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Verfahren zur Herstellung von Universallichtreklame mittels gelochter
Papierkarten oder Bänder. Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung
von Universallichtreklame, hei welchem die Lampen mittels gelochter Karten oder
Bänder gesteuert werden. Diese Art der Steuerung der Lampen ist bereits bekannt,
doch war es bisher nur möglich, Buchstaben von bestimmter Form darzustellen.
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Gemäß der Erfindung sollen jedoch Schriften und Bilder jeder Art durch
Lochregisterstreifen erzeugt werden. Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß
die von der Sendestation entsprechend der Geberfolie auf telautographischem Wege
auf die Empfangsstation übertragenen und gestanzten Lochregisterstreifen unmittelbar
zur Steuerung der zugehörigen Lampen benutzt werden.
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In der Zeichnung zeigt Abh. i den Grundriß der Trägerplatte für die
aufgelegten Zeilenpapierstreifen mit den darüber angebrachten Kontakteinrichtungen,
Abb. 2 die Kontakthefestigungsstangen mit den Kontaktstiften über dem Papierstreifen
in vergrößertem Maßstab, Abb.3 die schematische Darstellung des Verfahrens der telautographischen
Ilbertragung.
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Zur Ausführung des Verfahrens werden in bekannter Weise eine Anzahl
Lampen bis zur Zahl in in einer Anzahl Reihen bis zur Zahl n. verwendet. Die Lampen
der ersten Reihe erhalten den Index I, die der zweiten 1I usw. Die Bezeichnung ist
demnach folgende: ai,h a1.2, a1,3 # . . . . . . . . . . . . . a l"" a-«.1#
t7ij, 2, a11,3 . . . . . . . . . . . . all""
att", an.., an., #
. . . . . . . . . . . . l12171# Zur Abkürzung wird eine beliebige Lampe aus
der Gesamtzahl der Lampen mit cik bezeichnet, so daß diese Abkürzung die k-te Lampe
in der i-ten Reihe bedeutet. Eine solche Lampe leuchtet jedesmal dann auf, wenn
ein zu dieser Lampe gehöriger Tast-Stift dik durch <las Loch eines Lochstreifens
hindurch, wie er hei der Telegraphie angewendet wird, einen Kontakt herstellt, wobei
der Lochstreifen mittels des telautographischen Verfahrens nach dem auf einer Metallfolie
in nicht leitendem Material aufgetragenen Bilde (Zeichnung, Schrift o. (Igl.), «-elches
als Lichtreklame von den aufleuchtenden Lampen dargestellt werden soll, selbsttätig
hergestellt wird.
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Die Lampen aik sind zeilenweise auf dein Lampenbrett b angeordnet.
Der eine Pol einer Batterie C ist an je einen Kontakt aller Lampen ailz angeschlossen,
von jedem anderen Kontakt der Lampen aik geht eine leitende Verbindung zu einem
federnden Kontaktstift dik.
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Die Kontaktstifte dik sind mit je einem Ende an Befestigungsstangen
ei angebracht und über einer Metallplatte f angeordnet, welche mit dem anderen Pol
der Batterie(' verbunden ist, in solcher Weise, daß, solange zwischen den Stiften
dik und der Metallplatte f keine isolierende Schicht (z. B. ein Papierstreifen)
liegt, die freien Enden der Stifte dik die Platte f in Punkten gik (Abb.
2) berühren, deren Platzanordnung der Platzanordnung der Lampen aik ähnlich ist.
Diese Lichtquellen seien der Einfachheit halber theoretisch als punktförmig angenommen,
Die Kontaktstifte dik sind durch Isolationsstücke Ir voneinander isoliert
(Abb. 2).
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Bei dem Fehlen der isolierenden Papierstreifenschichten auf, der Metallplatte
f würden alle Lampen aijr aufleuchten.
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Es sollen nun unter den Stiften dik isolierende Schichten (z. B. Papierstreifen)
1i, h ... 1n eingeschoben werden, und nur, wenn sich in dem Streifen li unterhalb
dik ein Loch befindet, wie hei giv giz, gis in Abb. 2 angedeutet, wird durch das
Loch hindurch an der Stelle gik Berührung stattfinden und die Lampe aik aufleuchten'.
Damit
die aufleuchtenden Lampen aik eine gewünschte Schrift oder Zeichnung darstellen,
müssen die Löcher in den Lochstreifen 1,, 111 . . . I" zweckentsprechend
gestanzt sein, und das soll mit Hilfe des telautcgraphischen @Terfahrens selbsttätig
geschelie n.
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Die Schrift, Zeichnung o. dgl- welche durch <Sie aufleuchtenden
Lampen dargestellt «-erden soll, wird in nicht leitendem Stoff auf eino Metallfolie
aufgetragen und die Folie uni einen drehbaren Metallzylinder o (Abb. 3 ) ge«Vickelt.
Auf der Folie schleift der metallische Stift p, der sich wie ein Grammophonstift
bei jeder Drehung des Zylinders ein klein wenig in der Richtung der Zylinderachse
Verschiebt und über das Relais q den Strcin einer Batterie Cl schließt, wenn der
Stift einen metallischen Teil der Folie berührt, während der Strom geöffnet ist,
wenn der Stift auf eine nicht leitende Stelle der Folie trifft. Das Verfahren Süßt
die Anwendung für jede Art der telautographischen Abtastung eines Schwarz- und Weißbildes
zu.
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Je nachdem (las Relais q Strom erhält oder nicht, wird der Relaishebel
r an den Kontakt s gedrückt oder nicht. Ein Stromkreis der Batterie('- der bei i-,
,s, wie eben auscinandergesetzt, unterbrochen werden kann, wird in-inal während
jeder Umdrehung des Zylinders o noch an einer anderen Stelle durch einen mit o gekoppelten,
:ich drehenden Unterbrecher t unterbrochen. Wenn der Strcin der Batterie C geschlossen
ist, wird durch einen Staiizinagiieteii ir ein Loch in den fcrtlaufenden Lochstreifen
l gestanzt. Die Einrichtungen für den Stanzapparat, den sich drehenden Unterbrecher
und den Vorschub des Lochstreifens werden als bekannt vorausgesetzt und hier nicht
besonders beschrieben.
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Der Lochstreifen legt während jeder Umdrehung des Zylinders o eine
bestimmte Strecke zurück: während der ersten 'Umdrehung läuft (las Stück 1, unter
dem Stanzapparate Vorbei, während der zweiten das Stück 1._ usw., nach der ii-ten
das Stück l"
Der Lochstreifen wird nun zerschnitten, 1, unter die Taststifte
d,k Von e,, 1, unter die Taststifte dzk Von e, gebracht usw., l" unter die
Taststifte d"k Von en.
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Oder aber man ordnet f nicht als ebene Metallplatte, sondern als Metallzylinder
an, auf den durch eine Führung der Lochstreifen 1 spiralförmig aufgewunden wird.
Der in der "Zeichnung nicht dargestellte, die Metallplatte f ersetzende Metallzylinder
sei zur Unterscheidung Von dem Zylinder o der Abb. 3 f, genannt. e1, @#.
. . . e" (mit den Taststiften dik) sind dann zusammenhängend und spiralförmig
um den Metallzylinder f, angeordnet, ein Zerschneiden des Lochstreifens braucht
dann nicht Vorgesehen zu werden, der Lochstreifen 1 kann dann Vielmehr durch eine
Drehung des Metallzylinders f, spiralförmig auf diesen aufgewunden werden. Bei Drehungen
Von (lein 1.Ietallzylinder f, soll die Befestigungsspirale e1, c., . . . e," mit
den Taststiften dik fest bleiben. Zweckmäßig wird während der Aufwindung des Lochstreifens
auf den Metallzylinder überhaupt bei Drehungen desselben durch ein Unterbrechungsrelais,
ein Verlöschen aller Lampen aik bewirkt. Die Drehung Von f1 nach gewissen Ruheintervallen
kann entweder schrittweise um erfolgen, dann wird (las leuchtende. Bild
sich schrittweise in der Zeilenrichtung Verschieben, die Endelemente der j-ten Zeile
an den Anfang der (j -E- l)-ten Zeile treten, oder die Drehung Von f, kann um ll
erfolgen, dann wird das leuchtende Bild sich zeilenweise Verschieben, die letzte
Zeile Verlöschen und eine neue erste Bildzeile auftreten, oder endlich die Drehung
von f, kann um ein Vielfaches von ll erfolgen, damit das Bild uin mehrere Bildzeilen
auf einmal verschoben wird und keine das Lesen erschwerende Zerreißung des Bildes
vor der ersten und nach der letzten Bildzeile eintritt.
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An Stelle der einzeiligen Lochstreifen können, unter Verwendung bekannter
Lochstreifensysteine, mehrzeilige, z. B. dreizeilige (wie bei dein Wheatstoneschen
System) oder fünfzeilige (wie bei dem Siemensschen Schnelltelegraphen) u. a. verwandt
werden, so daß durch einen j=zeiligen Lochstreifen gleichzeitig j-Bildzeilen bzw.
durch jede Lochkombination j aufeinanderfolgende Bildelemente derselben Bildzeile
dargestellt werden.