmutter 286 läuft. Durch Versteilung des an der Schraube 284 sitzenden Handrades
287 kann die Höhenlage des Rades 28 i und mit ihm die der Linse 2o3 über dem Kartenband
Zoo eingestellt werden. Eine ruhende, z. B. neben dem Sichtfeld, das in der Zeichnung
der Übersicht halber nicht dargestellt ist, angeordnete Ablesemarke 29o gestattet
ohne weiteres, den Grad der Vergrößerung zu erkennen.
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Diese Ax.ordnung hat den Vorteil, daß die gleiche Karte verwendet
werden kann, um bei der Fahrt in der freien Landschaft, bei
der
es auf Einzelheiten des Kartenbildes nicht ankommt, einen kleinen Maßstab zu verwenden,
während bei der Fahrt in Städten, in denen -es wünschenswert ist, der Karte das
Straßenbild in größerem Maßstabe zu -entnehmen, die Linse näher an die Karte herangebracht
werden kann. Verwendet man dann Karten, die nach den photogrammetrischen Methoden
aufgenommen sind, die also genaue Bilder der Erdoberfläche wiedergeben und in die
beispielswepse die Ortsbezeichnungen, wie Städtenamen, Ländernamen, Provinzen oder
Grenzen, Namen der Gebirge, Flüsse oder Straßennamen eingetragen sind, so ist ohne
weiteres möglich, sich auch in den Städten selbst an Hand dieser Karten zurechtzufinden.
Es ist nur erforderlich, die Vergrößerung entsprechend einzustellen.
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Da mit der Anordnung gemäß der Erfindung eine Vergrößerung in weitgehenden
Grenzen ermöglicht ist, genügen für die Kartenbänder oder Filme kleine Maßstäbe,
wenn sie nur für die Vergrößerung genügend scharf hergestellt sind. Unter Umständen
kann man die Vergrößerung von der Geschwindigkeit des Wagens selbst abhängig machen,
da es bei schneller Fahrt in der Landschaft auf Einzelheiten weniger ankommt und.somit
ein kleinerer Maßstab verwendet werden kann als bei der Fahrt bei unübersichtlichen
übergängen, in schwierigem Gelände oder in der Stadt. Man kann dann den Trieb zur
Verstellung des Linsenabstandes von der Karte gegebenenfalls ausschaltbar mit dem
Geschwindigkeitsmesser des Wagens kuppeln.
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Bei der vergrößerten Wiedergabe des Kartenbildes verringert sich das'
Sichtfeld!, da die Linse die Karte ihrer Breite nach nicht mehr überdeckt. Dieser
Nachteil kann dadurch behoben werden, daß das Brett 28o, auf dem die Linse angeordnet
ist, über die Breite der Karte verschieblich ist. Dazu dient ein Schraubentrieb
292, der mittels eines Handrades 293 verstellt werden kann und eine am Linsenbrett
28o angeordnete Mutter bewegt. Auch hier kann eine ruhende Ablesemarke 294 angeben,
in welcher Breitenlage über dem Filmstreifen sich die Linse 203 befindet. Der Übersicht
halber sind hier der Kasten und das Sichtfeld weggelassen, die im übrigen wie bei
dem Beispiel der Abb. i ausgeführt sein können.
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Die neue Anordnung =eines Kartenträgers ist vorzugsweise für Kraftwagenzwecke
verwendbar. Sie ist aber auch brauchbar -in allen anderen Fällen, in denen eine
tragbare Karte bei Fahrzeugen oder für Zwecke des Wanderns Verwendung finden soll.
Die Beleuchtunz des Filmstreifens erfolgt in dem in Abb.3 veranschaulichten Beispiel
durch. eine Lampe toi, deren Licht :ein geeignet geformter, z. B. parabolischer
Schäm 295 auf den Film aus unverbrennbarem Stoff wirft. Um das Licht nach. den Seiten
hin abzudecken, ist das Gesichtsfeld des Fümstneifens nach dem Linsenbrett hin durch
einen Balg 3oo abgeschlossen.
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Wird die Anordnung bei einem Kraftfahrzeug verwendet, so können als
Lichtquelle für die Lampen toi, 260, 261 oder 295 iene elektrischen Stromquellen
dienen, die auf einem Kraftfahrzeug zur Beleuchtung vorhanden sind. Um bei Tageslicht
die Karte im Sichtfeld lesen. zu können, wird zweckmäßig ,ein Schattenrand 27o ausreichender
Höhe (Abt. i und 2) auf das Sichtfeld aufgesetzt, der das Tageslicht abschattet.
Das Sichtfeld 2o5 kann je nach Bedarf als Milchglasplatte oder Schwarzglasplatte
ausgeführt sein.