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Stempelstrangpresse zur Erzeugung von Preßlingen aus Holzspänen oder
anderen lockeren Brennstoffen. Bei den langsam laufenden Stempelstrang -pressen
entsteht bei jeder Stößelvorbewegung ein Preßling. Diese Preßlinge werden fortlaufend
aneinandergereiht durch den Preßkanal geschoben. Bei jeder Stößelbewegung entsteht
hierbei zwischen den einzelnen Preßlingen an Gien zusammengeschobenen Flächen eine
Bruchstelle, von der jeder angeschobene Preßling begrenzt wird. Die Stärke der einzelnen
Preßlinge beträgt dabei in der Preßrichtung in der Regel etwa z bis 3 cm. Infolge
dieser geringfügigen Preßlä nge saugen die Preßlinge leicht Feuchtigkeit aus der
Luft auf, wodurch ein baldiges Zerbröckeln derselben bewirkt wird. Diese kurze Preßliinge
ist vor allein dadurch bedingt, daß viel zu große Mengen Späne durch eine nur einmalige
Pressung im Preßkanal zu einem Preßling gepreßt werden, wobei die Federkraft der
lockeren Spänefasern keineswegs gebrochen wird und demzufolge die Preßlinge keine
genügende Festigkeit erhalten, um sich an der Bruchstelle vereinigen zu können.
Diese Wirkung wird noch dadurch erhöht, daß die Pressung zu langsam und der Durchgang
der Preßlinge durch den Preßkanal zu schnell erfolgt, so daß zwischen den einzelnen
Preßlingen die anfangs erwähnte Bruchstelle verbleibt.
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Der Zweck der Erfindung ist, die Späne anstatt zu dünnen scheil-enförmigen
Körpern, zu längeren blockförmigen- Preßlingen zu
pressen und zugleich
die Festigkeit und Haltbarkeit der Preßlinge zu erhöhen. Die Blockform der Preßlinge
einerseits und die Festigkeit der letzteren anderseits verhindern, daß die Preßlinge
von der Feuchtigkeit ganz durchsetzt werden können.
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Erfindungsgemäß ist dieser Zweck dadurch erreicht worden, daß der
Stößel mit einem Preßkanal zusammenwirkt, der gegenüber der Preßfläche des Stößels
auf eine mehrfache, und zwar die etwa vierfache O_uerschnittsgröße erweitert worden
ist. Gegenüber einer -zweckmäßigen Ouerschnittsgröße der Preßlinge ist demnach der
Querschnitt des Stößels ein nur kleiner, infolgedessen ist für den Betrieb der Presse
nur ein verhältnismäßig geringer Kraftaufwand erforderlich, und die Stößelbewegungen
können schnell- aufeinanderfolgend ausgeführt werden.
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Bei diesem Größenverhältnis des Stößels zum Preßkanalquerschnitt vollzieht
sich die Erzeugung der Preßlinge in folgender Weise. Durch den Stößel wird eine
geringe Menge Späne mit starkem Druck zu einer ganz dünnen Schicht von etwa i mm
Stärke gepreßt, welche bei den nachfolgenden Preßschichten jedesmal eine weitere
Pressung erfährt. Bei dem Vorschieben gelangen die so miteinander vereinigten Preßschichten
in den sich erweiternden Preßkanal. In diesem wirkt sich die in den Spänen noch
vorhandene Eigenfederung unter dem sich wiederholenden Preßdruck vollständig aus,
wobei der Preßkanal vollständig von dem Preßling ausgefüllt wird, der infolge der
vielen starken Druckwirkungen des Stößels eine feste Beschaffenheit erhält und diese
beibehält, weil die Späne keine aüseinandertreibende Federung mehr besitzen. Die
Verbindung der Preßschichten untereinander und ihre Überführung auf den größeren
Querschnitt des Preßlings ist eine Folge der schnell aufeinanderfolgenden, starken
Druck bewirkenden und nur kleine Spänemengen einzeln nacheinander hinzuführenden-Stößelbewegungen.
Infolge der Querschnittsvergrößerung des Preßlings wird die Vor-Schubbewegung der
letzteren natürlich verlangsamt.
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Auf der Zeichnung ist die Presse gemäß der Erfindung beispielsweise
in einer Ausführung schematisch dargestellt, und zwar zeigt: Abb. i einen senkrechten
Längsschnitt durch die Presse und Abb. z eine Endansicht derselben, und zwar gegen
den erweiterten Preßkänal gesehen.
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In dein Preßkanal a ist unter einem Zuführungsschacht c für die losen
Späne ein Stößel e hin und her verschiebbar. Von der Endstellung des Stößels bei
seiner Preßbewegung ab (gestrichelte Stempeldarstellung) erweitert sich der Preßkanal
a etwa auf das Vierfache der Größe der Druckfläche f des Stößels e, und zwar mit
einem konischen Übergangsteil.
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Wenn der Stößel e sich in der zurückgezogenen Stellung befindet, werden
durch den Schacht c die losen Späne zugeführt, welche durch den ersten Stößeldruck
zu einer ganz dünnen Schicht zusammengepreßt werden, wobei die vorher gepreßten
Schichten als Gegenlage dienen und dabei einen wiederholten Preßdruck erfahren.
Die sich schnell wiederholenden Preßbewegungen -und die noch vorhandene --Federung
, der gepreßten Späne bewirken eine feste Ausfüllung des erweiterten Teiles des
Preßkanals a durch den Preßling h, so daß ein längerer Block aus gepreßten Spänen
entsteht.
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Vor dem offenen Ende des erweiterten Preßkanals ist eine auf der Zeichnung
nur angedeutete Vorrichtung d angeordnet, in welche der Preßling h eintritt und
welche dem Vorschieben des letzteren einen Widerstand entgegensetzt, also als Bremse
wirkt. Dadurch - wird der Zusammenhalt des Preßlings noch mehr gesichert.