DE415368C - Einrichtung zum Bremsen unter Stromrueckgabe ans Netz bei Hauptstrommotorenantrieben - Google Patents
Einrichtung zum Bremsen unter Stromrueckgabe ans Netz bei HauptstrommotorenantriebenInfo
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- DE415368C DE415368C DES57197D DES0057197D DE415368C DE 415368 C DE415368 C DE 415368C DE S57197 D DES57197 D DE S57197D DE S0057197 D DES0057197 D DE S0057197D DE 415368 C DE415368 C DE 415368C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B66—HOISTING; LIFTING; HAULING
- B66B—ELEVATORS; ESCALATORS OR MOVING WALKWAYS
- B66B1/00—Control systems of elevators in general
- B66B1/02—Control systems without regulation, i.e. without retroactive action
- B66B1/06—Control systems without regulation, i.e. without retroactive action electric
- B66B1/08—Control systems without regulation, i.e. without retroactive action electric with devices, e.g. handles or levers, in the cars or cages for direct control of movements
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Description
- Einrichtung zum Bremsen unter Stromrückgabe ans Netz bei Hauptstrommotorenantrieben. Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Bremsen unter Stromrücklieferung ans Netz bei Hauptstrommo:orenantrieben, insbesondere für elektrisch betriebene Aufzüge u. dgl., die sich auch zu einer stoßfreien Einleitung einer sehr wirksamen Notbremsung eignet, und die auch für andere Hauptstrommotorenantriebe mit ähnlicher Betriebsweise Anwendung finden soll.
- Bei bekannten Anordnungen wird beim Übergang vom Fahren zum Bremsen an die Magnetwicklungen der Triebmotoren eine Spannung gelegt, deren Größe wechselnden und nicht zu überwachenden Einflüssen unterworfen ist, so daß sich diese Spannung z. B-in Abhängigkeit von der Motordrehzahl oder vom Moorstrom ändert. Solche Einrichtungen haben den Nachteil, daß der Übergang zum Bremsbetrieb nicht stoßfrei erfolgt, und daß hierbei die Triebmotore nicht nur in mechanischer Hinsicht, sondern auch infolge starken Kollektorfeuers, das sich zum Rundfeuer ausbilden kann, arg gefährdet werden. Um diese Nachteile zu vermeiden, ist erfindungsgemäß die an die Magnetwicklungen der Triebmotoren gelegte Spannung um einen vorbestimmten, stets gleichbleibenden Betrag größer als der Spannungsabfall in den Magnetwicklungen, und der Antriebsmotor der Erregermaschine liegt an einer annähernd konstanten Spannung.
- Nimmt z. B. ein Triebfahrzeug während der Fahrt bei normaler Fahrgeschwindigkeit den normalen Strom auf, dann kann im Motor eine Gegen-E. M. Is. wirksam sein, die nur 8o Prozent der Speisepunktspannung beträgt. Bei dieser Fahrgeschwindigkeit wird .ein Bremsen unter Stromrücklieferung ans Netz erst dann erfolgen, wenn die Gegen-E. M. K. im Motor größer wird, als die Speisepunktspannung. Es ist sohin zur Einleitung des Bremsens das Magnetfeld des Motors - einen Betriebszustand des Motors im ungesättigten, geradlinig verlaufenden Teil der Spannungscharakteristik vorausgesetzt - im Verhältnis von 8o auf ioo zu erhöhen, oder es ist an die Magnetwicklungen des Motors eine Spannung anzulegen, die um mehr als 25 Prozent größer ist als der Spannungsabfall in den Magnetwicklungen während des Motorbetriebes. Bei einem Betriebszustande des Motors im gesättigten Teil seiner Spannungscharakteristik ist zur Einleitung des Bremsens eine noch größere Spannung an die Magnetwicklungen des Motors anzulegen, und es muß diese Spannung zur Steigerung der Bremswirkung noch weiter gesteigert werden.
- Die Abb. i der Zeichnung veranschaulicht eine Schalteinrichtung, mit der ein stoßfreies Umstellen des Motorbetriebes in den Generator-Bremsbetrieb bei Hauptstrommo:orenantrieben nach der Erfindung selbsttätig erreicht wird. Vom Fahrdraht i fließt der Motorstrom durch den Stromabnehmer 2, den Anker 3 und die Erregerwicklung .4 des Motors, weiter durch die Erregerwicklung 5 einer Hauptstromerregermaschine 6 zur Erde E. Der durch Pfeile gekennzeichnete Erregerstromkreis wird, soll der Bremsbetrieb einsetzen, durch den Anker 6 der Erregermaschine vermittels des Schalters 9 geschlossen. Der Erregeranker 6 wird vom Motoranker 7 angetrieben, der ans Netz oder an eine besondere Stromquelle angeschlossen ist. Die Erregung der Magnetfelder der Triebmotoren erfolgt in diesem Falle mit besonderem Vorteile durch eine Hauptstromerregermaschine, deren Magnetwicklungen im Motorstromkreis in Reihe mit den Magnetwicklungen der Triebmotoren geschaltet sind, so daß die Magnetwicklungen der Erregermaschine beim Motorbetrieb vom Motorstrom durchflossen und beim Bremsbetrieb vom Bremsstrom, der über den Schalter 9 fließt, entlastet sind. Dies wird erreicht, wenn der Erregerstromkreis zwischen der Magnetwicklung 5 der Erregermaschine und ihrem Anker 6 an Erde gelegt wird, wie es die stark ausgezogene Erdverbindung in der Abb. i veranschaulicht. Es ist u. U. vorteilhaft, daß auch der Anker der Erregermaschine im Motorstromkreis in Reihe mit den Magnetwicklungen der Triebmotoren geschaltet ist, so daß auch der Erregeranker beim Motorbetrieb vom Motorstrom durchflossen und beim Bremsbetrieb vom Bremsstrom entlastet ist. Durch die in der Abb. i gestrichelt gezeichnete Erdverbindung wird dieser Zweck erreicht.
- Um eine selbsttätige Einstellung der E. M. K. der Hauptstromerregermaschine auf einen, dem jeweiligen Wert des Spannungsabfalles in den Magnetwicklungen der Triebmotoren prozentual höheren Wert zu erreichen, ist es von besonderem Vorteil, eine ungesättigte Erregermaschine zu verwenden, und ihre unverändert zu haltende Drehzahl so einzustellen, daß ihre nahezu geradlinige Spannungscharakteristik ei in Abb. 2 in vorbestimmter Weise höher liegt, als der in Abb. z gezeichnete Spannungsabfall i # rv = ein den Magnetwicklungen der Triebmotoren. Die Drehzahl der Erregermaschine kann auch so eingestellt werden, daß sofort ein kräftiger Bremsstoß einsetzt, der aber dann, um eine möglichste Stoßfreiheit zu erreichen, z. B. durch Drosselspulen, die in den Erregerstromkreis der Magnetwicklungen der Triebmotoren eingeschaltet werden, abgedämpft wird. Bei Verwendung einer gesättigten Erregermaschine. bei der nach der Abb. 2 die E. M. K. der Erregermaschine e, besonders bei kleineren Motorströmen zu hohe Werte annimmt, die einen zu starken Bremsstrom zur Fo:ge haben, wird eine dämpfende Einstellung auf einen angemessenen Bremsstrom dadurch erreicht, daß ein die Erregermaschine antreibender Nebenschlußmotor eine vom Bremsstrom durchfloisene Kompoundwicklung erhält. Hierdurch wird die Drehzahl der Erregermaschine und damit auch ihre Spannung bei ansteigendem Bremsstrom herabgesetzt. Die Abb.3 veranschaulicht eine solche Einrichtung, in der i i die Kompoundwicklung auf dem Antriebsmotor der Erregermaschine darstellt. Die Einrichtung nach Abb.3 unterscheidet sich sonst nicht von der Einrichtung nach der Abb. i.
Claims (3)
- PATENT-ANSPRÜCIIE: i. Einrichtung zum Bremsen unter Stromrücklieferung ans Netz bei Hauptstrommotorenantrieben, bei der durch e:ne von einem Motor angetriebene Erregermaschine an die Magnetwicklungen der Triebmotoren eine Spannung gelegt wird, die größer ist, als der Spannungsabfall in diesen Wicklungen, insbesondere für elektrisch betriebene Aufzüge u. dgl., dadurch gekennzeichnet,. daß die an d:e Magnetwicklungen der Triebmotoren gelegte Spannung um einen vorbestimmten, ste:s gleichbleibenden Betrag größer ist, als der Spannungsabfall in den Magnetwicklungen, und daß der Antriebsmotor der Erregermaschine an einer annähernd konstanten Spannung liegt.
- 2. Einrichtung nach Anspruch i, bei der die Erregung der Magnetfelder der Triebmotoren durch eine Hauptstromerregermaschine erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnetwicklungen der Erregermaschine im Motorstromkreis in Reihe mit den Magnetwicklungen der Triebmotoren geschaltet sind.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß auch der Anker der Erregermaschine im Motorstromkreise in Reihe mit den Magnetwicklungen der Triebmotoren geschaltet ist. 1. Einrichtung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß in den Erregerstromkreis für die Magnetwicklungen der Triebmotoren dämpfende Mittel, z. B. Drosselspulen, eingeschaltet sind. 5. Einrichtung nach den Ansprüchen bis 4., dadurch gekennzeichnet, daß ein die Erregermaschine antreibender Nebenschlußmotor eine hompoundwicklung erhält.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DES57197D DE415368C (de) | 1921-08-04 | 1921-08-04 | Einrichtung zum Bremsen unter Stromrueckgabe ans Netz bei Hauptstrommotorenantrieben |
Applications Claiming Priority (1)
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DES57197D DE415368C (de) | 1921-08-04 | 1921-08-04 | Einrichtung zum Bremsen unter Stromrueckgabe ans Netz bei Hauptstrommotorenantrieben |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
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DE415368C true DE415368C (de) | 1925-06-26 |
Family
ID=7491642
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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DES57197D Expired DE415368C (de) | 1921-08-04 | 1921-08-04 | Einrichtung zum Bremsen unter Stromrueckgabe ans Netz bei Hauptstrommotorenantrieben |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE415368C (de) |
-
1921
- 1921-08-04 DE DES57197D patent/DE415368C/de not_active Expired
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