DE4111207C2 - Elastischer Metallreibbelag und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents
Elastischer Metallreibbelag und Verfahren zu seiner HerstellungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft allgemein Reibungsmaterialien,
die in Drehmomentübertragungsvorrichtungen verwendet
werden und ein Reibbelagmaterial aufweisen, das in Ge
genwart eines Übertragungsfluids oder -öls in betriebs
fähigen Eingriff mit einer gegenüberliegenden Fläche
gelangt. Spezieller gesagt, betrifft die Erfindung ein
Reibbelagmaterial mit Metallpartikeln in der Form
eines porösen Körpers mit ausgezeichneten Reibungsei
genschaften und hervorragender Haltbarkeit sowie ein
Verfahren zur Herstellung derartiger Materialien.
Die vorstehend erwähnten Drehmomentübertragungsvorrich
tungen können beispielsweise Kupplungs- und Bremsanord
nungen mit einer Reibscheibe und einer gegenüberlie
genden Platte einschließen. Das Reibbelagmaterial in
Form einer genuteten oder ungenuteten Scheibe oder
Scheibensegmenten ist an einem Metallkern befestigt,
um auf diesem eine Reibungs- oder Drehkraftübertra
gungsfläche zu bilden. Die gegenüberliegende Platte
bildet eine zusammenwirkende Fläche, die in betriebs
fähigen Eingriff mit der Reibfläche zur Drehmoment
übertragung gelangt. Normalerweise sind mehrere Schei
ben mit Reibbelagmaterial auf gegenüberliegenden
Flächen abwechselnd mit mehreren gegenüberliegenden
Platten angeordnet, um eine Mehrscheiben-Drehmoment
übertragung zu bilden, die durch eine Schließeinrich
tung gesteuert wird, die den axialen Abstand der be
nachbarten Scheiben und Platten einstellt.
Die Scheibe und die gegenüberliegende Platte können
sich zu einem Speicher mit Übertragungsfluid erstrecken,
oder das Fluid kann unter Druck von einem solchen
Speicher oder von einem Fernspeicher zu der Scheibe
befördert werden. Das Fluid dient der Kühlung der Vor
richtung mit Ableiten der aus der Drehmomentübertra
gung resultierenden Wärmeenergie, was als Naßbetrieb
der Einheit bezeichnet wird. Das Fluid kann auch dazu
dienen, ein Drehmoment durch Abscheren der Filme des
Fluids zwischen benachbarte Scheiben und Platten zu
übertragen, und gleichzeitig Wärme abführen, was als
hydroviskoser Betrieb der Vorrichtung bezeichnet wird.
Drehkraft-übertragende Vorrichtungen und Anwendungen
mit schwererer Beanspruchungen finden sich in großen
Straßenfahrzeugen wie Bussen, Lastwagen, Geländefahr
zeugen und Baufahrzeugen. Um den Drehmomentbelastungs
erfordernissen solcher Anwendungsmöglichkeiten zu
entsprechen, sind Reibbelagmaterialien entwickelt
worden, die in erster Linie aus in eine pulverför
mige Metallmatrix gepreßtem Graphit unter Aufbringung
eines hohen Drucks gebildet sind, um so einen Grün
ling zu bilden, der dann bei hohen Temperaturen und
Druckverhältnissen gesintert bzw. verschmolzen wird.
Eine andere Art eines Reibungsmaterials verwendet rela
tiv hohe Anteile von Schleifmaterialien oder kera
mischen Materialien mit minimalen Anteilen von Graphit
in einer Metallpulvermatrix bzw. in einer Zwischenmasse
aus pulverisiertem Metall. Diese losen Gemische werden
auf einen Metallkern verstreut und dann dort festge
brannt, um einen Belag zu bilden und den Belag mit dem
Metallkern zu verbinden. Während diese Arten von Reib
belagmaterialien einen relativ hohen dynamischen Rei
bungskoeffizienten haben, sind sie wegen ihres begrenz
ten Energieabsorptionsgrades auf weniger schwere An
wendungsfälle beschränkt.
Die Drehmomentübertragungseigenschaften sind durch
eine Anzahl von Faktoren bestimmt, die das bestimmte
Transmissionsfluid, das Reibbelagmaterial und die
Art der zusammenwirkenden, gegenüberliegenden Platten
fläche einschließen. Die Elastizität des Reibbelags
ist ein Hauptfaktor der Drehkraftübertragungseigen
schaften, da elastischere Reibbeläge besser mit der
gegenüberliegenden Plattenfläche übereinstimmen, wo
durch eine gleichförmigere Energieabsorption über die
Fläche des Reibbelags erreicht wird. Reibbeläge mit
höherer Elastizität können allgemein höhere Energie
absorptionsgrade erreichen wegen der gleichförmigeren
Absorption der Energie über die Fläche des Belags.
Weniger elastische Reibbeläge sind hingegen in ihrem Ausmaß der
Energieabsorption durch denselben Faktor beschränkt. Bisher
haben Reibbeläge auf metallischer Basis ein geringes Maß an
Elastizität bzw. Federeigenschaft und damit nur eine geringe
Fähigkeit zur Energieabsorption. Reibbeläge auf metallischer
Basis, die unter Anwendung eines Drucks zur Bildung eines Grünlings
bzw. ersten Verbundstoffs hergestellt werden, haben wegen
ihrer aufgrund ihrer Herstellung dichten Struktur nur eine
geringe Elastizität. Solche Reibbeläge auf metallischer Basis,
die nach dem Bestreuungsverfahren hergestellt sind, haben deshalb
eine begrenzte Elastizität, weil das metallische Gefüge
grob und starr ist.
Aus der EP 0 093 673 ist ein Metallreibbelagmaterial bekannt,
welches für trockenlaufende Anwendungszwecke wie z. B. Bremsbeläge
vogesehen ist und aus Metallpartikeln, Kohlenstoff und einem
niedrigschmelzenden Metall besteht. Diese Bestandteile werden
gemischt, erhitzt und anschließend mit hohem Druck zusammengepreßt,
wodurch eine sehr dichte, nicht-elastische und nicht-
poröse Struktur des Metallreibbelags entsteht.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein
Naßlauf-Reibungsmaterial anzugeben, das haltbar und ein hohes
Maß an dynamischer Reibung sowie ausgezeichnete Energieabsorptionseigenschaften
aufweist. Außerdem soll ein Reibbelag angegeben
werden, der leicht herstellbar ist und eine elastische,
federnde Metallstruktur hat.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen der
Patentansprüche 1 und 5 angegebenen Merkmale gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen
gekennzeichnet.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird zuerst eine poröse Zwischenstruktur
geschaffen, deren Bauelemente aus Metall bestehen.
Dies kann durch Bildung eines Grünlings aus
metallenem Fasermaterial und Pulver unter Verwendung
eines vorläufigen organischen Binders und herkömm
licher Zuschläge bzw. Wirkstoffe wie Kohlenstoff und
Reibungspartikeln bewerkstelligt werden. Der Grünling
bzw. Verbundstoff wird mit relativ niedrigem Druck
hergestellt und dann erhitzt, um den Binder zu ent
fernen und die metallenen Komponenten zusammen zu
schmelzen bzw. zu sintern, wobei eine poröse und rela
tiv weiche Struktur zurückbleibt.
Die poröse Zwischenstruktur wird dann erhitzt und
einer Infusion bzw. Eindiffundierung eines Dampfs aus
einem Metall ausgesetzt, dessen Schmelzpunkt niedriger
ist als derjenige der Zwischenstruktur, wobei der Me
talldampf die Metalle der Zwischenstruktur benetzen
oder sich mit diesen mischen bzw. legieren kann. Bei
der Abkühlung dient die Vermischung bzw. Legierung
dazu, die Festigkeit und Integrität der Struktur erheb
lich zu erhöhen, während dennoch die endgültige Struk
tur porös, elastisch und wärmeleitend ist.
Das erfindungsgemäße Reibungsmaterial ist elastischer
als herkömmliche Materialien, die in einem einzigen
Schritt bei hohen Temperaturen und Druckverhältnissen
gesintert bzw. vermischt werden und damit eine dichte
und kompakte Struktur erhalten. Die Elastizität des
erfindungsgemäßen Materials ermöglicht es, sich besser
an die Oberfläche einer zugehörigen Platte anzupassen.
Außerdem tragen die Elastizität, Porosität und Wärme
leitfähigkeit des Materials zu einer verbesserten
Energieabsorptionskapazität bei, ohne daß dies einem
hohen Maß an dynamischer Reibung in die Quere kommt.
Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsformen der
Erfindung beschrieben.
Die vorliegende Erfindung sieht die Bildung einer
porösen Zwischenmetallstruktur vor, gefolgt von einem
Einguß bzw. Eindiffundieren eines metallenen Dampfes,
was nachfolgend näher beschrieben wird.
Um das Zwischenprodukt herzustellen, wird zunächst
ein Grünling erstellt. Der Grünling wird aus einem
gleichförmigen Gemisch aus metallischem Pulver und
Faserstoff, Kohlenstoff, wahlweise Reibungspartikeln
und ausreichend vorübergehendem Binder gebildet, der
die Mischung bei Aufbringung von Druck unter 5 Tonnen
pro inch2 (0,775 t/cm2) zusammenhält.
Ausschließlich des Gewichts des grünen Binders, der
später entfernt wird, enthält das trockene Gemisch
etwa 30 bis etwa 80% Metallpulver, Metallfasern und
Gemische von diesen, etwa 5 bis etwa 40% Kohlenstoff
und zwischen 0 etwa 30% reibungsmodifizierende Par
tikel. Die bevorzugten Metalle sind Kupfer und Bronze,
obwohl auch andere Metalle wie Aluminium, Nickel,
Chrom und auf Eisen basierende Materialien wie rost
freier Stahl, unlegierter Stahl und dergleichen ver
wendet werden können. Die verwendeten metallischen
Pulver und Fasern sind relativ fein, wodurch ein
gleichförmiges Gemisch hergestellt, dieses besser in
einen Hohlraum gefüllt und eine bessere Punktverbin
dung erreicht werden kann. Die verwendeten metallischen
Materialien bilden die Struktur des porösen Zwischen
produkts und außerdem die Basis für die Struktur des
Endprodukts. Die metallenen Fasern und Pulver werden
hier als "Metallpartikel" bezeichnet.
Der verwendete Kohlenstoff kann von vielfältiger Art
sein und in kristalliner Form beispielsweise als
Graphit oder in amorpher Form als Ruß, Petroleumkoks,
Lampenruß, Holzkohle oder dergleichen verwendet wer
den. Der Kohlenstoff oder ein Äquivalent dient als
Schmiermittel, um ein Festfressen des Reibungsma
terials an der Reibungsplatte während extremer Be
dingungen zu verhindern, d. h. bei hohen Temperaturen
und Drücken.
Reibungsmodifizierende Partikel, insbesondere Schleif
materialien, können wahlweise in einer Größenordnung
von bis zu etwa 30 Gewichtsprozent in dem Gemisch ein
geschlossen sein. Die Schleifmaterialien schließen
Silika, Tonerde, Bimsstein und andere bekannte Arten
von Reibungsmaterialien ein. Diese Materialien können
hinzugefügt werden, um die endgültigen Reibungseigen
schaften des Reibungsmaterials zu ändern, wobei bei
vielen Anwendungen eine Menge von weniger als 10% aus
reichend sein werden.
Der grüne Binder wird in der Form eines trockenen
Pulvers vorzugsweise aus organischem Material ver
wendet und später durch Erhitzen und Oxidation aus
der Struktur entfernt. Geeignete Materialien schließen
auf Zellulose basierende Materialien wie Mikrozellulose,
Stärke und dergleichen ein. Typischerweise ist eine
Bindermenge in der Größenordnung von etwa 10 bis etwa
25%, auf der Basis des kombinierten Gesamtgewichts
der anderen trockenen Materialien, ausreichend, um
das Gemisch vorübergehend zusammenzuhalten.
Das trockene Gemisch wird in einen Formhohlraum ein
gebracht und kalt mit verhältnismäßig niedrigen Drücken
gepreßt, die in der Größenordnung von 2 bis 5 Tonnen
pro inch2 (etwa 0,31 bis etwa 0,775 t/cm2) liegen, im
Vergleich zu 15 bis 20 Tonnen, die normalerweise in
der Pulvermetallurgie angewendet werden. Die resultieren
den Grünlinge haben eine ausreichende Festigkeit, um
gehandhabt und weiter bearbeitet zu werden.
Die Grünlinge (bzw. grünen Verbundstoffe) werden dann
in einer oxidierenden Umgebung erhitzt, um den grünen
Binder auszubrennen oder anderweitig zu entfernen, wobei
die übrigen Komponenten intakt in der Struktur zurück
bleiben. Die Atmosphäre in dem Ofen wird dann zu einer
reduzierenden Atmosphäre geändert, und die Erhitzung wird
über eine Zeitspanne fortgesetzt, die ausreicht, um im
wesentlichen alle metallischen Oxide zu reduzieren, die
während des Ausbrennens gebildet sein könnten. Die Er
hitzungsstufe kann beispielsweise bei Umgebungsatmosphären
druck und Temperaturen in der Größenordnung von etwa
1500°F bis etwa 1700°F für auf Kupfer basierende
Materialien ausgeführt werden.
Das durch die vorstehend beschriebene Vorgehensweise
erhaltene Zwischenprodukt enthält ein hochgradig poröses
Gefüge bzw. Matrix aus im wesentlichen Oxid-freien
Metallen, die durch die Erhitzung in dem Ofen teilweise
verschmolzen sind, und dieses Gefüge hält weiterhin
auf stabile Weise den Kohlenstoff und alle anderen
Additive.
Der poröse Zwischenkern wird dann mit einem Metall
infiltriert, dessen Siedepunkt niedriger liegt als der
Schmelzpunkt des Gefüges, wobei dieses Metall mit den
Metallen des Gefüges verschmelzbar bzw. legierbar ist.
In Verbindung mit den in dem Zwischenkern verwendeten
Metallen, die weiter oben beschrieben sind, sind zu
diesem Zweck Zink und Kadmium hervorragend geeignet,
wobei Zink wegen der Prozeßerfordernisse bevorzugt ist.
Die Infiltration bzw. Durchsetzung wird in einem Ofen
bei etwa einer Atmosphäre durchgeführt, wobei die
Atmosphäre den Dampf des Metalls enthält oder damit ge
sättigt ist. Dies kann in der Weise durchgeführt werden,
daß das Metall in Pulver- oder Blechform in dem Ofen
oder oben auf den Grünlingen angeordnet und der Ofen
auf eine Temperatur erhitzt wird, die ausreicht, um
das Metall zu schmelzen und wenigstens teilweise zu
verdampfen. Im Falle von Zink, das einen Schmelzpunkt
von etwa 788°F und einen Siedepunkt von etwa 1605°F
hat, kann eine Ofentemperatur in der Größenordnung von
etwa 1450° bis etwa 1650°F verwendet werden.
Unter den oben beschriebenen Bedingungen benetzt das
eindringende Metall das Matrixmetall und vermischt bzw.
legiert sich wenigstens mit einem Teil von diesem, wo
bei es dazu dient, die strukturelle Verbindung zwischen
den verschiedenen Kontaktpunkten zwischen den metallischen
Fasern und Pulverteilchen in dem Verbundstoff zu er
höhen oder zu verstärken. Während der Zwischenkern
während dieses Vorgangs einen erheblichen Gewichtsan
stieg zu verzeichnen hat, üblicherweise in der Größen
ordnung von 50%, bleibt das Endprodukt porös und
elastisch.
Im Gegensatz zu auf herkömmliche Weise verschmolzenen
Reibungsmaterialien werden die Erhitzungsvorgänge bei
atmosphärischem Druck ausgeführt, wobei kein zusätz
licher Druck erforderlich ist. Bei herkömmlichen Pro
zessen werden die Materialien unter Druck erhitzt, um
annehmbare Dichte-, Härte- und Abnutzungseigenschaften
zu erhalten. Das erfindungsgemäße Verfahren ist demgegen
über vorteilhaft, weil ein einziger, herkömmlicher Ofen
verwendet werden kann.
Obwohl das erfindungsgemäße Reibungsmaterial in jeder
gewünschten Gestalt oder Form hergestellt werden kann,
ist die übliche Form ein dünnes Bauteil oder eine dünne
Scheibe. Die Scheibe kann an einem Tragbauteil oder
Kern befestigt werden, der in einer Naßkupplung oder
Bremsanordnung verwendet wird. Die Reibscheibe kann bei
spielsweise an einem Stahlkern befestigt werden, unter
Verwendung einer herkömmlichen Lötmasse unter Hitze und
Druck.
Das nach dem oben beschriebenen Verfahren erhaltene
metallische Reibungsmaterial ist porös und - im Gegen
satz zu herkömmlichen gesinterten und verschmolzenen
Materialien - elastisch. Der Grad der Elastizität kann
erforderlichenfalls reduziert werden, indem die be
festigte Platte einem Druck unterworfen wird, der aus
reicht, um ihre Dicke und Elastizität zu verringern.
Zur weiteren Offenbarung der Erfindung wird nachfolgend
ein Ausführungsbeispiel beschrieben.
Die in der nachfolgenden Tabelle angegebenen Materia
lien wurden in einem Kernmischer trocken gemischt, um
ein inniges Gemisch herzustellen. Eine Quantität des
hergestellten Gemischs wurde in einen Formhohlraum
eingebracht und bei Raumteperatur bei einem Druck von
etwa 3,3 t/inch2 (0,51 t/cm2) kalt gepreßt, um Grün
linge herzustellen.
Der größte Teil von Avicel in den Reibbelag-Grün
lingen wurde aus den Grünlingen entfernt, indem
diese 2 Stunden lang in einem Ofen bei 1600°F in
einer Atmosphäre behandelt wurden, die aus etwa 93%
Wasserdampf und 7% Stickgas bestand. Nach den ersten
zwei Stunden wurde die Atmosphäre in dem Ofen zu 100%
Wasserstoff geändert und die Ofenbehandlung über eine
weitere Stunde bei 1600°F fortgesetzt, um alle Metall
oxide in der Metallmatrix des Reibbelages zu ihrem
Basismetallzustand zu reduzieren. Während dieses Vor
gangs wurde auf die Grünlinge kein äußerer Druck aus
geübt.
Dann wurde pulverisiertes Zink auf die ausgebrannten
Verbundstoffe gesprüht bzw. gestreut, die einer zweiten
Ofenbehandlung unterzogen wurden, um den pulverisierten
Zink zu schmelzen und den darunter befindlichen Verbund
stoffkörper zu durchdringen. Die zweite Ofenbehandlung
wurde bei 1560°F eine Stunde lang in einer Atmosphäre
ausgeführt, die aus mit metallischem Zinkdampf ge
sättigtem Wasserstoff zusammengesetzt war. Nach dem
Infiltrationsprozeß verzeichneten die Preßlinge einen
durchschnittlichen Gewichtsanstieg von 61% im Vergleich
zu ihrem Gewicht vor dem Infiltrationsprozeß. Es sei
wiederholt, daß während dieses Vorgangs kein äußerer
Druck auf die Preßlinge ausgeübt wurde.
Nach der Infiltration wurden die Preßlinge gekühlt und
mit einem metallischen Kern verbunden, der mit einer
kommerziellen Lötpaste überzogen wurde. Der Verbindungs
vorgang dauerte etwa 5 Minuten bei 600°F und einem
Druck von 300 PSI.
Das vorstehend beschriebene Reibbelagmaterial wurde im
Vergleich mit einem gesinterten Standardreibungsmaterial
getestet. Es herrschten identische Testbedingungen mit
demselben Übertragungsfluid in derselben Testvorrich
tung, in der das Material in Eingriff mit einer Platte
gebracht wurde. Die Materialien wurden bei 2000 Eingriffen
auf 3 nacheinander höheren Energiestufen getestet. Die
erste Stufe simuliert Belastungen in einem Autobahn
transportbus sowie einem Lastzug und entspricht einem
kinetischen Energiewert von 390 ft-lbs/in2. Die zweite
Energiestufe simuliert Belastungen eines Geländefahr
zeugs wie eines Baufahrzeugs und entspricht einem kine
tischen Energiewert von 530 ft-lbs/in2. Die dritte
Energiestufe entspricht Überlastungszuständen, mit denen
nicht regelmäßig oder lang gerechnet werden muß, und hat
einen Wert von 820 ft-lbs/in2.
Claims (8)
1. Metallreibbelagmaterial zum Lauf in einem Übertragungsfluid
oder -öl, wobei das Reibmaterial Metallpartikel, Kohlenstoff und
ein niedrigschmelzendes Material enthält,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Reibmaterial die Form einer porösen, elastischen Matrix
aus teilweise verschmolzenen Metallpartikeln, die Metallpulver
und Metallfasern enthalten, hat und daß ein Metall mit einem
niedrigeren Schmelzpunkt in die Matrix eindiffundiert ist und
mit der Matrix eine Legierung bildet, wobei deren Elastizität
und Porosität beibehalten wird, und das Metall mit dem niedrigeren
Schmelzpunkt mehr als 50% des Endproduktes bildet.
2. Metallreibbelagmaterial nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das Metall mit dem niedrigeren
Schmelzpunkt Zink oder Kadmium ist.
3. Metallreibbelagmaterial nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Matrix 5 bis 40% Graphit enthält.
4. Metallreibbelagmaterial nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Metallpartikel Nichteisenmetalle
sind.
5. Verfahren zur Herstellung eines metallischen
Reibungsmaterials mit hoher Energiekapazitätsabsorption
und hohem Reibungskoeffizienten,
gekennzeichnet durch folgende Schritte:
Herstellen eines Grünlings aus metallischen Partikeln,
Kohlenstoff und einem vorübergehenden organischen Binder,
Erhitzen des Preßlings unter Bedingungen, bei denen der
Binder entfernt und die Partikel teilweise verschmolzen
werden, um einen porösen Zwischenkern zu bilden, und
Infiltrieren des porösen Zwischenkerns mit dem Dampf
eines Metalls, dessen Schmelzpunkt niedriger ist als
der Schmelzpunkt des Substrats, wobei dieses Metall
mit den teilweise verschmolzenen Metallpartikeln ver
mischt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß der Schritt der Erhitzung
des Preßlings zur Entfernung des Binders das Erhitzen
in einer oxidierenden Atmosphäre enthält.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß auf den Schritt des Er
hitzens in einer oxidierenden Atmosphäre ein Erhitzen
in einer reduzierenden Atmosphäre folgt, um die Oxide
in den metallischen Partikeln zu reduzieren.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß das Erhitzen bei atmosphä
rischem Druck durchgeführt wird.
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