DE4141353C2 - Betätigungseinheit für eine hydraulische Kraftfahrzeugbremsanlage - Google Patents
Betätigungseinheit für eine hydraulische KraftfahrzeugbremsanlageInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Betätigungseinheit für eine hydraulische
Kraftfahrzeugbremsanlage, bestehend aus einem Unterdruck-
Bremskraftverstärker sowie einem ihm wirkungsmäßig nachgeschalteten
Hauptbremszylinder, wobei das Bremskraftverstärkergehäuse durch eine
bewegliche Wand in eine Unterdruckkammer und eine Arbeitskammer
unterteilt ist und ein mittels eines Eingangsgliedes betätigbares, in
einem die bewegliche Wand tragenden Steuergehäuse angeordnetes
Steuerventil vorgesehen ist, dessen erster Dichtsitz getrennt vom
Steuergehäuse ausgeführt und in der Anfangsphase der Betätigung des
Bremskraftverstärkers während einer vorbestimmten begrenzten Wegstrecke
des Steuergehäuses gegenüber diesem verschiebbar ist und dessen zweiter
Dichtsitz an einem mit dem Eingangsglied zusammenwirkenden Ventilkolben
ausgebildet ist und die Dichtsitze mit einem Ventilkörper
zusammenwirken, und wobei der Bremskraftverstärker eine
Reaktionseinrichtung aufweist, die bei der Betätigung eine Übertragung
einer aus dem im Hauptbremszylinder herrschenden Druck resultierenden
Reaktionskraft auf das Eingangsglied ermöglicht.
Eine derartige Betätigungseinheit ist aus der, nicht
vorveröffentlichten, Patentanmeldung DE 41 27 000 A1 der Anmelderin
bekannt. Das Besondere an der vorbekannten Betätigungseinheit besteht
darin, daß, um bei einem Vorfüllen der Bremsanlage (Anlegen von
Bremsbelägen bzw. Bereitstellen eines niedrigen Bremsdruckes) eine
Verkürzung des Betätigungsweges des Eingangsgliedes zu erreichen, der
erste Dichtsitz des Steuerventils getrennt vom Steuergehäuse gegenüber
diesem begrenzt verschiebbar ausgeführt ist und während eines vorher
bestimmbaren Betätigungshubs des Steuergehäuses bzw. der beweglichen
Wand an einem verstärkergehäusefesten Anschlag gehalten wird. Der erste
Dichtsitz ist dabei vorzugsweise an einer im Steuergehäuse abgedichtet
verschiebbar geführten Hülse ausgebildet, die in Schließrichtung des
Steuerventils vorgespannt ist und die mit einem am Steuergehäuse
ausgebildeten Anschlag zusammenwirkt, von dem sie nach dem vorher
bestimmbaren Betätigungshub mitgenommen wird.
Weniger vorteilhaft anzusehen ist bei der vorbekannten
Betätigungseinheit die Kraft-Weg-Kennlinie des Bremskraftverstärkers,
die einen Anstieg der Eingangskraft ohne Zurücklegen eines
Betätigungsweges (nur Öffnungsweg des zweiten Dichtsitzes) (sog.
Wegspringer) aufweist. Ein dosiertes Lösen des Bremskraftverstärkers im
Bewegungsbereich der Hülse ist nicht möglich, weil der erste Dichtsitz
innerhalb des erwähnten Bewegungsbereiches nicht öffnen kann.
In Übereinstimmung mit den Merkmalen des Oberbegriffs des nebengeordneten
Patentanspruchs 5 ist aus der DE 29 25 550 A1 eine Betätigungseinheit für
eine hydraulische Kraftfahrzeugbremsanlage, bestehend aus einem
Unterdruck-Bremskraftverstärker sowie einem ihm wirkungsmäßig
nachgeschalteten Hauptbremszylinder bekannt.
Bei der Betätigung des Bremskraftverstärkers läuft die bewegliche Wand
vor, während das Steuergehäuse in der Ausgangsposition so lange stehen
bleibt, bis es von der beweglichen Wand durch ihren Eingriff mit einem
am Steuergehäuse ausgebildeten radialen Kragen mitgenommen wird. Dies
hat eine schlechte Dosierbarkeit der Bremskraft im Anfangsbereich der
Betätigung zur Folge. Außerdem tritt durch das Mitnehmen des
Steuergehäuses eine abrupte Änderung des Pedalgefühls auf, die vom
Fahrer des Kraftfahrzeugs als störend empfunden wird.
Ferner ist der GB 2 054 777 A eine Ventilanordnung für einen
pneumatischen Bremskraftverstärker entnehmbar, wobei ein Ventilkörper
mittels einem Hebelübersetzungsmechanismus in fester Wirkverbindung mit
einem Eingangsglied (Ventilkolben) steht. Dabei wird der Ventilkörper
entsprechend einem konstruktiv festgelegten Übersetzungsverhältnis in
Abhängigkeit von jeder Öffnungs- oder Schließbewegungen des
Eingangsglieds verschoben.
Schließlich beschreibt die DE 25 40 606 C2 einen Bremskraftverstärker
mit einer Kniehebelanordnung, welche zwei Hebel aufweist, von denen der
eine an einer beweglichen Wand des Verstärkers und der andere an einem
Verstärkergehäuse angelenkt ist. Mit dieser Anordnung läßt sich eine
Mitnahme des Steuergehäuse in Abhängigkeit des von der beweglichen Wand
zurückgelegten Weges erreichen.
Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Betätigungseinheit
der eingangs genannten Gattungen dahingehend zu verbessern, daß unter
Verwendung von einfachen Mitteln eine einstellbare
Kraft-Weg-Charakteristik über den gesamten Pedalweg oder über einen Teil
des Pedalweges erhalten werden kann. Außerdem soll eine bessere
Dosierbarkeit der Bremskraft bzw. ein am Bremspedal spürbares,
verbessertes Pedalgefühl erreicht werden.
Die Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale der Patentansprüche
1 und 5 gelöst.
Die Erfindung ist besonders für Betätigungseinheiten mit einem
sogenannten leerwegverkürzten Unterdruck-Bremskraftverstärker geeignet,
dessen Steuergehäuse zweiteilig ausgeführt ist und aus einem sich am
Verstärkergehäuse abstützenden Führungsteil sowie einem darin geführten,
die bewegliche Wand tragenden Vorderteil besteht, die gegeneinander
abgedichtet axial begrenzt bewegbar, teleskopartig ineinander geführt
sind, wobei der erste Dichtsitz an einer im Steuergehäuse-Vorderteil
abgedichtet verschiebbar geführten, in Schließrichtung des Steuerventils
vorgespannten Hülse ausgebildet ist.
Bei dieser Ausführungsvariante ist der Hebelmechanismus erfindungsgemäß
durch einen begrenzt drehbar gelagerten zweiarmigen Hebel gebildet, der
mittels einer Feder gegenüber dem Vorderteil vorgespannt ist und dessen
erster Arm an einer am Vorderteil ausgebildeten ersten Angriffsfläche
abgestützt ist und dessen zweiter Arm, an einer am Führungsteil
ausgebildeten zweiten Angriffsfläche anliegend, mit einem mit der Hülse
zusammenwirkenden Kraftübertragungsglied im Eingriff steht.
Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn zwei Hebelmechanismen
vorgesehen sind, deren Übersetzungshebel radial gegenüberliegend an
einem das Steuergehäuse umgreifenden ringförmigen Teil gelagert sind.
Bei einer kostengünstig herstellbaren Ausführung des
Erfindungsgegenstandes ist der Übersetzungshebel U-förmig ausgebildet
und besteht aus mittels eines Querstegs verbundenen, parallel zueinander
verlaufenden Armen, wobei der Quersteg mit einer an der beweglichen Wand
ausgebildeten Anlagefläche zusammenwirkt, während die Arme an, im
Steuergehäuse ausgebildeten, radial gegenüberliegenden Rippen axial
anliegen. Dabei ist es auch denkbar, daß der Übersetzungshebel an einem
das Steuergehäuse gegenüber dem Bremskraftverstärkergehäuse abdichtenden
Gleitdichtring anliegt.
Eine Vereinfachung der Montage der erfindungsgemäßen Betätigungseinheit
wird bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung dadurch
erreicht, daß die Arme des Übersetzungshebels mit Aussparungen versehen
sind, die die Rippen aufnehmen und den Übersetzungshebel gegen
Herausfallen sichern.
Um schließlich eine hydraulische Übersetzung der Betätigungseinheit zu
realisieren sieht eine andere Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes
vor, daß der Hauptzylinderkolben zweiteilig ausgebildet ist und aus
einem mit der beweglichen Wand des Bremskraftverstärkers in
kraftübertragender Verbindung stehenden Außenkolben und einem im
Außenkolben abgedichtet geführten, relativ zum Außenkolben begrenzt
verschiebbaren Innenkolben besteht, der durch eine axiale Verlängerung
eines das Steuerventil des Bremskraftverstärkers betätigenden
Ventilkolbens direkt betätigbar ist, so daß die Reaktionseinrichtung
durch den Kolben gebildet ist.
Weitere Einzelheiten und vorteilhafte Merkmale der Erfindung gehen aus
der nachfolgenden Beschreibung der zwei Lösungen im Zusammenhang mit der
beiliegenden Zeichnung und Unteransprüchen hervor. Dabei zeigt:
Fig. 1 eine erste Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Betätigungseinheit im
Axialschnitt, teilweise weggebrochen,
Fig. 2 den Hebelmechanismus der in Fig. 1 gezeigten
Betätigungseinheit in größerem Maßstab,
Fig. 3 eine zweite Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Betätigungseinheit im
Axialschnitt, teilweise weggebrochen und
Fig. 4 den Schnitt entlang der Schnittlinie B-B in
Fig. 3.
Die in Fig. 1 gezeigte erfindungsgemäße Betätigungseinheit
besteht aus einem Unterdruck-Bremskraftverstärker 1 sowie
einem ihm nachgeschalteten Hauptbremszylinder 2, dessen
Gehäuse 32 ins Innere eines lediglich schematisch
angedeuteten Bremskraftverstärkergehäuses 3 hineinragt. Im
Bremskraftverstärkergehäuse 3 ist auf der dem Hauptzylinder
2 gegenüberliegenden Seite in einem Gleitdichtring 16 ein
Steuergehäuse 8 verschiebbar geführt, in dem ein
Steuerventil 9 angeordnet ist, das mittels eines mit einem
nicht gezeigten Bremspedal gekoppelten Eingangsgliedes 4
betätigbar ist. An seinem dem Eingangsglied 4 abgewandten
Ende trägt das Steuergehäuse 8 eine durch einen
Membranteller sowie eine daran anliegende Rollmembran
(beide näher nicht bezeichnet) gebildete bewegliche Wand 5,
die das Innere des Bremskraftverstärkergehäuses 3 in eine
evakuierbare Unterdruckkammer 6 sowie eine Arbeitskammer 7
unterteilt, wobei das Steuerventil 9 eine Verbindung
zwischen der Arbeitskammer 7 und der Unterdruckkammer 6
oder der Atmosphäre ermöglicht. Das Steuerventil 9 ist
dabei vorzugsweise durch zwei koaxial zueinander
angeordnete ringförmige Dichtsitze 10, 11 gebildet, die mit
einem rotationssymmetrischen elastischen Ventilkörper 12,
beispielsweise einem Tellerventil, zusammenwirken bzw. in
Lösestellung des Unterdruckbremskraftverstärkers 1 daran
anliegen. Der erste Dichtsitz 10, dessen Öffnen eine
Verbindung der beiden Kammern 6, 7 miteinander ermöglicht,
ist dabei getrennt vom Steuergehäuse 8 gegenüber diesem
begrenzt verschiebbar, vorzugweise an einer im
Steuergehäuse 8 verschiebbar abgedichtet geführten
zylindrischen Hülse 13, ausgebildet, die mittels einer
Druckfeder 14 in Schließrichtung des Steuerventils 9
vorgespannt ist. Der zweite Dichtsitz 11, dessen Öffnen
eine Belüftung der Arbeitskammer 7 ermöglicht, ist an einem
im Steuergehäuse 8 geführten, mit dem Eingangsglied 4 in
kraftübertragender Verbindung stehenden Ventilkolben 15
ausgebildet. Die Hülse 13 weist dabei radiale
Führungsrippen 19 auf, die im Bereich der Dichtsitze 10, 11
eine einwandfreie Führung des Ventilkolbens 15 ermöglichen.
Das Steuergehäuse 8 ist, um ein Eliminieren eines bei der
Betätigung des Unterdruck-Bremskraftverstärkers 1
auftretenden Leerweges zu ermöglichen, zweiteilig
ausgeführt und besteht aus einem Führungsteil 25 größeren
Durchmessers sowie einem vorderen Steuergehäuseteil 26, die
teleskopartig ineinander geführt sind. Das aus dem
Verstärkergehäuse 3 herausragende Führungsteil 25 ist in
dem bereits erwähnten Gleitdichtring 16 geführt, während
die bewegliche Wand 5 am Steuergehäuse-Vorderteil 26
angeordnet ist. Die beiden gegeneinander abgedichteten
Steuergehäuseteile 25, 26 machen eine Relativbewegung
zueinander und zwar beim Ansprechen des Gerätes, und wenn
das Gerät in seine hintere Stellung zurückgelaufen ist.
Während der gesamten sonstigen Funktion stehen die
Steuergehäuseteile 25, 26 relativ zueinander still. Die den
ersten Dichtsitz 10 des Steuerventils 9 tragende, im
Steuergehäuse-Vorderteil 26 verschiebbar geführte Hülse 13
ist mit einem radial sich erstreckenden
Kraftübertragungsglied 18 versehen, das in der Lösestellung
unter Zwischenschaltung eines Hebelmechanismus 17, 27 mit
variabler Übersetzung sich an einem am Führungsteil 25
angeformten radialen Kragen 28 abstützt, der am
Gleitdichtring 16 axial anliegt. Eine zwischen der Hülse 13
und dem Steuergehäuse-Vorderteil 26 eingespannte Druckfeder
42 drückt gleichzeitig die beiden Steuergehäuseteile 25, 26
auseinander. Die Begrenzung der Relativbewegung der beiden
Steuergehäuseteile 25, 26 übernimmt ein im Führungsteil 25
eingeschobenes Anschlagteil 30, das in der Lösestellung
sich im Abstand "a" von einer am Vorderteil 26
ausgebildeten Anschlagfläche 31 befindet.
Wie insbesondere der Fig. 2 zu entnehmen ist, wird der
Hebelmechanismus 17, 27 durch einen um einen Drehpunkt 27
begrenzt drehbar gelagerten zweiarmigen Hebel 17 gebildet,
der in Richtung auf das Führungsteil 25 zu mittels einer am
Steuergehäuse-Vorderteil 26 abgestützten Feder 42
vorgespannt ist und dessen Arme 44, 45 mit am
Steuergehäuse-Vorderteil 26 bzw. am Kragen 28 ausgebildeten
Angriffsflächen 46, 47 zusammenwirken. Aus Symmetriegründen
ist es vorteilhaft, zwei Hebelmechanismen vorzusehen, die
radial gegenüberliegend angeordnet sind und deren Lager-
bzw. Drehpunkte 27 auf einem das Steuergehäuse 8
umgreifenden ringfömigen Teil 43, beispielsweise einem
Stahlring, liegen.
Wie der Fig. 1 weiter zu entnehmen ist, ist ein im
Hauptzylindergehäuse 32 einen Druckraum 41 begrenzender
Kolben 20 zweiteilig ausgeführt und besteht aus einem
Außen- bzw. Ringkolben 21 größeren Durchmessers sowie einem
darin geführten Innenkolben 22. Der Außenkolben 21 stützt
sich mittels einer Kraftübertragungshülse 24 an einer am
Steuergehäuse-Vorderteil 26 axial anliegenden Abstützplatte
35 ab, die gleichzeitig ein Verschieben einer den
Ventilkolben 15 gegenüber dem Steuergehäuse-Vorderteil 26
abdichtenden Dichtung, beispielsweise einer Dichtmanschette
36, verhindert. Dadurch wird gewährleistet, daß bei
Betätigung eine Übertragung der von der beweglichen Wand 5
aufgebrachten Verstärkungskraft auf den Außenkolben 21
erfolgt.
Der den Innenkolben 22 führende Außenkolben 21 ist an
seinem der Kraftübertragungshülse 24 zugewandten Ende mit
einer zylindrischen Ausnehmung 37 versehen, deren
Durchmesser größer ist als der Durchmesser des Innenkolbens
20. Diese Ausnehmung 37 nimmt eine zweite
Kraftübertragungshülse 34 auf, die mit einer radialen
Ringfläche 38 versehen ist, die in Lösestellung am Boden
der Ausnehmung 37 anliegt und die bei Betätigung ein
Mitnehmen des Innenkolbens 22 vom Außenkolben 21 ermöglicht.
Der Innenkolben 22 ist dabei an einer dem Druckraum 41
abgewandten Stirnseite mit einer kalottenförmigen
Ausnehmung 39 versehen, die sich zunächst in einem geringen
Abstand vom Ende einer sich bis ins Innere des Außenkolbens
21 hinein erstreckenden Verlängerung 23 des Ventilkolbens
15 befindet. Erreicht der im Druckraum 41 aufgebaute
hydraulische Druck einen vorbestimmten Wert, so wird der
Innenkolben 22 entgegen der Betätigungsrichtung verschoben,
so daß zwischen dem Ende der Verlängerung 23 und dem
Innenkolben 22 zu einer Berührung kommt. Gleichzeitig wird
in der gleichen Richtung die zweite Kraftübertragungshülse
34 gegen die Wirkung einer sie vorspannenden Feder 33
verschoben, deren anderes Ende sich am Außenkolben 21,
vorzugsweise mittels eines Sicherungsringes 40 abstützt.
Die feste Positionierung der Feder 33 in der Ausnehmung 37
ermöglicht eine exakte Einstellung der "Springerhöhe" der
Ansprechcharakteristik durch Änderung der Einbaulänge bzw.
der Federrate der Feder 33.
Nachfolgend wird die Funktionsweise der in Fig. 1 und 2
dargestellten erfindungsgemäßen Betätigungeinheit
beschrieben:
Wird das Eingangsglied 4 über das nicht gezeigte Bremspedal
in Betätigungsrichtung, in der Zeichnung nach links
verschoben, so wird der am Ventilkolben 15 ausgebildete
zweite Dichtsitz 11 geöffnet, so daß die Arbeitskammer 7
belüftet wird. Die auf die bewegliche Wand 5 einwirkende
pneumatische Druckdifferenz verursacht ein Vorlaufen des
Steuergehäuse-Vorderteils 26 bzw. eine Drehbewegung des
Hebels 17 nach links, dessen längerer erster Hebelarm 44
beispielsweise einen Weg "B" (Fig. 2) zurücklegt.
Dabei wird die den ersten Dichtsitz 10 tragende Hülse 13
über das sich am kürzeren zweiten Hebelarm 45 des Hebels 17
abstützende Kraftübertragungselement 18 vom Hebelarm 45
mitgenommen, und zwar in einem bestimmten, frei wählbaren
Übersetzungsverhältnis b : B, wobei b den vom zweiten
Hebelarm 45 zurückgelegten Weg bedeutet. Da sich der am
Ventilkolben 15 ausgebildete Dichtsitz 11 immer selbst zum
ersten Dichtsitz 10 einstellt, laufen der Ventilkolben 15
und damit das Eingangsglied 4 sowie das nicht gezeigte
Bremspedal synchron mit der Hülse 13 mit. Dies geschieht so
lange, bis das Führungsteil 25 durch die Anlage der
Anschlagfläche 31 am Anschlagteil 30 vom
Steuergehäuse-Vorderteil 26 mitgenommen wird. Hierdurch
wird vor einer weiteren Pedalbewegung ein vorher
bestimmbares Druckmittelvolumen in die Bremsanlage
verschoben, das durch den Abstand "a" zwischen dem
Anschlagteil 30 und der Anschlagfläche 31 am
Steuergehäuse-Vorderteil 26 definiert ist.
Während des beschriebenen Vorganges wird der Außenkolben 21
in den Druckraum 41 des Hauptbremszylinders 2 verschoben,
wobei durch den darin sich aufbauenden hydraulischen Druck
eine Reaktionskraft entsteht, die über den Innenkolben 22,
den Ventilkolben 23, 15 sowie das Eingangsglied 4 auf das
nicht gezeigte Bremspedal übertragen wird.
Die in Fig. 3 und 4 gezeigte zweite Ausführung der
erfindungsgemäßen Betätigungseinheit besteht aus einem
Unterdruck-Bremskraftverstärker 51 sowie einem ihm
nachgeschalteten Hauptbremszylinder 52, dessen Gehäuse 79
ins Innere eines lediglich schematisch angedeuteten
Bremskraftverstärkergehäuses 53 hineinragt. Im
Bremskraftverstärkergehäuse 53 ist auf der dem
Hauptzylinder 52 gegenüberliegenden Seite in einem
Gleitdichtring 66 ein Steuergehäuse 58 verschiebbar
geführt, in dem ein Steuerventil 59 angeordnet ist, das
mittels eines mit einem nicht gezeigten Bremspedal
gekoppelten Eingangsgliedes 54 betätigbar ist. An seinem
dem Eingangsglied 54 abgewandten Ende trägt das
Steuergehäuse 58 eine durch einen Membranteller sowie eine
daran anliegende Rollmembran (beide näher nicht bezeichnet)
gebildete bewegliche Wand 55, die getrennt vom
Steuergehäuse 58 unter Zwischenschaltung einer Feder 64 auf
diesem begrenzt verschiebbar angeordnet ist. Die bewegliche
Wand 55 unterteilt das Innere des
Bremskraftverstärkergehäuses 53 in eine evakuierbare
Unterdruckkammer 56 sowie eine Arbeitskammer 57, wobei das
Steuerventil 59 eine Verbindung zwischen der Arbeitskammer
57 und der Unterdruckkammer 56 oder der Atmosphäre
ermöglicht. Das Steuerventil 59 ist dabei vorzugsweise
durch zwei koaxial zueinander angeordnete ringförmige
Dichtsitze 60, 61 gebildet, die mit einem
rotationssymmetrischen elastischen Ventilkörper 62,
beispielsweise einem Tellerventil, zusammenwirken. Der
erste Dichtsitz 60, dessen Öffnen eine Verbindung der
beiden Kammern 56, 57 ermöglicht, ist durch eine im
Steuergehäuse 58 ausgebildete Ringfläche gebildet.
Der zweite Dichtsitz 61, dessen Öffnen eine Belüftung der
Arbeitskammer 57 ermöglicht, ist an einem im Steuergehäuse
58 geführten, mit dem Eingangsglied 54 in
kraftübertragender Verbindung stehenden Ventilkolben 65
ausgebildet, dessen Rückkehrbewegung bei der in Fig. 3
gezeigten Ausführung durch ein Querglied 80 begrenzt ist,
das in Lösestellung am Gleitdichtring 66 axial anliegt.
Wie die beiden Fig. 3 und 4 weiter erkennen lassen, ist
wirkungsmäßig zwischen dem Steuergehäuse 58 und der
beweglichen Wand 55 ein Hebelmechanismus 63 mit variabler
Übersetzung angeordnet, der am Anfang der Betätigung des
Bremskraftverstärkers 51 ein Mitnehmen des Steuergehäuses
58 in Abhängigkeit von dem von der beweglichen Wand 55
zurückgelegten Weg ermöglicht und dessen Wirkung nach einem
vorher bestimmbaren Hub des Steuergehäuses 58 abschaltbar
ist. Der Hebelmechanismus wird dabei durch einen
vorzugsweise U-förmig gestalteten Übersetzungshebel 63
gebildet, der in einer Steuergehäusenut 81 so angeordnet
ist, daß er einerseits an einer an der beweglichen Wand 55
ausgebildeten Anlagefläche 78 und andererseits am
Bremskraftverstärkergehäuse 53 anliegt. Während die Anlage
des Übersetzungshebels 63 an der Anlagefläche 78 mittels
seines Quersteges 67 erfolgt, findet seine Anlage am
Bremskraftverstärkergehäuse 53 über die vorzugsweise
gekrümmt gestalteten Enden seiner parallel zueinander
verlaufenden Arme 68, 69 statt. Die Arme 68, 69 liegen
gleichzeitig an im Steuergehäuse 58 radial gegenüberliegend
ausgebildeten Rippen 74, 75 (Fig. 4) an und weisen
Aussparungen 76, 77 auf, die die Rippen 74, 75 aufnehmen, so
daß der Übersetzungshebel 63 gegen Herausfallen gesichert
ist.
Der dem Unterdruck-Bremskraftverstärker 51 nachgeschaltete
Hauptbremszylinder 52 weist mindestens einen im
Hauptzylindergehäuse 79 einen Druckraum 82 begrenzenden
Kolben 70 auf, der zweiteilig ausgeführt ist und aus einem
Außen- bzw. Ringkolben 71 größeren Durchmessers sowie einem
darin geführten Innenkolben 72 besteht. Der Außenkolben 71
stützt sich axial direkt an der beweglichen Wand 55 ab,
während der Innenkolben 72 eine kalottenförmige Ausnehmung
83 aufweist, an deren Boden das Ende einer sich bis in
Innere des Außenkolbens 71 hinein erstreckenden
Verlängerung 73 des Ventilkolbens 65 anliegt, so daß eine
Übertragung der am Eingangsglied 54 eingeleiteten
Betätigungskraft auf den Innenkolben 72 stattfinden kann.
Nachfolgend wird die Funktionsweise der in Fig. 3 und 4
dargestellten erfindungsgemäßen Betätigungeinheit
beschrieben:
Wird das Eingangsglied 54 über das nicht gezeigte
Bremspedal in Betätigungsrichtung, in der Zeichnung nach
links verschoben, so wird der im Steuergehäuse 58
ausgebildete erste Dichtsitz 60 durch den Ventilkörper 62
geschlossen und anschließend der am Ventilkolben 65
ausgebildete zweite Dichtsitz 61 geöffnet, so daß die
Arbeitskammer 57 belüftet wird. Die auf die bewegliche Wand
einwirkende pneumatische Druckdifferenz verursacht ein
Vorlaufen der beweglichen Wand 55 in Betätigungsrichtung,
bei dem das Steuergehäuse 58 vom Übersetzungshebel 63
mitgenommen wird. Der Übersetzungshebel 63 stützt sich
dabei einerseits an der der beweglichen Wand 55
zugeordneten Anlagefläche 78 und andererseits an den in dem
Steuergehäuse 58 ausgebildeten Rippen 74, 75 ab und liegt
mit den gekrümmten Enden seiner Arme 68, 69 am
Bremskraftverstärkergehäuse 53 an. Auslegungsmäßig kann
hier auch ein Weg der beweglichen Wand 55 ohne Mitbewegung
des Steuergehäuses 58 beibehalten werden, wenn der
Übersetzungshebel 63 in der Lösestellung das
Bremskraftverstärkergehäuse 53 nicht berührt. Nach einem
durch die Übersetzung des Übersetzungshebels 63 definierten
Betätigungsweg sind das Steuergehäuse 58 und die bewegliche
Wand 55 auseinandergefahren, wobei an der beweglichen Wand
55 ausgebildete Mitnehmer 84 an am Steuergehäuse 58
ausgebildeten Anschlagflächen 85 zur Anlage kommen.
Hierdurch wird vor einer weiteren Pedalbewegung ein vorher
bestimmbares Druckmittelvolumen in die Bremsanlage
verschoben, das durch den Abstand "c" zwischen den
Mitnehmern 84 und den Anlageflächen 85 am Steuergehäuse 58
definiert ist. Anschließend hebt der Übertragungshebel 63
vom Bremskraftverstärkergehäuse 53 ab, so daß Steuergehäuse
58 und bewegliche Wand 55 nun den gleichen Weg zurücklegen.
Der Außenkolben 71 wird auch hier während des beschriebenen
Vorganges in den Hauptzylinder-Druckraum 82 geschoben, so
daß durch den darin sich aufbauenden hydraulischen Druck
eine Reaktionskraft entsteht, die über den Innenkolben 72,
den Ventilkolben 73, 65 sowie das Eingangsglied 54 auf das
nicht gezeigte Bremspedal übertragen wird.
1
Bremskraftverstärker
2
Hauptbremszylinder
3
Verstärkergehäuse
4
Eingangsglied
5
bewegliche Wand
6
Unterdruckkammer
7
Arbeitskammer
8
Steuergehäuse
9
Steuerventil
10
Dichtsitz
11
Dichtsitz
12
Ventilkörper
13
Hülse
14
Druckfeder
15
Ventilkolben
16
Gleitring
17
Hebel
18
Kraftübertragungsteil
19
Führungsrippe
20
Kolben
21
Außenkolben
22
Innenkolben
23
Verlängerung
24
Kraftübertragungshülse
25
Führungsteil
26
Vorderteil
27
Drehpunkt
28
Kragen
29
30
Anschlagteil
31
Anlagefläche
32
Hauptzylindergehäuse
33
Feder
34
Kraftübertragungshülse
35
Abstützplatte
36
Dichtmanschette
37
Ausnehmung
38
Ringfläche
39
Ausnehmung
40
Sicherungsring
41
Druckraum
42
Druckfeder
43
Ring
44
Arm
45
Arm
46
Angriffsfläche
47
Angriffsfläche
48
49
50
51
Bremskraftverstärker
52
Hauptbremszylinder
53
Bremskraftverstärkergehäuse
54
Eingangsglied
55
bewegliche Wand
56
Unterdruckkammer
57
Arbeitskammer
58
Steuergehäuse
59
Steuerventil
60
Dichtsitz
61
Dichtsitz
62
Ventilkörper
63
Übersetzungshebel
64
Druckfeder
65
Ventilkolben
66
Gleitdichtring
67
Quersteg
68
Arm
69
Arm
70
Kolben
71
Außenkolben
72
Innenkolben
73
Verlängerung
74
Rippe
75
Rippe
76
Aussparung
77
Aussparung
78
Anlagefläche
79
Hauptzylindergehäuse
80
Querglied
81
Steuergehäusenut
82
Druckraum
83
Ausnehmung
84
Mitnehmer
85
Anlagefläche
Claims (10)
1. Betätigungseinheit für eine hydraulische Kraftfahrzeugbremsanlage,
bestehend aus einem Unterdruck-Bremskraftverstärker sowie einem ihm
wirkungsmäßig nachgeschalteten Hauptbremszylinder, wobei das
Bremskraftverstärkergehäuse durch eine bewegliche Wand in eine
Unterdruckkammer und eine Arbeitskammer unterteilt ist und ein mittels
eines Eingangsgliedes betätigbares, in einem die bewegliche Wand
tragenden Steuergehäuse angeordnetes Steuerventil vorgesehen ist, dessen
erster Dichtsitz getrennt vom Steuergehäuse ausgeführt und in der
Anfangsphase der Betätigung des Bremskraftverstärkers während einer
vorbestimmten begrenzten Wegstrecke des Steuergehäuses gegenüber diesem
verschiebbar ist und dessen zweiter Dichtsitz an einem mit dem
Eingangsglied zusammenwirkenden Ventilkolben ausgebildet ist und die
Dichtsitze mit einem Ventilkörper zusammenwirken, und wobei der
Bremskraftverstärker eine Reaktionseinrichtung aufweist, die bei der
Betätigung eine Übertragung einer aus dem im Hauptbremszylinder
herrschenden Druck resultierenden Reaktionskraft auf das Eingangsglied
ermöglicht, dadurch gekennzeichnet, daß auf der begrenzten Wegstrecke
(Abstand a) des Steuergehäuses (8) der erste Dichtsitz (10) in
Abhängigkeit des vom Steuergehäuse (8) zurückgelegten Weges mitnehmbar
ist, wobei diese Mitnahme über mindestens einen Hebelmechanismus (17, 27)
mit variabler Übersetzung erfolgt, welches nach Erreichen der Wegstrecke
(Abstand a) abschaltbar ist.
2. Betätigungseinheit nach Anspruch 1, wobei der erste Dichtsitz an einer am
Steuergehäuse abgedichtet verschiebbar geführten, in Schließrichtung des
Steuerventils vorgespannten Hülse ausgebildet ist und das Steuergehäuse
zweiteilig ausgeführt ist und aus einem sich am Verstärkergehäuse
abstützenden Führungsteil sowie einem darin geführten, die bewegliche
Wand tragenden Vorderteil besteht, die gegeneinander abgedichtet axial
begrenzt bewegbar, teleskopartig
ineinander geführt sind, dadurch, gekennzeichnet, daß der Hebelmechanismus
durch einen begrenzt drehbar gelagerten zweiarmigen Hebel (17) gebildet
ist, der mittels einer Feder (42) gegenüber dem Vorderteil (26)
vorgespannt ist und dessen erster Arm (44) an einer am Vorderteil (26)
ausgebildeten ersten Angriffsfläche (46) abgestützt ist und dessen
zweiter Arm (45), an einer am Führungsteil (25) ausgebildeten zweiten
Angriffsfläche (47) anliegend, mit einem mit der Hülse (13)
zusammenwirkenden Kraftübertragungsglied (18) im Eingriff steht.
3. Betätigungseinheit nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
zweite Angriffsfläche (47) an einem radialen Kragen (28) des
Führungsteiles (25) ausgebildet ist, der in der Lösestellung an einem das
Führungsteil (25) gegenüber dem Verstärkergehäuse (3) abdichtenden
Gleichdichtring (16) anliegt.
4. Betätigungseinheit nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwei
Hebelmechanismen vorgesehen sind, deren Hebel (17) radial
gegenüberliegend an einem das Steuergehäuse (8) umgreifenden ringförmigen
Teil (43) gelagert sind.
5. Betätigungseinheit für eine hydraulische Kraftfahrzeugbremsanlage,
bestehend aus einem Unterdruck-Bremskraftverstärker sowie einem ihm
wirkungsmäßig nachgeschalteten Hauptbremszylinder, wobei das
Bremskraftverstärkergehäuse in eine Unterdruckkammer und eine
Arbeitskammer durch eine bewegliche Wand unterteilt ist, die unter
Zwischenschaltung einer Feder getrennt von einem ein Steuerventil
aufnehmenden Steuergehäuse auf dem Steuergehäuse angeordnet ist, das in
der Anfangsphase der Betätigung des Bremskraftverstärkers während einer
vorbestimmten begrenzten Wegstrecke der beweglichen Wand gegenüber dieser
verschiebbar ist und danach von der beweglichen Wand mitnehmbar ist,
wobei der Bremskraftverstärker eine Reaktionseinrichtung aufweist, die
bei der Betätigung eine Übertragung einer aus dem im Hauptbremszylinder
herrschenden Druck resultierenden Reaktionskraft auf das Eingangsglied
ermöglicht, dadurch gekennzeichnet, daß auf der begrenzten Wegstrecke
(Abstand c) der beweglichen Wand (55) das Steuergehäuse (58) in
Abhängigkeit des von der beweglichen Wand (55) zurückgelegten Weges
mitnehmbar ist, wobei diese Mitnahme über einen Hebelmechanismus
(Übersetzungshebel 63) mit variabler Übersetzung erfolgt, welcher nach
Erreichen der Wegstrecke (Abstand c) abschaltbar ist.
6. Betätigungseinheit nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
Hebelmechanismus durch einen Übersetzungshebel (63) gebildet ist, der, in
der Anfangsphase der Betätigung des Bremskraftverstärkers am Bremskraftverstärkergehäuse (53)
anliegend, sowohl mit der beweglichen Wand (55) als auch dem
Steuergehäuse (58) im Eingriff steht.
7. Betätigungseinheit nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der
Übersetzungshebel (63) U-förmig ausgebildet und durch mittels eines
Querstegs (67) verbundene, parallel zueinander verlaufende Arme (68, 69)
gebildet ist, wobei der Quersteg (67) mit einer an der beweglichen Wand
(55) ausgebildeten Anlagefläche (58) zusammenwirkt, während die Arme
(68, 69) an, im Steuergehäuse (58) ausgebildeten, radial
gegenüberliegenden Rippen (74, 75) axial anliegen.
8. Betätigungseinheit nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der
Übersetzungshebel (63) an einem das Steuergehäuse (58) gegenüber dem
Bremskraftverstärkergehäuse (53) abdichtenden Gleitdichtring (66)
anliegt.
9. Betätigungseinheit nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Arme
(68, 69) des Übersetzungshebels (63) mit Aussparungen (76, 77) versehen
sind, die die Rippen (74, 75) aufnehmen und den Übersetzungshebel (63)
gegen Herausfallen sichern.
10. Betätigungseinheit nach Anspruch 1 oder 5, wobei im Hauptbremszylinder
mindestens ein Kolben mindestens einen hydraulischen Druckraum begrenzt,
dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (20; 70) zweiteilig ausgebildet ist
und aus einem mit der beweglichen Wand (5; 55) des Bremskraftverstärkers
(1; 51) in kraftübertragender Verbindung stehenden Außenkolben (21; 71) und
einem im Außenkolben (21; 71) abgedichtet geführten, relativ zum
Außenkolben (21; 71) begrenzt verschiebbaren Innenkolben (22; 72) besteht,
der durch eine axiale Verlängerung (23; 73) eines das Steuerventil (9; 59)
des Bremskraftverstärkers (1; 51) betätigenden Ventilkolbens (15; 65)
direkt betätigbar ist, so daß die Reaktionseinrichtung durch den Kolben
(20; 70) gebildet ist.
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DE19914141353 DE4141353C2 (de) | 1991-12-14 | 1991-12-14 | Betätigungseinheit für eine hydraulische Kraftfahrzeugbremsanlage |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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DE19914141353 DE4141353C2 (de) | 1991-12-14 | 1991-12-14 | Betätigungseinheit für eine hydraulische Kraftfahrzeugbremsanlage |
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Publication Number | Publication Date |
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DE4141353A1 DE4141353A1 (de) | 1993-06-17 |
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Family
ID=6447114
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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DE19914141353 Expired - Lifetime DE4141353C2 (de) | 1991-12-14 | 1991-12-14 | Betätigungseinheit für eine hydraulische Kraftfahrzeugbremsanlage |
Country Status (1)
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- 1991-12-14 DE DE19914141353 patent/DE4141353C2/de not_active Expired - Lifetime
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DE4141353A1 (de) | 1993-06-17 |
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