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DE435514C - Verfahren zum Ausfaulen von Abwasserschlamm in getrennten Faulraeumen unter Spue-lung des faulenden Schlammes und periodischer Zufuehrung frischen Abwasserschlammes - Google Patents

Verfahren zum Ausfaulen von Abwasserschlamm in getrennten Faulraeumen unter Spue-lung des faulenden Schlammes und periodischer Zufuehrung frischen Abwasserschlammes

Info

Publication number
DE435514C
DE435514C DER63516D DER0063516D DE435514C DE 435514 C DE435514 C DE 435514C DE R63516 D DER63516 D DE R63516D DE R0063516 D DER0063516 D DE R0063516D DE 435514 C DE435514 C DE 435514C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sludge
sewage sludge
fresh
flushing
container
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DER63516D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
WILHELM RADERMACHER
Original Assignee
WILHELM RADERMACHER
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by WILHELM RADERMACHER filed Critical WILHELM RADERMACHER
Priority to DER63516D priority Critical patent/DE435514C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE435514C publication Critical patent/DE435514C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F3/00Biological treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F3/28Anaerobic digestion processes

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Microbiology (AREA)
  • Biodiversity & Conservation Biology (AREA)
  • Hydrology & Water Resources (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment Of Sludge (AREA)

Description

  • Verfahren zum Ausfaulen von Abwasserschlamm in getrennten Faulräumen unter Spülung des faulenden Schlammes und periodischer Zuführung frischen Abwasserschlammes. In Schlammfaulräumen, denen aus Absitzbecken Frischschlamm zur Aufbereitung zugeführt wird, vollzieht sich der Schlammaufbereitungsvorgang am schnellsten und gründlichsten, wenn der Inhalt des Schlammfaulraumes vor der -.Mischung von Frischschlamm und fauligem Schlamm von den bei der vorhergegangenen Schlammfaulperiode ausgeschiedenen Abbauprodukten befreit ist. Hierbei muß beachtet werden, daß das zur Auswaschung der Abbauprodukte verwendete Wasser chemisch und physikalisch dem Wasser verwandt ist, das den Hauptbestandteil des in fauliger Gärung befindlichen Faulrauminhaltes bildet. Von besonderer Wichtigkeit ist ferner, daß die Dauer der Durchspülung regelbar ist, d. h. daß die zur Durchspülung zu verwendende Wassermenge nicht plötzlich, sondern in einem, dem jeweiligen Stande des Faulvorgangs entsprechenden Zeitraum derartig zugeleitet wird, daß die Durchspülung der' Faulräume in verschiedener Tiefe und nach verschiedenen Richtungen hin möglich ist, so daß möglichst alle für die Auswaschung in Frage kommenden Teile des Schlammfaulrauminhaltes mit dem Durchspülungsw asser in Berührung kommen.
  • Die Kombination der vorstehend aufgeführten, teilweise bekannten Gesichtspunkte ist bisher bei keinem bekannt gewordenen Verfahren verwendet worden. Das im nachstehenden beschriebene Verfahren bringt dafür in einfachster Form die einwandfreie Lösung, die beispielsweise in der Zeichnung dargestellt ist.
  • Zur Anwendung des Verfahrens sind mindestens zwei Behältereinheiten erforderlich, von denen der höher gelegene Behälter I als Eindickungskammer für Frischschlamm und der tiefer gelegene Behälter II als Ausfaulkammer dient. Der aus dem Absitzbecken in Behälter I geförderte Frischschlamm bleibt in diesem so lange, bis sich Abwasser und Schlamm im wesentlichen voneinander getrennt haben. Im oberen Teil entsteht dann eine Abwasserzone a, im unteren Teil eine Schlammzone N. Das ist an sich ein bekannter Vorgang.
  • Die Neuheit und der technische Fortschritt der vorliegenden Erfindung liegen nun darin, daß das in der Abwasserzone a befindliche, vom eingedickten Schlamm abgetrennte Ab-Wasser nicht etwa abgeleitet, sondern als chemisch und physikalisch dem im Behälter II befindlichen Schlamm verwandtes Produkt zur Ausspülung des Behälters II, d. h. zur Entfernung der durch die Schlammgärung in ihm angefallenen Abbauprodukte, vor der Beschickung des Faulraumes mit Frischschlamm verwendet wird, um auf diese Weise die besten Vorbedingungen für den im Anschluß an die Durchspülung erfolgenden Mischungsvorgang zwischen Frischschlamm und Faulschlamm zu schaffen. Zu diesem Zwecke wird das Schlammwasser aus der Abwasserzone a des Behälters I durch eine geeignete Vorrichtung ohne Aufwühlung der Schlammzone w mittels einer mit einstellbaren Absperrorganen o1, 02 ausgerüsteten Ableitung entnommen. Durch entsprechende Einstellung der Absperrorgane o kann die Zeitdauer; in welcher die Einleitung des Abwassers in den Behälter II erfolgt, d. h. die Durchspülungsdauer, entsprechend dem Fortschritt der Schlammaufbereitung in Behälter II- beliebig geregelt, d. h. verlängert oder verkürzt werden. Während des Zuflusses des -Spülwassers aus Behälter I zu Behälter II fließt die der zugeleiteten Durchspülungswassermenge entsprechende, mitAbbauprodukten angereicherte Menge Faulwasser in dem gleichen Zeitraum durch geeignete Abflußorgane r aus Behälter II ab. Die Beschickungsvorrichtung kann so eingerichtet - sein, daß das Durchspülungs= Wasser abwechselnd an verschiedenen einander entgegengesetzten Stellendes Faulraumes von Behälter II eingeleitet -wird, wobei die Entnahme des verdrängten Faulrauminhaltes jeweilig an der entgegengesetzten Seite erfolgt. Die Beschickungsvorrichtungen können, ebenso wie die Entnahmevorrichtungen, ferner teleskopartig derart ausgebildet sein, daß die Zuleitung und Entnahme in gleichen oder verschiedenen Tiefen des Behälters II nach Belieben zu bewerkstelligen ist.
  • Ist die Durchspülung des Faulraumes vollendet und ist damit die beste Vorbedingung für die Vermischung des in Behälter I noch befindlichen Frischschlammes mit dem Faulschlamm des Behälters II geschaffen, so erfolgt die Beschickung des Behälters II mit dem im Behälter I in Zone N aufgespeicherten Frischschlamm. Die Zuleitung des Frischschlammes in den Faulraum erfolgt zweckmäßig durch die gleichen Leitungen, durch welche die Zuführung des Spülungswassers bewerkstelligt wird. Sie kann ebenfalls in beliebig einstellbarer Tiefe und regelbarer Menge in beliebigen Zeiträumen durch die teleskopartig ausgebildeten Beschickungsorgane erfolgen. Mit der Zuführung des Frischschlammes ist eine weitere Ausspülung des Behälters II derart verbunden, daß eine der zugeleiteten Frischschlammenge entsprechende Menge Faulraumwassers durch die Ableitungsorgane r1 und r2 abgeleitet wird.
  • Die Anwendung des Verfahrens erfolgt nun am besten so, daß die Wasserbewegung im Behälter II bei der Durchspülung in entgegengesetztem Sinne wie bei der Beschickung mit Frischschlamm bewirkt wird, d. h. daß, wenn der erste Teil eines Arbeitsvorganges, d. i. die Durchspülung, etwa in der Richtung von v,. nach r2, erfolgt, das Absperrorgan von r1 geschlossen bleibt, während bei dem zweiten Teil des Arbeitsvorganges, d. i. die Mischung mit Frischschlamm, die Zuleitung des letzteren durch das Beschickungsorgan v2 bei geschlossenem Absperrorgan r2 erfolgt, so daß die Wasserbewegung -bei der Abnahme des verdrängten Wassers in der Richtung von v2 nach r. stattfindet.
  • Die Ausführungsart des Verfahrens ist ebenso wie die Zahl und Form der Behälter, .der Bescnickungs- und Entnahmevorrichtungen _ sowie .der Absperrorgane beliebig. Die Zeichnung stellt nur ein Ausführungsbeispiel dar.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i.- Verfahren zum Ausfaulen von Abwasserschlamm in getrennten Faulräumen unter -Spülung des faulenden Schlammes und periodischer Zuführung frischen Abwässerschlammes, dadurch gekennzeichnet, daß die Spülung periodisch mit aus dem Eindickungsbehälter entnommenem, von dem frischen Abwasserschlamm sich abscheidendem Wasser unter Ausnutzung der Gesamtfaulraumlänge erfolgt, bevor die Einleitung des eingedickten frischen Abwasserschlammes stattfindet. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschickung mit Frischschlamm abwechselnd an verschiedenen Punkten einer Faulkammereinheit und die Durchspülung in entgegengesetztem Sinne erfolgt.
DER63516D 1925-02-17 1925-02-17 Verfahren zum Ausfaulen von Abwasserschlamm in getrennten Faulraeumen unter Spue-lung des faulenden Schlammes und periodischer Zufuehrung frischen Abwasserschlammes Expired DE435514C (de)

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DE435514C true DE435514C (de) 1926-10-14

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