DE471819C - Schutzanordnung fuer mittels automatischer Spannungsregler gesteuerte Anlagen - Google Patents
Schutzanordnung fuer mittels automatischer Spannungsregler gesteuerte AnlagenInfo
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- DE471819C DE471819C DEM96674D DEM0096674D DE471819C DE 471819 C DE471819 C DE 471819C DE M96674 D DEM96674 D DE M96674D DE M0096674 D DEM0096674 D DE M0096674D DE 471819 C DE471819 C DE 471819C
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- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02P—CONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
- H02P9/00—Arrangements for controlling electric generators for the purpose of obtaining a desired output
- H02P9/10—Control effected upon generator excitation circuit to reduce harmful effects of overloads or transients, e.g. sudden application of load, sudden removal of load, sudden change of load
- H02P9/107—Control effected upon generator excitation circuit to reduce harmful effects of overloads or transients, e.g. sudden application of load, sudden removal of load, sudden change of load for limiting effects of overloads
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- Power Engineering (AREA)
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Description
- Schutzanordnung für mittels automatischer Spannungsregler gesteuerte Anlagen Bei Anlagen mit automatischen Spannungsreglern fällt dem Regler die Aufgabe zu, die Spannung bei allen Belastungszuständen konstant zu halten. Tritt z. B. durch Kurzschluß eine Änderung des normalen Betriebszustandes ein, so wird der normale Regler auch hier die Spannung konstant .zu halten suchen, und die Anlage ist durch diese Cberlastung gefährdet, besonders bei Kurzschlüssen längerer Dauer.
- Es sind nun schon viele Schutzanordnungen bekannt, die zu diesem Zweck einen zweiten Apparat, einen sog. Schutzregler oder ein Schutzrelais aufweisen, der die Aufgabe hat, den Spannungsregler, solange der Kurzschl.uß dauert, außer Betrieb zu setzen und nach Behebung des Kurzschlusses den Spannungsregler wieder freizugeben. Man kann auch einen Zusatzapparat vorsehen, der rnechanisch beweglich mit dem Reglersystem verbunden ist und bei Überschreitung eines gewünschten Wertes der Strombelastung der Anlage in Tätigkeit tritt und den Regler zwingt, die Spannung auf einen dieser größeren Beanspruchung entsprechenden verringerten Spannungswert einzustellen, bis dieser Ausnahmezustand behoben ist.
- Bei der zuletzt erwähnten Schutzanordnung wird nun erfindungsgemäß der Zusatzapparat mit einer Strom- und einer Spannungsspule ausgerüstet. Durch diese Kombination von Strom- und Spannungsrelais wird es erst möglich, eine pendelungs- und stoßfreie überstromschutzregelung zu erreichen,-- indem das Spannungssolenoid jeder Wirkung des Stromsystems rückführend entgegenwirkt.
- In der Zeichnung ist die Anwendung der Schutzanordnung bei einem bekannten Tastkontaktregler beispielsweise und schematisch dargestellt.
- i bedeutet einen Drehstromgenerator mit Feld a, Erregermaschine 3, Erregerfeld q und Nebens.chlußregler 5. 7 ist das Gleichstromsystem des Tastkontaktr eglers und 8 das Wechselstromsystem desselben. Diese beiden Systeme betätigen durch die beiden Hebel 'i i und i z die beiden Tastkontakte 9 und i o, die das periodische Kurzschließen und Wiedereinschalten des Nebenschlußreglers 5 besorgen. Das Wechselstromsystem 8 ist durch ein Gegengewicht i 5 ausbalanciert: Der Zusatzapparat besteht aus einer an die Stromwandler 6 angeschlossenen Stromspule 13 und einer an die Generatorspannung angeschlossenen Spannungsspule 1q.. Beide Spulenkerne sind durch eine Blattfeder 16 miteinander verbunden, in die eine Verlängerung des Gegengewichts 15 mit Anschlag 17 eingreift.
- Bei normalen Betriebsverhältnissen wird der Anschlag 17 mit der Blattfeder 16 nicht in Berührung kommen, und .der Regler kann dadurch frei von der Beeinflussung des Zusatzapparates- als Spannungsregler arbeiten. Bei einem eintretenden überstrom oder Kurzschluß wird jedoch der Kern der Spule 13 nach unten gezogen und das Gegengewicht 15 durch Anschlag 17 nach unten bewegt, wodurch die Kontakte g und io geöffnet werden. Die Erregerspannung sinkt, und damit auch die Generatorspannung. Die Spule 14 wird nun schwächer erregt, und ihr Kern steigt infolgedessen; dadurch wird das schroffe Abwärtsziehen des Kernes der Spule gemildert, d. h. es wird dadurch nicht ein sprunghaftes Heruntersetzen der Spannung erfolgen, sondern die Spannung wird durch das gegenseitige Wirken der Spulen ohne Pendelungen und Stöße auf den der Einstellung entsprechenden Wert sinken.
- Die Wirkungsweise des Reglers nach -Eingreifen des Zusatzapparates ist nun folgende: Erregerspannung und Generatorspannung sinken, da die Kontakte g und io geöffnet sind. Der Kern des Wechse;stromsystems 8 hat nun die Tendenz, zu sinken, um die Kontakte 9 und i o wieder zu schießen, wird aber durch die Wirkung von Spule i 3 durch das Anliegen von Anschlag 17 an Blattfeder 16 daran gehindert. Spule 7 wird. infolge der niedrigen Erregerspannung Kontakt 9 und r o wieder einander bis zur Berührung nähern, und das Spiel der Kontakte beginnt nun in dieser durch die Spule 13, der jetzigen relastung angepaßten Lage, d. h. bei einer niedrigeren Erregerspannung. Es wird dadurch erreicht, daß die Spannung. bei einem Kurzschluß keinen gefährlichen Wert mehr erreichen kann. Ist der Kurzschluß behoben, so wird die Spule 13 den Anschlag 17 freizugebien suchen die Kontakte 9 und i o werden in einer höhern Lage infolge der wachsenden Erregerspannung ihr periodisches Arbeiten fortsetzen, und damit wächst auch die Spannung. Ohne Spule i q. würde nun ein zu rasches Anwachsen der Spannung erfolgen, jedoch wird durch diese Spule 14, die im Verhältnis zum Anwachsen der Spannung ihren Kern sinken läßt, der Anschlag 17 nicht plötzlich freigegeben, und es wird auch hier ein überregulieren verhindert. Ist der Normalzustand wieder erreicht, so ist der Ansch:ag 17 frei, und der Regler wird wieder unbeeinrlußt vom Zusatzapparat arbeiten können.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Schutzanordnung für mittels automatischer Spannungsregler gesteuerte Anlagen, bei welcher durch :einen mechanisch beweg:ich mit dem Regelsystem verbundenen Zusatzapparat bei Überschreitung eines gewünschten Wertes der Strombelastung der Anlage der Spannungsregler gezwungen wird, auf einen dieser größeren Beanspruchung entsprechenden verringerten Spannungswert zu regeln, bis dieser Ausnahmezustand behoben ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Zusatzapparat ,aus einer Strom- und einer Spannungsspule besteht, die so angeordnet sind, daß die Spannungsspule des Zusatzapparates als Rückführung wirkt. -
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
CH471819X | 1926-10-01 |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE471819C true DE471819C (de) | 1929-02-19 |
Family
ID=4516019
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DEM96674D Expired DE471819C (de) | 1926-10-01 | 1926-10-26 | Schutzanordnung fuer mittels automatischer Spannungsregler gesteuerte Anlagen |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE471819C (de) |
-
1926
- 1926-10-26 DE DEM96674D patent/DE471819C/de not_active Expired
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